Forum: Wirtschaft
Industriezone Kaesong: Nordkorea stoppt sein kapitalistisches Experiment
AFP

In der Sonderwirtschaftszone Kaesong machten Nord- und Südkoreaner gemeinsam Geschäfte. Nun hat der stalinistische Norden das Gebiet abgeriegelt. Doch am Weiterbetrieb der kapitalistischen Exklave haben beide Seiten großes Interesse.

Seite 4 von 4
egmc2 03.04.2013, 21:57
30.

Zitat von karl-der-gaul
voll ausgebaut ist wuerde es halb so gross sein als Manhattan per SPON, nun wie gross ist das den? So gross wie Gelsekirchen oder ein viertel so gross we Moskau?
Na wenn die Schwaben doch noch bauen, dann mindestens so groß wie Prenzlauer Berg aber höchstens zwei Drittel so groß wie Stuttgart.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bruder Theodor 03.04.2013, 22:44
31. Das letzte Aufbäumen

Zitat von sysop
In der Sonderwirtschaftszone Kaesong machten Nord- und Südkoreaner gemeinsam Geschäfte. Nun hat der stalinistische Norden das Gebiet abgeriegelt. Doch am Weiterbetrieb der kapitalistischen Exklave haben beide Seiten großes Interesse.
Die Strukturen im Land selbst, in Nordkorea, sind so hart, dass sie zur bewegungslosen Masse verhärten und verhärtet sind. Dieses Regime bricht - und zwar jetzt. Es ist am Brechen. "Nach fest kommt ab" sagt man beim Schrauben- und Mutternanziehen. Psychologisch sehr interessant, was dort passiert. Eine Art Kollektivsuizid der Politikführung. Man hat keine Optionen, wirtschaftlich ist das Land am Ende, die Komplexitäten steigern sich, womit das Vertrauen - nach innen wie nach außen - gegen Null geht. Der Tunnelblick, der sich dann auftut, und so versucht die Führung die Komplexitäten wieder zu reduzieren und reduziert zu halten, indem sie in einfache Schwarz-Weiß-Muster von Gut und Böse verfällt, die allesamt aus dem Kalten Krieg stammen. Muster als einzig rettende Burg, die sich auftut. Bei den Amerikanern passiert mit der Tea-Party Ähnliches, respektive mit der Bush-Administration war Ähnliches passiert. Auch ein Rückfall in einfache Bilder und Zeiten, mit denen und in denen die Welt so quasi noch handhabbar und in Ordnung war. Mit dem Paar USA ./. Nordkorea haben sich zweie gefunden. Nur dass Obama hier gerade der völlig falsche Ansprechpartner für ist, um ihn als personifiziertes USA-Haßbild auszumachendern. Obama steht nicht für grenzenlosen und ruchlosen Kapitalismus. Der junge Kim, so unreif wie er ist, ist völlig überfordert mit seiner Aufgabe als Staatschef. Wie Hitler Mickey Mouse geil fand, so verzerrt und irre ist dieser Kim. Der gehört, wie Hitler schon dorthin gehörte, in ein Pfadfinderlager, aber nicht auf den Sessel des Staatschefs. Der Wahnsinn beim Kim und seiner Riege ist das Gefährliche. Die Irrationalität, die Unberechenbarkeit, die von ihnen ausgehen. Auch eine psychologisch interessante Situation für China. China kommt zu Macht und Aufstieg durch kapitalistische und korrupte Strukturen, hält aber an einem Kommunismus fest. China als bipolarer Mittler im territorialen und lokalen Gefüge (dort). Diplomatie oder Krieg. Atomar ausgetragen wäre ein Krieg der Super-Gau schlechthin. In manch scheinbar Wahnsinnigem steckt ein Genie. Kim ein Genie? Das Ganze ein Geniestreich, mit dem er sich eine verkorkste Struktur abschüttelt, weil er insgeheim auch Mickey Mouse geil findet, und er nachts unter der Bettdecke, wenn ihm niemand zuhört, mit Gorbatschow telefoniert?

Goethe muß mal wieder her - und herhalten: "Gestaltung, Umgestaltung, des ewigen Sinnes ewige Unterhaltung". Mephisto in - und aus - FAUST.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4