Forum: Wirtschaft
Investitionsstau in Deutschland: 25 Milliarden Euro liegen ungenutzt herum
DPA

Der Staat hat 25 Milliarden Euro auf dem Konto, die für Straßen, Schienen und Datennetze gedacht sind. Laut einem Medienbericht schafft er es aber nicht, das Geld auszugeben.

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Hoellenhagen 27.12.2018, 10:17
10. Nix Neues

Die Bundesbahn musste 2003 vier Mrd. Euro Mark für die Instandsetzung der kaputten Gleise zurückgeben, weil der oberkluge Mehdorn zu viel Bauingenieure in den Vorruhestand (ab 45) geschickt hatte.

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jo126 27.12.2018, 10:19
11. Meinen Sie?

Zitat von crossy-hl
Unser Staat erstickt vor Geld und die die Verwaltung erstickt in den vorgegebenen Verfahren für Investitionen. Wir haben nicht nur einen Investitionsstau, sondern auch auch einen Stau bei der Verschlankung von Verwaltungsstrukturen. Letzteres Problem scheint der Politik aber noch gar nicht ins Bewusstsein gerückt zu sein.
Es liegt doch am System. Beamten- und Verwaltungsstellen sind doch auch beliebte Parkplätze für Parteigänger. Da gibt es keinen Grund für Politiker, diesen Moloch zu verkleinern. Das ist wie bei Diätenerhöhungen: Da sind nur die dagegen, die wissen, dass das eh die anderen entscheiden und man so oder so in den Genuss kommt. Dazu kommt das Peter Prinzip, oder der Drang vieler Beamter, sich durch irgendeinen Erlass zu verewigen - sinnvoll oder nicht. Und nicht zu vergessen: Das Besoldungs- oder Vergütungssystem, in dem die Leitungsspanne die Gehaltshöhe mitbestimmt - je mehr Untergebene, des höher das Gehalt. Aber es gibt keine Belohnung für Bürokratieabbau! Sowohl an Personal, wie auch an Vorschriften, Erlassen und Gesetzen.Wär mal ne Idee, aber bleibt wohl ein Traum.

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jo126 27.12.2018, 10:23
12. Ja, aber

Zitat von teluke
Der nächste Abschwung kommt bestimmt. Dann ist es sehr positiv das Geld vorrätig zu haben um auch dann die Wirtschaft weiterlaufen zu lassen. Es macht doch keinen Sinn in Zeiten der ....
Es gibt einen Investitionsstau, habe ich verstanden. Die Steuern sind auch dazu da, die Infrastruktur intakt zu halten, nicht Spargroschen anzulegen. Zumindest nicht, wenn Dringendes Investitionen erfordert. Dabei fordern linke Steuerfans in anderen Foren doch tatsächlich, dass noch mehr Steuern gezahlt werden sollen. Selbst, wenn die vorhandenen gar nicht ausgegeben werden können. Naja, Ideologie halt.

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localpatriot 27.12.2018, 10:26
13. Falsche Zeit fuer Staatsinvestitionen

Die Privatwirtschaft geht auf Hochtouren mit 1,3 Millionen offenen Arbeitsplätzen. Normalerweise ist die Zeit fuer Staatsinvestitionen wenn die Privatwirtschaft stagniert.
Also, abwarten bis die Arbeitslosigkeit zunimmt, dann ist die richtige Zeit fuer die 25 Milliarden.
Lucky Germany

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dachauerthomas 27.12.2018, 10:30
14. John Meynard Keynes

Wenn die Konjunktur brummt, es wenig Arbeitslose gibt, dann hat der Staat die Schulden der letztem Reszession zu begleichen, damit er in der nächsten Rezession Geld für Konjunkturprogramme hat. Doch die Chicago Boys sind an einem funktionierenden Staat nicht interessiert, sie wollen nur absahnen, immer wenn sich die Chance ergibt.

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gunpot 27.12.2018, 10:31
15. Sie haben recht

man sollte vorrübergehend - vielleicht für einen Zeitraum von fünf Jahren - auf die anteilige Finanzierung der Kommunen verzcihten und die Sanierung von Schulen, Schwimmbädern, Sporteinrichtungen, kommunale Strassen, etc....zu 100% aus Bundesmitteln finanzieren. Wenn eine Kommune dann immer noch nicht die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, dann ist ihr auch nicht mehr zu helfen. Sicherlich dürften da noch einige verwaltungstechnische und gesetzliche bestehen, um so zu verfdahren. Also frisch Gesellen, seid zur Hand..... und verfahrt dabei so, dass die Baukonjunktur in D nicht noch weiter angeheitzt wird. In puncto Autobahnsanierung z.B. reichen mir die Baustellen. Steckt doch einfach mehr Geld in die Bahn.

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fredotorpedo 27.12.2018, 10:32
16. Dem Betrag sollte man noch die Summe hinzufügen,

die Firmen als überhöhte Preise wegen Hochkonjunktur verlangen können und auch verlangen.
Jeder Bürger, der im letzten Jahr Handwerker beschäftigte, egal ob Maler, Klempner oder Elektriker und die Rechnungen mit denen aus Vorjahren verglich, kann einLied davon singen.
Geld, was nicht unbedingt gebraucht wird oder nicht ausgegeben werden kann, sollte zum Schuldenabbau verwendet werden. Die nächste Flaute kommt bestimmt, spätestens dann wird der Schuldenberg wieder wachsen. Und auch ein Ende der Niedrigzinsphase ist absehbar, nach der auch der Staat wieder weniger zum Susgeben haben wird.

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steveleader 27.12.2018, 10:35
17. Lieber einen Überschuss...

als ein Defizit.
Schuldenabbau wäre die sozialste Art mit Überschüssen umzugehen.

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touri 27.12.2018, 10:36
18.

Das Problem ist tatsächlich vielschichtig. Als jemand der selbst öffentliche Baumaßnahmen betreut fallen mir folgende Punkte ein:
- Es wurde allgemein über die Jahre massiv Personal beim ÖD eingespart. Hiervon betroffen sind auch die Obersten Finanzdirektionen und Bauämter, die schlussendlich für die Umsetzung verantwortlich sind. Jetzt fähiges Personal zu finden ist kaum möglich, weil die Bezahlung bei den Privaten einfach deutlich besser ist.

- Die Auschreibungsverfahren sind häufig komplex. Aktuell wird auch alles auf E-Vergabe umgestellt und viele Firmen scheinen sich dem nicht bewußt zu sein, oder scheuen den Aufwand sich in das Thema einzuarbeiten. Ich erlebe es zumindest häufig, das Ausschreibungen über die E-Vergabe ohne Ergebnis verlaufen und man erst jemanden findet, wenn man die Firmen danach direkt anschreibt und um Angebotsabgabe bittet.

- Seit die Zinsen vor ca. 10 Jahren durch die EZB runtergeschraubt wurden herrscht Bauboom. Die Baufirmen sind bis über alle Ohren ausgebucht und selbst wenn man eine findet, an Material zu kommen ist auch nicht einfach. Brandschutztüren, z.B. haben aktuell Lieferzeiten von über einem halben Jahr.
- Die oben genannten Probleme wurden durch die Migration im Jahr 2015 nochmals deutlich verschärft, da der Bau von Unterkünften für die Migranten (verständlicherweise) priorisiert wurde.
Ich denke die Probleme werden sich erst entspannen, wenn die Zinsen wieder steigen und sich die Wirtschaft abkühlt.

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Mister Stone 27.12.2018, 10:38
19.

Zitat von fatal.justice
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Kommunen dermaßen pleite sind, dass sie nicht mal den Versuch unternehmen, Projekte anzuschieben - denn: Anteilig wird man finanzieren müssen. Eine 100%-ige Kostenabdeckung gibt es staatlicherseits nicht. Das ist der Hauptgrund, warum vor allem......
So ist es (jedenfalls in den Kleinstädten in dem Bundesland, in dem ich lebe). Es müssten immense Summen selbst aufgebracht werden, um überhaupt einen Zuschuss zu erhalten. Aber die Schuldenbremsenkeule schlägt jede kommunale Initiative tot. Geld kriegt nicht, wer Geld braucht, sondern wer Geld hat. Viel Geld kriegt nur, wer viel Geld hat. Dahinter steckt unser neoliberales System mit der Gier nach unsinnigen - für Investoren aber höchst lukrativen - Privatisierungen.

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