Forum: Wirtschaft
Islamische Schlachtvorschrift: Halal-Fleisch darf kein Bio-Logo tragen
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Fleisch aus ritueller Schlachtung darf nicht als Bioprodukt verkauft werden. Das entschied der Europäische Gerichtshof - und argumentierte dabei mit dem Tierwohl.

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Bananenbieger 26.02.2019, 13:55
20. Errungenschaften

Bin mal gespannt, welche jahrelang erkämpften Errungenschaften, die Frauen, Kinder, Tiere, Vorhäute, offene Gesichter usw. nun aufgrund unserer historischen Schuld wieder geopfert werden.
Demnächst diskutiert man sicher auch noch die Frauenbeschneidung... Mehrfachehen werden ja schon anerkannt und damit auch aus der Sozialkasse gefördert.
Ach wie einfach und kalkulierbar watr unsere Schuld noch vor 8 Jahren...
Und nein, bin kein Nazi. Auch kein Afd-Wähler. Und habe auch schon mehr Frösche grettet und Kinder in den Ferien ehrenamtlich betreut als die meisten "Gutmenschen" hier...

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Das Pferd 26.02.2019, 13:56
21.

Zitat von Tevje
......................Schmerz durch den Schnitte erlebt ein korrekt geschächtetes Tier nicht mehr, so wenig, wie ein Mensch, der sich beim Kartoffelschälen in die Fingerkuppe schneidet, den Wundschmerz sofort fühlt. Der tritt erst Minuten nach dem Schnitt auf.
was Leute so alles wissen. Also ich habe mir noch nie die Halsschlagader durchgeschnitten.

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bernteone 26.02.2019, 14:00
22. Volkerk hat wohl vollkommen recht

hier wird wohl auch ein wenig Stimmung verbreitet oder ist Massentierhaltung in irgend einer Form Tierfreundlich? 750 Millionen Tiere werden in Massentierhaltung jedes Jahr in Deutschland getötet und eine Menge davon unter zumindest fragwürdigen Bedingungen und wer weiß wieviel davon als BIO verkauft wird., aber das is ok . Ich bin Atheist .

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ruhepuls 26.02.2019, 14:16
23. Tierwohl vs. Menschwohl?

Eigentlich ist das Schächten heutzutage unnötig, weil es aus einer Zeit stammt, wo man sicher gehen wollte, dass ein Tier frisch ist, wenn es geschlachtet wird. Elektroschocks etc. gab es damals auch nicht. Das ist die eine Seite...

Die andere Seite ist die Herablassung, die viele hier über "religiöse Gewohnheiten" ausschütten. Religion ist für viele Menschen eben sehr wichtig. Man muss diese ja nicht teilen, aber respektieren.
Übrigens ist unsere Religion, der Humanismus (oder war es der Egoismus?) auch nur eine Erfindung der Menschen - und vielleicht nicht die klügste, wenn man dabei an den Rest der Schöpfung denkt.

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Andraax 26.02.2019, 14:16
24. Religion und Links?

Zitat von Unkaputtbar Links
wenn Sie es immer noch nicht bemerkt haben, leben einige Religionen, die ich hier nicht nennen darf, noch im finsteren Steinzeitalter und pflegen solche Gottesvorstellungen. Es sind die Religionen die unsere Linken ganz toll finden. Bei zeitgemäßen Religionen, die sich gewandelt haben und die solche Fragestellungen zulassen, wirft man dann ihr Verhalten aus vergangener Zeit vor um die Steinzeitalterlichen zu diffamieren. Die selbe Frage können Sie auch zum Fasten stellen. Gott schaut auf andere Dinge, ganz sicher nicht aufs Fasten.
Ich glaube Sie haben da wichtige Zusammenhänge nicht verstanden, denn richtig Linke (solche, die gerne als Kommunisten bezeichnet werden) halten gar nichts von Religionen (Opium für's Volk). Ich glaube der Brückenschlag den Sie machen wollen, ist eine offene Haltung zu Migration schlecht zu reden, indem Sie eine kritiklose Akzeptanz zur Religion unterstellen.

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new#head 26.02.2019, 14:17
25.

Da in Europa die Möglickeit besteht, Fleisch sachgerecht zu kühlen und zu lagern erübrigt sich hier die barbarische
Schlachtmethode. Also macht schächten hier keinen Sinn, dass muss dann aber bitte für alle Religionen gelten
Dann mal viel Spass dabei, das durchzusetzten.

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kalim.karemi 26.02.2019, 14:19
26.

Zitat von VolkerK
Hier in NRW gibt es Schlachthöfe, die Fleisch mit Halal-Siegel produzieren. Keiner davon hat eine Ausnahmegenehmigung, um ohne die im Tierschutzgesetz vorgeschriebene Betäubung zu schlachten. Tatsächlich ist die übliche Betäubung mit Bolzenschuss nicht halal, da das Tier dadurch irreversibel verletzt wird. Bei der Elektrokurzzeitbetäubung ist das anders, die wird hier in NRW praktiziert und es gibt sogar eine Fatwa - also ein islamisches Rechtsgutachten - dass ein derart betäubtes Tier halal ist, da es, wenn es nicht geschlachtet wird, nach einer Viertelstunde wieder aufsteht und keine Zeichen von Gesundheitsschäden aufweist. Das wurde der AfD-Fraktion im NRW-Landtag auf ihre naseweise Anfrage hin unlängst alles nochmal so erläutert: Halal-Schlachtung und Tierschutzgesetz passen zusammen, wenn man nur mal mit einander redet. Insofern ist der Bericht Unsinn, das Urteil bezieht sich ausschließlich auf unbetäubte Schlachtungen, die, siehe oben, zumindest in NRW, mutmaßlich in ganz Deutschland, nicht legal existieren. Offenlegung: ich bin seit 22 Jahren Vegetarier, mich ärgert nur immer wieder, dass alljährlich zum islamischen Opferfest rassistische Ressentiments in Tierschutzthemen verpackt werden, indem diese kleine, aber entscheidende Entwicklung der letzten Jahrzehnte einfach geleugnet wird.
Ihr Buchwissen klingt ganz rührseelig, zeigt aber nichts anderes, als dass Sie noch nie einem Opferfest beigewohnt haben. Für die Moslems die dort aufkreuzen, ist das elektrische Betäuben alles andere als Halal,Fatwa hin oder her. Das Vieh muss bei vollem Bewusstsein sein, wenn ihm der Hals aufgeschnitten wird. Solange Vertreter der Veterinärämter vor Ort sind, insofern sie sich da noch hintrauen, wird der Schein, unter großem Protest gewahrt, sobald sie weg sind, beginnt das große Schlachten. Das ist leider keine AfD Propaganda, das ist die Realität.

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cervo 26.02.2019, 14:22
27. BIO-Aufzucht bedeutet auch nicht ...

automatisch, dass es den Tieren wesentlich besser gehen muss. Fragen Sie mal ihren Bio-Bauern nach der Ausfallrate in der Aufzucht. Ist schön, wenn man überhaupt eine Antwort bekommt.
Lesen sie mal das buch von matthias wolfschmidt: "Das Schweinesystem"

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new#head 26.02.2019, 14:22
28. @Tevje

......das können Sie nur glauben, aber nicht wissen. Es geht in diesem Fall wohl weniger um medizinische Fragen, als um eine ethische Diskussion.

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ruhepuls 26.02.2019, 14:26
29. An welche Menschen?

Zitat von Hans-Dampf
Zuerst einmal sollte an den Menschen gedacht werden. Warum ist es aus religiösen Gründen unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, dass männliche Kinder beschnitten werden dürfen (Mädchen wiederum nicht, aber lassen wir hier einmal die Gleichberechtigungsdebatte weg)? Warum darf die Kirche Arbeitsverträge schließen, die bei ordinären Arbeitgebern direkt anfechtbar wären? Warum gibt es überhaupt die Kirchensteuer, obwohl die Kirche milliardenschwer ist und jede Menge Rücklagen, z. B. durch Immobilien, hat? Und was das Schächten angeht, beschied mir ein ortsansässiger Metzger, dass das Fleisch zarter sei als dies von Tieren, die erst per Elektroschock betäubt wurden. Kann man so oder so auffassen, aber religiöse Riten hören meines Empfindens dann auf, wenn jemand zu Schaden kommt und/oder die Säkularisierung ausgehebelt wird.
Offensichtlich glauben Sie, der Humanismus sei ein Naturgesetz. Das ist er aber nicht, Er ist eine Erfindung der Menschen, wie andere Religionen auch.
Ansonsten gilt: Man muss andere Menschen nicht verstehen, um sie zu respektieren.
Die Menschheitsgeschichte ist voll von Greultaten, die verübt wurden, weil man glaubte die eigene Ideologie (sei sie nun religiös oder politisch) wäre besser als die anderer. Auch die Kolonisten begründeten die Unterdrückung und Ausrottung von Ureinwohnern mit deren angeblicher Primitivität. (in den USA nannte man das "manifest destiny" und meinte damit die Aufgabe, die Zivilisation in die Wildnis zu bringen...)

Im Grunde müsste es jedem Arbeitgeber möglich sein, Verträge so abzuschließen, wie er es für richtig hält. Der Arzt hätte sich ja nicht bewerben müssen. Wenn ich keine Rothaarigen mag, dann stelle ich auch keine rothaarige Putzfrau ein. Eigentlich hatten wir in Deutschland Vertragsfreiheit, bevor die Regulierungswut der Politiker und Beamten uns vorschrieb, was wir zu mögen haben und was nicht.
In Sachen Kirchensteuer stimme ich Ihnen zu, obwohl es mich nicht trifft, da ich in keiner steuererhebenden Kirche bin. (Die Kirchensteuer hat mehr politische Gründe im Sinne der Stabilisierung von Gemeinschaften durch religiöse Betreuung. Wobei das heute auch eher eine Legende ist..)

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