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Internetportal: Justizminister Maas will Tricks von Finanzberatern enttarnen
Corbis

Viele Bürger misstrauen Finanzberatern, ganz alleine sind sie aber mit der Geldanlage überfordert. Mit einem Portal will Justizminister Maas Abhilfe schaffen. Es zeigt, welche Arten von Beratern es gibt - und mit welchen Mitteln sie ihr Geld verdienen.

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lupidus 22.08.2014, 12:40
1.

den job möchte ich für kein geld der welt machen. irgendwo bist du immer der arsch, aber so richtig. der berater soll voll kompetent sein, monströse gewinne erwirtschaften, steuern sparen, die rente planen, die kinder versorgen und natürlich kostenlos. ansonsten gibts ne beschwerde.

war das eigentlich auch eine lehman-oma, die absichtlich in langfristige anlagen investierte um zu vermeiden, dass ihre erben die kohle verprassen, woraufhin diese gegen die "beratung" geklagt hatten ? hatte letztens so ein gespräch mit einem angehenden ingenieur, jung, dynamisch. von geldangelegenheiten wolle er nichts wissen, das finanzwesen sei ja nur ein hort von gaunern. von steuern, versicherungen, altersvorsorge hatte er allerdings auch keinen schimmer. ich sehe ihn schon vor mir, wie er ne klage einreicht...

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zuagroaster 22.08.2014, 13:18
2. Keine Ahnung...

... wie mir das Portal nun wirklich helfen soll. Werde es mal in aller Ruhe studieren.

Vertrauen in Berater habe ich bisher nicht fassen können. Hatte es nur mit Übern-Tisch-Ziehern höchsten Grades zu tun. Haben mir immer genau das Gegenteil angepriesen von dem was ich eigentlich wollte, mit schönstem Blendamed-Lächeln und Krawatte.

Es bleibt spannend, nachdem Geld keine Zinsen mehr bringt wird die Anlage desgleichen in Zukunft noch schwieriger.

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mercutiool 22.08.2014, 13:23
3. Ganz richtig!

Zitat von lupidus
den job möchte ich für kein geld der welt machen. irgendwo bist du immer der arsch, aber so richtig. der berater soll voll kompetent sein, monströse gewinne erwirtschaften, steuern sparen, die rente planen, die kinder versorgen und natürlich kostenlos. ansonsten gibts ne beschwerde.
... nicht zu vergessen, dass tatsächlich auch der Berater - ob nun freiberuflich oder angestellt - seine Brötchen verdienen muss. Und das Schönste: Wenn es gut läuft, ist der Kunde natürlich derjenige, der sich selbst die Lorbeeren zugute hält. Läuft es grottig, hat es natürlich der Berater versaut. Leute, bei jedem Joghurt guckt man drauf, welche Zusatzstoffe drin sind. Aber wenn's um Geld geht, ist nur der Zinssatz wichtig? Tja ... vom mündigen Bürger in Sachen Geldanlage sind wir weiter entfernt als vom Mond.

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Wladimir_Andropowitsch 22.08.2014, 13:24
4. Die Finanzspekulations- und -anlagenbetrugswirtschaft

ist eine direkte Folge der Klientel- und Lobbygruppeninteressenvertretungspolitik, mit der die Schröderisten in der Herrschaftsperiode des Genossen der Bosse nicht nur die "Unternehmenssteuerreform" als unmittelbares Mittel zur Bankrottstellung der öffentlichen Haushalte und Kassen etabliert hat.

Mittels des von der Gruppe Schröder initiierten Systems der sogen. kapitalstockbasierten Altersrentensysteme, der sogen. Riester- bzw. Rürup-Renten, wurden die naiven und gutgläubigen Sparer/-innen um die ihnen redlicherweise zustehenden Renditen gebracht, da vermittels der von der Deutschen Aktuarvereinigung gelieferten Neuen Sterbetafeln genau die Höchstrenditen für die Versicherungskonzerne organisiert wurden, die Carsten Maschmeyer vom Schröder Gerhard, beide Mitglieder der Hannoveraner Erbfreundegilde, gefordert hat.

Der ganz große Coup wurde dann aber mit dem MoRaKG gelandet, das von Lobbyisten der sogen. Finanzinvestitionswirtschaft den Schröderisten im Kabinett Schröder-Fischer zur Verabschiedung im Deutschen Bundestag präsentiert und schliesslich vom Kabinett Merkel-Müntefering auch in bester Besitzstandsfeudalherrschaftsmanier mit dem Attribut der Beschlussfassung des Deutschen Bundestages legalisiert wurden.

Und nun soll das also bekämpft bzw. geändert werden.

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass da etwas seriöses heraus kommt.

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mzerbe 22.08.2014, 13:33
5.

Ich kann jedem Volksbanken und Sparkassen empfehlen.
Aus erfahrung kann ich sagen das bei beiden es zwar Provisionen gibt, diese aber so niedrig sind oder gar nicht existieren.
Somit sind Beratung um einiges Kundengerechter als bei Großbanken.

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sarang he 22.08.2014, 14:04
6.

Zitat von lupidus
den job möchte ich für kein geld der welt machen. irgendwo bist du immer der arsch, aber so richtig. der berater soll voll kompetent sein, monströse gewinne erwirtschaften, steuern sparen, die rente planen, die kinder versorgen und natürlich kostenlos. ansonsten gibts ne beschwerde. war das eigentlich auch eine lehman-oma, die absichtlich in langfristige anlagen investierte um zu vermeiden, dass ihre erben die kohle verprassen, woraufhin diese gegen die "beratung" geklagt hatten ? hatte letztens so ein gespräch mit einem angehenden ingenieur, jung, dynamisch. von geldangelegenheiten wolle er nichts wissen, das finanzwesen sei ja nur ein hort von gaunern. von steuern, versicherungen, altersvorsorge hatte er allerdings auch keinen schimmer. ich sehe ihn schon vor mir, wie er ne klage einreicht...
Ja - kompetent hat ein Finanzberater zu sein, monströse gewinne erwirtschaften, steuern sparen, die rente planen, die kinder versorgen UND die ehrlich seinen Kunden gegenüber sein.

Tja, bereits bei der Kompetenz und der Ehrlichkeit gegenbüber den Kunden hapert´s meist bereits.

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Peterldw 22.08.2014, 14:31
7. Gerade die

Zitat von mzerbe
Ich kann jedem Volksbanken und Sparkassen empfehlen. Aus erfahrung kann ich sagen das bei beiden es zwar Provisionen gibt, diese aber so niedrig sind oder gar nicht existieren. Somit sind Beratung um einiges Kundengerechter als bei Großbanken.
Und ich kann von den beiden nur abraten, denn dort wird das verkauft was man gerade los werden möchte, so werden auch die Mitarbeiter instruiert.
Ob die Angebote für den Kunden passend sind interessiert die Bank dabei nicht.

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Micael54 22.08.2014, 14:35
8. Es sind Verkäufer, keine Berater

Millionen Spanier und US-Amerikaner sind in den Ruin getrieben worden, weil sie glaubten, dass in den Banken Berater sitzen und keine Verkäufer von Immobiliendarlehen. In Deutschland ist es genauso. Hat ein „Berater” zu viele „Depot-Kunden”, dann riskiert er seinen Job. Depot-Kunden sind Kunden mit großen Aktiendepots. Völlig egal, ob sich der Kunde damit dumm und dämlich verdient und super zufrieden ist – der „Berater” muss ihn dahingehend „beraten”, seine Aktien zu verkaufen und dafür teure Bankprodukte zu kaufen. Denn an Aktien, die der Kunde im Depot hat, verdient die Bank kaum etwas. Bei eigenen Bankprodukten fallen dagegen ständig Gebühren an, mit denen die Bank gut verdient. Ein Bankkaufmann hat in seiner Lehre gelernt, wie man Überweisungsformulare ausfüllt, Zinsen berechnet und eine Kundendatenbank führt. Seine Ausbildung ähnelt stark der Ausbildung von Bürokaufleuten. Es sind Verwaltungskräfte, keine Geldexperten. Oft sitzen den Kunden auch junge Juristen, Volkswirte, aber auch Kulturwissenschaftler frisch von der Uni als „Berater” gegenüber. Auf ihrem Weg zur Managerkarriere müssen sie auch einige Wochen in der Kunden-„Beratung” zugebracht haben. Je mehr Bankpapiere sie in der Zeit verkaufen, desto schneller machen sie Karriere. An diesem „Wegweiser Finanzberatung” verdienen wieder einige wichtige Herren gutes Geld – gefördert durch „unseren” Staat.

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fisch.kopp 22.08.2014, 15:01
9. Genossenschaftsbanken

an @mzerbe: Bin auch Fan, aber meinem Vater wurden vor einiger Zeit mal eine Schiffsbeteiligung von 10.000 € verkauft: Die ist heute wertlos. Daran hat nur der Volksbankverkäufer verdient ...

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