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Insolvenz: Gehalt von Air-Berlin-Chef abgesichert
DPA

Trotz der Insolvenz muss sich Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann keine Sorgen um sein Gehalt machen. Das ist durch eine Bankgarantie abgesichert.

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DMenakker 17.08.2017, 13:56
80.

Zitat von womo88
Vielleicht kann man auch andere Arbeitnehmer absichern, indem die Arbeitnehmer jährlich auf 5% ihres Gehalts versichern zugunsten der Absicherung. Alles eine Verhandlungssache.
Gibt es schon, nennt sich Arbeitslosenversicherung

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mr.nett 17.08.2017, 13:59
81. Kredit!

Zitat von ant!byte
...kommt doch immer vom Steuerzahler, oder?
Es ist auch ein Kredit, keine Schenkung.

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INGXXL 17.08.2017, 14:00
82. #51

Was die Insolvenz von Air Berlin Frau Merkel zu tun hat erschliesst sich mir nicht. Dafür ist vor allem das Wirtschafts und Verkehrsministerium zuständig.

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mr.nett 17.08.2017, 14:04
83.

Zitat von Walther I.
Übrigens: Ein guter Insolvenzverwalter klagt gegen die Bank auf Nichtauszahlung. Und erhöht so die Konkursmasse.
Wenn Sie ihrem Nachbard Geld geben wollen, dann kann ich Sie auch gerichtlich nicht davon abhalten. Und wenn doch - habe ich danach nicht mehr Geld. Ist ja Ihres.
Das Geld gehört doch der Bank und nicht Air Berlin und die Bank kann es sehr wohl an Herrn Winkelmann auszahlen.

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Kurt-C. Hose 17.08.2017, 14:13
84.

Zitat von Walther I.
Die Gewerkschaften kümmern sich doch sonst um jeden Kleinkram. Warum fordern sie nicht in den Tarifverhandlungen eine Bankgarantie für die Löhne? Das wäre doch für die Betroffenen wichtiger, als die Versorgung eins Winkelmanns. Übrigens: Ein guter Insolvenzverwalter klagt gegen die Bank auf Nichtauszahlung. Und erhöht so die Konkursmasse.
Nein, tut er nicht, weil er es erstens nicht kann, weil die Bürgschaft garantiert nicht vom Unternehmen, sondern vom Gesellschafter gestellt wird, und weil es zweitens, wenn der Anwalt ein Hirn zwischen den Ohren hatte eine Bürgschaft auf erstes Anfordern ist und im Vertrag mit dem Unternehmen ein Einredeverzicht steht.

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Kreaktivist 17.08.2017, 14:35
85. Die AfD trägt keine Schuld

Weder die Kanzlerin, noch die hier so heftig schnaubenden AfD-Fleiß-Schreiber sind an dieser Gehaltsgarantie schuld. Zu verantworten haben dies die Führungs- und Aufsichtsgremien von AirBerlin. Die 150 Millionen Euro Überbrückungskredit sind einvernehmlich von Wirtschaftsministerium (SPD), Verkehrsministerium (CSU) und Finanzministerium (CDU) gebilligt worden. Ob das Geld wieder in die Staatskassen zurückfließt ist natürlich nicht absehbar.
Dass sich Ryanair über diese Urlauber-Rückkehrsicherung aufregt ist paradox. Gerade dieser Billigstflieger steuert seit Jahren Flughäfen an, die durch den Steuerzahler auf wirtschaftlichem Komastatus erhalten werden.

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Immanuel K. 17.08.2017, 14:50
86. Na, der...

Zitat von markus_wienken
Inwiefern unterscheidet sich der normale LKW-Fahrer von einem normalen Arbeitnehmer in dieser Beziehung?
...normale LKW-Fahrer wird unmittelbar für jeden Fehler zur Rechenschaft gezogen (Bussgeld) und bei grober Fahrlässigkeit, kann er sogar inhaftiert werden...
Außerdem kann er relativ leicht seinen Job verlieren - bei Führerscheinentzug... Normale Arbeitnehmer haften i.d.R. nur bei Vorsatz und bekommen bei grober Fahrlässigkeit eine Abmahnung...

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markus_wienken 17.08.2017, 15:42
87.

Zitat von Immanuel K.
...normale LKW-Fahrer wird unmittelbar für jeden Fehler zur Rechenschaft gezogen (Bussgeld) und bei grober Fahrlässigkeit, kann er sogar inhaftiert werden... Außerdem kann er relativ leicht seinen Job verlieren - bei Führerscheinentzug... Normale Arbeitnehmer haften i.d.R. nur bei Vorsatz und bekommen bei grober Fahrlässigkeit eine Abmahnung...
Die Rede war von Fehlern und nicht von Gesetzesverstößen, insofern geht Ihre Antwort am Thema vorbei.
Und wenn z.B. ein "normaler Arbeiter/Angesteller jemanden/Arbeitskollegen verletzt oder gar tötet (z.B. Gabelstaplerfahrer oder Lagerarbeiter der das Regal falsch bestückt hat oder der Elektriker der den Schutzleiter mit der Phase verwechselte und und und...) hat er auch ein Problem mit der Justiz.

Auch einem Führerscheinentzug gehen Gesetzesverstöße voran und kann z.B. auch Vertriebler treffen...oder auch andere Arbeitnehmer, falls sie keine Möglichkeit mehr haben ihren Arbeitsplatz zu erreichen ohne Auto.

Insofern vermag ich bei LKW-Fahrer keinerlei Sonderstatus zu erkennen.

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Immanuel K. 17.08.2017, 16:27
88. Das stimmt so nicht...

Zitat von markus_wienken
Die Rede war von Fehlern und nicht von Gesetzesverstößen, insofern geht Ihre Antwort am Thema vorbei. Auch einem Führerscheinentzug gehen Gesetzesverstöße voran und kann z.B. auch Vertriebler treffen...oder auch andere Arbeitnehmer, falls sie keine Möglichkeit mehr haben ihren Arbeitsplatz zu erreichen ohne Auto. Insofern vermag ich bei LKW-Fahrer keinerlei Sonderstatus zu erkennen.
..., es geht im Strassenverkehr selten um Gesetzesverstöße, sondern i.d.R. um Ordnungswidrigkeiten - das ist ein großer Unterschied. Durch das Punktesystem (Flensburg) kann ein LKW-Fahrer (oder Taxifahrer, oder andere Jobs bei denen der Führerschein zentraler Bestandteil der Arbeit ist) seinen Job (Fahrverbot) verlieren - das wäre analog zu einem Koch in einer Großküche, der Hygienevorschriften nicht genau befolgt, ohne dabei einen Personenschaden zu verursachen - oder einem Arzt, der sich nicht optimal die Hände wäscht - das wären auch Ordnungswidrigkeiten, die aber eben nicht zum Jobverlust führen...
Aber hier (bei meiner Aussage) ging es doch darum, den (ungerechten) Unterschied zwischen dem typischen (seltene Ausnahme Wiedeking) Manager und dem "kleinen" Beschäftigten zu zeigen - der eine, der seinen Job nicht richtig macht, dingt sich dafür noch Boni aus, während der andere seinen Job verliert. Ich glaube ja, dass die meisten Manager vollkommen überschätzt sind (sich selber vollkommen überschätzen) - entweder sie haben durch ihr handeln einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung - dann könnten sie auch bei schlechtem Verlauf die finanzielle Verantwortung übernehmen - oder sie haben keinen Einfluss darauf, dann sind sie vollkommen überbezahlt. Da, wie hier schon öfters bemerkt, kaum ein Manager solche (Boni und Mali) Verträge für sich aushandelt, glaubt anscheinend kaum ein Manager an seine Fähigkeit - also warum sollte ich es tun...?

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mr.nett 17.08.2017, 16:32
89.

Zitat von michael_knothe
... dass es ernsthaft Menschen gibt, die Spitzengehälter und die Personen dahinter auch noch verteidigen. Der "Arme kann ja nix dafür, es war schon zu spät" oder "Er hat das nicht zu verantworten" => Ja wofür bekommt er denn dann Geld? Für Fehler sind Manager nie verantwortlich, für Erfolge ausschließlich sie... Was für ein Weltbild... Ist ja auch logisch - ein Pilot würde ohne Air Berlin-Chef gar nicht wissen, wie er ein Flugzeug startet... Danke Spitzenmanager - ihr seid wichtig :(
Ohne Manager hätte der Pilot gar kein Flugzeug zum Starten gehabt. Letztendlich gibt es nur dank Managern Angestellte - die bequeme Art seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Heutzutage mit geregelten Arbeitszeiten, Tarifvertrag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Gewerkschaften, die regelmäßig für paar Euro mehr sorgen.
Und wenn was schief läuft, dann sind die Manager schuld. Trifft sogar oft zu. Sie können aber jederzeit zeigen, wie man es besser macht. Gründen Sie eine Fluggesellschaft unf führen Sie sie zum Erfolg. Oder werden sie freiberuflicher Pilot mit eigenem Flugzeug und fliegen Sie Urlauber nach Male ohne einen einzigen Manager dahinter.

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