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Internetkonzerne: Finanzminister lehnen auch entschärfte Digitalsteuer ab
REUTERS

Die europäischen Finanzminister haben Reformen beschlossen, eine Digitalsteuer gehört jedoch nicht dazu. Auch ein abgespeckter Kompromissvorschlag von Deutschland und Frankreich stieß in anderen Ländern auf Widerstand.

at.engel 04.12.2018, 20:50
1.

Man fragt sich halt, wessen Interessen diese "Minister" überhaupt noch vertreten. Da zahlt z.B. auch noch der ärmste brav 23%(!) Umsatzsteuer, aber bei der Besteuerung von irgendwelchen Webgiganten, die ja schon gar nicht mehr hinwissen mit ihrem ganze Geld, zeigt dann der Finanzminister "starke grundlegende Bedenken"...
Man kann die Iren zu ihrem Finanzminister nur beglückwünschen...

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buffbuff 05.12.2018, 06:45
2. wer sind denn die anderen drei?

klar, dass die die von dem deal seit jahren profitieren ihr geschäftsmodell (wider besseres wissen) nicht aufgeben werden.
warum gibt es eigentlich gesetze, die es einzelnen ländern erlauben, dumping steuersätze zu genehmigen.
und warum ziehen nicht alle an einem strang, um offensichtlich sinnlose zustände anzupassen.
gleiches problem beim klimawandel, wo deutschland seine benzin- und diesel- autoindustrie protegiert.
steuergeschenke für umweltschädliche betreibs- und dienstwagen bleiben bestehen.
man kann sagen, was man will, macron versucht wenigstens was. wenn auch mglw. an der falschen stelle. warum nicht die autos nach PS und spritverbrauch versteuern und damit denen, die genug geld haben, um sich teuer dreckschleudern kaufen zu können, entsprechend zur kasse zu bitten.
aber das trifft dann auch wieder entscheidungsträger oder?

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so-long 05.12.2018, 07:49
3. Die Diskrepanzen

nehmen zu: der Unitymedia-Verkauf spült gering versteuerte Einnahmen in des Verkäufers Kassen, vor den US-www-Giganten wird zu Kreuze gekrochen, die Dieselfahrernsollen nach Chinesen-Manier überwacht werden zwecks Abstrafung bei Fahrverbotmissachtung, für die neue Grundsteuer sollen uU alle Gebäude aktuell vermessen und die Daten zentral gespeichert werden zwecks Überwachung.
Alles gut?

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touri 05.12.2018, 08:09
4.

Zitat von at.engel
Man fragt sich halt, wessen Interessen diese "Minister" überhaupt noch vertreten. Da zahlt z.B. auch noch der ärmste brav 23%(!) Umsatzsteuer, aber bei der ....
Vor allem fragt man sich, was es den Iren bringt die Konzerne bei sich zu haben, wenn sie praktischk eine Steuern zahlen. So viele Arbeitsplätze können da nicht dranhängen, oder?

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th.diebels 05.12.2018, 08:17
5. Solange

sogen. "Steuerersparnis"-Länder bzw. Steuerschlupfloch-Länder ( Luxemburg u.a.) in der EU geduldet werden, so lange braucht mir kein Politiker etwas von "gemeinsamen Werten" etc. floskelhaft anzubiedern !
Und so lange ist die EU für mich unglaubwürdig !

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kraftmeier2000 05.12.2018, 09:28
6. Die Iren

mal wieder, eine Steueroase mitten in der EU. Hier sollte man die Regeln ändern, heißt kein Geld mehr aus dem EU- Topf für Länder die nur einseitig an Ihre Vorteile denken. Wie währe es wenn sich Irland mit Großbritannien zusammen tut, und gleich mit aus der EU austritt, denn dann würden diese Minister dort erst merken was Ihnen alles an Geldern aus der EU entgeht.

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kuddemuddel 05.12.2018, 09:37
7. Datenkonsumsteuer

Dann lieber eine Datenkonsumsteuer. Beim Betrachten von Webinhalten wird ein Betrag fällig. Die Bürgerinnen und Bürger können sich ja nicht „dünne“ machen.

Es ist immer wieder erschreckend, wie es Kapital und Konzernen gelingt Steuern zu vermeiden. Dafür holt sich der Staat es sich mit aller Wucht vom gemeinen Arbeitnehmer.

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Interzoni 05.12.2018, 09:40
8. Systemfehler

Das Prinzip der Einstimmigkeit bei vielen EU-Entscheidungen ist ein grundlegender Fehler, der relativ kleinen Staaten wie Irland oder fragwürdigen Regierungen wie Polen, Ungarn und Italien unangemessen viel Macht gibt, die sie dann auch fleißig missbrauchen.

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