Forum: Wirtschaft
Interaktiver Rechner: So viel Steuern zahlen Sie im Vergleich

Gut 280 Millarden an Einkommensteuern kassiert der Staat pro Jahr. Wie viel zahlen Sie im Vergleich zu anderen? Und was ändert das geplante Soli-Aus? Finden Sie es heraus - mit einer interaktiven Grafik.

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wbr3004 27.11.2018, 12:35
20. Bruttoeinkommen?

Wie User Denk1mal im 2.Kommentar richtig feststellt, ist das Ergebnis falsch, wenn man tatsächlich das Bruttoeinkommen angibt. Ich habe meine Steuererklärung gestern fertig gestellt und habe die Werte daher noch parat....

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Flyke 27.11.2018, 12:41
21.

Zitat von peterle3
Bei einem "Bruttoeinkommen" von 95.000 € nennt Ihr Rechner ein Steuerlast von 9.845 € pro Ehepartner, also zus. 19.690 €. Der Einkommensteuerrechner des BMF nennt bei 95.000 € "zu versteuerndem Einkommen" eine Steuerlast von 24.159,50 € incl. Soli. Worüber reden wir hier? Wie kommt der Unterschied zustande?
Klicken Sie auf den link neben der Grafik. Dort sind die Berechnungsgrundlagen erläutert.

Aus dem Bruttoeinkommen werden die üblichen Freibeträge herausgerechnet, da man normalerweise sein zvE nicht direkt auswendig weiß. Das Jahresbrutto sehr wohl

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CancunMM 27.11.2018, 12:44
22.

Zitat von Crom
Wenn man den rechten durch den linken Wert dividiert, erhält man das xfache dessen, was der Durchschnitt beiträgt. Bei mir und meiner Familie ist das jetzt schon mehr als das dreifache. Da frage ich mich, wofür eigentlich? Nutze ich den Staat denn auch mehr als dreimal so viel? Eher umgekehrt.
Wenn Sie den Staat nicht nutzen... Prima ! Dafür brauchen Andere den Staat um so mehr. Ist wie bei der Krankenkasse. Nennt sich Solidarsystem. Wer mehr verdient zahlt mehr. Dann gibt es da noch die Subsidiarität. Aber das kennen Sie sicher.
Und sie nutzen jeden Tag den Staat... Wenn Sie zur Arbeit fahren über Starßen und über Kreuzungen mit Ampeln. Wenn Ihr Müll abgeholt wird. Und sie frisches Wasser haben. Sie nicht nur einen Stromanbieter haben, sondern sagenhafter Weise der Strom auch noch bei Ihnen ankommt. Und dass es bei Ihnen zu Hause nicht stinkt liegt daran, dass Ihr Müll abgeholt wird und Ihre Notdurft durch die Kanalisation verschwindet. Und Sie werden Ihre Kinder sicher auch nicht zu Hause alleine unterrischten, oder ? Ach und wenn Sie wenn das nächste Mal bei einem Notfall vom Rettungswagen abgeholt werden... habe auch ich mit meinen Steuern bezahlt, obwohl ich gar nicht krank bin und Sie nicht kenne !

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misterknowitall2 27.11.2018, 12:45
23. Klar...

Zitat von Odde23
Mich hat das schon länger genervt. Für mich war im vergangenen Jahr das persönliche Limit erreicht. Heute verdiene ich daher deutlich weniger, was noch immer zum Leben reicht. Im Gegenzug habe ich heute wesentlich mehr Lebenszeit für mich. Man darf nämlich nicht vergessen, dass die Lebenszeit begrenzt ist und man muss sich daher fragen, wie viel davon man per Steuern an einen Staat abgibt, der diese Lebenszeit einfach verpulvert. Frei nach Kleist: "Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht."
Man gibt keine Lebenszeit als Steuer ab. Noch sind wir nicht in der Welt vom Michael Ende´s Momo. Sie gehen arbeiten und machen mit dem Arbeitgeber einen Nettolohn aus (oder Bruttolohn, wenn es genug Gehalt ist) und wissen, dass natürlich auch Abgaben zu zahlen sind, die ihnen aber egal sein dürften. Zahlt ja der AG. Arbeitszeit und Vergütung müssen sie mit dem AG ausmachen. Die Steuern sollten sie besser gar nicht als ihr Einkommen ansehen, dann kommen sie auch nicht in Versuchung zu jammern, was mit ihren Steuergelder denn so angestellt wird. Es sind ihre Zahlungen, aber längst nicht mehr ihr Geld und außerdem ist die Sicht auf die Dinge relativ. Wenn von den Steuern Kindergeld ausbezahlt wird, denkt der Kinderlose an Steuerverschwendung, während sich Familien freuen dürften.

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bruemmel 27.11.2018, 12:47
24.

Wer sich mit dem Thema Steuerbelastung auseinandersetzt, und dann lediglich die Einkommensteuer rauskramt, sollte es vielleicht ganz sein lassen. Andere Steuerarten dann in einem Nebensatz zu erwähnen ist zwar nett gemeint, aber nicht wirklich zielführend. Da man meist nur Informationen zur Herkunft der Einkommensteuer findet (warum wohl?), hier mal ein Link wie man sich angemessen mit der Problematik auseinander setzen kann: https://steuermythen.de/mythen/mythos-7/

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utfcmac 27.11.2018, 12:48
25.

Zitat von Odde23
Mich hat das schon länger genervt. Für mich war im vergangenen Jahr das persönliche Limit erreicht. Heute verdiene ich daher deutlich weniger, was noch immer zum Leben reicht. Im Gegenzug habe ich heute wesentlich mehr Lebenszeit für mich. Man darf nämlich nicht vergessen, dass die Lebenszeit begrenzt ist und man muss sich daher fragen, wie viel davon man per Steuern an einen Staat abgibt, der diese Lebenszeit einfach verpulvert. Frei nach Kleist: "Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht."
Dito, verzichte auch schon länger auf Gehalt für mehr Freizeit und bin sehr zufrieden damit. Wenn ich sehe, was bei 100 Euro mehr im Monat am Ende übrig bebleibt... sorry, dann lieber Leben genießen.

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flopi3 27.11.2018, 12:53
26. Sozialversicherungen sind kein Mittel zur Umverteilung

Zitat von mtroeller
...ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Warum werden hier die Reichen von der Sozialversicherung ausgenommen?
Vielleicht beschäftigen Sie sich mal mit der Geschichte der Sozialversicherungen! Diese waren primär nie zur Umverteilung gedacht. Die Beitragsbemessungsgrenzen wurden bewusst eingeführt, um die Leistung nach oben zu deckeln. Der Gesetzgeber ging und geht davon aus, dass Menschen ab einem bestimmten Einkommen selbst vorsorgen bzw. sich zusätzlich absichern können. Soll heißen: Rente, Arbeitslosengeld und Krankengeld werden auch stets nur ausgezahlt bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Daran ist also gar nicht unfair und kein "Reicher" wird bei der Sozialversicherung ausgenommen.
Umverteilung passiert über die Einkommenssteuer und die ist nun wahrlich hoch genug angesetzt für Spitzenverdiener. Ich habe es wirklich langsam satt, hier immer diese linksgerichteten Nörgeleien nach noch mehr Umverteilung zu lesen. Wie wäre es statt dessen mal mit mehr Arbeit (z.B. 50-70 Std Woche - so wie viele Besserverdienende auch), oder aber Freizeit investieren für eine Weiterbildung und damit einer höheren Qualifikation oder aber mal ein eigenes Engagement für höhere Löhne im Niedriglohnbereich über Streiks etc. So hat man das früher auch gemacht. Heute ist es anscheinend viel bequemer, sich zurückzulehnen und nach dem Staat zu rufen (für noch mehr Umverteilung), anstatt selber was zu tun.
Vielleicht haben es die Besserverdienenden auch mal satt, ständig über Gebühr gemolken zu werden und gehen (in der globalisierten Welt ist das heute deutlich einfacher als früher). Ich bin gespannt, von wem Sie dann das umzuverteilende Geld holen wollen.

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Safiye 27.11.2018, 12:55
27. Zur Solidarität ..

... gehört, dass alle beitragen. In der Tat ist es überhaupt nicht unsolidarisch, wenn diejenigen, die ihn über Jahrzehnte „alleine“ getragen haben, von ihm nun entlastet werden ... wir leben in einer verkehrten Welt, wenn demjenigen Vorteile unterstellt werden, der zum Aufbau Ost beitrug, weil der Soli nun nach endlosen mehr als 30 Jahren abgeschafft wird !!! Das ist länger als die vermaledeite Mauer stand. Vor dieser sind meine Eltern an Pfingsten 1961 gerade noch entkommen. Dafür bin ich Ihnen bis heute dankbar, aber auch Dankbarkeit hat ihre (zeitlichen) Grenzen.

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Flyke 27.11.2018, 13:00
28.

Zitat von mtroeller
...ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Warum werden hier die Reichen von der Sozialversicherung ausgenommen? Danke im Voraus an lufthansa und vw und andere deutsche (angebliche)"top"- Unternehmen, die diesen Schwachsinn auch noch gefestigt haben und mitmachen. Das Steuerrsystem ist ebenfalls viel zu ungerecht. Warum zahlen die unteren Einkommensgruppen bis 25.000 Euro überhaupt Steuern? Es ist absurd: Auf Steuern werden Steuern gezahlt, auf die auch schon Steuern gezahlt wurden. Von der Energie-, Mineralöl-, Tabaksteuer will ich mal nicht anfangen. Warum gibt es wohl keine dicke fette Steuer auf Alkohol? Damit der deutsche Abhängige seine Fresse hält, so sind schon mal mindestens 30 Millionen Deutsche außer Gefecht.
Die Betragsbemessungsrenze und Steuern sind unterschiedliche Baustellen.

Dass eine BBG auf Sozialabgaben besteht, deckelt im Umkehrschluss die Leistung bei Inanspruchnahme. Ich vermute Sie fordern bemessungslose Abgaben bei gleichzeitig begrenzten Leistungen, was verfassungrechtlich nicht funktioniert.
Was aber einen starken Änderungsbedarf hat wären die Freistellungen von Berufsgruppen wie Beamte, Anwälte, Selbstständige usw.

Bei den "Steuern auf Steuern" sollten Sie ebenfalls berücksichtigen, dass
a) für Güter des täglichen Bedarfs der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt
b) die Steuern von allen Konsumenten unabhängig von dem Ort ihrer Einkünfte zu leisten haben, also auch zB Touristen. Nebenbei bemerkt: Wir haben in der BRD mit die niedrigsten Sätze (A: 10/20, E:10/21, I:21/10)

Ihre Forderung nach einer Alkoholsteuer findet bereits reichhaltig Anwendung. Neben der obligatorischen Mehrwertsteuer werden u.a. noch folgende weitere Steuern erhoben: Schaumweinsteuer, Biersteuer, Branntweinsteuer, Alkopopsteuer, Zwischenerzeugnissteuer. Ich persönlich vertrete auch die Meinung, dass Drogen stärker zu besteuern wären, aber wie in Skandinavien, Island, Kanada und GB und besonders eindrucksvoll in den USA zur Zeit der Prohibition zu sehen wird dadurch dem Konsum leider nicht entgegengewirkt.

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rabandie 27.11.2018, 13:08
29. Hier scheint was nicht zu stimmen:

Das wären ja paradiesische Zustände, aber leider stimmt da etwas nicht! Bei einem Einkommen von 12.000 Euro gibt der Rechner an: Steuerlast 0. Laut EKST. Tabelle beträgt die Steuer (ledig, keine Kinder) 509,- Euro.
Bei 22.000 p.a. rechnet SPON mit 1887,- Euro Steuer, in Wahrheit sind es 3008,-. Bei 44.000 Euro Jahreseinkommen, zeigt der Spiegel Rechner 7632,- Steuer, die aktuelle Einkommensteuertabelle schlägt mit 10.122,- Euro zu Buche. Entweder ich verstehe was nicht, oder der Wunsch nach einer gründlichen Steuerreform war Vater des Gedankens.

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