Forum: Wirtschaft
Insolvente Großreederei: Auf Hanjin-Frachtern wird Wasser und Essen knapp
REUTERS

Nach dem Kollaps der Großreederei Hanjin Shipping dümpeln über 70 Schiffe der Koreaner auf den Weltmeeren. Gläubiger wollen die Frachter beschlagnahmen, wenn sie Häfen anlaufen. Die Lage an Bord spitzt sich zu.

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Hr. Rossi 11.09.2016, 14:19
1. Absurd

Einfach absurd. Man kann sich keine schlechtere Welt vorstellen als unsere. Wollen zivilisiert sein und ersticken an unserer Scheinheiligkeit. Dann lieber ein Hauen und Stechen ohne Moral. Weiß jeder, woran er ist.

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jujo 11.09.2016, 14:20
2. ...

Das Gläubiger Hand auf die Schiffe legen ist nachvollziehbar. Das aber den Besatzungen der Schiffe im Hafen und auf Reede verwehrt wird sich mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen ist nicht hinnehmbar, die Kosten für Wasser und Proviant sind in diesem Milliardengeschäft nicht mal die berühmten peanuts. Die Proviantkosten pro Besatzungsmitglied werden in etwa mit 5$ / Tag angesetzt.

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susiwolf 11.09.2016, 14:37
3. ,An die Kette legen' ...

nennt man das in Schifffahrtskreisen, wenn die Schiffe weder laden noch löschen können/dürfen.
Hafenbehörden: Keine Lotsen, keine Schlepper, keine Liegeplätze, keine ,provision' (Lebensmittel)
keine schiffsbetogenen Arbeiten: reparieren (schweißen) u.v.a.m.
Keine Durchfahrt durch Schleusen, kein Festmachen an Dalben - Lade- und Löschplätze tabu.
Was eben bleibt, ist Ankern auf Reede.
Und das kostet (zusätzliches) Geld - täglich ...
Dennoch, die Mannschaft wird nicht verhungern und verdursten.
Vorhandene Eigenmittel (auch schiffseigene Trinkwasserzubereitungsanlagen, Betriebsstoffe und Treibstoffe) sowie Seemannsmissionen und sonstige Institutionen werden über kurz ode lang ,aktiv' werden ...

Deutschlands hervorragende Position im Welthandel (Exportweltmeister) wird durch diese heranwachsende südkoreanische Konkurrenz sicherlich nicht geschwächt werden.

Allerdings ist das Fatale der Dominoeffekt, der sich weltweit fortsetzt, nicht zu unterschätzen.
Nicht nur für Hanjin Shipping, sondern weltweit !

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Emderfriese 11.09.2016, 14:59
4. Itf

Es gibt doch internationale Seemannsgewerkschaften, die ITF zum Beispiel. Was sagt die zu den Zuständen auf den südkoreanischen Schiffen. Oder gibt's die da gar nicht? Wenn nein, warum nicht?

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Xavier 11.09.2016, 15:43
5. Der Welthandel bricht zusammen.

Die Fast-Pleite dieser grossen Reederei ist eine starker Indikator dafür, dass der Welthandel am Zusammenbrechen ist. Auch Hapag Lloyd AG brechen die Gewinne weg. Die HSH Nordbank AG und die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg - Girozentrale - sind wegen ihrer Schiffskredite pleite und mussten aufgefangen werden.

Die deutschen Exporte sind im letzten Monat um 10 % eingebrochen.

Sieht gar nicht gut aus. Trotz aller (oft peinlichen) Jubelnachrichten der deutschen Medien kommt schweres Wetter auf die viel zu einseitig exportorientierte deutschen Volkswirtschaft zu. Ein Wirtschaftswachstum 2016 für Deutschland kann man bei diesem Einbruch vergessen und das wird sich noch über Jahre hinziehen.

Wer hier noch von Wirtschaftswachstum träumt ist ein Scharlatan.

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Quittensaft 11.09.2016, 15:46
6. Auch das noch !

Hoffentlich ist das Problem bald gelöst, habe nämlich keine Lust noch weiter tagelang auf meine bestellte Playstation aus Shanghai zu warten.

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didowo 11.09.2016, 15:56
7. Ist denn niemand mehr in der Lage

vernünftig zu Handeln? Schiff in Hafen steuern. Mannschaft dadurch retten (wichtigstes Ziel). Kapitän wird entlassen, na und, heuert eben woanders an. Schiffe werden beschlagnahmt, na und. Waren gehören eh nicht der Rederei und werden an die Besitzer (Empfänger) weiter transportiert (natürlich nicht mit der insolventen Reederei.
Was ist das Problem?

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Herbert Diess 11.09.2016, 15:57
8. Sind die dumm?

Einfach in den nächsten Hafen fahren, fertig.
Dass Seemänner so ein Kasperletheater mitmachen, unglaublich.

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panzerknacker 51 11.09.2016, 15:58
9. Wenn da keine ...

Menschen (Besatzungen) betroffen wären, könnte man das fast als Wink des Schicksals betrachten. Besatzungen evakuieren und die Pötte zum Abschuß freigeben; den Plastikschrott aus Fernost braucht keiner.

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