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Internet in Deutschland: Da können Sie lange warten
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Das WLAN lahmt, die Verbindung ruckelt: Wenn es ums Internet geht, ist Deutschland ein Entwicklungsland. Die Politik hat das Thema zu lange nur den Unternehmen überlassen. Das rächt sich.

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koprolith 19.09.2017, 12:28
30. Dreifaches Hurra auf die Privatisierung

"Wir sind ein Glasfaser-Entwicklungsland", sagt Kühnle. Er könne nachvollziehen, dass Telekommunikationsanbieter die hohen Kosten für die Versorgung dünnbesiedelter ländlicher Regionen scheuen. "Aber dann muss der Staat mehr Geld in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass Unternehmen und Menschen einen vernünftigen Zugang zur Welt da draußen kriegen."

Natürlich hat er in der Sache Recht, aber es wird mal wieder der eigentliche Sinn der Privatisierung deutlich. Wo das Geschäft läuft, räumen Private ab, wo es nicht läuft, dürfen dann wieder öffentliche Gelder verbuddelt werden. Ich liebe es!

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jay_beewitz 19.09.2017, 12:29
31. Land

Unser Unternehmen ist letzets Jahr an den Leipziger Platz in Berlin gezogen. Nicht gerade ländlich, sondern das zentrum der Hauptstadt nicht mal 50 mbits waren verfügbar. Nun gibt es DSL, Kabel, einen Loadbalancer und trotzdem ist die Geschwimndigkeit grausam schlecht.

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reinerotto 19.09.2017, 12:29
32. Gier nach Glasfaser ist übertrieben.

Es gibt verschiedenste Techniken, um die Internetverbindung gefühlt zu beschleunigen. Die wichtigste Technik dabei ist "know-how". Z.B. könnte Vario mal über die Nutzung eines CDNs nachdenken. Oder der Freiburger Betrieb sollte mal QoS einsetzen. Der Filmemacher allerding hat wohl tatsächlich eine erbärmlich langsame Verbindung im Büro.

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dr.eldontyrell 19.09.2017, 12:30
33.

Zitat von ekel-alfred
Natürlich bauen Unternehmen nur dort schnelle Verbindungen auf, wo es sich rechnet. Die müssen damit Geld verdienen. Der Kunde möchte natürlich den Gigabit Anschluß, aber der soll bitteschön auch nix kosten. Was solll denn jetzt die Politik machen? Den Ausbau subventionieren? Oder verstaatlichen? Damit das so gut funktioniert wie bei der Bahn? Oder nie fertig wird, wie bei BER?
Stimmt ja, die Bahn ist ja nicht 1994 privatisiert worden, war wohl ´ne Zeitungsente. Und das der Pfusch-Bau BER von Beamten errichtet wurde erklärt natürlich einiges. Wie sollen Schreibtischhengste auch mit dem Betonmischer umgehen - kann nur schief gehen.
Der Markt, der Markt, er regelt alles, der heilige Markt.
Verkehr, Telekommunikation, Gesundheit, Wasser, Energie, gehört in Staatshand.
Diebstahl an Volkeigentum rückgängig machen - verstaatlichen!
Die Konservativen und Neoliberalen fahren das Land an die Wand.

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brasilpe 19.09.2017, 12:30
34. Aussitzen.

Mit Aussitzen ist in diesem Bereich wenig zu erreichen. Und damit sind wir schon beim Kern des Problems. Die amtierende Bundeskanzlerin hat kein Verhältnis zur neuen digital bestimmten Welt und hat es daher versäumt, ihre Minister anzuhalten, dem Bundestag ein zukunftsorientiertes Entwicklungskonzept vorzulegen und dessen Finanzuwerung beschließen zu lassen.Das ist seit Jahren so bekannt. Trotzdem wird diese Kanzlerin immer wiedergewählt, auch bei der bevorstehenden Wahl. Jedes Land bekommt das, was es möchte. Kann man nichts machen. Es geht abwärts. Bis die Dame merkt, woran es liegt, wird es zu spät sein.

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gammoncrack 19.09.2017, 12:30
35. Ich halte die Telekommunikationsunternehmen für wenig seriös.

Man muss nur in diversen Foren der Anbieter schauen, dann erkennt man, dass hier nur die Gewinnmaximierung an erster Stelle steht. Unternehmenspolitisch sogar verständlich.
Und wenn diese Unternehmen die Regierung sagen hört, dass bis xxxx alle mindestens x MB Übertragunsrate haben sollen, dann investieren sie erst recht nicht, weil der Staat es ja versprochen hat. Ungute Situation für die Unternehmen und Verbraucher.

Das Problem ist tatsächlich Telekom, da deren Leitung vermietet werden. Würde andere große Unternehmen eigene Glasfaserkabel verlegen lassen, wären das Milliardeninvestitionen, die deren Aktienkurz erst einmal in den Keller drückt. Selbst langfristig bringt das nichts, wenn plötzlich die Telekom, als größter Anbieter, nachzieht.
Da wir aber keinen regulierten Markt haben, wird sich da nichts ändern. Die Politik verweist auf die Telekommunikationsunternehmen, diese wiederum auf die Politik.

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bolonch 19.09.2017, 12:31
36. Anderswo geht es auch

Ich bin keine Expertin, aber wenn es in ärmeren, weitaus dünner besiedelten Ländern mit zum Teil weitaus komplizierterer Geographie bei vergleichbaren Gebühren klappt, praktisch flächendeckend schnelles Internet und leistungsfähige Mobilfunknetze zu bauen, warum soll es dann bei uns nicht möglich sein?

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Freidenker10 19.09.2017, 12:31
37. Der Steuerzahler wirds schon richten...

Da ist sie wieder mal, der typische Regierungs-Wirtschaftsschutz nur niemanden auf die Finger klopfen. Ob Diesel, Banken oder nun Internet, die Politik ist mittlerweile für alles zu feige! Dumm für die Politik, dass vom Intenet eben nun auch andere Wirtschaftszweige abhängen, also muss man wohl oder über einen Wirtschaftszweig ( die Telekommunikation ) tatsächlich härter angehen um andere Wirtschaftszweige zu schützen, bin mal gepsannt! Die Telekommunkation hat nun wahrlich kräftig genug verdient um den Ausbau selbst zu finanzieren, aber wahrscheinlich rechnet man sich wieder arm, wie die Atomindustrie und die Autobauer. Aber nett wäre schon mal die Lobbyisten beider Seiten zu erleben wie sich zerfleischen, wer denn nun die den Ausbau finanziert. Aber keine Sorge, wie immer am Ende wird der Steuerzahler dafür aufkommen...

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deftone86 19.09.2017, 12:32
38. keine Schwaben

Bitte hören Sie auf Menschen und Unternehmen (Würth, EBM, etc.) aus Hohenlohe-Franken als Schwaben zu bezeichnen.

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realist-42 19.09.2017, 12:33
39. Was heißt hier rausgehalten?

Das ganze Drame begann Anfang der 80err als der damalige Postminister Schwarz-Schilling Kupfer als Leitungsmaterial durchsetzte. Das seine Ehefrau eine passende Firma dafür hatte war natürlich nicht der Grund. Schon damals war klar, dass man mit Kupfer auf das falsche Pferd setzte...soviel zum Thema "die Politik hätte sich rausgehalten"

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