Forum: Wirtschaft
Interview mit US-Multimillionär Hanauer: "Der Mindestlohn ist ein Wachstumsprogramm"
REUTERS

Nick Hanauer gehört zu den reichsten Amerikanern - und kämpft für eine radikale Anhebung des Mindestlohns auf 15 Dollar. In Seattle hatte der Milliardär mit seiner Kampagne bereits Erfolg.

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james-100 29.07.2014, 18:13
70.

Zitat von unllenker
und wenn die breite Masse kein/wenig Geld hat, kauft keiner die Produkte der Unternehmer und er ist weg vom Fenster ?
Wieso? Die bekommen doch dann das Geld vom Staat, welches die Unternehmer dem Staat an Steuern geben.

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a_friend 29.07.2014, 18:13
71. Der Original-Artikel

findet sich übrigens hier:

http://www.politico.com/magazine/sto...ts-108014.html

Money Quote:

"And what do I see in our future now? I see pitchforks."

Herrn Hanauer ist offensichtlich klar geworden, daß die breite Masse der unterbezahlten Prekarier sich irgendwann mit ihrer Lage nicht mehr abfinden werden - und dann die 99% die Gerechtigkeit wieder herstellen werden, in dem sie die 1% am nächsten Baum aufknüpfen.

Also ist es sinnvoller, kurzfristig weniger Gewinn zu machen, als auf lange Sicht gar keinen Gewinn mehr erzielen zu können (mangels Vitalfunktionen).

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nero3 29.07.2014, 18:22
72. Kein Schwachsinn

Dann das Plus an Lohnkosten ist weitaus geringer als das Plus an Nettolohn

Zitat von agztse
"Aber wenn Sie die dumme neoklassische Idee zurückweisen und erkennen, dass die Unternehmen mehr Kunden haben, wenn die breite Masse mehr Geld hat..." wennn die breite Masse mehr Geld hat haben Unternehmen höhere (Lohn) Kosten die sie über die Preise auf die "breite Masse" abwälzen die am Ende genau so viel Kaufkraft hat wie am Anfang. Was für ein populistischer Schwachsinn.

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spon-user93 29.07.2014, 18:30
73. Interessantes Interview

Man darf auch nicht vergessen, dass das überschüssige Kapital der Oberschicht häufig in Finanzmarkt investiert werden. Die Kosten welche die Crashs dann verursachen muss dann die Allgemeinheit zahlen. Mit der von den Anhängern der Neoklassik so gepriesenen Selbstverantwortung hat das wenig zu tun.

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spaetzuender 29.07.2014, 18:36
74.

Zitat von agztse
"Aber wenn Sie die dumme neoklassische Idee zurückweisen und erkennen, dass die Unternehmen mehr Kunden haben, wenn die breite Masse mehr Geld hat..." wennn die breite Masse mehr Geld hat haben Unternehmen höhere (Lohn) Kosten die sie über die Preise auf die "breite Masse" abwälzen die am Ende genau so viel Kaufkraft hat wie am Anfang. Was für ein populistischer Schwachsinn.
Im Umkehrschluss bedeutet Ihre Meinung, am besten wäre es ohne Lohn zu arbeiten.

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herrwestphal 29.07.2014, 18:39
75. Eben ...

Zitat von montecristo
Es kann aber zu erheblichen Preissteigerungen kommen, insbesondere in den betroffenen Bereichen (abgesehen davon, dass sich die Inflation nicht nur ausschließlich über die Geldmenge steuert...). Es kann wohl kaum davon ausgegangen werden, dass WALLMART auf 10 Milliarden Gewinn einfach nur aus menschlicher Größe verzichtet. So einfach funktioniert das nicht. Die Kapitalgeber würden eine neue Investition suchen und finden.
... deshalb über einen Mindestlohn die 10 Milliarden in den Geldumlauf
bringen.

Zitat von montecristo
Letzlich soll es eine gezielte Umverteilung werden. Es würden nur andere Produkte gekauft werden. Der Millionar/Milliadär kauft nämlich nicht nur Hosen (auch wenn dieser das suggerieren möchte), sondern auch Luxusprodukte oder investiert das übrige Geld in Investitionsgüter. Es steckt das Geld ja nicht in einem Kartoffelsack im Keller. Letzlich würden die betroffenen Unternehmen ihre Produkte verteuern. Die Geldgeber werden niemals mit weniger abgespeißt werden, da diese sonst schlichtweg woanders investieren würden.
In Deutschland existiert ein BARvermögen von ca. 5.2 Billionen €.

http://de.statista.com/statistik/dat...n-deutschland/

Die liegen zwar nicht im häuslichen Keller, schimmeln aber auf Dauer ähnlich wie Kartoffeln dahin

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analyse 29.07.2014, 18:44
76. Die Realität ist,daß Frankreich schon lange einen Mindestlohn hat,

und aßerdem von Hollande sozialistisch regiert wird ! Seitdem geht es mit der Wirtschaft abwärts und mit den Arbeitslosenzahlen aufwärts !Na ja,vielleicht sollte er es mal mit 15 Dollar Mindestlohn versuchen,unsere Wirtschaft und ihren Arbeitnehmern kanns nur recht sein !

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jullek 29.07.2014, 18:49
77. Endlich jemand mit Verstand!

Was Hauner sagt, können wir hier schon zur Zeit in Deutschland beobachten. In den letzten beiden Jahren sind seit zig Jahren die Reallöhne wieder gestiegen. Und prompt kommt der Konsum in unserem Land wieder in Schwung. Dieses kurzfristige Denken unserer Wirtschaftseliten muss endlich durch langfristiges Denken ersetzt werden. Durch Lohnerhöhungen werden diese natürlich kurzfristige Einbußen haben, langfristig haben aber alle mehr. Da der Konsum durch höhere Löhne angeheizt wird, fließen die zusätzlich Gewinne den Unternehmen zurück und kompensieren den anfänglichen Verlust. Durch Produktivitätssteigerungen müssen auch nicht die höheren Kosten an den Konsumenten weitergegeben werden. So wird nachhaltig Wachstum erzeugt.

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vielflieger_1970 29.07.2014, 19:03
78.

Zitat von ingenör79
wird aber nicht funktionieren, weil bestimmt Leistungen dann nicht mehr oder zu mindestens weniger nachgefragt werden. Man geht dann halt nicht mehr in die Kneipe wenn dort das Bier das Doppelt kostet sondern trinkt sein Bier zu Hause und geht auch weniger zur Frisör. So einfach ist das. Problem. Für Milliardäre ist das eh kein Problem, der Oberkellner e verdient sowie das 3fach vom Mindestlohn und die Kellnerin in der Kneipe wird halt arbeitslos.
Da wird die Schreib- doch tatsächlich von der Rechenschwäche übertroffen. Preisfrage: wie hoch ist der Lohnanteil eines Bieres, wenn selbiges den Endverbraucher 100% teurer kommt? ... ;-)

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Euclid 29.07.2014, 19:17
79. Nur so geht es

Zitat von sysop
Nick Hanauer gehört zu den reichsten Amerikanern - und kämpft für eine radikale Anhebung des Mindestlohns auf 15 Dollar. In Seattle hatte der Milliardär mit seiner Kampagne bereits Erfolg.
Hanauer

Nur so geht es.

Das ist genau der Grund, daß auch die Niedrigzinspolitik von Draghi, die nach FED geschneidert ist, nichts bringt. Draghi wendet Konzepten, die vor 30 Jahren in verstaubten Unis gelehrt wurden an, die nicht mehr in die Zeit passen. Auch höhere Zinsen sind nötig, damit mehr Geld in den Umlauf kommt, und nicht unter der Matratze bleibt oder in feste Werte verschwindet. Bislang verdienen nur die Banken und Hedgefonds

Natürlich geht der Profit runter, wie das Beispiel Walmart zeigt, das Hanauer erfordert den Verzicht auf einen Teil des Gewinns, es läßt niedrigeren Profit der Eigner zu..

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