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Investieren in Zertifikate: Her mit den Boni!
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Jetzt vergessen Sie einfach mal das Lehman-Desaster: Bonus-Zertifikate passen gut in die aktuelle Kapitalmarktlage und das Anforderungsprofil vieler Investoren - sofern die bereit sind, ihre Vorurteile abzulegen.

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sascha456 17.06.2013, 11:20
1.

Da kann man doch auch gleich die Dividende mitnehmen und auf dieses Konzept verzichten...

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teekaysevenfive 17.06.2013, 11:23
2. Und warum...

...nicht dann direkt die Anlage in Aktien, um sich zumindest die Dividende zu sichern? Der Emittent eines Zertifiikates hat sich doch vorher zumidnest die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet, dass er den Bonus eben nicht zahlen muss. Alleine die Ausgabe von Bonuszertifikaten macht ein Emittent doch nur, um damit Geld zu verdienen, indem für ihn die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass er den Bonus nicht zahlen muss. Also Finger weg von Bonus Zertifikaten.

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derbpunkt 17.06.2013, 11:25
3. Immer wieder gerne

... Germanisten die auf Wirtschaft schwenken und gerne mal "öfterS mit s" schreiben und dann in Nebensätzen anmerken, dass neben dem möglichen Kursgewinn auch ein Kursverlust samt Auszahlung des Anlagebetrages (bzw. dem Rest davon), bei Sinken UNTER den Schwellenwert/Korridor, in Form von Aktien erfolgen kann. Alle Inhaber von bspw. (Capped) Bonus Zertifikat von Commerzbank oder Dresdner Bank von grob 2007 (Auslaufend zu 2009 uä) haben sich für solche Statements bedankt.
Sprach der Bankkaufmann, der nicht nur BSVs an den Mann bringen durfte ;-)

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räbbi 17.06.2013, 11:29
4.

Kann mich noch an meinen ehemaligen ;) Bankberater erinnern. Konnte es garnicht fassen, als ein ach so sicheres Zertifikat damals 2009 im Sturzflug durch alle Sicherheitsnetze rauschte.

Naja, halb so schlimm für ihn, die Bank gewinnt immer.
Inzwischen verbrenne ich meine Kohlen aber selbstständig.

Kleiner Grundsatz - wenn die Massenmedien irgendwas empfehlen, heißt es "Lauf Forrest, lauf" ;)

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MS_FFM 17.06.2013, 11:31
5. Da fehlt was

Damit sie vergleichbar und transparent sind, sollte jedes Anlageprodukt drei Informationen ausweisen:

Historische Rendite; historische Absenkung (also: wieviel Prozent hätte man in der Vergangenheit maximal verloren, wenn man sie besessen hätte); und der Vergleichswert in Bezug auf einen ähnlichen Index oder eines ähnlichen Wertpapiers.

Also, wenn Eurostoxx50 2000-2013 = 6% pro Jahr bei 58% Absenkung (das sind von mit erfundene Fantasiezahlen, nur zur Erläuterung), dann wie wäre man mit einem entsprechenden Bonuszertifikat gefahren?

Wenn diese Informationen nicht geliefert werden (können), dann taugt ein Anlageprodukt wenig, so finde ich.

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rudif 17.06.2013, 11:32
6. sachlicher Fehler

Finanziert werden die Wohltaten für den Zertifikate-Zeichner nicht nur aus der Dividende sondern aus dem Verkauf einer PUT-Option (auf die Zertifikat-Barriere). Mit der Dividende alleine geht die Rechnung nicht auf.

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HennesXVI 17.06.2013, 11:38
7. Einsteiger: Finger weg!

Wer eine ganz eine bestimmte Art von Glücksspiel mag, kann es hier ja mal versuchen. Aber wer eine Aktie haben will, sollte sich am besten eine Aktie kaufen und wer Tagesgeld mag, macht ein Konto auf. Man kann auch beides mischen.
Beim Bonus-Zertifikat muss man dagegen auf jede Menge Parameter schauen (Aufgeld, Sicherheitspuffer, entgehende Dividende, Emittentenrisiko...), die man als Laie kaum seriös bewerten kann. Man sollte auch die Kosten nicht vergessen, denn das Ding muss für Handelsgebühren gekauft werden und läuft nur ein paar Jahre.
Wenn Ihr Bankberater Ihnen ein Bonuszertifikat anbietet, können Sie getrost darauf rechnen, dass er es Ihnen zu einem Kurs verkaufen will, der (mind.) 1-2 % Abschlussprovision für die Bank beinhaltet.

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KlarkLoo 17.06.2013, 11:39
8. Überschrift schlimm, Thema interessant

Beim Lesen dieser Art von Artikeln kommt mir nicht nur der Vergleich mit den sogenannten „Geheimtipps“ (bei Reisezielen oder Ähnlichem) in den Massenmedien unangenehm hoch, sondern in diesem speziellen Fall eine Lebenserinnerung: Ich habe eine Zeitlang beim Roulette gewonnen, weil ich schlicht dieselben Zahlen eines Glückspilzes gesetzt hatte. Dabei aber nie vergessen, dass Roulette ein Glücksspiel ist, es gibt kein System. Den wenigen „Systemspielern“ wird der Casinozugang eh früher oder später versperrt, weil die Betreiber solches nie dulden würden. Und dass die Finanz- und Investitionssysteme weltweit inzwischen als Casino bezeichnet werden, sage nicht nur ich jetzt.

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Pusteblume68 17.06.2013, 11:44
9. Schon vergessen?

Zitat von sysop
Jetzt vergessen Sie einfach mal das Lehman-Desaster: Bonus-Zertifikate passen gut in die aktuelle Kapitalmarktlage und das Anforderungsprofil vieler Investoren - sofern die bereit sind, ihre Vorurteile abzulegen.
Schon vergessen? Am Ende gewinnt immer die Bank. Rendite kann man nicht beliebig herbei zaubern, sondern auf lange Sicht trifft es immer jemanden, der richtig verliert, und das wird im Allgemeinen nicht die Bank sein. Aber schön, dass wir nun, wo Deutschland auch am Rande des Nullachstums steht, den Privatanlegern wieder besondere Produkte schmackhaft machen möchten.

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