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Interaktive Grafik: So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen

Wie stehen Sie mit Ihrem Einkommen da? Haben andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation mehr oder weniger Geld zur Verfügung? Diese interaktive Grafik zeigt es Ihnen.

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Illoinen 13.08.2019, 15:37
350. Es scheinen noch nicht viele davon gehört zu haben?

@Talent
"Traue keiner Statistik, die man nicht selber gefäscht hat" Alleine bei 3 oder 5 Tausend Euro von Oberschicht zu schreiben, zeigt doch schon im Ansatz den Grund der Studie. Die wahren Vermögen sollen verschleiert oder relativiert werden. Da die Studie ja auf freiwilligen Angaben beruht hat, und die wahren Vermögenden ja auch auch gar nicht gefragt wurden, bzw. würden auch niemals die Summen angeben, denn das Finanzamt liest auch. Dafür bräuchte man also keine Studien, wenn man nicht die wahren Zahlen bekommen kann? Also wozu das ganze? Damit sich die sog. Mittelschicht zur Oberschicht zugehörig fühlen kann? Da würde, ohne übertreiben zu wollen, der wahren Oberschicht nur ein müdes lächeln hervorrufen.

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vithie 13.08.2019, 15:52
351.

Zitat von triptychon5zehn
Männlich, weiß, Akademiker, Arsch voller Studienschulden - und 70% sind "reicher". Ich falle dann mal aus dem Raster. Aber das tu ich irgendwie immer ;) Traurig ist dabei eigentlich nur, dass es Menschen gibt die (Solo, keine Kinder, wohnt in der Großstadt) über meinem Gehalt liegen, ich komm damit eigentlich gut klar. Mir ist grundsätzlich unverständlich warum ein Mensch mehr als 5000 brutto/Monat benötigt. Diese Summe ist für jeden Menschen Luxus und für mich gelten alle Menschen ab diesem Gehalt als Reich, mir sind Statistiken dabei ziemlich egal.
Sie verdienen also als alleinstehender Akdemiker in der Großstadt keine 1.500 Euro netto? Darf ich fragen was Sie studiert haben und was für "Studienschulden" das bei Ihnen sind - Studium im Ausland?
Meine Frau und ich gehören mit einem für Akademiker eher durchschnittlichen Einkommen bereits zu den TOP 10%, insofern verwundert mich Ihr Fall.

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Crom 13.08.2019, 16:10
352.

Zitat von zzipfel
und Leute, die keine GKV-Mitglieder sind, zahlen überdurchschnittlich hohe Einkommensteuer ... Passt schon.
... und als PKV-Versicherte zahlt man beim Arzt mehr und subventioniert dabei ebenfalls quer. Hinzu kommt, dass man z.B. seine Kinder ebenfalls privat versichert und diese nicht kostenlos über die Familienversicherung laufen.

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katja78 13.08.2019, 16:49
353.

Zitat von triptychon5zehn
Mir ist grundsätzlich unverständlich warum ein Mensch mehr als 5000 brutto/Monat benötigt.
Diesen Satz hätte ich vor ein paar Jahren, ohne Kinder, auch noch schreiben können. Da habe ich 2.500 netto bekommen und davon 1.000 ausgegeben.

Mit Kindern ist mir klarer geworden, warum Wohlhabende so viel Geld "benötigen": Wir führen seit Jahren Haushaltsbuch, unsere Kosten für die Lebenshaltung, i.e. Essen, Kleidung, Hobbies, Kommunikation, Verkehr, usw. sehr niedrig, wenn ich uns mit anderen vergleiche. Teuer geworden ist Wohnen (gute Wohnlage). Was aber richtig reinhaut, sind die einkommensabhängig erhobenen Kosten von Kita, Musikschule, Sportverein, etc. Da zahlt man (u.U. pro (!) Kind) einen schlappen Tausender pro Monat für Leistungen, für die Ärmere viel weniger oder gar nichts zahlen müssen. Letzteres finde ich nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Aber es erklärt, warum die Kosten mit zunehmendem Gehalt so wahnsinnig steigen und mancher behauptet, er könne mit 4 Personen nicht unter 5000 netto leben.

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katja78 13.08.2019, 17:00
354.

Zitat von derbo73
2 Erwachsene, 3 Kinder unter 14, Haushaltseinkommen 3140. Ländlicher Raum Nordhessen, also relativ günstig zu wohnen. Ergebnis: 79% aller Paare mit Kindern sind wohlhabender. Arbeitgeber meint dennoch er bezahle überdurchschnittlich gut (IT-Branche Rhein-Main). Haben nur Rechtsanwälte und Consultants Kinder?
"Ländlicher Raum Nordhessen" ist nun einmal nicht gerade eine Hochlohngegend, aber eben auch keine Hochpreisgegend.

Aus wievielen Gehältern speisen sich denn die 3140? Sollte es nur eines sein, so läge der Lohn wohl bei 40.000 p.a. (grob 600 Kindergeld sind im Haushaltseinkommen ja auch schon drin), das ist im IT Bereich nicht prickelnd, aber für eine strukturschwache Gegend auch nicht so schlecht.

Es hängt fast immer daran, wie viele Leute arbeiten. Bei zwei mal Vollzeit oder vollzeitnah kommt fast immer was rum.

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katja78 13.08.2019, 17:08
355.

Zitat von vithie
Sie verdienen also als alleinstehender Akdemiker in der Großstadt keine 1.500 Euro netto? Darf ich fragen was Sie studiert haben und was für "Studienschulden" das bei Ihnen sind - Studium im Ausland? Meine Frau und ich gehören mit einem für Akademiker eher durchschnittlichen Einkommen bereits zu den TOP 10%, insofern verwundert mich Ihr Fall.
Geht uns genauso, allerdings sind wir auch keine Anfänger mehr. Anfänger sind teilweise wirklich relativ schlecht entlohnt, aber wenn man sich halbwegs gut schlägt, ändert sich das innerhalb weniger Jahre ins Positive.

Studienschulden können auch Bafögschulden sein, da muss kein Auslandsstudium vorliegen. Und auch in den D muss man für das ein oder andere Studium Gebühren zahlen. Allerdings sollte das dann sinnvollerweise in einen gutbezahlten Job münden, der diese Kosten wieder wett macht.

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forcieren.hemmen 13.08.2019, 18:23
356. Ich soll zu den ...

... oberen 5 % gehören. Habe kein Vermögen. Zahle ein mickriges Häuschen ab und kann mir keine Oberklasse leisten. Nehme keine Drogen. Rauche nicht. Trinke wenig Alkohol. Bin Konsumverweigerer. Gehe gerne Essen und fahre gerne in den Urlaub. Machen andere auch ... Irgendetwas stimmt mit den Statistiktools von SPON nicht. Da bin ich fester Meinung. Hier wird geschönt ...

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syracusa 13.08.2019, 18:30
357.

Zitat von zzipfel
Stimmt nicht ... es kommt ein Zuschuss aus Steuermitteln hinzu und Leute, die keine GKV-Mitglieder sind, zahlen überdurchschnittlich hohe Einkommensteuer ... Passt schon.
Sie liegen falsch, denn der Steuerzuschuss zur GKV wird für andere Leistungen zugeschossen: Mütterrente, Behinderte, usw.

Die Alimentierung der Hartz-4-Empfänger kommt sowieso vollständig aus Steuermitteln. Für jeden ALG2-Empfänger bezahlt der Staat aus Steuermitteln ca 100 Euro monatlich in die GKV ein. Der entstehen durch den ALG2-Bezieher aber im Durchschnitt Kosten von ca 200 Euro, und die werden anders als von Ihnen behauptet NICHT durch weitere Steuermittel gedeckt, sondern müssen alleine durch die GKV-Mitglieder mit höheren Einkommen ausgeglichen werden. Was glauben Sie denn, wohin die Beiträge der gutverdienenden GKV-Mitglieder gehen, die weitaus mehr Beitrag bezahlen, als der GKV durch ihnen an Kosten entstehen?

Das nochmals zur Klarstellung für die IMO geradezu obszön asoziale PKV! Die gesellschaftlichen Risiken durch Niedriglöhner und Arbeitslose gehen die gesamte Gesellschaft an und müssen von der *ganzen* Gesellschaft solidarisch getragen werden. Die PKV-Mitglieder halten sich da aber ganz vornehm heraus. Und die können das nicht durch höhere Steuern kompensieren!

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syracusa 13.08.2019, 18:36
358.

Zitat von Crom
Es geht nicht darum nur die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen sondern die aller.
Selbstverständlich. Meine Ausführungen gelten für die Betrachtung der Bedürfnisse ALLER Bürger. Ich habe das nur zwecks besserer Anschaulichkeit auf den einzelnen Bürger vereinfacht.

Es ist Aufgabe des Gemeinwesens - also des Staats - die Voraussetzungen für die Deckung der notwendigen Kosten zu tragen. Wenn alle Bürger nur noch 10 Stunden monatlich arbeiten wollen, dann müsen sie eben 90% Steuern auf ihr Einkommen bezahlen, damit der Staat noch die notwendigen Leistungen finanzieren kann. Und wenn Sie 90% Steuern bezahlen, dann können Sie von den restlichen 10% nicht mehr leben, und müssen also mehr arbeiten. Das ist doch ein trivialer Gedanke, den Sie auch nachvollziehen können sollten.

Die *notwendigen* Bedarfe werden immer gedeckt, in jeder Gesellschaft. Wenn eine Gesellschaft sich dem hiesigen Konsumterror verweigert, dann hat sie nicht weniger, sondern mehr Potential zur Deckung des Notwendigen!

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syracusa 13.08.2019, 18:39
359.

Zitat von vithie
Sie verdienen also als alleinstehender Akdemiker in der Großstadt keine 1.500 Euro netto? Darf ich fragen was Sie studiert haben
Es gibt viele ziemlich brotlose Studienfächer. Vielleicht hat er Kunst studiert? Vielleicht irgendein Exotenfach, bei dem nur 10% der Absolventen einen Job finden? Die Zahl an Akademikern mit abgeschlossenen Studium, die sich als Taxifahrer oder Burgerbrater durchwursteln müssen, ist größer, als Sie glauben.

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