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Interaktiver Rechner: So viel Steuern zahlen Sie im Vergleich

Gut 280 Millarden an Einkommensteuern kassiert der Staat pro Jahr. Wie viel zahlen Sie im Vergleich zu anderen? Und was ändert das geplante Soli-Aus? Finden Sie es heraus - mit einer interaktiven Grafik.

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achim_s. 27.11.2018, 13:27
40. Ausgenommen?!

Zitat von mtroeller
...ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Warum werden hier die Reichen von der Sozialversicherung ausgenommen? Danke im Voraus an lufthansa und vw und andere deutsche (angebliche)"top"- Unternehmen, die diesen Schwachsinn auch noch gefestigt haben und mitmachen.
In wiefern schließt die Beitragsbemessungsgrenze die "Reichen" bitte von der Sozialversicherung aus? Wer nach mehr Umverteilung schreit, sollte sich mal die Zahlen angucken. Ich zahle als selbstständiger kinderloser Single pro Monat rund 820e in die GKV ein - ist das nichts!? Haben Sie den Unterschied zwischen einer Versicherung und einer Steuer nicht verstanden?

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schwarzweißinfarbe 27.11.2018, 13:30
41. ...

Solche Artikel lösen bei mir schlechte Laune aus. Vor allem, wenn neben einen noch das Schwarzbuch liegt, wo man schön sehen kann wie Verantwortungsvoll mit Steuern umgegangen wird.

Dann liest man noch die Kommentare von linken Mitbürgern, die nach noch höheren Abgaben für Durchschnittsverdiener brüllen. Das der Wegfall des Solis für alle unsolidarisch wäre, obwohl 30 Jahre lang die Besserverdiener solidarisch den Aufbau-Ost mitfinanziert haben und sogar die höchste Last davon getragen haben.

Da wird der Gedanke in ein anderes Land zu ziehen gleich viel sympathischer. Sollen die Befürworter von noch höheren Belastungen doch sehen woher sie ihr Geld zum Umverteilen und allerlei überzogener Sozialleistungen erhalten.
Deutschland hat kein Einnahmeproblem sondern ein Ausgabenproblem!

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unaufgeregter 27.11.2018, 13:31
42. Angebot und Nachfrage

Zitat von MarkusW77
Die oberen 10 % zahlen doch zurecht mehr, die (ich gehöre dazu) bekommen ja auch deutlich mehr für die gleiche oder ähnliche Arbeitszeit. Ich rede hier nicht von dem Unterschied 30K zu 150K. In der Bandbreite sollen wohl die meisten Einkommen gerecht sein. Und gerecht ist auch, das die oberen aus diesem Bereich bereits mehr bezahlen. Aber alle über diesem Betrag bekommen nach MEINEN (jeder mag das anders sehen) Maßstäben und Wertvorstellungen unverhältnismäßig viel Geld für die gleich eingesetzte Lebenszeit. Als Durchschnitt würde ich den guten Facharbeiter nehmen, Dachdecker, Krankenschwester Bäcker usw. Die gehen für 40-60K / a Arbeiten, Vollzeit. Die haben Fähigkeiten, die ein Anwalt nicht hat. Der Anwalt kann Dinge, die der Facharbeiter nicht kann, bekommt aber das 2-20 fache dessen. Gerecht? Weiß nicht. Andere Frage, werden eigentlich Sozialversicherungsbeiträge nach dem Ehegattensplitting berechnet, oder gilt das nur für Steuern? Ehepartner A hat 100K, B hat 0. Steuersatz gilt also für 2 x 50K. SV ist ab ca 60K frei, also gut 40K sind frei. Bei 2 x 50K müsste der Betrag doch voll Beitragspflichtig sein. Ist das so?
Darum bekommen Sie auch ohne Probleme jederzeit einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin. Bei einem Dachdecker oder einem Heizungsmonteur wird es schon schwieriger.

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muunoy 27.11.2018, 13:35
43. Der Spitzensteuerzahler hat nichts von seinen Steuern

Dummerweise erwähnen Sie in Ihrem Kommentar ausschließlich staatliche Leistungen, welche der Spitzensteuerzahler eben nicht für seine Einkommenssteuern erhält. Und im Artikel war nur von Einkommenssteuern und dem Soli die Rede. Die von Ihnen erwähnten Straßen zahle ich über die Abgaben für mein Auto und den Betrieb desselben. Auf kommunaler Ebene kommen noch Grundsteuern und Straßenbaubeiträge hinzu, wenn die Kommune mal wieder knapp ist. Die Autofahrer zahlen übrigens ca. 58 Mrd. EUR jedes Jahr an den Staat, während dieser nur ca. 19 Mrd. für Straßenbau und -unterhalt ausgibt. Ein sehr schlechtes Beispiel. Für die Müllentsorgung zahle ich Müllgebühren. Auch deutlich mehr, als es wirklich kostet, weil hier die Kommune richtig Reibach macht. Fürs Wasser zahle ich auch. Schlimmer ist: Ich zahle fürs Abwasser so richtig fett und bin daher froh, eine Brunnenpumpe für den Garten zu haben. Sonst wäre das, was die Blumen bekommen, auch Abwasser. Da ich privat krankenversichert bin und auch schon mal nach einem Überfall mit einer Notfallambulanz ins Krankenhaus kaum, kann ich Ihnen versichern, dass dieser Einsatz auch nicht aus Steuergeldern bezahlt wird. Das habe ich selbst gemacht und war deutlich teurer als ein Taxi. Die Krankenversicherung kann ich erst einschalten, wenn ich über 900,-EUR im Jahr an Kosten habe.
Das einzige Beispiel, welches wirklich passt ist die Sache mit dem Unterricht. Ja, die Bildungseinrichtungen des Staates zahlen wir tatsächlich über unsere Einkommenssteuern. Daher ist es ja auch grotesk, dass Kinderlose mehr EK-Steuern zahlen müssen als Eltern. Kleiner Tipp für Ihre zukünftige Argumentation, warum die Steuern in Deutschland so hoch sein müssen: Es gibt tatsächlich ein Infrastruktur, welche aus dem allgemeinen Steueraufkommen quersubventioniert wird. Das ist das Schienennetz. Sämtliche andere Infrastruktur zahlen wir extra.
Ach ja, der Spitzensteuerzahler zeigt zwar jeden Tag Solidarität, wird sie selbst aber nie erfahren. Wer viel verdient, handelt nämlich zumeist verantwortungsvoll und baut Rücklagen auf. Das gilt zumindest für mich als Selbständigen. Wenn ich jetzt schwer erkranke oder aus anderen Gründen keine Aufträge mehr bekomme, werde ich keine Solidarität erfahren, da ich zunächst meine Rücklagen so langsam aufbrauchen muss, als sei ich bereits ein Empfänger von Hartz IV Leistungen. Das reicht in meinem Fall bis zu dem Zeitpunkt, wo meine privaten Altersvorsorgemaßnahmen so greifen, dass ich zumindest auf Grundsicherungsniveau bin. Deshalb ist unser Hartz IV System, aber auch unser vollkommen irres Steuersystem so ungerecht.

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muunoy 27.11.2018, 13:35
44. Der Spitzensteuerzahler hat nichts von seinen Steuern

Zitat von CancunMM
Wenn Sie den Staat nicht nutzen... Prima ! Dafür brauchen Andere den Staat um so mehr. Ist wie bei der Krankenkasse. Nennt sich Solidarsystem. Wer mehr verdient zahlt mehr. Dann gibt es da noch die Subsidiarität. Aber das kennen Sie sicher. ...
Dummerweise erwähnen Sie in Ihrem Kommentar ausschließlich staatliche Leistungen, welche der Spitzensteuerzahler eben nicht für seine Einkommenssteuern erhält. Und im Artikel war nur von Einkommenssteuern und dem Soli die Rede. Die von Ihnen erwähnten Straßen zahle ich über die Abgaben für mein Auto und den Betrieb desselben. Auf kommunaler Ebene kommen noch Grundsteuern und Straßenbaubeiträge hinzu, wenn die Kommune mal wieder knapp ist. Die Autofahrer zahlen übrigens ca. 58 Mrd. EUR jedes Jahr an den Staat, während dieser nur ca. 19 Mrd. für Straßenbau und -unterhalt ausgibt. Ein sehr schlechtes Beispiel. Für die Müllentsorgung zahle ich Müllgebühren. Auch deutlich mehr, als es wirklich kostet, weil hier die Kommune richtig Reibach macht. Fürs Wasser zahle ich auch. Schlimmer ist: Ich zahle fürs Abwasser so richtig fett und bin daher froh, eine Brunnenpumpe für den Garten zu haben. Sonst wäre das, was die Blumen bekommen, auch Abwasser. Da ich privat krankenversichert bin und auch schon mal nach einem Überfall mit einer Notfallambulanz ins Krankenhaus kaum, kann ich Ihnen versichern, dass dieser Einsatz auch nicht aus Steuergeldern bezahlt wird. Das habe ich selbst gemacht und war deutlich teurer als ein Taxi. Die Krankenversicherung kann ich erst einschalten, wenn ich über 900,-EUR im Jahr an Kosten habe.
Das einzige Beispiel, welches wirklich passt ist die Sache mit dem Unterricht. Ja, die Bildungseinrichtungen des Staates zahlen wir tatsächlich über unsere Einkommenssteuern. Daher ist es ja auch grotesk, dass Kinderlose mehr EK-Steuern zahlen müssen als Eltern. Kleiner Tipp für Ihre zukünftige Argumentation, warum die Steuern in Deutschland so hoch sein müssen: Es gibt tatsächlich ein Infrastruktur, welche aus dem allgemeinen Steueraufkommen quersubventioniert wird. Das ist das Schienennetz. Sämtliche andere Infrastruktur zahlen wir extra.
Ach ja, der Spitzensteuerzahler zeigt zwar jeden Tag Solidarität, wird sie selbst aber nie erfahren. Wer viel verdient, handelt nämlich zumeist verantwortungsvoll und baut Rücklagen auf. Das gilt zumindest für mich als Selbständigen. Wenn ich jetzt schwer erkranke oder aus anderen Gründen keine Aufträge mehr bekomme, werde ich keine Solidarität erfahren, da ich zunächst meine Rücklagen so langsam aufbrauchen muss, als sei ich bereits ein Empfänger von Hartz IV Leistungen. Das reicht in meinem Fall bis zu dem Zeitpunkt, wo meine privaten Altersvorsorgemaßnahmen so greifen, dass ich zumindest auf Grundsicherungsniveau bin. Deshalb ist unser Hartz IV System, aber auch unser vollkommen irres Steuersystem so ungerecht.

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loncaros 27.11.2018, 13:37
45.

"Mehr als diese Summe zahlen nur 22 Prozent der Steuerpflichtigen, die zugleich aber knapp 74 Prozent der Steuerlast tragen."

Eine Frage: sind diese Zahlen Cum-Ex bereinigt?

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unaufgeregter 27.11.2018, 13:45
46. Umdenken

Zitat von muunoy
.... Und auch bei gut-verdienenden Angestellten in meinem Umfeld geht es in Richtung Arbeitszeitreduktion und mehr Bequemlichkeit. Die Leistungsfeindlichkeit unseres Steuersystems scheint also langsam durchzuschlagen. Nachdem Deutschland das Laffer-Theorem bereits bei der Taback-Steuer bewiesen hat, liefert Deutschland nun den Beweis für die Einkommensbesteuerung. Schon blöd. Wahrscheinlich wären die Einnahmen für den Staat höher, wenn gerade die Spitzenbesteuerung endlich mal reduziert wird. Die Abschaffung des Solis für alle wäre ein erster und auch verfassungsmäßig erforderlicher Schritt. Die Abschaffung des Solis nur für diejenigen, die kaum Steuern zahlen würde bei mir arge Zweifel an unserem Rechtsstaat aufkommen lassen.
Es geht nicht um Bequemlichkeit. Es geht vielmehr um Gerechtigkeit. Jeder Arbeitgeber achtet darauf, dass er seine Ressourcen gewinnbringend einsetzt. Auf der anderen Seite verlangt man von mir als Arbeitnehmer, dass ich für weniger Geld arbeite? Das ist unlogisch. Außerdem "arbeite" ich sehr viel. In meinem eigenen Garten. Die Folge ist, dass ich sehr viel weniger im Supermarkt einkaufe. Hoffentlich kann der Staat damit leben, dass ihm dadurch Mehrwertsteuer entgeht. Seit einigen Wochen betreue ich die Kinder meiner Nicht, die sonst sehr viel Geld für die Betreuung ausgeben müsste. Auch bequemer ist mein Leben nicht geworden. Vielmehr bunter und fröhliche. Sorry, aber das Hocken hier im Büro ist nicht wirklich schön....

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muunoy 27.11.2018, 13:46
47. Fake-News

Zitat von n.wemhoener
Nach einer Studie des DIW beträgt die durchschnittliche Belastung aller Einkommensteuerpflichtigen im Jahr 2005 - neuere Daten liegen nicht vor - 11,3 %. Selbst die absoluten Top-Verdiener zahlen nicht mehr als 1/3 ihres Einkommens (Einkommensteuer).
Meine Güte, zu Steuerthemen findet man bei SPON immer so viele Fake-News. Jetzt wird auch noch das linke und vollkommen unseriöse DIW zitiert.
Also, ein absoluter Top-Verdiener bin ich nicht. Ich unterliege noch nicht der Neidsteuer. Ich bin selbständig und habe normalerweise ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von über 100 TEUR. Häufig ist es auch deutlich mehr. Da Mehreinnahmen mir aber kaum zugute kommen, reduziere ich meinen Arbeitseinsatz seit geraumer Zeit, weshalb ich mehr Zeit habe, Falschinformationen wie die Ihrige zu korrigieren.
Mein durchschnittlicher Steuersatz liegt normalerweise zwischen 33 und 37%. Für letztes Jahr liegt mein Steuerbescheid vor und mein durchschnittlicher Steuersatz betrug 35%. Mein Finanzamt ist schon traurig, dass ich für dieses Jahr die Vorauszahlungen bereits um 9 TEUR gekürzt habe, weil ich dieses Jahr erheblich weniger mache. Nun denn, 1/3 sind gem. meiner mathematischen Ausbildung 33,3333 (Periode)%. Beweisen Sie nun bitte, dass 35 < 33,33333 ist. Ist es nicht? Die nächste Problematik, wo wir meines Erachtens an verfassungswidrige Grenzen stoßen: Mein durchschnittlicher Steuersatz liegt zwischen 33 und 37%. Dazu kommen aber im Schnitt noch mal 20% indirekte Steuern (bin Raucher, trinke ganz gerne auch mal ein Bierchen und fahre manchmal auch privat Auto). Somit haben wir bereits eine Steuerbelastung von über 50%. Nächstes Problem: Da ich für mein Alter vorsorgen muss, mache ich dies größtenteils mit bereits zu 100% versteuerten Einnahmen. Einige dieser Einnahmen werden dann im Alter noch einmal besteuert. Diesbzgl. werden aber bald, wenn die ersten Betroffenen vorhanden sind, die ersten Verfassungsklagen eingehen. Ein fairer Staat würde der arbeitenden Bevölkerung nicht mehr als 1/4 des Einkommens nehmen. Somit ist Deutschland definitiv kein fairer Staat.

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Berliner 1992 27.11.2018, 13:58
48. Vorschlag: Betriebskostenabrechnung des Staates

Hallo, ich fände es interessant, wenn man noch einen Schritt weitergeht und man eine Aufschlüsselung bekommt, wofür genau die von mir gezahlten Steuern verwendet werden, in Prozent und konkret in Euro.
Wenn ich z.B. im Jahr insgesamt 10000 Euro an Steuern zahle (Einkommensteuer, MwSt, Mineralölsteuer etc),
dann gehen angenommen 13 % (1300 Euro) für Rüstung, 10 % für ..... etc.
Diese Berechnung ist nicht ganz einfach, weil es verschiednen Steuerhaushalte gibt, Bundessteuern, Landessteuern, Kommunalsteuern und auch einzelne Steuerarten unterschiedlich aufgeteilt werden.
Ich fände das ziemlich aber interessant und das würde auch den Dialog der Bürger untereinander und
mit den Politikern versachlichen und erleichtern.
So könnte ich mir vorstellen, das ich im Jahr nur 200 Euro anteilig für Hartz4 zahlen aber 3000 Euro als Steuerzuschuss an die Rentenkassen. Das sind nur geschätzte Werte. Ich kenne die genauen Beträge nicht.

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engeld 27.11.2018, 14:11
49. Leistungsfeindlichkeit

Zitat von muunoy
Früher war ich Angestellter und habe erheblich weniger verdient. Nun habe ich aber festgestellt, dass ab einer gewissen Höhe des Einkommens weitere Erhöhungen der Einnahmen weder meinen Wohlstand signifikant erhöhen, noch sonst irgendein positiver Effekt zu finden ist. Daher habe ich dieses Jahr meine Arbeitszeit drastisch reduziert.... Die Leistungsfeindlichkeit unseres Steuersystems scheint also langsam durchzuschlagen. Die Abschaffung des Solis nur für diejenigen, die kaum Steuern zahlen würde bei mir arge Zweifel an unserem Rechtsstaat aufkommen lassen.
Da bin ich voll bei Ihnen. Ich überlege auch, ob sich der fünfte Tag im Projekt noch lohnt. Spätestens, wenn die Bemessungsgrenze für Krankenkassenbeiträge gekippt wird, schlägt mein Pendel in Richtung Freizeit aus. Positive Anreize aus der Steuerpolitik sehen anders aus.

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