Forum: Wirtschaft
Industriezone Kaesong: Nordkorea stoppt sein kapitalistisches Experiment
AFP

In der Sonderwirtschaftszone Kaesong machten Nord- und Südkoreaner gemeinsam Geschäfte. Nun hat der stalinistische Norden das Gebiet abgeriegelt. Doch am Weiterbetrieb der kapitalistischen Exklave haben beide Seiten großes Interesse.

Seite 1 von 4
spon-facebook-1810274577 03.04.2013, 17:21
1. Provokation!

Zitat von sysop
In der Sonderwirtschaftszone Kaesong machten Nord- und Südkoreaner gemeinsam Geschäfte. Nun hat der stalinistische Norden das Gebiet abgeriegelt. Doch am Weiterbetrieb der kapitalistischen Exklave haben beide Seiten großes Interesse.
Ohne die US-amerikanische Provokation wäre es niemals so weit gekommen! Dass jetzt kein "Business as usual" mehr möglich ist, war doch jedem denkenden Menschen klar! Wirklich naiv, wer sich jetzt noch die Augen reibt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernstmoritzarndt 03.04.2013, 17:22
2. Stricklieferung

Der moderne Kapitalist finanziert heute den Strick selbst vor, an dem er später von den Kommunisten aufgehängt wird. Es ist mir unverständlich, wie die Südkoreaner das kommunistische System auf diese Weise fördern können. Das Leiden der nordkoreanischen Bevölkerung wird auf diese Weise nur verlängert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Airkraft 03.04.2013, 17:24
3. Eine ganz "normale"....

Eine ganz "normale" Aussperrung, das kommt bei Arbeitskampfmaßnahmen auch in Deutschland gelegentlich vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nixda 03.04.2013, 17:28
4. auf der Suche nach billigen Arbeitskräften

Zitat von ernstmoritzarndt
Der moderne Kapitalist finanziert heute den Strick selbst vor, an dem er später von den Kommunisten aufgehängt wird. Es ist mir unverständlich, wie die Südkoreaner das kommunistische System auf diese Weise fördern können. Das Leiden der nordkoreanischen Bevölkerung wird auf diese Weise nur verlängert.
hach ist das nicht schön. Man gibt offen zu, dass man billige Sklaven sucht und dafür nun auch wirklich mit jedem zusammenarbeitet der einem selbst ein viel Geld aufs Bankkonto bringt.

Wahrscheinlich kann man diese schwäbische Firma nicht mal boykotieren weil in jedem Auto was davon steckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pauschaltourist 03.04.2013, 17:35
5.

Zitat von spon-facebook-1810274577
Ohne die US-amerikanische Provokation wäre es niemals so weit gekommen! Dass jetzt kein "Business as usual" mehr möglich ist, war doch jedem denkenden Menschen klar! Wirklich naiv, wer sich jetzt noch die Augen reibt!
Von welchen amerikanischen Provokationen schwadronieren Sie?

Wer kündigt denn seit Wochen fast täglichen den Blitzkrieg gegen Südkorea an?

Wenn Südkorea (vertreten übrigens durch eine vom Volk frei gewählte Regierung...) die verbündeten USA um Militärunterstützung bitte, sollten Sie die souveräne Entscheidungsfreiheit Südkoreas akzeptieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hollo43 03.04.2013, 17:45
6. Hardliner auf beiden Seiten

Zitat von sysop
In der Sonderwirtschaftszone Kaesong machten Nord- und Südkoreaner gemeinsam Geschäfte. Nun hat der stalinistische Norden das Gebiet abgeriegelt. Doch am Weiterbetrieb der kapitalistischen Exklave haben beide Seiten großes Interesse.
Der Kim hat ja den Nachteil, dass man sich den Namen gut merken kann. Außerdem erhöht sein witziges Äußere den Wiedererkennungswert.
Seine "Gegenspielerin" kennt der Stammtisch nicht so gut. Aber es scheint lohnenswert, sich mit dieser Personalie näher zu beschäftigen, um die Bewertung etwas zu arrondieren. Zunächst scheint es ja auch in der Südkoreanischen Demokratie so etwas wie dynastische Erscheinungen zu geben. Aber das ist man ja von den USA bereits gewohnt (Kennedey, Busch). Dann gibt es ja auch persönliche Betroffenheit, die sich, so kann man voraussetzen, auch in der Beziehung der beiden Kontrahenten niederschlägt.

Falls Kim eine Öffnung vorgehabt haben sollte, wären die Umstände dazu im Moment sicher nicht so günstig. Dazu hat die Wahl von Park-Geun-hye sicher beitgetragen. Mich erinnert das an den Kalten Krieg, der durch kleine Nadelstiche immer wieder angefacht wurde. Das bekommen wir hier vermutlich so im Detail nicht mit.

Künftige Präsidentin Park Geun-hye kündigt

Das war also genau zu dem Zeitpunkt, als Kim in Richtung Modernisierung zu agieren schien.

Ich drücke mich bewusst sehr vorsichtig aus. Mir ist aber klar, dass viele Foristen es ganz genau und besser wissen. Damit muss ich leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HEK 03.04.2013, 17:46
7. Das ist ja noch viel krasser:

Zitat von sysop
Offiziell begründet wurde das mit Aussagen aus Südkorea, wonach Kaesong dem Norden als Devisenbringer diene. Dieser Hinweis verletze "ernsthaft unsere Würde", sagte ein nordkoreanischer Kaesong-Sprecher.
Auf Wikipedia zum Stichwort "Industrieregion Kaesong" nachzulesen: Der Lohn für die nordkoreanischen Billiglöhner in Kaesong wird von den südkoreanischen Firmen nicht direkt an diese, sondern an den nordkoreanischen Staat ausgezahlt. Von den gerade einmal 57,50 $ pro Monat(!!!) behält das Nordregime 22,50 $ "für Sozialleistungen" ein, nur 35 $ erhalten die Arbeiter. Bei einem bitterarmen und hungernden Volk ist kaum vorstellbar, woraus diese Sozialleistungen bestehen sollen. Aus Langstreckenraketen und AKWs?
Das ist moderne Sklavenhaltung, die ein autoritärer Staat mit seinen eigenen Bürgern betreibt. Wenn die jetzt noch die Beleidigten spielen, dann ist das wieder einmal eine typisch nordkoreanische Farce!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gustavsche 03.04.2013, 17:59
8. Welche Provokation?

Zitat von spon-facebook-1810274577
Ohne die US-amerikanische Provokation wäre es niemals so weit gekommen! Dass jetzt kein "Business as usual" mehr möglich ist, war doch jedem denkenden Menschen klar! Wirklich naiv, wer sich jetzt noch die Augen reibt!
Wenn Sie den Nordkoreanern zugestehen, sich provoziert zu fühlen, dann müssen Sie jedem Neonazis zugestehen, dass er sich allein durch den Anblick eines Afrikaners provoziert fühlt und eine Treibjagd veranstaltet. Ihre Äußerung ist auch nichts anderes als die Legitimation der Wehrmacht, Polen zu überfallen, weil die sich durch die Generalmobilmachung der Polen provoziert gefühlt hätten. Eine moderne Legende, aber auf genau dem Holzpfad befinden Sie sich.

Wenn hier jemand provoziert, dann ist es die nordkoreanische Führung, mit ihren unverhohlenen Drohungen einen Atomkrieg anzuzetteln. Nicht vergessen darf man, dass es die Nordkoreaner waren, die den Koreakrieg in den 50ern anzettelten, die Menschen massenweise in Konzentrationslager sperren, die gerne südkoreanische Fischer entführen und südkoreanische Schiffe in internationalen Gewässern torpedieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bourgeois2000 03.04.2013, 18:00
9. Unsinn das ist doch kein Arbeitskampf!

Zitat von Airkraft
Eine ganz "normale" Aussperrung, das kommt bei Arbeitskampfmaßnahmen auch in Deutschland gelegentlich vor.
Außerdem sind die Manager ein-/ausgesperrt worden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4