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Internet-Ausbau: Gabriel will Breitband-Blamage beenden
DPA

Trotz aller Bekenntnisse zur digitalen Wirtschaft ist Deutschland europaweit Letzter beim Glasfaser-Internet. Ein neuer Bericht warnt: Das droht Investoren zu verschrecken. Wirtschaftsminister Gabriel gelobt Besserung.

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naklar? 12.12.2014, 15:28
110. Einfache Rechnung. In der Regel wird heute von den Bürgern ein Mobilfunk- und ein DSL-Anschluß erwartet.

Geschätzte monatliche Anschluß-Kosten zwischen 40-80€ ohne die Kosten für die Anwendungen welche darüber laufen. Bei der Schrumpfung der Mittelschicht, welche ständig weitergeht gar nicht so einfach zu stemmen für die Bürger. Man muß es sich auf der Zunge zergehen lassen. Die neuzeitliche Mittelschichtsdefinition beginnt bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1000€.

Ich persönlich finde den Ausbau des schnellen Internets erforderlich; die Politiker und die Großkonzerne haben vor allem eines: Richtig Angst davor. Denn das Internet kratzt gewaltig an Ihrer Macht. Die Schein-Demokratie wackelt schon jetzt gewaltig.

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naklar? 12.12.2014, 15:45
111. Kleine Korrektur. Kein Internetprovider wird Ihnen die volle bestellte Übertragsrate garantieren. Die garantierte ...

Zitat von ostkraft
Nach Ihrer Aussage haben Sie einen VDSL 50 -Anschluss, es werden Ihnen also 50 Mbit Bandbreite garantiert. Das Bedeutet, Sie können damit eine Download-Geschwindigkeit von 5,96 MByte / s erreichen. (50 MBit = 50.000.000 Bit = 6.250.000 Byte = 6103.5 KByte = 5,96 MByte. Durch Kompression können Sie praktisch auch noch leicht höhere Übertragungsraten schaffen, allerdings geht auch immer wieder etwas durch den Protokoll-Overhead verloren. Sie können also mit einer einzelnen VSDL50 -Anbindung keinen Server auslasten, der Ihnen 30 MByte / s zur Verfügung stellt. Der Flaschenhals ist Ihr Anschluss.
... Übertragungsrate liegt zwischen ca. 33% und 100%. Wie Sie sehen ein großer Spielraum. Gut, Sie müssen ja nicht unterschreiben, aber wer liest schon vorher die komplette AGB des Providers durch. Und das Interessante daran ist: Der Kunde behält im Regelfall die bestellt Leitung; weil keiner der Anbieter eine bessere Leitung liefern kann.

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Celestine 12.12.2014, 15:55
112.

Zitat von tearix
Unternehmen investieren, wenn sie eine realistische Chance sehen, mit ihrem Invest irgendwann Geld zu sehen. Das ist beim Glasfaser-Ausbau nicht der Fall. Erstens sind die meisten Kunden überhaupt nicht bereit, einen kostendeckenden Monatsbetrag von gegenwärtig geschätzt etwa 80 Euro für einen .....
Deshalb sollte auch der Bund investieren. Nun stellen Sie sich mal vor, ein US Großkonzern will in Meck-Pomm, in the middle of nowhere, in der Pampa, eine riesige Hühnerfabrik gründen oder dort fracking machen wollen und da ist kein Hyperhighspeed Internet vorhanden, das geht gar nicht, ist nicht gut für den Standort Deutschland.

Wie ist es bloß möglich, dass Länder wie Finnland und Schweden sowas besser machen, mit einer Bevölkerungszahl von nur 5 bzw. 9 Mio., mit geringer Bevölkerungsdichte, großen Entfernungen und bzw. einer Gesamtfläche, die so groß oder noch größer ist als Deutschland? Wie schaffen die das, ohne pleite zu gehen? Vielleicht haben Sie eine Antwort ...

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Thomas Schröter 12.12.2014, 16:09
113. Welche Investoren sollen denn verschreckt werden?

solche die als Heuschrecken erfolgreich zu Lasten des deutschen Mittelstandes im Bundestag Lobbyarbeit geleiset haben so denen das Geschäft zu verleiden damit US-Globalplayer hier die mittelständischen Unternehmen aufkaufen konnten?

Klar das für TTIP, Auslagerung der Administration in die Cloud und Entkernung der hiesigen Wertschöpfung schnellere Anschlüsse her müssen um so bedeutende Teile nicht nur der Produktion in die USA verlagern zu können.

Das haben unsere Nachbarn übrigens alles schon durch.
Schnelle Internetverbindungen nicht nur in Frankreich waren neben der Nachfragepolitik der sozialistischen Regierungen wichtige Triebfedern für die deutschen Exportüberschüsse.

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mittagspause 12.12.2014, 16:26
114. Fehlinterpretation

Es geht beim DSL Ausbau nicht darum immer schneller Anschlüsse zu verlegen.
Das wesentliche ist, dass alle Regionen mit akzeptablen DSL Anschlüssen ausgestattet sind und hier liegt das wirkliche Defizit.
Wenn überall in Deutschland echte 16Mbit verfügbar wären, wäre viel gewonnen.
Der Sprung von 380kbit auf 16Mbit ist wesentlich, der Sprung con 16Mbit auf 100Mbit ist eher nice-to-have.

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WwdW 12.12.2014, 21:21
115. Wiederholte Rosinenpickerei

Zitat von tearix
Das war allerdings nicht meine Frage. Zum Beispiel Grönland hat nämlich sogar nur 0,026 Einwohner / km², aber da die fast alle in den wenigen Städten an der Küste wohnen, wären dort die Leitungswege vermutlich sogar noch kürzer. Und nur das zählt. Entscheidend ist die Entfernung zu den Haushalten, nicht jener Teil der Gesamtfläche des Landes in der niemand wohnt. Die Deutschen wohnen zur Hälfte auf dem Land! Auf diesen Punkt gehen Sie aber leider nicht ein. Auch nicht auf meinen Hinweis, dass Länder wie Südkorea oberirdisch verkabeln, was natürlich viel billiger ist (und hässlicher). Warum antworten Sie darauf nicht?
Doch habe ich. Auf beide Punkte. Ein Teil war nur in eine separate Antwort verpackt, die bei der hiesigen Veröffentlichungsgeschwindigkeit nicht gerade eine angenehme Diskusson zuläßt.

Von kleinen Weilern erwarte ich nicht, dass sie auch in Zukunft in Deutschand ans Schnelle Glasfasernetz kommen, auch nicht staatlich organisiert. Aber da würden wir wenigstens irgendwann auf 90-95% Abdeckung kommen.
Das schlimme ist dt. private Internetanbieter schafffen es nicht einmal in Großstädten flächendeckend schnelles Glasfasernetz anzubieten. Dieselben Firmen schaffen es nicht Kleinstädte mit 15,000 Einwohnern damit zu versorgen. Da wird sich auch bis in 30 Jahren nichts ändern, weil bis dahin brauchen wir mindestens 2 neue Generationen von Netzen. Die Privatfirmen werden das nie tun. Da bleibt die Versorgung immer nur auf Ballungszentren beschränkt. Da läßt sich was verdienen.

Daher Infrastruktur muß in staatliche Hand. Die Gegenwart zeigt das immer deutlicher.

Ein anderer Kommentator zeigt ja auf, dass andere Länder wie Finnland und Schweden es auch in der Fläche auf dem Land schaffen sowas anzubieten, wo die Strecken zwischen Kleinstäden noch wesentlich weiter ist. Und z.B. Stockholm ist ja nicht gerade als Millionen-Großstadt bekannt.

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WwdW 12.12.2014, 21:35
116. Ganz schlechtes Beispiel ...

Zitat von tearix
Das Privatunternehmen steht im Wettbewerb, ein staatlicher Anbieter hat keinerlei Anreiz, die Preise günstig zu gestalten, weil seine Kunden nicht weglaufen können. Können Sie sehr schön bei den Müllgebühren in einigen Städten sehen: Neue Müllverbrennungsanlage gebaut, ein bisschen Geld dabei in der eigenen Partei durchgereicht (Skandal in Köln schon vergessen?) und der Bürger zahlt es am Ende. Muss er ja.
Wo ich wohne wird wegen dem guten Profit einer in öffentlicher Hand gebauten Müllverbrennunga- und Biogasanlage schon vor 2 Jahren die Müllentsorgungsgebühren kräftig gesenkt. Und die Gebühren waren hier noch nie sehr hoch. Ich bin froh um die öffentliche Müllentsorgung. Wie es aussieht wenn Privatunternehmen zu arg mitmischen, alles monopolisiert haben und die öffentliche Hand abzocken sieht man in Neapel. Da stand der Müll meterhoch auf den Straßen.

Private Firmen halten nur die Hand auf.

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Dr.Watson 12.12.2014, 22:11
117. Och Joh!

Zitat von Celestine
Deshalb sollte auch der Bund investieren. Nun stellen Sie sich mal vor, ein US Großkonzern will in Meck-Pomm, in the middle of nowhere, in der Pampa, eine riesige Hühnerfabrik gründen oder dort fracking machen wollen und da ist kein Hyperhighspeed Internet vorhanden, das geht gar nicht, ist nicht gut für den Standort Deutschland. Wie ist es bloß möglich, dass Länder wie Finnland und Schweden sowas besser machen, mit einer Bevölkerungszahl von nur 5 bzw. 9 Mio., mit geringer Bevölkerungsdichte, großen Entfernungen und bzw. einer Gesamtfläche, die so groß oder noch größer ist als Deutschland? Wie schaffen die das, ohne pleite zu gehen? Vielleicht haben Sie eine Antwort ...
Sie dürfen getrost davon ausgehen, das ein Großkonzern, der sich in der Walachei von Meck-Pomm ansiedeln will, dort in Null-Komma-Nix eine schnelle und aktuelle Technik vorfindet - der Steuerzahler finanziert bereits heute mit Milliardensubventionen die Ansiedlung neuer Null-Steuern-zahlenden Großunternehmen.
So fallen z.B. bei den jewils neuen Standorten von Amazon und Ikea auch in der tiefsten Provinz, stets prompt ultranahe Autobahnzubringer quasi vom Himmel - Zubringer, die die lokalen und vor allem voll steuerzahlenden Unternehmen teils schon Jahrzehnte geradezu erflehen!


P.S: In Finnland, Schweden, auch den USA und anderswo hängen z.B. die diversen Leitungen überwiegend "locker" durch die Luft.

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regelaltersrentner 13.12.2014, 09:12
118.

Zitat von Dr.Watson
Sie dürfen getrost davon ausgehen, das ein Großkonzern, der sich in der Walachei von Meck-Pomm ansiedeln will, dort in Null-Komma-Nix eine schnelle und aktuelle Technik vorfindet - der Steuerzahler finanziert bereits heute mit Milliardensubventionen die Ansiedlung neuer Null-Steuern-zahlenden Großunternehmen. So fallen z.B. bei den jewils neuen Standorten von Amazon und Ikea auch in der tiefsten Provinz, stets prompt ultranahe Autobahnzubringer quasi vom Himmel - Zubringer, die die lokalen und vor allem voll steuerzahlenden Unternehmen teils schon Jahrzehnte geradezu erflehen! P.S: In Finnland, Schweden, auch den USA und anderswo hängen z.B. die diversen Leitungen überwiegend "locker" durch die Luft.
Sie wollen den in ländlichen Gebieten wohnenden ernsthaft Freileitungen anbieten?

Wenn schon, dann G4, oder in naher Zukunft G5 zu aktzeptablen Preisen.

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Dr.Watson 13.12.2014, 20:37
119. Och Joh!

Zitat von regelaltersrentner
Sie wollen den in ländlichen Gebieten wohnenden ernsthaft Freileitungen anbieten? Wenn schon, dann G4, oder in naher Zukunft G5 zu aktzeptablen Preisen.
Was verstehen Sie unter "Freileitungen" - oder sind Sie gar der absolut dümmlichen Meinung, die überwiegende Mehrheit der voll steuerzahlende Bevölkerung und Unternehmen Deutschlands, die übrigens immer noch eher ländlich wohnt/arbeitet, wie z.B. auch wir am Rande Frankfurt's im deutlich überwiegend ländlich geprägten Rhein-Main-Gebiet, will etwas für lau?

Ich wundere mich nicht, wenn Sie in ihrem vollgepupten Sessel wohlig weiter pennen, genießen Sie ihren günstigen 100 m/Bit Internetanschluß und kaufen auch weiterhin so unglaublich günstig bei den Null-Steuern zahlenden Unternehmen à la Amazon, Ikea und Co. - Sie haben offenbar nichts begriffen.

Es kann doch wohl nicht sein, das wir selbst die Bagger bestellen und bezahlen müssen, um z.B. die Leitungen an einen für die "privaten" Unternehmen genehmen Anschlusspunkt legen lassen müssen, während Sie und Co. scheinbar wohlig pupend erwarten, das genau wir Ihnen ihren Anschluß via Steuern für lau finanzieren!

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