Forum: Wirtschaft
Ist der Euro noch zu retten?

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?

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Gerdtrader50 24.08.2011, 12:08
140. Verstehe die Kritik, ist aber ein bisschen spät

Er hat ja prinzipiell recht, aber: Da Kohl dieses Unikum konstruiert hat, da damals von Politikerseite nichts zu hören war, sodass dieser mit seinem Mitterand diese Wahnsinnswährung ins Leben rufen konnte, was nützt es jetzt, wenn er im nachhinein interveniert. Die EZB hat gehandelt, damit der Schaden nicht noch grösser wird, als er schon ist. 1,2 Billionen Euro Garantien für Staaten, bzw. die Schrottwährung, das ist schon ein starkes Stück. Dann blogt noch Herr Steinbrück in anderen Publikationen, der ja ein gerüttelt Mass Mitschuld trägt an der Entwicklung und jammert, es sei kein Geld da, um die niedergehende Konjunktur mit entsprechenden Programmen nochmal aufzufangen, keiner würde es finanzieren und wenn ich ihn richtig verstanden habe mit seinen Ausführungen, hat er sich geäussert, die verarmten Leute sollten schauen, wie sie ihr Mindesteinkommen bekämen. Das heisst auf gut deutsch: Lasst sie im Rinnstein liegen und verhungern. Es sind ja nur knapp 7 Millionen in Deutschland. Erst den Binnenmarkt zerstören und nur auf Export setzen und Globalisierung als alternativlos erklären und sich von den Finanzmärkten und Banken verulken lassen und dann diesen Opfern der arbeitsmarktfeindlichen und nicht sehr klugen Wirtschaftspolitik auch noch drohen. Die Einkommen über Jahrzehnte politisch gewollt gesenkt, die Binnenmarktrezession erzeugt und statistisch hinweggelogen. So manchmal zweifele ich am Verstand diverser Politiker und Expolitiker. Die Gewalt in Europa nimmt ständig zu und solche Leute verbreiten dann noch weiterhin Angst und Schrecken unter den armen Teufeln, weil das ja so schön ist mit 12.000 Euro Pension im Monat. Schon Biedenkopf sagte, ich verstehe die Leute nicht, die immer rumjammern, ich komme mit meinem Gehalt bestens klar.

Mit Methoden der angebotsorientierten Wirtschafts- und Finanzpolitik und den Konzepten des Hineinsparens in rezessive Entwicklungen mit drohender Depression kommt man bei der gefahrenen Verschuldung nicht mehr weiter. Es hülfe nur die Rückkehr zur nachfrageorientierten Wirtschafts- und Finanzpolitik und antizyklische Geldpolitik. Dann müssten sie nochmal nachlernen, wie man Konjunkturprogramme richtig kapitalisiert, die Zielsetzung richtig macht, die Laufzeit mindestens auf 7 Jahre zieht, dann bestünde die Chance, dass der Kontinent nicht pleite geht. Ich rede hier nicht von Alibiprogrammen in Trinkgeldhöhe von insgesamt 50 Milliarden Euro, für Europa sind hier rund minimum 1 Billion Euro in den 7 Jahren zu investieren. Die Exportanteile sukzessive mit Anziehen der Binnenmärkte Europas etwas zurücknehmen. In Boomzeiten Schulden zurückführen, in rezessiven Zeiten geht das nicht. Etwas Inflation muss hierfür in Kauf genommen werden, wenn nicht in Europa durch deflationäre Entwicklung der genannte Stillstand drohen soll. Im übrigen würde ich die Gewaltentwicklung der in ihrer Existenz bedrohten Verarmten nicht auf die leichte Schulter nehmen, bevor die verhungern, werfen die mit Sternmärschen die Parlamentarier ins Grüne vor dem Reichstag, Bannmeile hin, Polizei her. Das interessiert keinen mehr, wenn 1 Million Demonstranten, ggflls unter Gewalteinwirkung, vorrückt. Die Politik möge ihre Expolitiker mit ihren Äusserungen ein wenig zähmen, bevor das Pulverfass hochgeht. Der Euro muss entweder weg und Nationalwährungen wieder her oder die Vereinigten Staaten von Europa müssten gegründet werden, amerikanisches Muster. Sonst geht Euroland alleine wegen dem Euro pleite.

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andrea heil 24.08.2011, 12:10
141. von Eichen und Borstenvieh

Zitat von vHayekFan
Der Dollar ist angeknockt. Die Chinesen suchen Alternativen zur sicheren Anlage ihrer Überschüsse. Eurobonds würden nicht nur .....
Kann man nicht oft genug wiederholen.
Dazu sehr lesenswert: http://www.ftd.de/politik/internatio.../60094704.html

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Arthur Dent 24.08.2011, 12:11
142. Altersweisheit ??

..oder wieso meldet sich jetzt die Bundesbirne mit Kritik an der Konstruktion der Eurozone. oder vielleicht doch Alzheimer, sonst sollte er wissen das es ja schliesslich er und seine Kohorten waren die diesen Unsinn angezettelt haben. Schliesslich brennt es nicht nur in Griechenland, sondern das Problem heisst PII(G)S. Und die hätte auch Kohl nicht draussengelassen.
Hart gesprochen hat er die Stbilität der DM verkauft um sein Bild in der deutschen Geschichte zu zementieren.
Ein Egoist und Opportunist sein Leben lang !

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blog1 24.08.2011, 12:12
143. Lösungen schaffen und keine Probleme wälzen

Zitat von sysop
Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
Endlich hat sich der Bundespräsident zu der Eurokrise einmal gemeldet. Es wurde auch Zeit. Narürlich ist der Euro zu retten oder wollen wir etwa in die Kleinstaaterei zurückfallen. Das wäre genauso, wie wenn wir das Internet wieder abschaffen wollten. All diejenigen, die sich nationale Währungen wieder herbeisehnen, haben nicht ausreichend über die Konsequenzen nachgedacht.

Es sind jetzt zwingend Lösungen gefragt. Im Prinzip liegen sie auf dem Tisch. Wir sollten doch nicht glauben, dass nicht längst ein oder mehrere Lösungsszenarien ausgearbeitet wurden. Der Abstimmungsprozess unter den EU-Staaten ist jedoch schwierig, weil auch die Schuldenkrise hochkomplex ist und weil es sich um Demokratien handelt - Gottlob. Wir sollten mal einen Blick über den Tellerrand wagen und uns anschauen, was gerade in Nordafrika im Gange ist. Das schärft den Blick, wie gut es uns eigentlich geht und welchem politischen System wir das alles zu verdanken haben. Ich sage ja nicht, dass bei uns alles in Ordnung ist und dies spricht Wulff ja auch an, aber dieses Poltikerbashing ist unerträglich und das sage ich als Nichtpolitiker. Unter der Führung von Deutschland und Frankreich muss jetzt der Duchbruch geschafft werden. Das sind nun mal die zwei größten Volkswirtschaften in Euroland. Nachdem sich die Konjunktur wieder abschwächt, weil ja auch die USA schwächelt, ist dringender Handlungsbedarf geboten. Wir werden uns entscheiden müssen. Wollen wir einen Systemwechsel hin zu einer Wirtschafts- und Finanzpolitik, die den Namen soziale Marktwirtschaft verdient oder wollen wir warten, bis antidemokratische Kräfte das Ruder übernehmen, weil die Demokraten nicht in der Lage waren, die Krise zu meistern.

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R.G.Wagner 24.08.2011, 12:13
144. Kohl hat die Euro-Katastrophe eingebrockt, jetzt will er sich exkulpieren

Die gemeinsame Währung für Länder mit völlig unterschiedliche Wirtschaftskraft war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, s. auch die damalige Verfassungsklage von Dr. Hankel et.al.

Und jetzt kommt Kohl und will sich noch rasch exkulpieren, damit nicht auffällt, dass die kommende Euro-Katastrophe auf sein Konto geht.

MfG Wagner

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irreal 24.08.2011, 12:14
145. Zweckmetamorphosen

Zitat von sysop
Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
Bundespräsident Wulff ist also der Meinung, dass die Eurorettung nicht gelingt, weil sich an bestehende Gesetze nicht gehalten wird.

Also dafür braucht man ihn sicher nicht, weil ich zumindest schon länger als Frau Merkel an der Regierung ist, das Gefühl durch gewisse Aktionen (auch ermöglicht durch bestimmte Parteien) habe, dass Gesetze ständig miáchtet werden.

Die heutige Krise ist sicher nicht durch Frau Merkel ausgelöst und zu Herrn Wulff ist auf jeden Fall unvergessen festzuhalten, dass er sehr viele wichtige Errungenschaften der Deutschen wie zum Beispiel die Lernmittelfreiheit, abgeschafft hat und weil er da wohl auf dem Siegeshöhenflug war so weit ging, sogar das Blindengeld abschaffen zu wollen in Niedersachsen.

Das hat glaube ich noch keiner vor ihm gewagt. Nur den großen Aktionen seitens der Bürger dieses Bundeslandes war es zu verdanken, dass wenigsten dieses amoralische Verhalten von ihm zurückgenommen wird.

Das dieser Mensch heute Bundespräsident von Deutschland ist zeigt doch genau was manche wohl für richtig halten.

Koste es was es wolle nur nicht die eigenen Kosten sollen es sein.

Wofür Herr Wulff das macht, diese spekulative Frage werde ich mir sicher nicht stellen und was ich davon halte hab ich hiermit gesagt.

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lefs 24.08.2011, 12:14
146. Die Sache mit dem Wasser und dem Wein...

...Wulff forderte ein Ende der Schuldenpolitik zu Lasten junger Menschen. "Die Versündigung an der jungen Generation muss ein Ende haben."

Na dann fangen Sie gleich mal damit an, Herr Wulff. Sie lassen sich in so jungen Jahren in so ein reines Laber-Amt wählen und kassieren dann auf Lebenszeit(!!!) Ihr derzeitiges Gehalt und die super Privilegien, wie Dienstwagen und Arbeitszimmer etc.

Das ist für mich ein krasser Fall von extremer Versündigung an der jungen Generation. Und an der alten gleich mit. Und ähnliches gilt für die gesamte Poltikerkaste, die sich eine kostenlose Altersversorgung bezahlen läßt, die normale Menschen erst nach hunderten von Arbeitsjahren erreichen würden.

Also Herr Wulff, fangen Sie (als teuerster Staatsdiener mit reiner Repräsentationsfunktion) und Ihre Kollegen doch gleich mal an mit dem Ende der Versündigung. Aber Sie haben natürlich nur an die Rentner aus meinem Rentensystem gedacht.

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rolli 24.08.2011, 12:15
147.

Zitat von Andreas Heil
So lob' ich mir einen Bundespräser. Erst bestdotiert in der Versenkung verschwinden, um dann zu einem besonders schlechten Zeitpunkt mit was richtig dummen, dem Volk nach dem Maul zu reden. Vielleicht sollte er doch noch mehr Zeit investieren, sein "junges Glück" im goldenen Käfig von Bellevue zu genießen. Na ja, man sollte auch nicht vergesse, dass der böse Wulff den Job als Repräsentant des reaktionären Landadels bekommen hat, genau wie die meistgebärende Vertretung des niedersächsischen Landadels im Kabinett.
Wulff sagt nichts dazu, woher denn die Staatsverschuldung kommt. Er tut so, als ob er heute Morgen aufgewacht sein, und plötzlich standen die Schulden vor seinem Bett. Nein, dieser Mann hat Jahrzehntelang mit seiner Politik dazubeigetragen, dass nun die Schulden so angehäuft sind, dass sie drücken.
Er hat eine Steuersenkung nach der anderen mitbeschlossen und er hat Steuersenkungen aus der Substanz als Bundespräsident unterzeichnet.
Ich hab mir mal die Mühe gemacht und für verschiedene Länder das Verhältnis vom Staatsbudget zum BIP auszurechnen, wobei ich - meine Faulheit geschuldet - überschlägig gerechnet habe.
Nirgendwo bei den entwickelten Staaten ist der Prozentsatz des Büdgets niedriger als in D. Er beträgt 9%.
USA 30%, Fr. 15%, Schweden, Dänemark und Norwegen je 50%, und diese Staaten werden vermtlich schon dieses Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.
Wer den Haushalt niedermacht und Steuern aus der Substanz senkt, der muss sich nicht wundern, wenn dann bei den kleinsten Unwägbarkeiten Schulden anfallen. Wer dem Staat die Mittel wegnimmt die er benötig, um seine Aufgaben zu erledigen, der treibt ihn vorsätzlich und wissend in die Verschuldung. Das nenne ich neoliberalfaschistische Politik.

rolli

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kagu 24.08.2011, 12:15
148. Selbst katastrophal

Zitat von beobachter68
Die lage der EU und Euro ist in der Tat erbärmlich. Dabei ist das nicht die Schuld von Wirtschaft und nicht einmal der Finanzindustrie, sondern vor allem von Politiker. Europa hat eine einmalige Inkompetenz auf politische Ebene. Die größte Volkswirtschaft Europas hat einen Arzt als Wirtschaftsminister(!!!), die Inkompetenz der Bundeskanzlerin in Wirtschafts- und Finanziellen-zusammenhänge braucht kein Kommentar und jetzt meldet sich noch de ich, er Bundespräsident als finazrechtlichen Experte zu Wort! Was für ein katastrophaler Zustand.
"Katastrophal" finde ich das mangelhafte Deutsch, das Sie uns hier zumuten. Wie wäre es mit Nachhilfe?

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Bahnix 24.08.2011, 12:15
149.

Zitat von politik aktuell
...Was will Frau Merkel überhaupt? Jeder normale Bürger bekommt doch mit, dass der Euro ins schlingern gerät. Ist Sie überhaupt noch in der Lage, klug und besonnen zu reagieren? Eindeutig nein! Wir brauchen eine neue Führungsperson in der BRD!
Ja, was will Freu Merkel überhaupt?
Wenn wir ihren Werdegang anschauen ist das doch klar: Sie studierte in der DDR.
Wer in der DDR studierte, musst sich bedingungslos dem System unterwerfen.
Ob sie eine Stasivergangenheit hat, kann ich nicht beurteilen
Nach der Wende hat sie sich in der CDU eingeschlichen und dann den Kohl skrupellos kaltgestellt

Glaubt ihr wirklich, jemand mit dieser Vergangenheit, kann für sein Land einstehen?

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