Forum: Wirtschaft
Initiative zu Enteignungen: "Auch jemand mit 5000 Euro im Monat muss in Berlin fragen
imago images/ WDR

Mit ihrer Initiative "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" mischen Michael Prütz und Rouzbeh Taheri die Berliner Politik auf; am Samstag startet die Unterschriftenaktion. Was genau wollen die beiden?

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redwed11 05.04.2019, 17:41
50.

Wieder ein Lohnschreiber für den Gesamtverband der Wohnungswirtschaft.
1. Die Mieten in Berlin waren nicht ungewöhnlich niedrig, sie waren angemessen. Heruntergekommen waren nur die Wohnungen privater Vermieter, die zuviel Geld aus den Mieten für den Privatverbrauch entnommen haben. Die Kommunalen Wohnungsunternehmen und die Gemeinnützigen Baugenossenschaften haben sehr wohl von diesen Mieten ihre Wohnungen hervorragend in Stand halten können.
2. Die Kommunalen Wohnungsgesellschaften und die Gemeinnützigen Baugenossenschaften können von diesen Mieten sehr wohl hervorragend in Stand halten.
3. Verweis auf Ausführungen zu Punkt 1. und 2. Es geht hervorragend.
4. Wenn es in anderen Ländern keine anständige Sozialversicherung gibt, ist es doch kein Grund, dass die Mieter in diesem Land Renten im Ausland mit Wuchermieten bezahlen sollen.Kein Pensionsfond wurde gezwungen in diesem Land die Mieter auszubeuten.
5. Ich verweise wieder auf die Punkte 1. und 2. Es geht hervorragend. Eine günstige Miete und eine hervorragende Instandhaltung.
6. Nein, auch das stimmt nicht. Es sei denn man wohnt bei der Vonovia wo das Unternehmen mit eigenen Firmen überteuerte Rechnungen für Nebenkosten ausstellt.
7. Beides muss erfolgen. Die großen Preistreiber bei den Vermietern vergesellschaften und bauen, bauen , bauen. Dann haben wir wieder annehmbare Mietpreise, denn die privaten Vermieter können es nicht. Da zählt nur die Gier.

Wenn Sie Wohnungen mit Brötchen vergleichen dann ist Ihr Beitrag zu verstehen. Aber die großen Lebensmittelkonzerne erzeugen kein knappes Angebot um die Käufer ohne Mehrleistung abzuzocken.
Man kann nur alle Berliner aufrufen sich an der Abstimmung zur Vergesellschaftung der großen Vermieter zu beteiligen. Denn es ist kein Naturgesetz, dass nur weil es anderswo teure Mieten gibt, diese auch in Berlin zu haben. Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund.

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gartenkram 05.04.2019, 17:44
51. Was für eine Sammlung

an Blödsinnigkeiten. Verstaatlichung ist ganz sicher keine LÖsung - dass die staatlichen Stellen aufgrund ihrer eigenen Bürokratie es nicht auf die Reihe kriegen, wirtschaftliche Verwaltung und Entwicklung zu betreiben war vor diversen Jahren der Grund, warum so viele staatliche Wohnobjekte verkauft wurden. Mitsamt gigantischem Instandsetzungsstau - woher soll dsa Geld dann kommen? Vom Steuerzahler? Was ein Blödsinn! Die beiden Herren sollten es mal mit richtiger Arbeit versuchen, dann kämen sie womöglihc in der Realität an - der eine Versicherungsberater (das kommentier ich nicht, sonst werde ich gesperrt), der andere Projektsteuerer für Mieterinitiativen?! Was soll das sein? Alle beide: braucht keiner. Und sollte irgendwer eine Enteignung durchziehen, ich bin mir sicher, das wird ein jahrzehntelanges Gerichtsverfahren durch alle Instanzen während alle, die Eigentum haben, keinen Cent mehr investieren werden, sicher nicht in Neubauten. Da freuen sich nur die Anwälte. Es gibt im übrigen kein Recht auf billiges Wohnen mit unverbautem Blick auf das BUndeskanzleramt ... so wenig wie in Hamburg auf die Elbe.

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totalausfall 05.04.2019, 17:45
52. Guter Mann...

Zitat von redwed11
Da gibt es eine einfache Antwort. Nach der Vergesellschaftung fallen die völlig überzogenen Gewinne der jetzigen Wohnungsgesellschaften weg. Keine extremen Gewinne, geringere Mieten.
Von welchen "extremen Gewinnen" reden Sie denn?

Deutschlands Nummer 1 hat letztes Jahr 1 Milliarde Gewinn gemacht.
Inklusive Sondereinnahmen und rechtlich fragwürdigen Abrechnungen.
Und das mit fast 500.000 Wohnungen.

Das sind 2000 Euro pro Wohnung, real wohl eher so etwas zwischen 1000 und 1500 Euro.

Nicht gerade das, was unter "extrem" zu verstehen ist.

Rafft doch mal, dass Mieten so teuer ist weil KAUFEN und BAUEN so teuer ist.
Und kaufen ist so teuer, weil mehr gefragt als verfügbar ist. Die hohen Mieten wandern nicht als Monster-Rendite in die Taschen der Vermieter.

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Jammerlappen 05.04.2019, 17:45
53. Die Mietpreisbremse

Zitat von Flinsenberger
In München ist es ähnlich dämlich. Da werden die städtischen Wohnungsbaugesellschaften durch Mietpreisbremsen für den Bestand (Standardwohnungen ohne sozial bedürftige Mieter) ausgeblutet und haben kein Geld für Neubauten. Und bezahlen dürfen es alle anderen mit ihren Steuergeldern.
Damit kann nur der kleine Vermieter erschreckt werden, die großen Fische wie Vonovia lachen sich doch darüber doch nur schlapp,
ein ganz tolles wirksames Instrument was sich unsere Highperformer ausgedacht haben.

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apfeldroid 05.04.2019, 17:46
54.

Warum nicht. Habt Mut ihr Berliner. Vielleicht geht es in die Hose, dann seid ihr ein kleines Bundesland und Wonovia wird schin zurückkaufen. Wenn es gut läuft, werden zumindest die Preise nicht alle 3 Jahre wie per Stechuhr um 15% zugunsten der Aktionäre erhöht

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Erkules 05.04.2019, 17:51
55. Wir verdienen zu wenig

Es zeigt sich zunehmen, dass die durchschnittlichen Gehaltserhöhungen, die gerade einmal die Inflationsrate übersteigen, nicht ausreichen, um insbesondere der Preisentwicklung im Bereich Wohnen, gerecht zu werden. Die vielen Nullrunden und minimalen Gehaltserhöhungen sind nun einmal nicht geeignet, um den größten monatlichen Kostenanteil auszugleichen. Da helfen auch die gesetzlichen Maßnahmen zur Kontrollierung von Mieterhöhungen und all die Bauprogramme nichts, die angeblich helfen sollen, Vermieter zu niedrigeren Mieten zu veranlassen. Faktum ist doch, Einkommen müssen sich relativ zu den tatsächlichen Kosten entwickeln. Daher muss wenigstens eine Kombination aus Kontrolle der Mieten, Bauprogrammen sowie Gehaltsentwicklung stattfinden. Daher müssen Arbeitnehmer wieder eine stärkere Stellung gegenüber Ihren Arbeitgebern erhalten und Arbeitgeber müssen ihre Verantwortung erkennen, Gehälter zu zahlen, die dem allgemeinen Lebensbedarf gerecht werden. Enteignungen sind daher eventuell ein Instrument, um ein Umdenken zu veranlassen. Vielleicht wird so endlich die Kritikalität von Kostenentwicklungen ersichtlich, ohne diese unabhängig zu machen von der Entwicklung der Realeinkommen.

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Elwettitsch89 05.04.2019, 17:52
56. Auch nur 5000

Also ich habe auch nur 5000€/Monat und kann mir trotzdem eine Wohnung im Münchner Umland leisten. Auto braucht man zB in einer Großstadt keins. Zusätzlich noch auf Urlaub bzw Fernreisen verzichten und man kann sich auch eine Wohnung leisten.
Was diese "Aktivisten" dort betreiben ist mE nichts außer neidgetriebene Hetze...

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redwed11 05.04.2019, 17:56
57.

Zitat von Flinsenberger
Die Frage ist doch: bringt das was für niedrige Mieten? Und die erreicht man durch Bauen, nicht dadurch, dass man anderen die Häuser wegnimmt und niemand sich mehr traut, zu Bauen. In München ist es ähnlich dämlich. Da werden die städtischen Wohnungsbaugesellschaften durch Mietpreisbremsen für den Bestand (Standardwohnungen ohne sozial bedürftige Mieter) ausgeblutet und haben kein Geld für Neubauten. Und bezahlen dürfen es alle anderen mit ihren Steuergeldern. Linke Wohnungspolitik? Populistischer Aktionismus, der teuer und wirkungslos ist, meistens sogar kontraproduktiv. Wie wärs mit einer strafsteuer für Leerstand? Das würde wenigstens was bringen.
Das es die privaten Vermieter es nicht können für die Normalverdiener Menschen Wohnungen zu einer bezahlbaren Miete in den deutschen Städten bereitzustellen, ist eine Tatsache. Daher müssen andere Formen der Vermietung praktiziert werden. Es ist auch nicht unumstößlich, dass bei einer Vergesellschaftung der Spekulationspreis der Häuser bezahlt werden muss. Da würde z.B. der Kaufpreis plus der jährlichen Zinsen entsprechend dem Leitzins angemessen sein. Wir werden sehen.
Die Strafsteuer für Leerstand und Fremdnutzung könnte außerdem erhoben werden.

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totalausfall 05.04.2019, 17:56
58. Det is Berlin!

Keine 5 Jahre her, da haben die Berliner per Volksentscheid mobil gemacht gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds mit Wohnungen.
Inliner fahren und Drachensteigenlassen war wichtiger.

Jetzt wollen sie enteignen, weil keine Wohnungen da sind. Eine Enteignung, die keine Enteignung ist, sondern ein teures Abkaufen.
Glaub das raffen die meisten nicht mal.

Die Rechnung dafür schicken sie am Ende an die Bayern, Hessen und co..

Und der größte Witz an der Sache ist, dass sich überhaupt nichts ändert dadurch. Nur ca jede 10 Wohnung gehört den vermeintlichen Miettreibern der Immobilienkonzerne.


Btw: Es regiert seit 1951: Die SPD.

Die Berliner gehören erst mal politisch entmündet!

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totalausfall 05.04.2019, 17:57
59. Det is Berlin!

Keine 5 Jahre her, da haben die Berliner per Volksentscheid mobil gemacht gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds mit Wohnungen.
Inliner fahren und Drachensteigenlassen war wichtiger.

Jetzt wollen sie enteignen, weil keine Wohnungen da sind. Eine Enteignung, die keine Enteignung ist, sondern ein teures Abkaufen.
Glaub das raffen die meisten nicht mal.

Die Rechnung dafür schicken sie am Ende an die Bayern, Hessen und co..

Und der größte Witz an der Sache ist, dass sich überhaupt nichts ändert dadurch. Nur ca jede 10 Wohnung gehört den vermeintlichen Miettreibern der Immobilienkonzerne.


Btw: Es regiert seit 1951: Die SPD.

Die Berliner gehören erst mal politisch entmündet!

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