Forum: Wirtschaft
Interaktiver Rechner: So viel Steuern zahlen Sie im Vergleich

Gut 280 Millarden an Einkommensteuern kassiert der Staat pro Jahr. Wie viel zahlen Sie im Vergleich zu anderen? Und was ändert das geplante Soli-Aus? Finden Sie es heraus - mit einer interaktiven Grafik.

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Crom 27.11.2018, 15:23
60.

Zitat von CancunMM
Wenn Sie den Staat nicht nutzen... Prima ! Dafür brauchen Andere den Staat um so mehr. Ist wie bei der Krankenkasse. Nennt sich Solidarsystem. Wer mehr verdient zahlt mehr. Dann gibt es da noch die Subsidiarität. Aber das kennen Sie sicher. Und sie nutzen jeden Tag den Staat... Wenn Sie zur Arbeit fahren über Starßen und über Kreuzungen mit Ampeln. Wenn Ihr Müll abgeholt wird. Und sie frisches Wasser haben. Sie nicht nur einen Stromanbieter haben, sondern sagenhafter Weise der Strom auch noch bei Ihnen ankommt. Und dass es bei Ihnen zu Hause nicht stinkt liegt daran, dass Ihr Müll abgeholt wird und Ihre Notdurft durch die Kanalisation verschwindet. Und Sie werden Ihre Kinder sicher auch nicht zu Hause alleine unterrischten, oder ? Ach und wenn Sie wenn das nächste Mal bei einem Notfall vom Rettungswagen abgeholt werden... habe auch ich mit meinen Steuern bezahlt, obwohl ich gar nicht krank bin und Sie nicht kenne !
Tja und da stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Wenn man ein Vielfaches von dem, was der Durchschnitt zahlt, dann stellt sich diese schon. Ich kann die Straße auch nur einmal nutzen, für Müll zahle ich übrigens extra, nennt sich Müllgebühren und die werden bei mir auch nicht öfter abgeholt. Für Strom zahle ich ebenfalls separat, inzwischen ist der staatliche Anteil dort über 50%. Für Notfall und Rettungswagen habe ich eine Krankenversicherung. Aus Ihren Steuern wird da mal gar nix finanziert.

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Crom 27.11.2018, 15:25
61.

Zitat von rabandie
Das wären ja paradiesische Zustände, aber leider stimmt da etwas nicht! Bei einem Einkommen von 12.000 Euro gibt der Rechner an: Steuerlast 0. Laut EKST. Tabelle beträgt die Steuer (ledig, keine Kinder) 509,- Euro. Bei 22.000 p.a. rechnet SPON mit 1887,- Euro Steuer, in Wahrheit sind es 3008,-. Bei 44.000 Euro Jahreseinkommen, zeigt der Spiegel Rechner 7632,- Steuer, die aktuelle Einkommensteuertabelle schlägt mit 10.122,- Euro zu Buche. Entweder ich verstehe was nicht, oder der Wunsch nach einer gründlichen Steuerreform war Vater des Gedankens.
SPON berechnet bereits bestimmte Freibeträge mit ein, wie z.B. Werbungskostenpauschalen.

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katja78 27.11.2018, 15:27
62.

Zitat von MarkusW77
Beiträge zur Altersvorsorge sind Steuerfrei. Einfach mal gogeln.
Er schreibt "... größtenteils mit bereits zu 100% versteuerten Einnahmen" und meint das vermutlich auch so. Meine Altersvorsorge wird auch zu erheblichen Teilen aus versteuertem Einkommen gebildet. Mit 162,- steuerfreiem Riesterbeitrag neben der GRV kommen Sie nicht weit.

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Crom 27.11.2018, 15:35
63.

Zitat von VormSpiegel
Bruttogehälter jenseits 60k+ im Jahr Sind Gelder über die man sich nicht wirklich beschweren kann, da es extrem viele Menschen gibt die von weit weniger leben müssen.
Wozu habe ich eigentlich studiert und jahrelang von weniger als H4 gelebt? Klar, toll wenn man dann älter ist, hat man als Akademiker u.a. ein höheres Gehalt, man hatte aber auch Jahre zuvor deutlich weniger. Das wird dann gern mal vergessen. Durch das Steuersystem wird man dann noch einmal doppelt bestraft. Schönen Dank auch!

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krautrockfreak 27.11.2018, 15:38
64. Der Soli muss weg! Er hat mit "Solidarität" nichts mehr zu tun. Es

muss eine echte Entlastung derer her, die diesen Staat am Laufen halten und das sind nun mal die sog. "Besserverdienenden", welche die höchsten Steuereinnahmen für den Staat garantieren. Man sollte das Geld mal da holen, wo es niemand weh tun würde, außer den Aktionären und die haben schon genug Kohle. Heißt bei den vielen super vermögenden Firmen, die nicht wirklich Steuer bezahlen dank vieler Schlupflöcher.
Wenn ich sehe, was meine Gehaltserhöhung mir am Ende wirklich bringt, muss ich mir überlegen, ob ich nicht auch wie so viele hier im Forum weniger arbeite. Aber genau das wäre für die Wirtschaft momentan Gift, denn es fehlen ja Hochqualifizierte....

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katja78 27.11.2018, 15:40
65. Teilzeit aus genau diesem Grund:

Zitat von Odde23
Arbeite ich weniger, entfallen all diese Kosten, meine Abgabenlast sinkt und ich habe mehr Zeit für Familie, Freunde und kann meinen Kram selbst erledigen. Am Ende ist es dann schon fast ein Nullsummenspiel finanziell, da das geringere Einkommen durch niedrigere Steuern und Abgaben sowie niedrigere Ausgaben nahezu voll kompensiert wird.
werde ich demnächst auch wieder anfangen. Dienstleistungen sind so ungemein teuer, dass es sich auf jeden Fall lohnt, weniger zu arbeiten. Wer an Haus, Auto und Garten einiges selber machen kann, fährt damit günstiger. Zumal mir das mehr Spaß macht als im Büro zu sitzen. Sobald man gezwungen ist, Reinigung, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Handwerker nur aufgrund seiner Arbeitsbelastung in Anspruch nehmen zu müssen, wird viel arbeiten extrem teuer.

Dann lieber Teilzeit und 'nen kleinen 450,- Nebenjob. Die Kitagebühren fallen auch noch um ein paar hundert € niedriger aus und ich habe mehr Zeit mit meinen Kindern.

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lobro 27.11.2018, 15:41
66. Mein Mitleid

Zitat von flopi3
..., sollten Steuern und Sozialabgaben noch weiter erhöht werden, werde ich ebenfalls deutlich weniger arbeiten. Steuern müssen gezahlt werden und es ist auch völlig richtig, dass Besserverdienende mehr zum Allgemeinwohl beitragen. Aber bei knapp ......
Das ist wieder mal typisch: Wer am meisten hat, jammert auch am meisten. Wenn Sie 45% Steuern bezahlen, dann haben Sie als Alleinstehender ein Jahreseinkommen von ca. 250000 EURO, falls Sie verheiratet sind sogar 500000. Das Mitleid aller Steuerzahler ist Ihnen gewiss.

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krautrockfreak 27.11.2018, 15:59
67. Wenn man mal alle Fakten sich anschaut, dann kommt man zum Ergebnis,

dass die Mehrheit recht wenig Geld kriegt (ich sage bewusst nicht "verdient") und somit auch fast keinen Anteil am Steueraufkommen hat. Dieser wird geleistet von einer kleinen Minderheit von "Besserverdienenden", die mit ihren hohen Abgaben den Staat am Laufen hält, der dank Millionen von Arbeitslosen und H4-Empfängern einen Sozialetat hat wie kein anderes Land. Viele der sehr vermögenden Menschen (und das sind einige) zahlen dagegen fast keinen Anteil und auch viele reiche Firmen nicht, die sich ihrer Pflicht entziehen können. Das ist alles ein Armutszeugnis der angeblich so sozialen und christlichen Regierungen Deutschlands der letzten 60 Jahre! Eigentlich läuft es total schief, jeder weiß es und keiner unternimmt was dagegen....

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Onkel Uwe 27.11.2018, 16:00
68.

Zitat von Crom
Wozu habe ich eigentlich studiert und jahrelang von weniger als H4 gelebt? Klar, toll wenn man dann älter ist, hat man als Akademiker u.a. ein höheres Gehalt, man hatte aber auch Jahre zuvor deutlich weniger. Das wird dann gern mal vergessen. Durch das Steuersystem wird man dann noch einmal doppelt bestraft. Schönen Dank auch!
Gut, dann haben sie sagen wir mal 10 Jahre studiert, hoffentlich eher weniger. Dafür bekommen sie 40 Jahre deutlich höheres Bruttogehalt, von dem sie halt mehr Steuern bezahlen. Ich glaube, in der Relation ist das am Schluss schon ok.
Bei 60k Bruttogehalt als Single ohne Kinder zahlen sie ca. 13k Steuern, also keine 25%. Wenn wir noch die 12k SV abziehen bleiben 35k Netto über, dass der Standard nicht-Studierte nicht mal Brutto hat. Und jetzt beschweren sie sich das es ihnen mit der Steuerlast schlecht geht?

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engeld 27.11.2018, 16:02
69.

Zitat von Onkel Uwe
Wer zahlt bitte knapp 50% Steuern? Tragen Sie bitte mal 200.000€ Bruttolohn dort ein. Dann zeigt der ihnen für den Kinderlosen Single (schlechteste Versteuerung) rund 75.000€ Steuern. das sind bei mir ca. 37,5%, also weit weg von 50%.
Es geht hier um den Grenzsteuersatz, und um die Frage, ob sich ab einer gewissen Schwelle die Mehrarbeit für ein bestimmtes Netto-Plus noch lohnt. Sie beziehen sich auf den Durchschnittssteuersatz.

Die Rechnung auf 50% ist aber trotzdem nicht ganz korrekt, weil sich der Solidaritätsszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Einkommensteuerschuld in Höhe von maximal 45% auf den letzten verdienten Euro berechnet. Der maximale Steuersatz aus Einkommensteuer und Soli liegt daher bei knapp 47,5%.

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