Forum: Wirtschaft
Initiative Tierwohl: Schweinerei im Kühlregal

Wie lassen sich die Lebensbedingungen von Tieren in der Massentierhaltung verbessern? Indem man Billigfleisch beim Discounter kauft, behauptet eine Initiative von Einzelhandel und Landwirtschaft. Kritiker sind empört.

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Boesor 24.10.2015, 15:00
10.

Zitat von nickleby
Nirgends kann man sich zur Flüchtlingsproblematik äußern. Das ist eine Schweinerei, zwar nicht im Kühlregal, aber im Prinzip. Wann sonst soll der mündige Bürger sich zu essentiellen Problemen äußern, wenn nicht in den Medien?!
Nach meldung des Spiegels (und das ist leider ziemlich glaubwürdig) geht das leider nicht, weik sich der münige, kulturell aufgeklärte und intellektuelle deutsche Bürger im Internet kaum vernünftig zu dem Thema äußern kann.
Und sich durch eine riesige Ansammlung an Hass, Beleidigungen und Fremdenfeindlichkeit zu wühlen um die paar sachlichen beiträge herauszufiltern...das würde ich mir auch nicht antun wäre ich bei SPON

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schumbitrus 24.10.2015, 15:09
11. So eine Kampagne ist doch nur Gewissensberuhigung ..

Jedem, der diesen Industriefleisch-Mist in sich rein stopft, und der dabei anfängt über die Produktion nachzudenken, wird doch speihübel.

Und damit derjenige dann sein Gewissen beruhigen kann, wird ihm so eine Kampagne vorgesetzt. Auch wenn er/sie im Grunde natürlich weiß, dass er/sie für dumm verkauft wird, hilft es ihm/ihr, über die Zwänge hinweg zu kommen, dass man in der Kantine Auswahl zwischen paniertem Schnitzel und irgend einem undefinierten Veggie-Matsch hat - und man sich gewohnheitsmäßig für das Schnitzel entscheidet, das man selber noch in der Kollegenrunde als "Hormoncocktail" beschreibt.

D.h., den Machern geht es natürlich nicht darum, tatsächlich etwas bei den Produktionsbedingungen zu verändern, sondern den Gewohnheits-Fleischfressern eine Rechtfertigung gegen ihr schlechtes Gewissen zu liefern.

Ich habe vor 5 Jahren beschlossen, meinen Fleischkonsum zu reduzieren und ich komme jetzt mit 50-200 Gramm Fleisch pro Woche aus - und fühle mich damit sehr wohl. Es kommt wenn immer möglich aus Bio-Produktion und ich denke, dass ich damit mir einen echten Gefallen tue.

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icebear375 24.10.2015, 15:10
12. aehem ok

naja ich habe Fleischer gelernt aber wen ich mir das durchlese... Na auf deutsch gesagt bescheuert..... Die Riesen supermarktketten sollten einfach mehr an die Fleischereien und schlachtereien bezahlen und diese sollten verpflichtet werden diese Erhöhung auch an die Landwirte weiterzugeben die sie beliefern..... Alles andere ist Humbug

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artsite 24.10.2015, 15:22
13. ....und so gesund!

Soeben hat die WHO in ihrem neuesten Bericht verarbeitetes "rotes Fleisch" in die selbe Gefährlichkeitsstufe für die Gesundheit eingestuft wie Arsen und Asbest. Damit ist das "Produkt" so unakzeptabel wie dessen Produktion. Guten Appetit!

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regelaltersrentner 24.10.2015, 15:42
14.

Zitat von Bueckstueck
In der Frage der industriellen Massentierquälerei - wo Deutschland die Weltspitze vertritt - hält man den Bürger wohl zu Recht für dumm wie Brot, wenn man so eine Kampagne startet und sicherlich Erfolg damit hat, jedoch anders als man das dem Konsumenten suggeriert. Wie es anders und zwar besser geht, zeigt ein Nachbar im Süden.
Für 2,30 Euro das Kilo bietet Edeka das Kg. Hähnchen ab nächster Woche an.

Da kann man sicherlich nicht nein sagen, wo die Versicherung und die Steuer des neuen Daimler so teuer ist.

Wichtig ist doch, man beruhigt sein Gewissen wenn man über die Tierhalter schimpft.

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bambata 24.10.2015, 15:42
15.

Zitat von ludger_ruether
Ist mal wieder vollkommen logisch, dass Organisationen wie Foodwatch jegliche Initiativen der sogenannten konventionellen Landwirtschaft in Grund und Boden kritisieren, wenn auch bei näherem Hinsehen kaum wirklich stichhaltige Argumente genannt werden. Die Initiative Tierwohl sollte aus meiner Sicht ehr als ein Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden, dem sicherlich weitere folgen müssen. Bemerkenswert ist vor allem, dass die gesamte Branche inklusive Lebensmitteleinzelhandel und auch einige Tierschutzorganisationen bei der Initiative zusammenarbeiten. Foodwatch glaubt aber scheinbar, dass pauschale, lautstark geäußerte Kritik bei potentiellen Spendern besser ankommt, als der zugegebenermaßen mühsamere Weg der konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Ich persönlich finde die Kritik und die aufgeführten Argumente ausgesprochen stichhaltig - und ich habe sehr genau hingesehen.

Wir werden von morgens bis abends belogen und betrogen. Die Initiative "Tierwohl" ist da nur ein besonders perfides Beispiel von vielen. Da lachen ja die Hühner (leider tun sie das nicht).

Wer den Unfug, der da postuliert wird, tatsächlich glaubt, ist entweder naiv oder gleichgültig oder arbeitet in der Fleischindustrie.

Die Fläche eines Aktendeckels zusätzlich zum bisherigen Quadratmeter. Da wird sich die Sau erfreut räkeln und strecken und denken, hach was ist das Leben schön.

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regelaltersrentner 24.10.2015, 15:57
16.

Zitat von bill_dauterive
Ich würde Ihnen wirklich mal ans Herz legen, zum Beispiel eine Hühnermastanlage in Südamerika oder Südosteuropa zu besuchen. Bevor Sie hier noch weiter einen derartigen Blödsinn behaupten wie dass Deutschland im internationalen Vergleich besonders schlimm wäre in Sachen Tierquälerei!
Und die Eier kaufen wir aus den USA- wegen dem Tierwohl.

http://www.welt.de/wirtschaft/article125424987/US-Justiz-kaempft-gegen-zu-viel-Luxus-fuer-Huehner.html

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kasam 24.10.2015, 18:31
17. Haben sie mal ein steak in südamerika selber

in der Pfanne gemacht---sie haben die gleiche Grösse vorher und nachher, und schmecken tun sie 1000 mal besser.
Dann kommen sie wieder nach Hause und tun das Gleiche---1 mal und nie wieder. Es ist einfach ungeniessbar. Wer den Unterschied nicht merkt, der frisst alles----sein Leben lang---

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regelaltersrentner 24.10.2015, 18:33
18. So sollte es sein.

Zitat von bambata
Ich persönlich finde die Kritik und die aufgeführten Argumente ausgesprochen stichhaltig - und ich habe sehr genau hingesehen. Wir werden von morgens bis abends belogen und betrogen. Die Initiative "Tierwohl" ist da nur ein besonders perfides Beispiel von vielen. Da lachen ja die Hühner (leider tun sie das nicht). Wer den Unfug, der da postuliert wird, tatsächlich glaubt, ist entweder naiv oder gleichgültig oder arbeitet in der Fleischindustrie. Die Fläche eines Aktendeckels zusätzlich zum bisherigen Quadratmeter. Da wird sich die Sau erfreut räkeln und strecken und denken, hach was ist das Leben schön.
meinen sie auch?

Die Fleischpreise von einem Wohlfühloaseschwein sind im nachfolgendem Link genannt.

Wohlgemerkt, die Preise sind in Kg.

http://www.hofgut-silva.de/allgemeine-produktinformationen/

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regelaltersrentner 24.10.2015, 18:53
19.

Zitat von kasam
in der Pfanne gemacht---sie haben die gleiche Grösse vorher und nachher, und schmecken tun sie 1000 mal besser. Dann kommen sie wieder nach Hause und tun das Gleiche---1 mal und nie wieder. Es ist einfach ungeniessbar. Wer den Unterschied nicht merkt, der frisst alles----sein Leben lang---
Das Argentinische Angus Steak stammt längst nicht mehr von glücklichen Rindern auf unendlich weiten Wiesen. Vier von fünf Mastrindern werden mit Mais und Soja im Blitztempo gemästet.

http://diepresse.com/home/leben/ausgehen/743222/Steak_Den-Dreck-durfen-die-Argentinier-essen

Die traditionelle reine Weidemast wird zunehmend durch den Einsatz von Silage bzw. Heu und Getreide intensiviert. Inzwischen setzen die Rinderhalter auch in Argentinien für die Endmast verstärkt auf die Feedlot-Haltung, bei der die Tiere unter freiem Himmel aufgestallt und ausgemästet werden.

Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: http://www.topagrar.com/archiv/Den-argentinischen-Gauchos-fehlen-die-Rinder-1044793.html

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