Forum: Wirtschaft
Intellektuelle in der Krise: Schlau sein hilft!
AFP

Es ist gerade arg in Mode, Intellektuellen vorzuwerfen, dass sie das Volk nicht verstehen. Dabei brauchen wir dringend neue Denker - statt angeblicher Volksversteher wie Trump und andere.

Seite 3 von 22
Rosbaud 12.08.2016, 14:20
20. Wir brauchen andere Köpfe

Die zurzeit in Deutschland im Vordergrund stehenden "ökonomischen Intellektuellen" sind für ein Umdenken in diesem Bereich nicht zu gebrauchen. Alles hartgesottene Ordoliberale bzw. Neoliberale. Ihrer Expertise haben wir die verfahrene Situation in Europa zu verdanken. Standortdebatte, Wettbewerbsübertreibung, Lohndumping, Austeritätswahn, Förderung der Finanzalchemie, Exportnationalismus - das alles geht auf das Konto der versammelten deutschen "Wirtschaftskompetenz".

Um eine Wende zu schaffen, braucht es neue Köpfe, Heiner Flassbeck etwa.

Beitrag melden
adal_ 12.08.2016, 14:22
21. Unterkomplexe Heilslehren

Zitat von Don_Draper
.... wir brauchen keine neuen Intellektuellen, die das "Große" neu denken... Die Konzepte für ein neues "Großes" sind schon da, aber niemand will sie wirklich umsetzen.
Stimmt. Unterkomplexe Heilslehren zur Rettung des "Großen und Ganzen" haben wir reichlich - wie Sand am Meer - und niemand, der derzeit etwas zu sagen hat, will sie umsetzen. Gottseidank.
Es sei denn Donald "Gottseibeiuns" Trump wird im November Präsdent.

Beitrag melden
roughneckgermany 12.08.2016, 14:22
22. Sueme

Wenn wir mehr Denker hätten, würde sich das auf alle positiv auswirken. Wer sagt denn, dass Denken und Machen konträr verläuft?

Beitrag melden
karabas 12.08.2016, 14:22
23. nö

Zitat von roughneckgermany
Dieser Artikel weckt den Eindruck, dass man Geld haben muss um intellektuell zu sein. Alternativ natürlich, dass Geld jeden intellektuell sein lässt. Dies trifft jedoch weder auf den ersten noch auf den zweiten Fall zu.
es ist genau das Gegenteil der Fall. Diese Intellektuelle haben im Leben nicht viel Substantielles erreicht und entsprechend kein Geld. Was denen noch übrig bleibt, ist selbsternannt "zum Wohle des Volkes" als intellektuelle Anführer aufzutreten.

Intellektuelle, die etwas Substantielles erreicht haben werden plötzlich nicht mehr intellektuell sondern bloss "konservativ".

Beitrag melden
competa1 12.08.2016, 14:25
24. Richtig..

..wenn man bedenkt,was der gelernte Fliesenleger Walter Riester mit seiner privaten Rente verbrochen hat,nachdem es sich herausgestellt hat,dass das Versprechen des Opel Fliessbandarbeiter Norbert Blüm "die Rente ist sicher"eine Lüge war,lechze ich allerdings nach mehr intellektueller Kompetenz in den oberen Etagen Berlins.

Beitrag melden
decathlone 12.08.2016, 14:27
25. Die neoliberale Ideologie

... ist eben nicht liberal im eigentlichen Sinne, sondern nur das Feigenblatt für einen neuen Feudalismus der Besitzenden. Die Vordenker dieser Bewegung werden in Zukunft in einer Linie gesehen werden mit den Erschaffern des real existierenden Sozialismus: am Ende haben sie doch nur sich selbst und ihre Clans bereichert, ganz egal, was sie vorgaben zu tun - und sie haben Milliarden ins Elend gestürzt. Mit dem eigentlichen Gedanken des Liberalismus - der Freiheit des Individuums - hat das nix zu tun. Neoliberalismus bewirkt letztendlich die Unfreiheit der Mehrheit - genauso wie der Kommunismus im ehemaligen Ostblock...

Beitrag melden
der-schwarze-fleck 12.08.2016, 14:28
26. Eine Ursache, meine Meinung

Das Hauptproblem besteht meiner Meinung darin, dass nicht die richtigen Fragen gestellt werden, um die anstehenden Probleme einer Lösung zuzuführen. Ideologische Aspekte stehen viel zu sehr im Vordergrund und befördert werden dadurch Tabus und Denkverbote. Da leider auch die Wissenschaft nicht unabhängig ist, sondern am Geldtopf der Gesellschaft hängt, hängt sie eben auch an der Politik und die Fragen, die gestellt werden, werden eben gern gefällig beantwortet. Das erscheint mir wenig hilfreich und wir werden wohl oder übel die selbst eingebrockte Suppe auslöffeln müssen. Bestes Beispiel ist die Genderwissenschaft. Man beschäftigt sich mit gendergerechter Sprache und Frauenquoten in Aufsichtsräten und hat zu Unterdrückung der Frauen im Islam keine Meinung.

Beitrag melden
henry_xii 12.08.2016, 14:30
27.

hilft natürlich gar nicht weiter, ohne grundlegende [soziale] Kompetenz synthetischen Destilierens sowohl dessen, es von sich zu geben Gedenkens als auch einer, mehr als sie nur potenziell wahrscheinlich zu erwartenden Gegenthese. M. E. ein grundlegendes Missverständnis, wenn nicht gar B

Beitrag melden
darmspiegelgabsschon 12.08.2016, 14:38
28.

Unsere Gesellschaft ist doch perfekt auf die Schlauen zugeschnitten. Bzw. auf die Manipulativen.
Und mit denen gibt sich ein Intellektueller nicht ab.

Beitrag melden
pecos 12.08.2016, 14:39
29. Wir brauchen keine neuen ...

... Intellektuellen, sondern "wir" müssen denjenigen zuhören, die seit Jahr und Tag genau das machen, was der Autor so schmählich vermisst: David Graeber, David Harvey, Loic Wacquant, Pierre Bourdieu (+) und viele mehr ... sie alle sind mit ihren Schriften verfügbar, sie alle beschreiben sowohl das neoliberale Desaster und sie geben auch Ideen, wie man sie abmildern könnte. Wenn der Autor jetzt beklagt, dass solche Stimmen fehlen, dann liegt es daran, dass er uns andere diese Stimmen einfach nicht wahrnehmen wollen. Das "wir" in seiner Klage macht dann nämlich auch Sinn: "wir" meint die schreibende Zunft, die die vorhandenen Intellektuellen ignoriert.

Beitrag melden
Seite 3 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!