Forum: Wirtschaft
Investor aus Nahost: Saudischer Prinz pumpt Millionen in Twitter

Twitter begeistert offenbar auch den saudischen Prinzen Walid Bin Talal. Der Milliardär investiert 300 Millionen Dollar in den Kurznachrichtendienst. Die Medienbranche gehört zum Spezialgebiet des Prinzen.

Alkyone 19.12.2011, 12:41
1. Thema

Zitat von sysop
Twitter begeistert offenbar auch den saudischen Prinzen Walid Bin Talal. Der Milliardär investiert 300 Millionen Dollar in den Kurznachrichtendienst. Die Medienbranche gehört zum Spezialgebiet des Prinzen.
Völlig rückständig diese saudischen Prinzen.
Versuchen Sie doch einfach in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Saudi-Arabien Skype oder ähnliche Kommunikationsapps zu installieren.
Benutzer müssen entweder nach Ägypten oder in die Türkei, um solche Apps herunterladen zu können.
Von freier Kommunikation halten alle diese Diktatoren recht wenig.

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DJ Doena 19.12.2011, 12:46
2.

Finde ich gut. So bleibt noch eine Weile verdeckt, dass Twitter kein einnahmenfähiges Geschäftsmodell hat und irgendwann verschwinden wird.

Aber da ich Twitter mag, soll der Prinz ruhig seine Millionen anlegen.

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Stelzi 19.12.2011, 13:04
3. Richtig und falsch

Zitat von DJ Doena
Finde ich gut. So bleibt noch eine Weile verdeckt, dass Twitter kein einnahmenfähiges Geschäftsmodell hat und irgendwann verschwinden wird. Aber da ich Twitter mag, soll der Prinz ruhig seine Millionen anlegen.
Richtig ist, dass Twitter kaum dazu taugt Umsätze und Gewinne zu generieren.
Falsch ist, dass Twitter verschwinden wird. Entweder krallt sich Google oder FB Twitter, denn mit dem getweete kann man prima datamining betreiben und vorhandene, funktionierende Geschäftsmodelle (Werbung, Sammeln von persönlichen Daten und deren Verknüpfung) unterstützen.

Die warten nur, bis es preiswert zu haben ist.
Auf alle Fälle scheint der Ölprinz ein Zocker zu sein...

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Uexkuell 19.12.2011, 13:29
4. Twitter

Zitat von Stelzi
Falsch ist, dass Twitter verschwinden wird. Entweder krallt sich Google oder FB Twitter, denn mit dem getweete kann man prima datamining betreiben und vorhandene, funktionierende Geschäftsmodelle (Werbung, Sammeln von persönlichen Daten und deren Verknüpfung) unterstützen.
Twitter ist ein Selbstläufer, das stimmt. Keineswegs aber darf man hieraus schließen, dass Twitter von besonders fähigen Leuten geführt wird.
In der Branche gilt das Führungspersonal von Twitter als überheblich, rigide, sexistisch. An der Spitze sitzen Amateure, die eher durch Zufall, als durch Können einen großen Wurf gelandet haben. Twitter war kein außergewöhnliches Startup, sondern ziemlich durchschnittlich. Die Idee wiederum war gut und zündete beim jungen Publikum.

Fragen Sie sich doch einmal, warum in den letzten fünf Monaten ein Großteil wirklich kompetenter Leute bei Twitter ausgestiegen sind. Einmal sind da die Parties, die im Bunga Bunga Stil von den Bossen geschmissen werden. Und dann sind da die haarsträubenden Fehler im Umgang mit den Ideen der eigenen Mitarbeiter.
Twitter mag jetzt eine Marktposition erworben haben. Aber das heißt in der Internetwelt gar nichts. Erinnern Sie sich noch an Yahoo? An AOL? An FortuneCity? An Myspace?

Ein Internetunternehmen muss sich wandeln können. Bisher hielt man am einfachen Grundkonzept fest und erweiterte nur sporadisch. Vielleicht, und darauf kann man für Twitter nur hoffen, werden sie von einem großen Unternehmen geschluckt. Dann besteht Hoffnung für diesen Dienst. So aber, vor allem am starren Festhalten des bisherigen Konzeptes, wird bei der nächsten Welle Twitter untergehen.

Twitter hat außerdem im deutschsprachigen Raum eine geringe Bedeutung, was Werbeeffekte angeht. Dort tummeln sich eher Kommunikatoren, was durchaus relevant ist und auch für jede Firma eine Erwägung darstellen muss. Natürlich kann man auch hier Follower erwerben. Aber jeder PR-Profi durchschaut diesen Trick sofort, der auch unter Laien bekannt ist.

Interessant ist bei Twitter darum nicht, wer möglichst viele Follower hat, sondern wer über aktive Follower/Nutzer verfügt. Und wie gesagt, wer sich einmal anschaut, wieviel Deutsche aktiv Twitter nutzen, dann ist das nur ein winziger Bruchteil und zwar werberelevant wegen der interessanten Nutzer, aber kaum geeignet, um eine kritische Masse zu erreichen. Twitter wächst im Moment noch hierzulande, das stimmt.

Ich würde kein Investment in diese Firma tätigen. Für mich gibt es interessantere Firmen. Aber dem Prinzen, wie auch allen Twitter-Liebhabern wünsche ich natürlich trotzdem das Beste.

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rotella 19.12.2011, 14:26
5. Titel

Ich verstehe den Hype um Twitter überhaupt nicht. Das Ding hat keinerlei praktischen Nutzen und es wird zu 99% nur Dünnsch.. darüber verbreitet.
Wenn man sieht, dass selbst damals innovative Dienste wie myspace untergegangen sind, kann es bei Twitter auch nicht mehr lange bis zum Aus dauern...

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sample-d 19.12.2011, 15:00
6. |||||

Zitat von rotella
Ich verstehe den Hype um Twitter überhaupt nicht. Das Ding hat keinerlei praktischen Nutzen und es wird zu 99% nur Dünnsch.. darüber verbreitet.(...)
Es kommt drauf an was man draus macht - vermutlich folgen Sie einfach den falschen Leuten ?

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XRay23 19.12.2011, 15:33
7.

Twitter ist eine feine Sache.
Ich folge jeder Menge unabhängiger Journalisten und habe so die Nachrichten weit bevor man sie durch die Mühle gedreht im Fernsehen oder auf Seiten "der freien Presse" geboten bekommt.
Das möchte ich ehrlich gesagt nicht mehr missen.

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BlakesWort 19.12.2011, 19:08
8.

So blöd ist Twitter nicht, es eignet sich nur eben nicht, um wirklich gezielt Zielgruppen anzusprechen. Nur weil jemand Charlie Sheen als Charlie Harper verfolgte, muss der eben nicht das Bier trinken, dass in der Semper Oper gebraut wird.

Und es ist wie mit dem gesamten Internet. 99 Prozent der verbreiteten Informationen sind redundanter Quark, inklusive dieses Posts.

Interessant ist allerdings, warum das ein saudischer Prinz macht. Hat man ihm erzählt, dass sich der Arabische Frühling relativ effektiv über Twitter (bzw. bei fehlendem Netz über Blackberrys) koordiniert hat? Saudi-Arabien ist auch kein Wunderland der Demokratie, um es vorsichtig zu formulieren.

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mitbestimmender wähler 19.12.2011, 19:44
9. Erfolgreicher IT Unternehmer ist die passendere Bezeichnung

Der Walid hatte auch schon ein glückliches Händchen mit seinen Pricline.com/Amazon.com/Ebay.com/Apple Beteilligungen.

Ist also durchaus ein Insider und recht erfolgreich in dieser Branche.

Mobil und im Silikonvalley bekannt ist er schon lange, öfters stand sein Privatjet 747 Jumbo in Städten wo erfolgreiches IT Gewerbe herrscht. In Zukunft steht sein Neuer Vogel, die Airbus A380 VIP wohl noch mehr dort.

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