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Interaktive Grafik: So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen

Wie stehen Sie mit Ihrem Einkommen da? Haben andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation mehr oder weniger Geld zur Verfügung? Diese interaktive Grafik zeigt es Ihnen.

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Sibylle1969 12.08.2019, 14:08
170. @jujo 48

Ihre Rechnung stimmt. Ich habe auch mal ausgerechnet, dass derjenige, der ein Studium absolviert, das bessere Verdienstaussichten bietet als eine Ausbildung, im Schnitt mit Mitte 30 den Rückstand aufgeholt hat gegenüber dem, der mit 16 eine Ausbildung begonnen hat und viel früher Geld verdient.

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geotie1 12.08.2019, 14:09
171.

Es gab mal eine Zeit, da ging es mir auch nur um Geld und verdiente besser als die meisten um mich herum. Irgendwann merkte ich aber, dass ich zwar Geld verdiene, es aber nicht in Ruhe und Zufriedenheit ausgeben kann. Ich habe dann mal durchgerechnet, wie viel man so im Monat braucht, habe mit ein günstiges Haus in Brasilien gekauft und lebe gut und gerne mit meiner Bescheidenheit. Zu viel Geld darf und kann ich nicht ausgeben, weil es dann Diebe anlocken würde, also wird irgendwohin gefahren und ausgiebig auf die Pauke gehauen. Sofern meine Geldanlagen, wo ich mein Geld geparkt habe, nicht gerade schlapp machen, sollte es noch gut bis zum Ende unseres Lebens reichen. Ich bin verheiratet, habe keine Kinder, nehme manchmal aber Kinder auf die in ärmeren Verhältnisse leben oder unterstütze einige Anwohner, in dem ich eigentlich nicht notwendige Arbeit vergebe. Wenn trotzdem mal was aus dem Haus fehlen sollte, schimpfe ich, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden und andere im Umkreis auch. Warum also wie blöd immer hinter dem Geld hinterherlaufen? Und später habe ich eh keine Zeit um das Geld auszugeben!

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klimaterium 12.08.2019, 14:10
172. @150

"Mich würde sehr interessieren, wie sich Gesundheit, Krankheit und Behinderung auf die Einkommensverteilung auswirken." Das ist einfach zu beantworten: Die Auswirkung ist negativ.

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wutzkarotte 12.08.2019, 14:11
173.

Ein Hoch auf einen sehr alten,sehr bodenständigen und sehr anstrengenden Handwerksberuf.Über 70% der Bevölkerung nehmen diesen Beruf monatlich in Anspruch!
Den Friseur!!!!
Und???Hahahah,es gibt 0% die weniger verdienen!!!!Eine Schande!!!

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spasssbremse 12.08.2019, 14:12
174. @Sibylle1969

Zitat von Sibylle1969
Ihr Nickname ist anscheinend Programm. Was nützt es mir, wenn ich mein Geld komplett auf den Kopf haue und dann mit 55 arbeitslos werde und auf Hartz-IV-Niveau falle? Oder was nützt es mir, wenn ich bis 67 arbeiten muss und danach weniger als 40% meines Nettoeinkommens als gesetzliche Rente bekomme, und das obwohl ich fast mein gesamtes Leben oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung verdient habe, also Maximalbeitrag eingezahlt habe.
Wir sparen sogar, obwohl wir 2 Kinder haben...
Unser Haus werden wir in 3 Jahren mit 43 Jahren abbezahlt haben.
Und nebenher lege ich selbstredend auch Geld für die Altersvorsorge auf Seite.
Trotzdem macht Geld nicht glücklich. Ob ich jetzt einige Tausend Euros mehr oder weniger habe, geht mir am Allerwertesten vorbei.
Das sind Dinge wie Gesundheit und eigene Zufriedenheit von viel höherer Bedeutung!

Und ob jemand Kinder möchte oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.
Die letzten 10 Jahre waren für uns sicherlich viel stressiger als für Kinderlose, aber dafür "profitieren" wir jetzt davon, dass wir gemeinsam mit den Kindern sehr schöne Dinge unternehmen können (Urlaube, Unternehmungen etc.).
Und ich möchte im Alter nicht zuhause sitzen und vereinsamen. Da freue ich mich doch, wenn ich durch meine Kinder (und evtl. vorhandene Enkelkinder) hoffentlich noch einen ganz anderen Bezug zum Leben haben werde!

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dw_63 12.08.2019, 14:13
175. Öööhhhm

Zitat von k70-ingo
Sie haben es erfaßt. Genau das ist der Unterschied, der die Schere zwischen Mieter und Eigentümer stets weit klaffen läßt. Genau deswegen kann der Eigentümer ein signifikant höheres Vermögen als der Mieter aufbauen. Die monatliche Abzahlung des Eigentümers fließt nicht nur ins eigene Vermögen -die Miete landet im Vermögen des Vermieters und ist ein für alle mal weg-, sie wird im Lauf der Jahre auch immer geringer und ist irgendwann ganz weg. Der Mieter hat allenfalls, nur im glücklichsten Fall, eine gleichbleibende, in der Realität aber immer eine steigende Belastung. Ganz extrem geht die Schere auseinander, wenn in einer Familie nur Eigentümer sind. Dann potenziert sich das Vermögen über die Generationen in einer für ewige Mieter uneinholbaren Weise. Was aber SPON nicht davon abhalten wird, weiterhin zu propagieren, daß Mieten clever und Kaufen doof ist. Da können wir Eigentümer noch so geduldig immer wieder darlegen, daß das Gegenteil richtig ist...
"Die monatliche Abzahlung des Eigentümers fließt nicht nur ins eigene Vermögen -die Miete landet im Vermögen des Vermieters"

Also der Vermieter zahlt monatlich ab, was in seinen Vermögen landet, zusätzlich landet auch die Miete im Vermögen des Vermieters?

Was halten Sie davon, der Vermieter hat Einkünfte, die aus Arbeit und Mieten bestehen, wurde die Immobilie finanziert, dann hat der Vermieter Ausgaben für Zinsen und Abzahlungen. Zusätzlich hat der Vermieter aber auch Ausgaben für Instandhaltung. Zieht man alle Ausgaben von den Einkünften ab, und von dem Rest die anfallende Steuer, dann...…

In der Regel bleibt bei einer finanzierten Immobilie da nicht viel übrig, manchmal ist das sogar ein Drauflegegeschäft, die Immobilie ist das Sparschwein und das Vermögen, aber erst wenn die Immobilie verkauft wird, kann er auch vom Vermögen etwas ausgeben.

Für den Fall des Einkommensvergleichs auf SPON würde erst mal die kreditfinanzierte Immobile in der Tilgungsphase bei Ausgaben und Einkünften relativ neutral bleiben.

"Ganz extrem geht die Schere auseinander, wenn in einer Familie nur Eigentümer sind. Dann potenziert sich das Vermögen über die Generationen in einer für ewige Mieter uneinholbaren Weise."

Also bei uns ist das so, dass es Freibeträge für Schenkung an die Erben gibt, alles andere unterliegt der Erbschaftssteuer, durchgerechnet für unseren Erben, er muss Immobilien verkaufen, damit er die Erbschaftssteuer bezahlen kann, wo potenziert sich da was?

Was den kreditfinanzierten Kauf von Immobilien angeht, da gibt es nur den Vorteil, dass Käufer für eine Zeitlang gezwungen wird, zu sparen und nicht das Geld weil verfügbar zu verplempern.

Wenn Sie stringent in Wertpapiere investieren, vorausgesetzt Sie haben davon Ahnung, haben Sie in der Regel eine höhere Rendite, bedingt eben Stringenz zu sich selbst.

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syracusa 12.08.2019, 14:14
176.

Zitat von cabeza_cuadrada
klingen für mich aber verlockender als Ferienbungalow in einer einer westdeutschen Großstadt. Wie man das mit 1000 Euro pro Monat alles schafft ist mir trotzdem ein Rätsel, und ich bin wirklich nicht sehr anspruchsvoll.
Ich hab' nicht immer von 1000 Euro im Monat gelebt. Nach dem Studium hatte ich eine Vollzeit-Promotionsstelle (es gab knapp 8000 DM pro Monat), später hatte ich zwei Jahre lang auch eine Gastprofessur. Davon hab' ich mir das Segelboot gekauft und als Freiberufler über's Internet gearbeitet. Vom Verkauf des Segelboots hab' ich mir das Hausboot geleistet, und von dessen Verkauf das Wohnmobil, und davon dann mein Haus. Das ist ein wenig die Hans-im-Glück-Geschichte.

Vor jetzt 8 Jahren bin ich dann leider in einen irrsinnigen Rechtsstreit geraten und wurde zum Opfer der deutschen Justiz (https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/kann-der-ecojet-magnet-energie-sparen-nachgeforscht-a-1020921.html). Vor zu Unrecht verhängten 100 Tagen Haft floh ich für 5 Monate nach Frankreich, bis mir der BGH vollumfänglich recht gegeben hat. Und um diese Flucht überhaupt absichern zu können, habe ich mich damals mit eiem 30h-pro-Monat-Vertrag bei meinem letzten verbliebenen Kunden anstellen lassen. Und auch zu meiner Verwunderung konnte ich damit nicht nur ohne jede Einschränkung, sondern sogar besser leben als je zuvor. Und deshalb bin ich auch nach meinem unfreiwilligen Exil dabei geblieben.

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Zoroaster1981 12.08.2019, 14:16
177. "Reich"

Ich gehöre schon zu den ganz Oberen lt. Einkommen. Sparen und umsichtig wirtschaften muss ich trotzdem und eine Immobilie abzahlen. Was mich stört, sind die Stimmen, die hier einfach mal definieren, wer schon reich sei, bspw. der, der - in meinen Augen für ein führendes Industrieland lächerliche - 5000€/Monat verdient.
Oder jene, die die Aussage von Merz übelnehmen.
Dabei hat er völlig Recht. Leute, blickt mal über den Teich. Was bei uns ein Ingenieur mit gutem Einkommen verdient, bekommt dort der LKW-Fahrer von Walmart. Und auch die Einstellung ist anders: wenn dort einer mit dem Einkommen von Merz sagen würde, er gehöre zum Oberen Mittelstand, dann widerspricht ihm auch keiner, denn im Vergleich zu manchen DAX-Vorstandsvorsitzenden ist sein Einkommen niedrig. Und wiederum im Vergleich zu manchen Großaktionären ein totaler Witz.
Ich würde mir einfach mal mehr Ehrgeiz in finanziellen Dingen von den Deutschen wünschen. Dann würden wir auch mehr einfordern und uns nicht so lumpig abspeisen lassen.

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dirk_row 12.08.2019, 14:17
178. Topverdiener und Geringverdiener

Ein Alleinstehender mit einem Einkommen von etwas mehr als 50.000 Euro muss dem Finanzamt schon von jedem zusätzlich verdienten Euro 42 Prozent überlassen. Der eineinhalbfache Durchschnittslohn bedeutet heute in Deutschland was? Höchststeuersatz! Vor einem Jahrzehnt musste dafür wenigstens das Doppelte des Durchschnittsverdieners auf dem Gehaltszettel stehen. Nimmt man die steigenden Sozialabgaben hinzu, dann greift der Staat eine Hälfte des erarbeiteten Lohns komplett ab.

Vor 50 Jahren zahlte man den Spitzensteuersatz, wenn man das 18-fache des Durchschnitts verdiente. Ebenfalls Fakt ist: heute zahlt man den regulären Spitzensteuersatz beim 1,4-fachen des Durchschnitts.

Deutschland gehört zur Weltspitze bei der Steuer- und Abgabenbelastung. In kaum einem Land bleibt den Erwerbstätigen so wenig netto vom Brutto wie in Deutschland. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Armut in einem reichen Land wie Deutschland ein Problem ist. Selbst in Vollzeit arbeitende Menschen haben oftmals Probleme, die Miete zu bezahlen und sind damit kaum bessergestellt als Arbeitslose oder Hartz-IV- Empfänger. Vielfach reicht ein Gehalt nicht mehr aus, um eine Familie zu finanzieren, geschweige denn Wohneigentum. Bei der Eigentümerquote belegt Deutschland einen der letzten Plätze in Europa.“

Hauptursache hierfür sind im Bereich der Geringverdiener die Steuern und Sozialversicherungsabgaben, die das tatsächlich verfügbare Einkommen erheblich einschränken. Das Kriterium, welches darüber entscheidet, ob Menschen ein auskömmliches Leben haben oder nicht, sind nicht Motivation und Arbeitswille, sondern der Zugriff des Staates auf die Geldbörsen seiner Bürger. Eine Wiederherstellung des Lohnabstandsgebot durch eine Entlastung von Gering- und Durchschnittsverdienern würde zudem bewirken, dass Arbeit sich wieder lohnt im Vergleich zum Beziehen von Sozialleistungen. Dies allein würde einen deutlichen Zuwachs bei der Anzahl der Arbeitsverhältnisse bewirken und viele Teile staatlicher Arbeits- und Sozialpolitik überflüssig machen.“

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syracusa 12.08.2019, 14:17
179.

Zitat von Sibylle1969
Was Sie schreiben, ist Quatsch. Mint-Absolventen, die als Softwareentwickler oder um Consulting anfangen, können in der Privatwirtschaft mit einem Einstiegsgehalt von ca. 50.000 Euro rechnen.
Nun, das ist nur richtig, wenn Sie "ca. 50.000" durch "bis zu ca. 50.000" ersetzen. Das gilt nur für Anstellungen bei Großunternehmen und eher auch nur in der Großstadt. Bei den vielen kleinen Klitschen in der Provinz sind das locker 15.000 weniger Einstiegsgehalt. Ich bin promovierter Mint-Absolvent und arbeite als Analytiker und Consultant bei so einer kleinen Klitsche, und weiß auch, was meine Kollegen verdienen.

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