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Interaktive Grafik: So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen

Wie stehen Sie mit Ihrem Einkommen da? Haben andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation mehr oder weniger Geld zur Verfügung? Diese interaktive Grafik zeigt es Ihnen.

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steppenwolf81 13.08.2019, 13:20
340. Rente nur für Kinderlose?

Es geht um Artikel um (zumeist) Einkommen im Erwerbsleben. Dennoch unterstellen hier einige, zeitlebens Kinderlose mögen doch bitte gar keins im Alter bekommen, quasi als Strafe für ihr dekadentes Singleleben, nun im Alter disqualifiziert, um Teil der Solidargemeinschaft zu sein. Welcher kranken Ethik folgt das bitte? Sind Zeugungsunfähige, anderweitig Kranke oder gleichgeschlechtlich Lebende im Alter nichts wert? Oder solche, die durch widrige Lebensumstände / Trennung von Partner etc. pp. nicht im Alter zwischen 20-40 ein Kind bekommen konnten? Pech gehabt, nun fresst die Brotrinde vom Boden? Oder sind Männer per se ausgeschlossen, da ganz offenkundig nur Frauen tatsächlich Kinder bekommen? Reicht Männern die Abgabe einer Samenspende (jede Frau dürfte sich ja gern davon bedienen, wenn sie wollte), als Voraussetzung, Rentenanspruch zu haben? Hier bitte! Das übrigens gelingt sogar noch im hohen Alter.
Diese geizige Herzlosigkeit lässt tief blicken.

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spon_7302413 13.08.2019, 13:47
341. Weiter denken...

Zitat von Crom
...Wie soll das erst aussehen, wenn man nur noch bereit ist ein Bruchteil der heutigen Zeit zu arbeiten? Wer soll dann die Bedarfe decken?
Und nun nehmen Sie alles zusammen, was wir wissen - und was wir uns angesichts der gegenwärtigen Tendenzen ausmalen können -, und denken Sie das zu Ende weiter. Dann kommen Sie auch darauf, warum die Vorstellung, dass es so weiter gehen kann.
Weil es einfach nicht funktioniert - nicht funktionieren kann . Und Obacht!, Sie sind mit Ihrer erkennbaren Verweigerung, die Basics sehen und verstehen zu wollen, ein Teil des Problems, das genau zu dem führen wird, was Sie gar nicht wollen können. Nach Ihnen die Sintflut wäre ja des Schmarotzertums höchstes Credo, nicht wahr?

Angesichts des heute bereits allgemein zugänglichen Informations- und Wissensfundus einfach weiter zu machen, als ob es gar nichts gäbe, über das sich nachzudenken lohnt, so lange die großen Flachbildglotzen und der gestreamte Content nur billig genug sind, um sich gründlich von der Realität - die zumindest große Teile der späteren Gesellschaften erwartet - abzulenken, ist schlichte Realitätsverweigerung. Nicht mehr.

Und wenn Sie heute nicht erkennen wollen, wohin die Reise geht, wenn alles in der Tendenz weiter läuft. die wir dieser Tage, in der ganz regulären und offenbar auch von der Konsumgesellschaft gewünschten Richtung und Weise, werden unsere Nachkommen das ausbaden müssen.
Sie leben also auf Kosten derer Zukunft und es interessiert Sie anscheinend nicht die Bohne. Hauptsache, 'man' hat es sich 'verdient'. So liest sich das bei Ihnen.
Wer nicht rechtzeitig bei ausgemachtem Bedarf kräftig auf die Bremse steigt, landet an der Wand - oder wird aus der Kurve getragen.
So läuft das auch im großen, wahren Leben... ;-)

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syracusa 13.08.2019, 14:14
342.

Zitat von Crom
Nein, ich bezahle, wenn ich eine Leistung erwarte. Das ist ja wohl das mindeste. Eine Gesellschaft, die es nicht mehr schafft, entsprechende Bedarfe zu decken, macht etwas falsch. Schon jetzt ist es ja so, dass es hierbei Defizite gibt. Wie soll das erst aussehen, wenn man nur noch bereit ist ein Bruchteil der heutigen Zeit zu arbeiten? Wer soll dann die Bedarfe decken?
Die Frage ist schon im Kern falsch gestellt. Wer Bedürfnisse hat, will diese befriedigen. In unserer Gesellschaft ist ein Großteil der Bedürfnisse künstlich geweckt. Da hat dann jemand das Bedürfnis, ein Auto mit der Zahl 300 am Heck zu fahren, und der ist bereit, zur Bedürfnisbefriedigung jeden Tag eine halbe Stunde länger zu arbeiten, als er beispielsweise für die Zahl 150 auf dem Heck arbeiten müsste. Mein Anliegen besteht ausschließlich darin, diese vermeintlichen Bedürfnisse kritisch zu überprüfen.

Wenn Sie ein bestimmtes Bedürfnis haben, für dessen Befriedigung Sie auf die Arbeitsleistung anderer Menschen angewiesen sind, dann kommen Sie nicht darum herum, den anderen Menschen ein Angebot zu machen, das diese nicht ablehnen können. Üblicherweise besteht dieses Angebot in einem angemessen hohen Entgelt.

Wenn in einer zukünftigen Gesellschaft alle Leute (so wie ich heute schon) ihre Bedürfnisse reduzieren und nur noch so viel arbeiten, dass ihre Bedürfnisse gedeckt werden, dann wird ja schon ausreichend viel gearbeitet. Ihre Frage wird da sinnfrei.

Sie haben nun mal kein Anrecht auf Arbeitsleistung anderer. Wenn ich heute keinen Handwerker kriege für den Stundensatz, den ich zu zahlen bereit bin, dann muss ich das eben selber machen, oder ich muss mehr bezahlen. Und um mehr bezahlen zu können, muss ich selber mehr arbeiten. Werden also angemessene Löhne bezahlt, dann stellt sich Ihre Frage auch nicht.

Ihre Frage läuft also völlig ins Leere. Mein Anliegen ist nicht, dass weniger gearbeitet wird, als zur Bedürfnisbefriedigung notwendig. Mein Anliegen ist, die Bedürfnisse kritisch zu hinterfragen und auf's Notwendige zu reduzieren. Und ja: Ästhetik, Spaß und Unterhaltung usw ist notwendig.

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spon_7302413 13.08.2019, 14:52
343. Nachvollziehbar und konsequent

Zitat von syracusa
...Mein Anliegen ist nicht, dass weniger gearbeitet wird, als zur Bedürfnisbefriedigung notwendig. Mein Anliegen ist, die Bedürfnisse kritisch zu hinterfragen und auf's Notwendige zu reduzieren. Und ja: Ästhetik, Spaß und Unterhaltung usw ist notwendig.
Ich kann Ihre Einstellung und Haltung, mit allen von Ihnen beschriebenen Konsequenzen, sehr gut nachvollziehen und sehe eine Entwicklung voraus, der normativen Kraft des Faktischen Geschuldet, die zukünftig die genau nach diesen Kriterien ausgelegten Selbstbeschränkungen aus der Freiwilligkeit in die Unabänderlichbarkeit für die weitaus meisten Menschen verschieben wird. Weil dann nämlich aus heutigen Freiwilligkeit aus Einsicht der Zwang aus dem Diktat der Umgebungsvariablen und Umstände wird.

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zzipfel 13.08.2019, 15:07
344. ... dass die Weltbevölkerung stark zunimmt ?

Zitat von eunegin
Und was sagt das über unsere Gesellschaft aus?
(von 4 MRD in meiner Jugend auf nahezu 8 MRD jetzt) und es deshalb nicht unbedingt mehr Kinder auf der Welt bedarf und man ergo bei der Finanzierung der Ausgaben für Kinder mehr auf Eigenverantwortung als auf den Steuerzahler setzen darf?

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Illoinen 13.08.2019, 15:26
345. Willkommen in der Oberschicht?

Bei einem Einkommen von 3440 Euro netto für einen Single, und 5160 für Paare, deren Kinder schon ausgezogen sind? Zu gegeben gute Einkommen, aber die Autoren dieser Studien sollen sich doch nicht lächerlich machen. Denn glauben die Herrschaften, bei diesem Einkommen, gehörten diese Personenkreise zur Oberschicht? Damit wird der Begriff dann ad absurdum geführt. Ist wohl auch Sinn und Zweck der Studie. Einkommen ist nicht gleich Einkommen
Wenn Sie zur „Oberschicht“ gemäß der Definition des iW gehören und sich fragen, woher eigentlich die ganzen Porsches und Luxus-SUVs kommen, die man ja eigentlich mit der Oberschicht assoziiert, die aber ihr Budget bei weitem übersteigen würden, sind Sie schon auf den ersten Rechentrick gestoßen.

Fast keine dieser „Oberschicht-Karossen“ befindet sich im Eigentum der Privatperson, die sie fährt. Dank des Dienstwagenprivilegs können vor allem Selbstständige ihre Autos dem Betriebsvermögen zuordnen und sämtliche Kosten (Leasing, Reparaturen, Kraftstoff, Versicherung etc.) als Betriebsabgaben verbuchen.
Das hat den Vorteil, dass dadurch der zu versteuernde Gewinn sinkt. Und in die Statistik des iW geht nun einmal nur das monetäre Einkommen ein – und dazu zählt in diesem Beispiel der dicke Porsche nun einmal nicht.

Solange aber nicht unabhängig von den ohnehin fragwürdigen Regelungen der Steuergesetzgebung alle „geldwerten Vorteile“ berücksichtigt werden, ist es ziemlich sinnlos, hier Vergleiche aufzustellen, wer angeblich wie viel „verdient“.ich würde sowieso eher behaupten bekommt. Denn Millionen kann man nicht verdienen, jedenfalls nicht mit persönlichen 24 Stunden Fleiß.
Es ist ohnehin methodisch fragwürdig, ob man die Zugehörigkeit zur „Oberschicht“ einzig und allein auf das Einkommen beziehen kann. Viel wichtiger ist eigentlich das Vermögen.
Dank Niedriglohn rutscht die Mittelschicht nach oben
Wie absurd diese Zahlen sind, zeigt ein Blick auf unser Nachbarland Dänemark. Dort beträgt das Nettoeinkommen von Alleinstehenden 2.881 Euro und Paare ohne Kinder kommen im Median sogar auf stolze 6.118 Euro netto pro Monat. Zugespitzt könnte man also sagen, dass jeder zweite Däne in Deutschland zur „Oberschicht“ gehören würde. Das ist natürlich Unfug, zeigt aber vortrefflich, wie schnell diese Zahlen absurd werden, wenn man sie nicht auf Deutschland, sondern auf ein Land mit normaler Lohnentwicklung überträgt.

Damit will man wohl eher die hohen privat Vermögen relativieren, denn wenn eine Minderheit alleine über ein Barvermögen von mehr als 5000 Milliarden verfügt ohne Immobilien, wäre die richtige Zuordnung mitnichten zur Oberschicht im Verhältniss zu den Vermögenden. Da verdient das Personal dieser Kreise schon mehr, und der Learjet darf nartürlich auch nicht fehlen, und die Superluxus Weltreisen, welche immer noch billiger sind, als die Anwesen im Winter zu betreiben.

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zzipfel 13.08.2019, 15:27
346. Stimmt nicht ... es kommt ein Zuschuss aus Steuermitteln hinzu

Zitat von syracusa
Die Differenz muss alleine durch die anderen GKV-Mitglieder getragen werden, während sich die PKV-Mitglieder fein heraushalten dürfen.
und Leute, die keine GKV-Mitglieder sind, zahlen überdurchschnittlich hohe Einkommensteuer ...
Passt schon.

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Illoinen 13.08.2019, 15:31
347. Nominal oder effektiv?

@Grestorn
Also 50% Abzüge wären zum einen ja nicht die Steuern alleine, sondern, wenn nicht privat Versichert alle Versicherungsleistungen, hier gibt es ja bekanntlich die reichenfreundlichen Steuer und Sozialgesetzgebung. Im Übrigen gibt es ja auch noch die vielen Möglichkeiten ganz legal "arm" zu rechnen, dank der vielen Steuerausnahmetatbestände im Steuerrecht. Deutschland den Reichen. Das galt spätestens seit Adenauer und daran hat sich bis heute wenig geändert. Im Gegenteil, viele Länder die nicht als sozialistisch bekannt, erheben eine Vermögenssteuer, und alle Einkommensarten werden bei der Berechnung herran gezogen, auch die Steuerfreie Veräußerung von Firmen seit unter Schröder unter rot/grün usw.

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Crom 13.08.2019, 15:33
348.

Zitat von syracusa
Die Frage ist schon im Kern falsch gestellt. Wer Bedürfnisse hat, will diese befriedigen. In unserer Gesellschaft ist ein Großteil der Bedürfnisse künstlich geweckt. Da hat dann jemand das Bedürfnis, ein Auto mit der Zahl 300 am Heck zu fahren, und der ist bereit, zur Bedürfnisbefriedigung jeden Tag eine halbe Stunde länger zu arbeiten, als er beispielsweise für die Zahl 150 auf dem Heck arbeiten müsste. Mein Anliegen besteht ausschließlich darin, diese vermeintlichen Bedürfnisse kritisch zu überprüfen. Wenn Sie ein bestimmtes Bedürfnis haben, für dessen Befriedigung Sie auf die Arbeitsleistung anderer Menschen angewiesen sind, dann kommen Sie nicht darum herum, den anderen Menschen ein Angebot zu machen, das diese nicht ablehnen können. Üblicherweise besteht dieses Angebot in einem angemessen hohen Entgelt. Wenn in einer zukünftigen Gesellschaft alle Leute (so wie ich heute schon) ihre Bedürfnisse reduzieren und nur noch so viel arbeiten, dass ihre Bedürfnisse gedeckt werden, dann wird ja schon ausreichend viel gearbeitet. Ihre Frage wird da sinnfrei. Sie haben nun mal kein Anrecht auf Arbeitsleistung anderer. Wenn ich heute keinen Handwerker kriege für den Stundensatz, den ich zu zahlen bereit bin, dann muss ich das eben selber machen, oder ich muss mehr bezahlen. Und um mehr bezahlen zu können, muss ich selber mehr arbeiten. Werden also angemessene Löhne bezahlt, dann stellt sich Ihre Frage auch nicht. Ihre Frage läuft also völlig ins Leere. Mein Anliegen ist nicht, dass weniger gearbeitet wird, als zur Bedürfnisbefriedigung notwendig. Mein Anliegen ist, die Bedürfnisse kritisch zu hinterfragen und auf's Notwendige zu reduzieren. Und ja: Ästhetik, Spaß und Unterhaltung usw ist notwendig.
Es geht nicht darum nur die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen sondern die aller. Es gibt auch Menschen, die können nicht durch eigene Arbeit, weil sie z.B. krank sind, für sich selbst sorgen. Die haben aber auch Bedürfnisse und zwar recht elementare (z.B. Krankenversorgung).

Wie viel gibt man denn normalerweise für Konsum aus und wie viel für den täglichen Bedarf, fürs Wohnen etc.pp.? Da fällt der Konsum doch eher runter. Wenn alle nur noch ein Bruchteil von dem arbeiten würden, wie heute, könnte dieser elementare Bedarf nicht gedeckt werden und vor allem nicht in der Breite, so dass auch Menschen, die sich nicht mehr rein um sich kümmern können, ebenso bedacht werden.

Sie sind in Ihrer Sichtweise zu sehr auf sich fokussiert. Weil Sie denken, für Sie funktioniert Ihr Modell könnte man das auf die ganze Gesellschaft übertragen und alle anderen sind nur dumme Sklaven, die fremdbestimmt den Tag verbringen. Das dem nicht so ist, habe ich bereits aufgezeigt. Man kann sehr wohl einer Erwerbsarbeit nachgehen und dennoch selbstständig und selbstbestimmt arbeiten. Das ist auch keine verlorene Lebenszeit, für Sie wäre es das vielleicht, aber nicht für alle.

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zzipfel 13.08.2019, 15:36
349. Hat Ihr Arbeitgeber die Kinder gezeugt, die mit Ihnen leben?

Zitat von derbo73
2 Erwachsene, 3 Kinder unter 14, Haushaltseinkommen 3140. Ländlicher Raum Nordhessen, also relativ günstig zu wohnen. Ergebnis: 79% aller Paare mit Kindern sind wohlhabender. Arbeitgeber meint dennoch er bezahle überdurchschnittlich gut (IT-Branche Rhein-Main). Haben nur Rechtsanwälte und Consultants Kinder?
Oder weshalb genau soll er bei der Höhe der Vergütung auf die Anzahl der Kinder und/oder Ehefrauen eingehen? Wenns zuwenig ist, einfach einen besser bezahlten Vertrag mit diesem oder einem anderen AG auf der Welt vereinbaren ... oder selbständig werden und sich genau das angemessene Gehalt auszahlen oder die Ehefrau sucht sich auch eine passenden Job ... das wären mal so Vorschläge.

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