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Insolvenzverwalter: Zoff um Rekordhonorar für Lehman-Abwickler
DPA

Bis zu 800 Millionen Euro - so viel Geld soll Insolvenzverwalter Michael Frege für die Abwicklung der deutschen Lehman-Brothers-Tochter erhalten. Das üppige Honorar sorgt für Empörung, die Linkspartei kritisiert die Summe als absurd. Doch Experten verteidigen die Rechnung.

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enric.jones1 24.11.2012, 18:03
370. Was ist denn eigentlich der Skandal?

Klar sind das unvorstellbare Honorarvorstellungen. Klar sind sich die'Fachleute' einig dass das doch nicht ungewoehnlich bei einem Konkurs in Deutschland sei. Klar es ist voelig normal, dass im Bereich der Insolvenzabwicklung die Verwalter und ihre Anwaelte sich zu Lasten der Glaeubiger reichlich bedienen. Neu ist nur, dass ausgrerechnet ein amerikanischer Hedgefond den Finger auf das Problem legt. Koennte ja vielleicht dabei helfen die Selbstbedienungsmentalitaet der Insolvenzverwalter durch beseere Ausicht abzustellen. DIe Gerichte die dafuer zustaendig sind haben es nicht geschafft - oder vermutlich nie versucht weil sie damit voellig ueberfordert sind.

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kwh2 24.11.2012, 19:56
371.

Zitat von Mehrleser
Die Reaktion von Wagenknecht ist enttäuschend, hatte ich sie doch als seriös und klug eingeschätzt. Ist wohl Oskars schlechter Einfluß.
Wagenknecht war noch nie seriös. Sie ist doch "schon immer" ganz unverhohlen für Hardcore-Kommunismus der übelsten Sorte, gegen den selbst die DDR die pure Freiheit war. Einsperrung und Unterdrückung der Bürger sind für sie legitime Mittel, wenn es darum geht, das kommunistische Ideal zu erreichen.
Weshalb jemand, der so offen eine derart mit unser freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht einmal ansatzweise zu vereinbarende Einstellung vertritt, ungehindert für den Bundestag kandidieren darf, werde ich nie begreifen.

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AndyDaWiz 25.11.2012, 11:03
372. Wenn man lesen koennte....

Zitat von deepbluediver
..und unsere Politiker, die den normalen Bürger ausrauben und betrügen um solchen Leuten das Geld hinterher zuwerfen. Es wird der Tag kommen und keiner wird sie mehr wählen, dieses kriminelle Pack. Meine Familie wird jeden Wahlzettel, der in die Urne wander, ungültig machen.
"Sahra Wagenknecht, Vizefraktionschefin der Linkspartei, hält die Summe für absurd. "800 Millionen Euro Honorar für die Abwicklung einer Schrottbank. Ein Arbeitnehmer, ein Mittelständler oder eine Rentnerin können darüber nur den Kopf schütteln", sagte sie SPIEGEL ONLINE. Ihr Fazit: "Wir brauchen eine Steuer von 75 Prozent für Einkommensmillionäre.""

Das ist das Einkommen von ueber 100 hochqualifizierten Mitarbeitern ueber 5 (oder so) Jahre. Macht 800.000 EUR pro Kopf. Oder 160.000 EUR pro Kopf und Jahr. BRUTTO. Oder 80.000 EUR pro Kopf und Jahr netto. Oder 7.500 EUR netto pro Monat. Fuer FUENF Jahre. Werden es SIEBEN, nochmals weniger.

Viel, aber BEI WEITEM nicht so viel wie Steinbrueck oder jeder andere Abzocker hier im Staate.

Also, was genau wollen Sie ? Und die ? Peter-Prinzip ? Rechtfertigung von Abzocke an anderer Stelle ?

PS: nicht abgezogen wurden in diesem Ueberschlag vorab die Kosten der Kanzlei (ausser Loehne) !

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ginivonOnyx 25.11.2012, 13:46
373. Rekordhonorar für Lehmann-Abwickler

Wann merken eigentlich die kleinen Bürger da unten, dass sienur da sind um die GROSSEN da oben ihr Luxusleben zu
bezahlen.
Die breite Masse merkt das nur nicht und jubelt den Aus-
beutern zu. So war es immer und so wird es bleiben.







QUOTE=sysop;11413581]Bis zu 800 Millionen Euro - so viel Geld soll Insolvenzverwalter Michael Frege für die Abwicklung der deutschen Lehman-Brothers-Tochter erhalten. Das üppige Honorar sorgt für Empörung, die Linkspartei kritisiert die Summe als absurd. Doch Experten verteidigen die Rechnung.

Lehman: Zoff um das Mega-Honorar für Insolvenzverwalter Frege - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]

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lupenrein 26.11.2012, 11:08
374. .............

An sich ist das Honorar des Insolvenzabwickler durchaus
plausibel, ja sogar konsequent, wenn man es mit den Boni und ergaunerten Gewinne der Lehman-Banker selbst vergleicht.

Der Verkauf von wertlosen Zertifikaten und anderen Hütchen-Wetten
ist doch Betrug, oder ?
Oder liegt die Schuld bei den 'gierigen alten Deppen', die ihre Ersparnisse diesen Halunke anvertauten ?

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x.adama 28.11.2012, 22:03
375. doch normal

Zitat von opar
Eine Gewinnspanne von 700 % ist selbst für den Kapitalismus eine Perversion.
Die meisten Markenartikler haben solch eine Gewinnspanne. RedBull und andere Getränkehersteller, Apple und Diesel(Jeans) usw.
(Gemessen an den Herstellungskosten)

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x.adama 28.11.2012, 22:14
376. Steuern für Deutschland

Zitat von DreiZen
Jeder von denen verdient eine Million pro jahr? An einem Projekt das die irgendwo nebenher laufen lassen? Ich bin weiterhin dafür Anwälte für Vogelfrei zu erklären. Bei dem Geld das sie verdienen werden sich immer noch genug finden die Anwalt werden wollen.
Sie sollten sich auch mal fragen wer das Geld bekommt, wenn es die Anwälte nicht bekommen.
Möglicherweise die Spekulanten, die für die Pleite mitverantwortlich waren? (der Hedgefond wurde ja im Artikel erwähnt)

Bekommen die das Geld, geht es ins Ausland. Bekommen es die Anwälte, bleiben ca. 50% an Steuern in Deutschland.
Ich würde mich an ihre Stelle nicht aufregen. (Herr Spekulant?)

Das heißt, die bezahlen soviel Steuern, das man davon ca. 40000 Hartz4 Empfänger bezahlen kann. Wenn die Rechnung eines Mitforisten stimmt.

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x.adama 28.11.2012, 22:26
377.

Zitat von gctuser
als "guter it-ler" wage ich zu behaupten, dass es vollkommen ausgeschlossen ist, bei einem it-projekt mit 4 Jahren Laufzeit und hundert Projektbeteiligten einen durchschnittl. Stundensatz von 300.- durchzusetzen. Realistisch dürfte eher etwas zw. 70.- u. 100.- sein.
Sie sind möglicherweise gut, aber nicht gut genug. Natürlich haben wir nur sehr selten eine Beschäftigung über 4 Jahre. Doch verdienen unsere Programmierer und IT-Berater über Zeiträume von 2-3 Jahren durchaus auch mehr als 300 Euro. Die meisten Aufträge haben zwar kürzere Vertragslaufzeiten, doch sind Anschlussaufträge, angepasst an veränderte Anforderungen, sehr zuverlässig zu generieren. Ich hatte viele Kollegen, freie Mitarbeiter, die sich nicht vorstellen können für weniger zu arbeiten. Für 70-100 Euro gibt keiner von denen einen festen Arbeitsplatz auf und zieht in eine andere Stadt, in ein anderes Land.

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gandalf_guevara 28.11.2012, 22:50
378.

Zitat von x.adama
Die meisten Markenartikler haben solch eine Gewinnspanne. RedBull und andere Getränkehersteller, Apple und Diesel(Jeans) usw. (Gemessen an den Herstellungskosten)
Wenn dem so sein sollte ist ein Eingreifen des Staates mehr als überfällig !

KSK rein, enteignen, die drei größten Bonzen an die Wand - da würden sich andere "Markenartikler" schon überlegen, ob sie das Volk weiter bestehlen wollen.

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geroi.truda 02.12.2012, 20:39
379. *

Zitat von gaia71
So schauen die Kleinanleger in die Röhre
Kein einziger Kleinanleger schaute in der Insolvenz der Lehman Brothers Bankhaus AG in die Röhre - zunächst einmal war das Geschäftsmodell der Lehman Brothers Bankhaus AG überhaupt nicht auf Kleinanleger ausgerichtet, und im Übrigen erfolgten vollständige Entschädigungen durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Mit den berühmt-berüchtigten "Lehman-Zertifikaten" hatte die Lehman Brothers Bankhaus AG schlicht nichts zu tun - auf deren Emittentin Lehman Brothers Finance B.V. hatte die Lehman Brothers Bankhaus AG keinerlei Einfluss, und man haftet nach geltendem Recht ganz zurecht nicht für Schulden seiner (Konzern-) Geschwister und Eltern.

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