Forum: Wirtschaft
Investoren aus China: Bundesregierung plant höhere Hürden für Übernahmen
Leifeld

Deutsche Unternehmen sind bei Investoren begehrt, vor allem bei chinesischen Konzernen. Die Bundesregierung will kritische Infrastruktur und Wissen schützen - und plant, ihr Veto-Recht auszuweiten.

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Observator 07.08.2018, 14:11
1. Die irrlichternde Deutsche Industrie- und Wirtschaftspolitik

Angelsächsische, saudische, katarische und andere internationale dubiose Finanzhaie- und Zocker bleiben eingeladen, in der deutschen Industrie zu investieren, während die Chinesen, die inzwischen in weiten Bereichen des internationalen Marktes operieren, draußen bleiben sollen.
Aktuelles Beispiel: Ein US-Finanzinvestor mit einer Beteiligung von sage und schreibe 3%! legt den Thyssen-Krupp so aufs Kreuz, dass die maßgeblichen Führungsleute fluchtartig den Konzern verlassen.
(Eigentlich eine Story aus dem Tollhaus!

Von den Firmen, die inzwischen anteilig von den Chinesen übernommen wurden, hört man über die zunächst als Risiko angesehenen Einstiege aus CH. sowohl von den Führungsleuten als auch der Gewerkschafts- und Belegschaftsseite nur Positives.
Übrigens dürften die deutschen Investitionen und Beteiligungen in China noch wesentlich umfangreicher sein, als die chinesischen Investitionen hierzulande.
Eine solche Wirtschafts- und Industriepolitik Deutschlands ist irrlichternd und führt uns in eine düstere Zukunft - neben der schon vergeigten Energiepolitik der Pfad in die Niederungen die fortschreitende Erosion des (Noch-) international mit tonangebenden Industriestandortes Deutschland!

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gertner27 07.08.2018, 14:58
2. Zeichen der Zeit

Übermenschentum stirbt wohl nie aus. Glaubt man im Westen im Ernst, man könne den Aufstieg der Chinesen durch solche maßnahmen verhindern? Vielleicht nur um zwei oder drei Monate bremsen, mehr aber nicht. Der Preis dafür wäre große außenpolitische und wirtschaftliche Schaden für Deutschland. Leifeld könnte nun Pleite gehen und ein chinesisches Unternehmen wird sich Leifelds marktanteile holen. Als deutsch-chinesisches Gemeinschaftsunternehmen sieht die Zukunft dagegen rosig aus.

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germaninchina 07.08.2018, 15:06
3. Deutsche Bahn

Vielleicht sollte die Bundesregierung eher mal überlegen, die Bahn an chinesische Investoren zu verkaufen (oder eher verschenken). Da läuft's nämlich mit der Bahn - im Gegensatz zu Deutschland

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Paul Max 07.08.2018, 15:50
4. Also .....

wenn wir irgendwo investieren (wollen), ist das freier Welthandel. Wenn die Chinesen, Russen oder wer auch immer das will, dann ist es eine Gefährdung des Standortes Deutschland.
Eine doch stark eingeschränkte Wahrnehmung von Realität.

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hergen.heinemann 07.08.2018, 16:14
5. Völlig unverständlich,

dass sich die Bundesregierung so die Hände binden will. Warum setzt sie das Limit nicht gleich bei 7,5%.

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derleibhaftige 07.08.2018, 16:14
6. Investition

Staatliche Planung und Regulierung der Wirtschaft hat noch nie funktioniert und meistens mehr Schaden als Nutzen angerichtet.

Ein Beispiel war die DDR. Das war auch ein perfekt abgeschotteter und regulierter Markt, indem niemand von aussen investieren durfte und in dem die Menschen nur das konsumieren durften, was der eigene Markt abgeworfen hat.
Diesen Zustand scheint man inzwischen wieder herbeizusehnen in Deutschland.

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ruediger 07.08.2018, 16:53
7.

Es gibt keinen Grund vor ausländischen Investoren Angst zu haben. Wenn in Deutschland das Kapital für die entsprechenden Investitionen fehlt ist hier vielleicht die Steuerlast zu hoch. Ein potentielles Investitionsverbot in einer Vielzahl von Zukunftsbranchen wird jedenfalls potentielle Investoren auch aus ganz anderen Ländern abschrecken, die aus ihrem Investment auch wieder irgendwann aussteigen wollen.

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schumbitrus 07.08.2018, 17:26
8. Staatswirtschaft BRD?!

Was für eine Willkür! Der Staat als Wissensträger der schützenswerten Unternehmen? LÄCHERLICH!!!

Vor dem Hintergrund, dass man den Chinesen ihre Staatswirtschaft immer vorwirft ist es grotesk, solche Willkür-Gesetze zu erlassen.

Denn tatsächlich ist es doch so, dass derartig "geschützte Unternehmen" eine Markt-Entfremdung erleben und durch Moral Hazard und andere Kollateralschäden anfangen, minderwertige Produkte und Dienstleistungen zu herzustellen.

Der Staat hat die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Bürger überleben - was bei CO2, NOx und Feinstaub katastrophal schief geht, eben weil der Staat sich einmischt! Und anstatt Betrüger-Unternehmen durch den Markt zermalmen zu lassen, nimmt der Staat den verfrühten Tod der Bürger in Tausender-Stückzahlen Jährlich billigend in Kauf. Und das nur, damit Bosse weiter lügen und betrügen und damit sich Oligarchen-Familien weiter auf ihren Pfründen anstrengungslos ihre spätrömische Dekadenz ausleben können.

Was für ein dreckiges, verlogenes System, in dem wir leben. Nicht dass ich mir chinesische Verhältnisse wünsche. Aber die sind in Sachen Diktatur und Bevormundung wenigstens ehrlich!

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espressotime 07.08.2018, 17:36
9.

Das gleiche kann man bitte für Grund und Boden in Deutschland machen. Unglaublich, das viele Vermieter chinesische Investoren sind, die hier kaufen und auch chinesische Studenten beherbergen um in Deutschland das know hole zu lernen.

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