Forum: Wirtschaft
Interaktive Grafik: So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen

Wie stehen Sie mit Ihrem Einkommen da? Haben andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation mehr oder weniger Geld zur Verfügung? Diese interaktive Grafik zeigt es Ihnen.

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jupp78 12.08.2019, 21:00
280.

Zitat von Crom
Als Vollzeit gilt 168 Stunden,
Wofür drüber diskutieren, wie viele Stunden im Monat Vollzeit sind?
30h im Monat bei 1000 Euro Netto (1200Brutto) sind 40 Euro Brutto die Stunde und das ist auch als Akademiker ein guter Stundenlohn (nicht top, aber gut). Vor allem bei so wenigen Arbeitsstunden im Monat ist das schwer zu realisieren.

Meine Kritik an ihm ist eher, dass er darstellt, dass man "locker" mit 30h im Monat Arbeit hinkommt und nach und nach sich rausstellt, dass das auch bei ihm bei weitem nicht passt. So hat er u.a. nach Angaben hier in den letzten 3 Jahren ja rund ein Vollzeitarbeitsjahr in seine neue Behausung als Bauarbeiter gesteckt. Das kann man machen, ist in dem Ausmaß aber auch echte Arbeit und sicher nicht pures Freizeitvergnügen. Das würde ich nur tun, wenn die Not groß ist. Lieber arbeite ich in meinem Job etwas länger und lasse einen Fachmann das Haus bauen. Und klar, da fallen dann Steuern an, aber die sorgen überwiegend ja sogar für Gutes.

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derbo73 12.08.2019, 21:06
281. Familien auch...

2 Erwachsene, 3 Kinder unter 14, Haushaltseinkommen 3140. Ländlicher Raum Nordhessen, also relativ günstig zu wohnen. Ergebnis: 79% aller Paare mit Kindern sind wohlhabender. Arbeitgeber meint dennoch er bezahle überdurchschnittlich gut (IT-Branche Rhein-Main). Haben nur Rechtsanwälte und Consultants Kinder?

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jupp78 12.08.2019, 21:11
282.

Zitat von syracusa
Und jetzt gucken Sie bitte erst mal nach, was "Durchschnitt" bedeutet. Das sind die mittleren Kosten vom Baby bis zum über 100jährigen Greis. Jemand, der einschließlich Arbeitgeberanteil also sein Leben lang diese gut 200 Euro pro Monat einbezahlt, der deckt sein Leben lang sein Risiko vollständig ab.
Stimmt und das trifft auf Sie zu?
Sprich ab der Geburt wurden für Sie diese 200 Euro im Monat eigezahlt? (umgerechnet mit Inflation etc. natürlich)

Hören Sie doch auf, rund das erste Drittel des Lebens zahlt man nichts. Das ist auch ok so, aber man muss sich bewusst sein, dass man das im erwerbsfähigen Alter nachzuholen hat und bei den meisten auch für das Alter ein Stück voraus zahlen muss. Man kann eben nicht immer Rosinen picken. Jeder, auch Sie, beansprucht irgendwelche öffentliche Leistungen stärker als der Schnitt (welche das genau bei Ihnen sind, keine Ahnung, ich kenne Sie schließlich nicht). Dann damit zu kommen, dass man gewisse öffentliche Leistungen ja nicht braucht, ist daneben, denn das ist auch bei jedem so.

Wir haben das Solidarprinzip und das ist auch gut so. Das besagt aber eigentlich, dass die Starken für die Schwachen einstehen und nicht die Fleißigen für die Faulen. Sie nutzen dieses Prinzip aus, natürlich absolut legal.

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Bellerophon1 12.08.2019, 21:17
283.

Wie ich dieses Geheule hasse, dass man ja selbst als Studierter heute nichts mehr verdienen würde bzw. erreichen könnte, früher alles so viel besser gewesen sei usw. Quasi jeder meiner Kommilitonen / Freunde ist mit 40.000+ mit 23-27 eingestiegen. Manch einer mit 70/75.000 eingestiegen und verdient jetzt über 100.000 mit 30. Haben halt das richtige studiert und sich den Arsch aufgerissen. Ich lieg mit meiner Freundin zusammen bei über 8.000 netto, sind beide 30. Dieses Rumgeheule ist einfach lächerlich...als könnte man finanziell heute nichts mehr erreichen. Ja, so gut keiner wird im Angestelltenverhältnis (hält euch keiner davon ab, was eigenes zu machen) wirklich reich und kann zig Mio. anhäufen. Gibt eben nicht viele Dax Vorstandsjobs. Ansonsten kann man, wenn man was im Kopf hat, natürlich auch heute noch als „junger Akademiker“ richtig gut verdienen.

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jupp78 12.08.2019, 21:23
284.

Zitat von derbo73
Ergebnis: 79% aller Paare mit Kindern sind wohlhabender. Arbeitgeber meint dennoch er bezahle überdurchschnittlich gut (IT-Branche Rhein-Main).
Ich würde mal nur einen unterstellen, der arbeitet (ist ein gewisser Luxus sich das zu leisten). Und dann sind wir wahrscheinlich bei guten 4000 Euro Brutto. Ist jetzt nicht der Hit, aber Nordhessen ist auch nicht Rhein-Main-Gebiet. Ob Ihr Arbeitgeber hier richtig liegt oder nicht, hängt auch an vielen weiteren Faktoren. Was ist Ihre Ausbildung? Mit Studium und jahrelanger Berufserfahrung eher mau, nur eine IT Ausbildung, dann ist das nicht schlecht im ländlichen Gebiet. Da sollten Sie (die Familie) eher den Luxus hinterfragen, ob ein Einkommen für 4 Personen genug ist.

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MPS 12.08.2019, 21:30
285. Kleine Anmerkung

Vielleicht ist einigen Forumsteilnehmern entgangen, dass das Nettoeinkommen angegeben werden sollte. Und ruhig mal in den Kasten unten "reingehen", in dem die Erhebung und Berechnung versucht wird zu erklären.

Das spart Erstaunen. Und/Oder Ärger .

Nix für Ungut.

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Crom 12.08.2019, 21:36
286.

Zitat von spon_7302413
Was, meinen Sie, wird sich in der Zukunft für ein Begriff in den Alltagsgebrauch einbürgern? Wenn wir mittels KI und Automatisierung 90% aller Verwaltungstätigkeiten online in der Kommunikation mit Maschinen erledigen, nur noch im Versandhandel gekauft wird, die Zustellung der Einkäufe mittels Drohnen erfolgt, der Nahverkehr von selbstfahrenden Fahrzeugen bewältigt wird, in Krankenhäusern Operationen von Robotern erledigt werden und in den Fertigungsbetrieben für die Konsumartikel keine Menschen mehr arbeiten, abgesehen von den Mechanikern und IT-Spezialisten? Haben Sie sich einmal ausgemalt, wohin die Entwicklungen der Gegenwart in der Zukunft führen werden? Wer dann tatsächlich noch 30 Stunden im Monat arbeiten kann, wird vermutlich zu den Vollbeschäftigten gezählt. Die Frage ist nicht, ob das eine realistische Perspektive ist, sondern wie die Gemeinschaft das so organisiert, dass es nicht zu derart destruktiven Verwerfungen kommt, dass selbst ein Snake Plissken sich nicht mehr alleine auf die Straße trauen würde.
Wir leben aber nicht in der Zukunft sondern in der Gegenwart. Zudem wird es auch in der Zukunft Altenpfleger, Feuerwehrleute etc. brauchen. Was glauben Sie, was los ist, wenn die plötzlich nur noch 30 Stunden im Monat arbeiten.

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Crom 12.08.2019, 21:39
287.

Zitat von derbo73
2 Erwachsene, 3 Kinder unter 14, Haushaltseinkommen 3140. Ländlicher Raum Nordhessen, also relativ günstig zu wohnen. Ergebnis: 79% aller Paare mit Kindern sind wohlhabender. Arbeitgeber meint dennoch er bezahle überdurchschnittlich gut (IT-Branche Rhein-Main). Haben nur Rechtsanwälte und Consultants Kinder?
Ob Sie ein, zwei, drei oder gar keine Kinder haben, ist Ihrem Arbeitgeber egal. Entsprechend ist seine Definition von Durchschnittsgehalt.

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jupp78 12.08.2019, 21:40
288.

Zitat von Bellerophon1
Wie ich dieses Geheule hasse, dass man ja selbst als Studierter heute nichts mehr verdienen würde bzw. erreichen könnte, früher alles so viel besser gewesen sei usw. Quasi jeder meiner Kommilitonen / Freunde ist mit 40.000+ mit 23-27 eingestiegen. Manch einer mit 70/75.000 eingestiegen und verdient jetzt über 100.000 mit 30. Haben halt das richtige studiert und sich den Arsch aufgerissen. Ich lieg mit meiner Freundin zusammen bei über 8.000 netto, sind beide 30.
Jein.
Das Geheule kann ich auch nicht ab.
Wer was will, der muss sich den Arsch aufreißen und das ist auch gut so. Die Erwartungshaltung ist einfach daneben. Wer nichts leistet (für andere), der bekommt eben nichts von anderen. Und das ist auch gut so.
Leider ist die Erwartungshaltung oft eine andere (hier oft genug nachzulesen). Es sollen bitte immer die anderen zahlen für das, was man selbst für richtig hält (bestes Beispiel Kinder). Oder bitte für die eigene Trägheit.

Aber auch Sie werden noch erkennen, dass Geld nicht alles ist und es weitaus sinnvoller ist, nicht so viel zu Arbeiten. In der Beziehung habe ich durchaus Sympathien für syracusa. Aber mit 30 Vollgas zu geben, ist durchaus gut und richtig.

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syracusa 12.08.2019, 22:02
289.

Zitat von jupp78
Stimmt und das trifft auf Sie zu? Sprich ab der Geburt wurden für Sie diese 200 Euro im Monat eigezahlt? (umgerechnet mit Inflation etc. natürlich)
Ja, wenn ich so alles zusammen zähle, dann habe ich insgesamt deutlich mehr eingezahlt. Ich war ja nicht schon immer mit 1000 Euro im Monat zufrieden. Aber mir tut es leid, das nicht schon weit früher angegangen zu haben. Auch ich hab' früher mal regelmäßig Neuwagen gekauft. Mann, was war ich blöd ...

Und nein, ich nutze dabei niemanden aus. Ich würde eine Gesellschaft bevorzugen, in der die Leute weniger konsumgeil sind. Und natürlich würde das bedeuten, dass ich dann für die Aufrechterhaltung meines Lebensstils vielleicht 40 h arbeiten müsste anstatt nur 30.

Ich sehe es so, dass jeder für sich definieren soll, was er braucht, und dann soll er sich sein Leben so einrichten, dass er sich das, was er dafür braucht, auch leisten kann. ich leiste mir mehr als die meisten, und komme doch mit nur 1000 Euro aus.

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