Forum: Wirtschaft
Inflation: EZB rechnet mit 800 Milliarden Euro für neue Hilfsprogramme
DPA

Die Maßnahmen der EZB im Kampf gegen die niedrige Inflation könnten ein Volumen von bis zu 800 Milliarden Euro erreichen. Von dieser Summe gehen die Zentralbanker nach SPIEGEL-Informationen aus.

Seite 3 von 5
wibo2 07.09.2014, 19:35
20. Konzerne und auch mittelständische Unternehmen legen sich Banken zu ...

Zitat von soisses007
Konzerne wie Airbus kaufen sich gleich eine Bank (Salzburg) um ihre Liquidität zu erhalten.
Das ist eine interessante Entwicklung. Die Banken
verlieren ein Teil ihres Geschäftes mit ihren Großkunden.
Das haben die Banker sich selbst zuzuschreiben, weil
sie die Erwartungen ihrer Kunden nicht erfüllt haben.
Es ist eine Art von Aufstand aber auch eine Vorbereitung
auf Risiken der Zukunft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RalfWagner 07.09.2014, 19:43
21. Endspiel

Der Euro ist die Geschichte von Täuschungen, Vertragsbrüchen, Wissensanmaßungen der Politiker und Banker, den Sparerenteignungen und der Herrschaft der Schuldner über die Gläubiger - ein tolle Erfolgsgeschichte also. Und nun vor allem die Südländer im Euro gefangen sind, will Draghi aus dem Euro die Lira 2.0 machen. Und er will uns erzählen, dass mit noch mehr und billigerem Geld die Wirtschaft wachsen würde. Das ist so dumm wie zu glauben. dass ein kaputtes Auto mit vollem Tank mit noch mehr Benzin schon wieder fahren würde.
Es wird explodieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brennstoff 07.09.2014, 20:44
22. Wenn viel nicht hilft, hilft eben viel mehr...

Das der Quatsch nicht funktioniert, sollte selbst Hr. Draghi inzwischen bemerkt haben.
In diesem Zusammenhang sollte auch die Frage erlaubt sein, bei wem denn all die Billionen, bzw. die Gewinne daraus, hängen geblieben geblieben sind, die Hr. Draghi bisher bereits auf Kosten der Allgemeinheit und zwar wirkungslos in den Markt ausgereicht hat?
Ich und alle die ich persönlich kenne haben davon leider nichts gesehen, während Aktien- und sonstige Finanzpapierbesitzer sich erfreut täglich steigenden Gewinnen gegenüber sehen.
Interessant ist doch auch, wem er jetzt alles noch zusätzlich Risiken überhelfen möchte.
Zitat: "Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang Einrichtungen wie die Europäische Investitionsbank oder die deutsche Staatsbank KfW."
Glücklicher Weise ist Draghi diesen Instituten gegenüber nicht weisungsbefugt.
Allerdings bin ich mir sicher, dass er diesen Einrichtungen den Kauf der Schrottpapiere schon irgendwie schmackhaft machen wird oder die Bundesregierung wird der KfW einfach die Weisung erteilen, ihr haftet jetzt, ist alternativlos. Wenn Frankreich und Italien schon nicht reformieren wollen, kann Deutschland wenigstens haften, gelle? Einer muss halt blechen!
Die KfW ist allein in deutscher Hand und soll jetzt die Schrottpapiere absichern und die Europäische Investitionsbank sicher zu 27%, was den deutschen Haftungsanteil wieder um einen 3 stelligen Mrd.-Betrag erhöhen dürfte.
Von der Bundesregierung ist wie stets kein Widerstand zu erwarten und Black Rock ist auch nicht zimperlich.
Haben wir eigentlich keine europäischen Finanzunternehmen, die Hr. Draghi hätte beauftragen können? Als Goldman&Sachs-Mann hat er sicher gute Kontakte zu denen. In Europa ist er ja bloß Chef der Zentralbank.
Na ja, es ist sicher nicht so einfach Leute zu finden, denen man diesen Müll wieder andrehen kann, da braucht es halt Spezialisten.
Jetzt wo Black Rock einen Fuß in der EZB hat, können diese Leute ihre eigenen und die US-Interessen sicher viel besser auf dem europäischen Markt durchsetzen.
Werden doch die Preise für Finanzmarktpapiere kräftig steigen, wenn die EZB mit den Ankäufen beginnt.
Eines ist jedenfalls sicher. Die Finanzmarktteilnehmer werden kräftige Gewinne einfahren. Die öffentlichen Haushalte werden dieses ganze Projekt absichern und der normale Bürger wird keinen Cent davon sehen.
Bis, ja bis dass ganze Gebäude zusammen kracht und einer für den Schaden aufkommen muss. Dann werden wir wohl mit unseren Steuern die Scherben zusammen fegen dürfen, während die Gewinner auf den Bahamas sitzen und Cocktails schlürfen.
Traurig, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wekru 07.09.2014, 22:10
23. verkehrte Welt

Wie einfach lagen die Dinge doch, als Preisstabilität ein Ziel der Wirtschaftspolitik war. Ich möchte nur anmerken: die EZB kann sich mit Giftpapieren vollpumpen wie sie will, eine Inflation wird es deswegen nicht geben. Der Wertmaßstab des Geldes hängt in einem Kreditgeldsystem nämlich nicht ab von dem Volumen der Kredite, die fälschlich als "Geld" bezeichnet werden. Fälschlich deswegen, weil es heute das, was Menschen früher als Geld bezeichneten, gar nicht mehr gibt. Die durch Gläubigerschulden verbrieften Kredite aus denen wir heute unsere Zahlungsmittel schöpfen sind tendenziell aus sich heraus gegen Inflation und Deflation immun, also wertstabil solange nicht massenhaft faule Kredite ins System eingeschleust werden. Es wird keine Inflation geben. Wohl aber kann das ganze System implodieren, wenn die von der EZB geblanten Kreditblasen platzen. Das hat dann aber auch nichts mit einer Inflation zu tun, sondern führt zu einer Vernichtung von Werten durch nicht bediente Kredite. Es tut einen Schlag und alles, was auf heißer Luft basiert, ist futsch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haraldhenn 07.09.2014, 22:36
24.

Jetzt ist auch klar, warum im ESM-Vertrag festgelegt wurde, dass die Gouverneure und deren Bueros immun sind - damit die Damen und Herren wie in einem closed shop agieren koennen: ohne Aufsicht, ohne Rechtfertigung, ohne Angst vor Strafe. Bei der EZB ist es ähnlich: es handelt sich nicht um einen Staat im Staate, sondern um einen Staat ueber dem Staate. Handelten die Finanzinstitute einst aus der Deckung heraus, diskret und leise, stehen sie heute aufrecht, wild gestikulierend und mit berstendem Ego selbst am Steuerruder. Der Bundestag, das ist nur noch Folklore und Trachtenverein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j_k_@xxx.de 07.09.2014, 22:36
25. Was kostet die Welt ?

Das sind doch nur Peanuts um Herrn Breuer beim Wort zu nehmen. Konsequenz = Ausstieg = Gold & Silber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alpenkraut 07.09.2014, 22:47
26.

So gering ist die Inflation doch gar nicht. Wir müssen für unseren Luxusschrott jedenfalls immer mehr zahlen. Uhren für 20 TEU und so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JKStiller 08.09.2014, 00:52
27. Hartz IV oder Millionär

Bald gibt es dazwischen nichts mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mimas101 08.09.2014, 01:23
28. Hmm

will Draghi mittlerweile jeden für dumm verkaufen?

Damit, wie offiziell verlautet, die Inflationsrate bei 2% bleibt (Marktgesetze hin oder her) sollen jetzt mind. 1,6 Bio DM neu geschaffen werden die dann Banken, bei fehlender Nachfrage, als Kredite ausreichen sollen damit dann Konsumenten vorab produzierte Güter kaufen können (bei fehlender Nachfrage / geringer Kaufkraft pp).
Wobei dann final auch noch alle Haftungsrisiken bei den National-Staaten zu liegen haben (sprich dem St-Zahler).
So schlecht kann man garnicht ausgebildet worden sein um als Banker arbeiten zu können.

Das riecht also eher nach dem Schutz von Hedgefonds, Börsen, Banken, Investoren pp vor möglichen Ausfällen wg Schuldenschnitten pp; in Verbindung mit dem Versorgen von maroden PIIGSern (auf das diese Staaten notwendige Strukturreformen nicht vornehmen müssen).

Damit ist dieses ECU-Geld keinen Pfifferling mehr wert, die gemeinsame Basis dieser sog. Währung ist verschwunden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ebehrens 08.09.2014, 02:11
29. Nicht nachmachen - besser machen!

Die EZB hinkt in der Leitzinspolitik den USA mehr als fünf Jahre hinterher! Mit dem zusätzlichen QE, das die Fed schon wieder zurückführt, hat die EZB noch gar nicht begonnen. Das kann doch nicht rechtzeitig wirken!

Die EZB hat es zugelassen, dass die Inflationsraten in den letzten Jahren stärker sanken als die Leitzinsen. Real sind die Leitzinsen in einer Zeit konjunktureller Schwäche daher deutlich gestiegen. Kein Wunder, dass die Euro-Konjunktur in die Knie geht!!

QE ist nicht sinnvoll, solange die Inflationsziele der Notenbank die Inflationserwartungen niedrig halten. QE wirkt dann zu langsam. - QE ist gar nicht erforderlich, wenn die Inflationsziele höher verankert werden als bisher. Paul Krugman und andere renomierte Ökonomen empfehlen Inflationsziele von 4% statt 2%. So entsteht konjunkturelle Bewegung!!

Eckhard Behrens, Heidelberg

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5