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Interaktive Grafik: So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen

Wie stehen Sie mit Ihrem Einkommen da? Haben andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation mehr oder weniger Geld zur Verfügung? Diese interaktive Grafik zeigt es Ihnen.

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willib1955 12.08.2019, 17:58
240.

Zitat von Crom
Dennoch wird er kaum über Steuern zum Gemeinwesen beitragen. Schmarotzen ist vielleicht zu hart, aber sein Modell kann nur funktionieren, wenn andere dafür voll arbeiten und entsprechend Steuern zahlen.
Alle die wenig Steuern zahlen tragen nichts zum Gemeinwesen bei?
Und sind Fast-Schmarotzer?

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Sibylle1969 12.08.2019, 17:59
241. @231 dw_63

Zwar kriegt man zurzeit nirgendwo in Deutschland 3% Zinsen auf Bankguthaben, es ist aber dennoch total leicht möglich, eine recht sichere Nachsteuerrendite von 3-3,5% zu erzielen. Einfach ein breitgestreutes Portfolio an dividendenstarken Aktien kaufen und auf den Eingang der Dividendenzahlung auf dem Konto warten. Ich habe zurzeit mein Depot noch stark auf Wachstum ausgerichtet und nur ca. 20% des Depots in dividendenstarke Aktien angelegt. Und Monat für Monat gehen im Schnitt mehrere Hundert Euro an Dividendenzahlungen ein, nach Steuern, versteht sich.

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klimaterium 12.08.2019, 18:03
242. @bauigel

"Sie wollen 1980 ein Einstiegsgehalt von 4.000 DM pro Monat gehabt haben? Auch im öffentlichen Dienst den sie jetzt als Vergleich aufführen? Und was haben sie studiert? Im öffentlichen Dienst war 1980 ein Einstiegsgehalt von 4.000 DM völlig unmöglich. Also stimmen ihre Angaben nicht oder sie verwechseln den öffentlichen Sektor mit der Orivatwirtschaft. Aber ihrem Post nach zu urteilen offenbar bewusst....." Korrekt, allerdings hat auch die Privatwirtschaft in der Regel nicht solche Einstiehsgehälter bezahlt. Beispiel: Softwarentwicklet, Studium Mathematik oder (damals noch selten) Informatik. Bei den grossen Technologieunternehmen damals, wie Siemens, Nixdorf, SEL (Wer kennt sie noch?), IBM, etc, alle im IG Metall Tarif, wurden Studienanfänger im T6/1 eingestellt. Das entsprach ca. 3400 DM im Monat bei 13,5 Gehältern im Jahr. Das waren dann in Steuerklasse 1 ca 1950 DM netto, also ca 980 Euro.

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eunegin 12.08.2019, 18:10
243. ohne unsere Kinder wären wir also reich...

Und was sagt das über unsere Gesellschaft aus?

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gambalor 12.08.2019, 18:12
244. Ein paar interessante Ergebnisse..

Ein kleines Experiment zeigt drei Dinge. Erstens, wer allein lebt, ist selber schuld. Zweitens, Kinder sind sehr, sehr teuer. Kein Wunder, dass die Leute keine kriegen! Drittens, Überraschung: Paare mit Kindern sind sogar deutlich stärker benachteiligt als Alleinerziehende.

Gibt einem kinderlosen Paar zwei Kinder (eins pro Nase), dann hast Du ein Elternpaar, und ihr Einkommen reduziert sich schlagartig um mehr als ein Drittel (Kinder bis 13) oder sogar fast die Hälfte (Kinder ab 14). Gib einem Single ein Kind, dann hast Du einen Alleinerziehzenden - und sein Einkommen reduziert sich "nur" um ein Viertel (Kind bis 13) bis gut ein Drittel (ab 14).

Die Rechnung dazu kommt gleich.

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gambalor 12.08.2019, 18:13
245. Und hier die Rechnung dazu:

Nehmen wir einen Single, der 3500€ brutto verdient. Bei 15% Sozialabgaben und 22% Einkommensteuer aufs Brutto (entspricht 26% nach Sozialabgaben) verbleiben ihm netto 2.320€/Monat.

Jetzt ziehen zwei solcher Singles zusammen. Nach dem Rechner erhöht sich allein dadurch (Ersparnisse bei Wohnung und Lebenshaltung) ihr Äquivalenzeinkommen auf 3000€ im Monat, also um fast 30%! Wer allein lebt, ist selber schuld.

Jetzt lassen wir sie Zwillinge kriegen. Ihr Nettoeinkommen erhöht sich um das Kindergeld, das sind 300€/Monat. Ihr Äquivalenzeinkommen reduziert sich - zunächst auf 2350€, also ungefähr das, was sie als Singles hätten.
Aber leider brauchen die Kinder Betreuung. Die meisten Elternpaare reduzieren daher die Arbeitszeit um etwa ein Viertel (meist die Mutter auf Teilzeit), die übrigen leisten sich eine (wenns keine Großelten sind, netto nochmal teurere) Fremdbetreuung. Zugleich sinken die Stundensätze, denn Karriere in Teilzeit ist nicht. Ein halbes Einkommen fällt weg, das kumulierte Bruttoeinkommen sinkt auf 5.200€, der Steuersatz aufs Brutto auf 7,6%, das Nettoeinkommen incl. Kindergeld mithin auf zusammen (5200*0,85*0,924+300)=4.385€ - gem. dem Rechner ein Äquivalenzeinkommen von 2088€.
Durch die Reduzierung der Arbeitszeit entgehen ihnen außerdem Rentenansprüche von (im Alter) ca 850€/Monat, bzw. 374€ pro Kopf. Geht man von 12 Jahren Rentenbezug und 22 Jahren "Kinderkosten" aus, kann man das abgezinst umrechnen auf 180€/Monat. Somit steht das Paar pro Kopf um 1100€/Monat schlechter da, als wenn es auf Kinder verzichtet hätte (sofern anderer Leute Kinder da sind, die später ihre Rente bezahlen). Durchdie Kinder haben sie nur noch 63% ihres vorherigen Äquivalenzeinkommens.

Wir lassen die Kinder 14 werden. Laut Rechner sinkt jetzt das Äquivalenzeinkommen der Eltern auf 1754€, abzüglich Rente 1574€. Das sind nur 52% von dem, was sie als kinderloses Paar hätten (in der Praxis noch weniger, denn beim kinderlosen Paar steigt das Einkommen wegen Vollzeit stärker).

Was, wenn sich unser Paar trennt, jeder behält ein Kind und das halbe Netto von je 2500€, beide zusammen arbeiten weiter 75%? Äquivalenzeinkommen sinkt bei kleinen Kindern auf 1923€ (abzgl. Rente 1743€), bei großen Kindern auf 1667€ (ab Rente 1487€). Das sind 75% (kleine Kinder) bzw. 65% (große Kinder) von dem, was sie als Singles hätten.
Wohlgemerkt: das gilt nicht für Alleinerziehende mit schlechter Ausbildung oder Arbeitsfähigkeit. Wer von Hartz IV lebt, aber als Single weniger als 2000€ brutto verdienen würde, kann sein Äquivalenzeinkommen sogar verbessern, dank "Alleinerziehendenzugschlag". Von Kindern profitiert, wer keine hat - oder sich keine leisten kann.
Und wohlgemerkt: das alles hat nichts mit Ehegattensplitting zu tun (Splitting würde der Nachteil nur noch größer, es wäre eine Strafsteuer auf die Teilzeit der Mutter).

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kpdsu 12.08.2019, 18:14
246.

Zitat von bauigel
Fast richtig. Genauso wie in offiziellen Statistiken der Begriff arm über das Einkommen definiert wird (weniger als 60% des Durchschnitts) wird auch der Begriff reich über das Einkommen definiert (mehr als das 2,5-fache des Durchschnitts). Das hat nichts mit dem Vermögen zu tun. Zwischen arm und reich liegt also gerade einmal Faktor 4.
Auch nicht ganz richtig. Du meinst wohl die sogenannte "Armutsgefährdung". Dabei wird tatsächlich ein Grenzwert von 60% angenommen, aber des Median-Einkommens.
Als arm wird aber die Möglichkeiten zur Teilhabe in der Gesellschaft definiert, also quasi das verfügbare Geld. Darum der Begriff "-gefährdung". Wer wenig einnimmt, muss nicht arm sein. Das ist aber stark korreliert. Im Extremfall nimmt jemand nichts ein und ist trotzdem reich, ein Erbe zum Beispiel. Andersrum kann man viel einnehmen, aber Arm sein, wenn man den riesigen Haufen Schulden hat, zum Beispiel.

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DiggaAlla 12.08.2019, 18:26
247.

Migranten verdienen deutlich weniger aber reden tun wir über die frauenquote. Hahahahaha.

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bauigel 12.08.2019, 18:30
248. @ klimaterium

Völlig richtig. Ich wurde kurz nach 2000 fertig und mir wurde in der freien Wirtschaft teilweise deutlich unter 4000 DM geboten..... als selbst 20 Jahre später als der Forist von 4000 DM schwafelte.

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bauigel 12.08.2019, 18:37
249. @ newliberal

Es ist immer wieder bemerkenswert was für Unsinn manche Leute schreiben. Die Frage ist, ob sie es nicht besser wissen oder ob sie bewusst falsche Dinge verbreiten. Zu welcher Gruppe gehören sie?
Ab ca. 5.000€ netto gehört man on D zu den obersten 1%. In vielen Industrien verdienen selbst GF weniger.
Auch Führungskräfte bei kleineren Unternehmen liegen oft darunter. Über 100.000 € Brutto ist die Luft sehr begrenzt, was etwa 4.200 € netto bei Alleinstehenden ist. Und sie schwafeln davon, dass solche win Gehalt völlig normal wäre. Also wieso verbreiten sie diesen Unsinn?

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