Forum: Wirtschaft
Investitionsstau in Deutschland: 25 Milliarden Euro liegen ungenutzt herum
DPA

Der Staat hat 25 Milliarden Euro auf dem Konto, die für Straßen, Schienen und Datennetze gedacht sind. Laut einem Medienbericht schafft er es aber nicht, das Geld auszugeben.

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crossy-hl 27.12.2018, 09:53
1. So weit ist es also schon gekommen

Unser Staat erstickt vor Geld und die die Verwaltung erstickt in den vorgegebenen Verfahren für Investitionen. Wir haben nicht nur einen Investitionsstau, sondern auch auch einen Stau bei der Verschlankung von Verwaltungsstrukturen. Letzteres Problem scheint der Politik aber noch gar nicht ins Bewusstsein gerückt zu sein.

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teluke 27.12.2018, 10:05
2. Das ist doch gut so.

Der nächste Abschwung kommt bestimmt.
Dann ist es sehr positiv das Geld vorrätig zu haben um auch dann die Wirtschaft weiterlaufen zu lassen.
Es macht doch keinen Sinn in Zeiten der Vollbeschäftigung mit Gewalt Geld auszugeben.
Besser zurücklegen und dann investieren wenn die Konjunktur lahmt.

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purple 27.12.2018, 10:06
3. Vorschriftenirrsinn

Das Problem sind absurde Vorschriftel ala EEnV, Feuerschutz, Unfallverhütung.

Man glaubt gar nicht was für ein Irrsinn da in den letzten Jahren zugeschlagen hat. Kindergärten müssen Schaukeln abbauen (unfallverhütung) - Hauser werden in Plastik gepackt - Unglaubliche Umbauten wegen neuer Brandschutzvorschriften. Der Unsinn mit den Rauchmeldern (Mit den Kosten dafür könnte man anderswo sehr viel mehr Menschenleben retten)
Stoppt den Vorschriftenwahn und es wird in D aufwärtsgehen

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mr-mucki 27.12.2018, 10:10
4. ein Bürokratisches Monster

diese Gelder werden durch die Bürokratischen Auflagen einfach verhindert. Persönlich habe ich viel mit Forschungsförderung zu tun bei Mittelständischen Unternehmen in Zusammenarbeit mit Instituten. Bevor dort ein Cent fliesst investieren sie 2 Monate einer Fachkraft um die Anträge zu schreiben und während des Projektes eine halbe Stelle in der Buchhaltung um alle Nachweise zu führen. dadurch werden kaum Gelder angerufen, was zu der bizarren Situation führt, dass die Ämter die Firmen auffordern endlich zu forschen, um den Standort zu sichern.

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fatal.justice 27.12.2018, 10:13
5. Investitionen?

Die kommunale Verwaltung ist offenbar nicht geschickt genug, bundesstaatliche Zuwendungen anzufordern. In meiner Heimatstadt nun nicht gerade - dort ist man relativ rührig und Infrastrukturprojekte werden regelmäßig bezuschusst. Der Staat kann nur seine Mittel verteilen, wenn regionale Verwaltungen sie einfordern und den Nachweis erbringen, ihn zu benötigen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Kommunen dermaßen pleite sind, dass sie nicht mal den Versuch unternehmen, Projekte anzuschieben - denn: Anteilig wird man finanzieren müssen. Eine 100%-ige Kostenabdeckung gibt es staatlicherseits nicht. Das ist der Hauptgrund, warum vor allem Brücken seit einer geraumen Zeit vor sich hin siechen und erst erneuert/ersetzt werden, wenn es nicht mehr anders geht und der Stillstand droht.

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99Augustus 27.12.2018, 10:14
6.

Das bereit gestellte Geld für Infrastruktur- und andere Baumaßnahmen kann nicht ausgegeben werden, weil Bauwirtschaft und Handwerk ausgelastet sind. Und warum ist das so? Weil seit den 70ern den jungen Leuten eingeredet worden ist, sie müssten aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit Soziologie und Psychologie studieren, genau wie den Kindern des Bildungsbürgertums. Da bräuchten sie sich nicht mehr die Finger schmutzig zu machen. Jetzt fehlt der Nachwuchs in Baugewerbe und Handwerk.

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bebreun 27.12.2018, 10:15
7. soviel zu den Sparmassnahmen

Es ist besonders hier in den Kommentarforen immer wieder zu lesen, dass der Staat und seine Organe zu viel sparen und zu wenig für Sttaßen, Schulen, Infrastruktur etc. ausgeben. Seit einigen Jahren liegen genug Gelder dafür bereit und können z.B aus den geannten Gründen nicht ausgegeben werden. Hinzu kommt, dass Bundesmittel für Bildung von den Bundesländern blockiert werden, weil sie sich einer Einflussgefahr des Bundes verwehren. Und dann tauchen hier immer wieder die haltlosen Klagen über zuviel sparen beim Staat auf. Schuldenabbau wäre sicher auch hilfreich.

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laermgegner 27.12.2018, 10:15
8. Und wo ist der Skandal ?

Jetzt fehlt nur noch der Ruf, dass noch mehr Beamte eingestellt werden müssen, um den Papierkram erledigen zu können! Kleine Unternehmen haben nur durchschnittlich Arbeit, aber öffentliche Aufträge werden immer aufwendiger, wenn man allein die kostenlose Angebotsabgabe nur denkt. Deshalb ist der Skandal, dass die Behörden denken, mit dem Bau von Flughäfen alles lösen zu können - um die Sorgen aus der Luft sich anschauen zu können. Aber das Problem wird ja nicht an der Wurzel gekämpft, solange man glaubt, sich mit Geld ( alles erkaufen zu können ) alles regeln zu können. Andere Seite ! Baustellen stehen still, weil die Arbeiter im Sommer mit der Familie Urlaub machen wollen. Chef, wenn ich kein Urlaub bekomme, gehe ich so und komme nicht wieder - So sieht es heute aus, man hat von der Behörde gelehrt, auch zur schönsten Zeit mit den Beamten zu feinern !

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wusselpowa 27.12.2018, 10:15
9. Staat, Staat und wieder Staat...

...ein Trauerspiel, was unsere unfähigen sogenannten Eliten bestehend aus Studienabbrechern, Politologen und verbeamteten Juristen hier anrichten. Chavez hätte seine Freude an unserem Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Dabei sollte eigentlich jedem klar sein, dass der Staat nicht der bessere Investor, der bessere Start-Up-Unternehmer, der bessere Wohnungsbauunternehmener u.v.m. ist. Die im Artikel genannten 25 Mrd. Euro wurden den Steuer- und insbesondere den Sozialabgabenzahlern Deutschland in Form von im weltweiten Vergleich exorbitant hohen Beiträgen abgepresst. Diesen Beitragszahlern gehören diese 25 Mrd. Euro und niemandem anders sonst! Gebt es ihnen einfach zurück. Sie werden einen Weg finden, die Gelder sinnvoll dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen. Ganz im Gegensatz zu unserem aufgeblähten Staatsapparat.

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