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Infrastruktur: Das Verkehrsministerium hat ein Faible für Bayern
DPA

Wenn es um die Verteilung von Geldern für Straßen, Brücken und Infrastruktur geht, ist Bayern ganz vorn dabei. Das CSU geführte Verkehrsministerium weist jeden Verdacht zurück - die Zahlen sprechen jedoch für sich.

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hans_g 19.02.2019, 19:59
130. Bayern hat Glück,

dass die weltweite Korruption nicht für Bayern separat erfasst wird.
Und nein, es geht nicht ausschließlich um Großstädte, wie jeder weiß, der die zahlreichen Ortsumgehungen kleiner Dörfer schon befahren hat.
Nicht Gerechtigkeit, sondern bayrischer Sumpf und Filz stehen hier im Vordergrund.

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Overview 19.02.2019, 22:46
131. Wo bleiben die Fakten?

... die Welt berichtet, dass aus der Antwort auf eine Anfrage, die denen Grünen vorliegt, aus deren Sicht hervorgeht, dass...
Das Spiel nannten wir früher stille Post und hat mit Journalismus nichts zu tun.
Vom Spiegel / dem Autor würde ich erwarten, die Anwort des Ministeriums und die zugrundeliegenden Fakten selbst zu recherchieren.
Diese Daten wären tatsächlich spannend:
Wie werden die Gelder seit Anfang der 90er auf die Bundesländer verteilt? (Projekte Deutsche Einheit mit nachfolgendem Investitionsstau in anderen Regionen)
Nach welchen Kriterien wurden welche Regionen bevorzugt? (Berücksichtigung Einwohner / Fläche / zeitliche Entwicklung).
Was sind die Gründe für mögliche Dysbalancen (zentrale vs. Subsidiäre Planung / Anlaufstellen/direkte oder indirekte Einflussnahme)
Und zum Schluss käme dann die persönliche Interpretation der verschiedenen Seiten, die wir gelesen haben.

Danke, dass sie mich an "stille Post" erinnert haben, wir haben noch nach Spielen für den Kindergeburtstag gesucht.

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Katzazi 20.02.2019, 09:26
132.

Zitat von Overview
... die Welt berichtet, dass aus der Antwort auf eine Anfrage, die denen Grünen vorliegt, aus deren Sicht hervorgeht, dass... Das Spiel nannten wir früher stille Post und hat mit Journalismus nichts zu tun. Vom Spiegel / dem Autor würde ich erwarten, die Anwort des Ministeriums und die zugrundeliegenden Fakten selbst zu recherchieren. Diese Daten wären tatsächlich spannend: Wie werden die Gelder seit Anfang der 90er auf die Bundesländer verteilt? (Projekte Deutsche Einheit mit nachfolgendem Investitionsstau in anderen Regionen) Nach welchen Kriterien wurden welche Regionen bevorzugt? (Berücksichtigung Einwohner / Fläche / zeitliche Entwicklung). Was sind die Gründe für mögliche Dysbalancen (zentrale vs. Subsidiäre Planung / Anlaufstellen/direkte oder indirekte Einflussnahme) Und zum Schluss käme dann die persönliche Interpretation der verschiedenen Seiten, die wir gelesen haben. Danke, dass sie mich an "stille Post" erinnert haben, wir haben noch nach Spielen für den Kindergeburtstag gesucht.
Sie wissen aber schon, was eine kleine Anfrage ist, oder? Es ist ein parlamentarisches Werkzeug bei dem die Antwort eine offizielle Antwort der Regierung bzw. der entsprechenden Ministerien ist. Es ist mit ein Element der demokratischen Kontrolle und der Gewaltenteilung. Dass die Presse hierüber informiert ist nicht nur legitim sondern fast schon ihre Aufgabe. Die Antwort der kleinen Anfrage ist öffentlich und liegt auch nicht nur den Grünen vor (das schreibt der Spiegel auch nicht so). Die Welt scheint allerdings zuerst und ausführlicher über diese spezielle Anfrage berichtet zu haben. Dass der Spiegel auf diesen Artikel verweist ist wiederum nicht nur legitim sondern redlich und in unserem Interesse. In wie weit dieses spezielle Thema nun zu weiteren eigenen Recherchen führen sollte darüber kann man geteilter Meinung sein. Sooo spannend ist das auch nicht, da durchaus immer mal wieder die entsprechende Mittelverteilung auch im Spiegel thematisiert wurde. Haben Sie vielleicht nicht mitbekommen. In NRW, konkret Köln war es über die Jahr hinweg durchaus immer wieder ein Thema. Sie wissen schon, wir haben da seit Jahren einsturzgefährdete Autobahnbrücken. Wie drastisch der Effekt ist, ist mir allerdings neu.

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Overview 20.02.2019, 21:32
133.

Zitat von Katzazi
(...) Dass die Presse hierüber informiert ist nicht nur legitim sondern fast schon ihre Aufgabe. Die Antwort der kleinen Anfrage ist öffentlich und liegt auch nicht nur den Grünen vor (das schreibt der Spiegel auch nicht so). Die Welt scheint allerdings zuerst und ausführlicher über diese spezielle Anfrage berichtet zu haben. Dass der Spiegel auf diesen Artikel verweist ist wiederum nicht nur legitim sondern redlich und in unserem Interesse. (...) Sooo spannend ist das auch nicht, da durchaus immer mal wieder die entsprechende Mittelverteilung auch im Spiegel thematisiert wurde. Haben Sie vielleicht nicht mitbekommen. In NRW, konkret Köln war es über die Jahr hinweg durchaus immer wieder ein Thema. Sie wissen schon, wir haben da seit Jahren einsturzgefährdete Autobahnbrücken. Wie drastisch der Effekt ist, ist mir allerdings neu.
Lieber Katzazi,
wenn sie die beiden Artikel von WELT und Spiegel verglichen haben, ist Ihnen sicherlich die "Ähnlichkeit" aufgefallen. Es wurde grossteils 1:1 übernommen, äh indirekt zitiert wollte ich sagen. Nur: die Kritik der Grünen wurde beibehalten, die Rechtfertigung des Ministeriums gekürzt und das ganze mit einer launigen Überschrift betitelt. Man lässt sich vor den Karren spannen - nicht gerade preisverdächtiger Journalismus. Und ja: nach diesem direkten Vergleich vertrete ich weiterhin die These, dass die Antwort auf die kleine Anfrage bei der Erstellung des Artikels nicht genutzt wurde...
Zur Sachlage:
Das Flächenland Bayern ist mehr als Doppelt so gross wie NRW, Infrastruktur und Digitalisierung sind auch flächenabhängig.
Man könnte auch zum Ergebnis kommen, das Bayern proportional insgesamt zu wenig bekommt.
So hat jeder seine Interpretation. Zur Sachlage lässt sich wenig sagen...
Ich habe zu Zeiten der rot-grünen Bundesregierung bis 2008 in Bayern gewohnt, damals wurde immer wieder lokal berichtet, dass Projekte zurückgestellt oder gestrichen wurden - ähnlich wie bei Ihnen in Köln jetzt? - Eine langfristige Aufarbeitung und Darlegung der Sachlage zur Mittelverteilung wäre deshalb schon interessant gewesen - wir wollen ja alle ein Fairplay nach klaren Regeln.
Zum Thema Autobahnbrücken:
in meinem damaligen Heimatlandkreis wurde eine Autobahn nach München seit den 1960ern geplant. In den 70er und 80er Jahren wurde gesagt, die Autobahn heisse A94, weil sie 1994 fertig wird. Mal wurde geklagt, dann fehlten die Mittel, etc...
Einige hundert Verkehrstote auf der Landstrasse später (die hätten es vielleicht spannend gefunden), ist die Fertigstellung - eines Teilstücks!- für Oktober diesen Jahres geplant. In diesem Sinne toi, toi, toi.

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Elvenpath 11.03.2019, 16:11
134. Wenn sich das bestätigt

ist das ein Skandal erster Klasse.
Die Konsequenz kann nur sein, der CSU das Verkehrsministerium zu entziehen.

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