Forum: Wirtschaft
Inflation: Euro schneidet besser ab als D-Mark

Es ist das*hartnäckigste Vorurteil über die europäische Gemeinschaftswährung -*obwohl es*sich immer wieder als unwahr herausstellt: Der Euro ist kein Teuro.*Die Inflationsrate der vergangenen Jahre liegt weit unter der zu D-Mark-Zeiten.

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herr_kowalski 16.12.2011, 10:52
1. Wenn das statistische Bundesamt das sagt,

Zitat von sysop
Es ist das*hartnäckigste Vorurteil über die europäische Gemeinschaftswährung -*obwohl es*sich immer wieder als unwahr herausstellt: Der Euro ist kein Teuro.*Die Inflationsrate der vergangenen Jahre liegt weit unter der zu D-Mark-Zeiten.
muss es noch lange nicht stimmen.
Bereinigen Sie den politisch genauso gewünschten statistischen Warenkorb
um den ganzen Elektronik-Schrott und alle nicht lebensnotwendigen Produkte und Sie landen bei weit über 4 %. In diesem Jahr bereits über 7 %.
Hat man SPON jetzt schon so im Griff, dass er sich auch an der
Manipulation der einfachen Wahrheit beteiligen muss.
Schäbig.

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rolandmuck 16.12.2011, 10:53
2. Unfug

Wieder so ein Unfug, der uns Sand in die Augen streuen soll, bzw. uns für dumm verkaufen soll. Die Teuerung ist doch keine Frage ob DM oder EURO, sonder eine Frage der jeweiligen Wirtschaftspolitik.

Und das bei der EURO-Einführung, der Umstellung von DM auf EURO manche Branchen kräftig zugelangt haben, kann doch das Statistische Bundesamt nicht einfach so vom Tisch wischen.

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traldors 16.12.2011, 10:55
3. Ja, ne is klar (...)

Zitat von sysop
Es ist das*hartnäckigste Vorurteil über die europäische Gemeinschaftswährung -*obwohl es*sich immer wieder als unwahr herausstellt: Der Euro ist kein Teuro.*Die Inflationsrate der vergangenen Jahre liegt weit unter der zu D-Mark-Zeiten.
Das muss eine gesellschaftsweite Hypnose gewesen sein, als man feststellte, das manche Preise 1:1 umgesetzt oder schamlos hochgesetzt wurden. Gerne in Restaurants und auch in anderen Dienstleistungsbereichen. Der Rest wurde schlicht mit gestiegenen Kosten im Einkauf begründet. Wer's glaubt (...)

"Mancher Anbieter
dürfte die erstmalige Auszeichnung in Euro
als eine günstige Gelegenheit für eine Neukalkulation
der Preise angesehen haben. Eine
Preisänderung auf den Januar 2002 aufzuschieben
oder vorzuziehen, war insbesondere
dann angesagt, wenn die Preisauszeichnung
relativ hohe Kosten verursachte. Möglicherweise
schien eine Periode größerer Unklarheit
und Unsicherheit auch gut geeignet, um
Preise heraufzusetzen."

Auszug "http://www.bundesbank.de/download/volkswirtschaft/mba/2004/200401mba_europreise.pdf"

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willhy 16.12.2011, 10:59
4. Stabile Preise

Zitat von sysop
Es ist das*hartnäckigste Vorurteil über die europäische Gemeinschaftswährung -*obwohl es*sich immer wieder als unwahr herausstellt: Der Euro ist kein Teuro.*Die Inflationsrate der vergangenen Jahre liegt weit unter der zu D-Mark-Zeiten.
Tatsächlich?
2001 zahlte ich für ein Schnitzel mit Pommes und Salat ca. 15,00 DM
im Schnitt.......heute 15,00 €.
2001 kostete ein Cappuchino 2500 Lire........2002 2,50 €.
Joghurt 2001 -,99 DM..........,-99 €.......alles stabil.

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Baikal 16.12.2011, 11:00
5. Na klar, wenn..

Zitat von sysop
Es ist das*hartnäckigste Vorurteil über die europäische Gemeinschaftswährung -*obwohl es*sich immer wieder als unwahr herausstellt: Der Euro ist kein Teuro.*Die Inflationsrate der vergangenen Jahre liegt weit unter der zu D-Mark-Zeiten.
.. der Preis eines Produktes zum die kleinste Einheit erhöht wird, war es bei der Mark ein Pfennig, beim Euro sind es aber nun fast zwei Pfennige. Zudem werden Preissteigerungen hedonisch ermittelt und der Warenkorb wurde im fraglichen Zeitraum auch heftig umgebaut. Der Euro ist daher kein Teuro weil er es nicht sein darf.

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johnmcclaneii 16.12.2011, 11:02
6.

Ich denke doch auch, dass man hier ein wenig mehr ins Detail hätte gehen können.
So ist es doch z.B. der Preisanstieg vieler Lebensmittel aus der Agrarbranche ,vorallem in den Anfangsjahren des Euro, der uns diesen Irrglauben vorgaukelt, der Euro sei an der Preiserhöhung Schuld.

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nordlichtx 16.12.2011, 11:06
7. Irreführender Unfug

Die geringe Inflationsrate der letzten Jahre hat in erster Linie in einem Punkt mit dem Euro zu tun: die Jahre nach der Euro-Einführung waren, auch dank Euro, wirtschaftlich die schwächsten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Natürlich ist in so einem Umfeld die Inflationsrate geringer als Anfang der Neunziger im Wiedervereinigungsboom.

Generell ist die niedrigere Inflationsrate sonst kein Euro-Verdienst. Wenn man sich die historische Entwicklung der Inflation in Großbritannien, Dänemark, Schweden, der Schweiz etc anschaut, sieht man den gleichen Trend: sehr hohe Raten in den Siebzigern, etwas weniger in den Achtzigern, relative Preisstabilität seitdem.

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Robert_Rostock 16.12.2011, 11:12
8.

Zitat von willhy
Tatsächlich? 2001 zahlte ich für ein Schnitzel mit Pommes und Salat ca. 15,00 DM im Schnitt.......heute 15,00 €. 2001 kostete ein Cappuchino 2500 Lire........2002 2,50 €. Joghurt 2001 -,99 DM..........,-99 €.......alles stabil.
Ja, ja.

2001 war in Berlin ein großes Bier kaum unter 5 DM zu bekommen, ein Guiness kostete z.B. in den Irish Pubs im Europacenter oder am Hackeschen Markt um die 7 DM. Heute, also 10 Jahre später, kostet es dort 5 Euro.

Letztens habe ich den 1997er Katalog eines nicht ganz unbekannten schwedischen Möbelhauses gefunden. Da gibt es ja einige Produkte, die sich über die Jahre kaum verändert haben:

Nehmen wir das legendäre Billy-Regal, 80x28x202 cm, Birkenfurnier.
Preis 1997: 179 DM
Preis 2012: 59 €

Oder den Sessel "Poäng", einfachste Ausführung mit weißem Baumwoll-Bezug:
Preis 1997: 349 DM
Preis 2012: 79 €

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HerrKeule 16.12.2011, 11:12
9. .

Zitat von rolandmuck
Wieder so ein Unfug, der uns Sand in die Augen streuen soll, bzw. uns für dumm verkaufen soll. Die Teuerung ist doch keine Frage ob DM oder EURO, sonder eine Frage der jeweiligen Wirtschaftspolitik. Und das bei der EURO-Einführung, der Umstellung von DM auf EURO manche Branchen kräftig zugelangt haben, kann doch das Statistische Bundesamt nicht einfach so vom Tisch wischen.
Na klar. Manche Branchen habens gemacht. zB die Gastronomie. Erst hat das Bier 3 Mark gekostet und und plötzlich 3 €. Danach gabs nur noch kleinere Steigerungen.
Was ist in anderen Branchen? Lebensmittel steigen seit Jahren kaum? Auslandsstudenten sind oft verwundert wie gut die hier in Deutschland sich versorgen können.

Viele Leute geben dem Euro einfach die Schuld für ihr eigenes Unvermögen. Diese Diskussion wird niemals enden!

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