Forum: Wirtschaft
Investitionen bis 2025: Gabriel will 600 Milliarden Euro extra ausgeben
DPA

Sigmar Gabriel gibt den großen Modernisierer: Nach Plänen seines Ministeriums sollen zehn Jahre lang gigantische Summen investiert werden, unter anderem in superschnelles Internet. Die Finanzierung dürfte für Ärger sorgen.

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salkin 27.01.2016, 13:09
60.

Zitat von wastl300
da bin ich schon dafür. Die Infrastruktur wie Strom, Wasser, Daten, Straßennetze ist Staatsaufgabe, und soll dem Staat / Bürger auch nicht mehr weggenommen werden. Damit werden Grundbedürfnisse im Ansatz sichergestellt. Die Produkte können dann auch Private übernehmen, welche sich nach dem Marktgesetz durchsetzen müssen und für die Nutzung des Leitungsnetzes zahlen müssen. Natürlich muss der Endnutzer dies mitzahlen, aber die Großkonzerne können nicht die Staaten erpressen. Kurze Vorstellung: Alles ist Privat --> alle paar km ein Mauthäuschen. Großkonzerne halten Kleinere Betriebe bei Strom-Wasser-Datenverkehr ab, da sie die Netze beherrschen. Viele erinnern sich noch wie teuer die Telekom war, bevor das Monopol gefallen ist.
Das sehe ich auch so. Aber die Realität ist doch eine andere. Das Netz gehört der Telekom, die durch die Vermietung und Nutzung Geld verdient. Dann muss sie auch die Kosten tragen.

Generell wäre ich für eine Infrastrukturgesellschaft in der die Straßen, Bahntrassen, Strom, Datenleitungen usw. zusammengefasst sind und die auch die Finanzierungen aufnimmt. Durch die Nutzungsentgelte können dann die Abschreibungen und Finanzierungskosten und die Modernisierung bezahlt werden ohne das der Staatshaushalt belastetet wird. Eigentümer könnte der Staat oder die KfW sein, die sich ja zu 0% refinanzieren kann.

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norbert.tuschhoff 27.01.2016, 13:11
61. Investitionen versus Verschuldung

Richtig ! Die schwarze Null hört sich zwar gut an, wenn aber dank der Südländer der Euro den Bach runtergeht,
werden die Schulden von der Inflation gefressen. Also:
mit den Wölfen heulen und vom allgemeinen Trend für Deutschland profitieren !

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arago 27.01.2016, 13:13
62. Viel wichtiger als Zahlen ist ein Konzept

Das meiste an staatlichen Zuschüssen ist bisher sinnlos in "Übergangstechnologie" verplempert worden. Wenn S.G. auf diesem Wege weitermachen will, werden 600 Mrd. € nicht ausreichen. Konsequenter Ausbau des Glasfasernetzes ist jedenfalls für wesentlich weniger zu erreichen. Ein kleines Stadtwerk in Schleswig-Holstein macht das bereits auf dem Lande, kostengünstig und vollständig ohne staatliche Subventionen.

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CommonSense2006 27.01.2016, 13:13
63. Wenn

Wenn der Gabriel eine Liste hätte mit dringend benötigten Investitionen und darunter am Ende eine Summe stehen würde, dann köne man sich das ja mal anschauen, aber wenn er mit "Investitionen in die Zukunft vn 600 Mrd" rausgeht, dann ist das allzuoffensichtlich nur Whlkampf-Promo und sonst gar nichts.
Und genau an der Stelle "500 Mbit-Anschlüsse werden zukünftig Standard werden" merkt man, dass er wirklich keine Ahnung davon hat, worüber er redet.
Ärgerlicher Typ.
Zumal das PPP-Geschwätz nun wirklich schon ziemlich aus der Mode gekommen ist und jeder weiß, dass es nie Vorteile gebracht hat, aber allzuoft noch teurer wurde.

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norbert.tuschhoff 27.01.2016, 13:14
64. Investitionen versus Verschuldung

Richtig ! Die schwarze Null hört sich zwar gut an, wenn aber dank der Südländer der Euro den Bach runtergeht,
werden die Schulden von der Inflation gefressen. Also:
mit den Wölfen heulen und vom allgemeinen Trend für Deutschland profitieren !

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skink 27.01.2016, 13:15
65. Zumindest die Richtung stimmt

Ohne Details der Gabriel-Pläne zu kennen, lässt sich doch feststellen: Die Richtung stimmt. In einem Land, dessen wichtigste natürliche Ressource die Bildung und das Wissen der Menschen sind, muss eben diese Ressource gefördert werden. Das ist systemerhaltend!
Nur wenn Bildung und Wissenschaft ausgebaut und gefördert werden, kann "unser" Deutschland seine Stellung in der Welt und seinen Wohlstand wahren.
Schnelle Datenverbindungen und jedwede state-of-the-art-Technik sind da unabdingbare Voraussetzungen.

Allen Sparfüchsen und Fans der ominösen Schwarzen Null sei gesagt: Kapitalismus ist ein Minus-System - ohne Schulden würde es nicht funktionieren.

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pariah_aflame 27.01.2016, 13:17
66. Zeitenwende erkennen

Mittlerweile sollte es auch der letzte irgendwo mal gelesen haben, dass "Industrie 4.0" vor der Tür steht. Dies ist nichts anderes als die nächste industrielle Revolution - Ernergieerzeugung, Transport und Kommunikation wechseln gleichzeitig (so gut wie ...) auf ein neues Paradigma.

Und wer sich einmal informiert, findet heraus, dass jede der vorhergehenden industriellen Revolutionen von massiven, staatlich finanzierten Infrastrukturprojekten gestützt wurde.

Das Problem ist: erfinde ich den Verbrennungsmotor und somit LKWs, ist jedem Michel klar, dass Strassen benötigt werden. Aber kaum jemand versteht, dass das Internet die Straßen der aktuellen industriellen Revolution ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die ewige Predigt der vergangenen Jahrzehnte vom "Kleinen Staat" seitens sogenannter Wirtschaftliberaler, großen Staatsprojekten ein Kainsmal aufgedrückt haben.

Aber wir werden nur von "Industrie 4.0" profitieren, wenn wir jetzt diese Infrastrukturprojekte anstossen. Und es ist kein Geheimnis, dass uns China in dieser Hinsicht schon überholt hat - dort gehen vermutlich jedes Jahr 600 Milliarden in die entsprechenden Strukturen.

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fraumarek 27.01.2016, 13:19
67. Darf's ein bisschen mehr sein?

Gabriel hat gut reden.
Ist ja nicht sein Geld. Er gibt halt gerne das Geld anderer Leute aus.
Der Steuerzahler wird wieder für diese unausgegorenen Pläne bluten müssen. Verrückt!

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DieterFr 27.01.2016, 13:21
68. Großsprech

Im Geldausgeben waren die Sozialdemokraten schon immer gut.

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subiccrit 27.01.2016, 13:21
69. Wahlkampf

Man merkt es stehen Wahlen an und die Politiker überschlagen sich mit Meldungen, sei es Bundeswehr, Wohnungsbau oder Konjunktur Programme aller Art. Dann scheitern diese Meldungen am Haushalt, an der Wirtschaft oder oftmals nur als Presse Hype.
Dann passiert erst mal lange wieder nichts...bis die nächsten Wahlen anstehen.

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