Forum: Wirtschaft
Ist der Euro noch zu retten?

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?

Seite 512 von 629
rolli_ 21.01.2012, 13:57
5110.

Zitat von donald17
Sie haben es auch getan. letzter Absatz.
Völlig richtig, aber die iren haben es so getan, dass es nicht auffiel, und manche gar von der Genesung Irlands gesprochen haben.
Griechenland hat auch ELA-kreditre bezogen:
"Infolge der sinkenden Einlagen, aber auch der Einschränkungen bei der Refinanzierung der griechischen Banken durch die Europäische Zentralbank (EZ) wendeten sich die Banken an den Hilfsmechanismus der nationalen Währungsbehörde. Allein im September 20,14 Mrd. zogen sie 20,14 Mrd. Euro Euro aus ELA-Krediten, womit das “Finanzierungsloch” seit der Aktivierung des Mechanismus durch die Griechische Bank im August 2011 auf 26,6 Mrd. Euro anschwoll.

Auf diese Weise erfolgte die volle Ergänzung der Liquidität, die infolge der Reduzierung der Finanzierung durch die EZ um 15,33 Mrd. Euro und den Rückgang der Einlagen um 5,5 Mrd. Euro verloren gegangen war. Konkret gestaltete sich die Finanzierung über das Eurosystem Ende September 2011 auf 77,76 Mrd. Euro gegenüber 93 Mrd. Euro im Vormonat, während der Wert der hinterlegten Sicherheiten im selben Zeitraum um 3 Mrd. Euro auf 148,9 Mrd. Euro zurückging.

"
rolli

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krassopoteri 21.01.2012, 14:23
5111.

Zitat von rolli_
Die Iren haben das clever gemacht. Sie haben Ihren Banken einfach Geld gegeben das die Iren selber gedruckt haben. Und zwar an der EZB vorbei. rolli
Wo haben Sie denn dieses Märchen her?

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krassopoteri 21.01.2012, 14:24
5112.

Zitat von compone
PS: Was passiert mit den Münzen?
Das gleiche, auch die kehren zum inneren Wert zurück.
Der Schrotthändler wartet schon darauf.

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Patrik74 21.01.2012, 15:25
5113. Fundamentalismus

Zitat von donald17
Sorry Patrick, ich lasse mir nicht irgendwelchen Schwachsinn in den Mund legen! Natürlich gibt es Kritiker, die den Kauf von Staatsanleihen durch die EZB für einen Sündenfall halten. Dort steht aber NICHT, dass dies ein Sündenfall ist! Sind Sie in der intellektuell in der Lage den Unterscheid zu kennen?
Es würde schon reichen, dass sie die Kritiker dieser - wie soll man sagen? - "großzügigen" Regelauslegung nicht als "Blinde" bezeichnen; Jeder kann erkennen, dass die ursprünglichen Regelungen und Zwecke missbraucht werden, sei es Target, ELA, die Termineinlage, der EFSF/ESM, die Rettungsschirme - und im Ergebnis haftet immer der selbe; der, der vorgeblich am meisten "profitiert" hat.

Vielen Dank auch für den Verweis auf den Artikel der SZ; Seite 1 fasst das Kernproblem sachlich richtig zusammen:

Zitat von SZ
(Griechenland, Irland, Portugal, Spanien) rühren daher, dass diese Länder schon bei der Ankündigung des Euro Mitte der neunziger Jahre in den Genuss extrem niedriger Zinsen kamen, sich deshalb hemmungslos verschuldeten und Kapital aus anderen Gebieten des Euroraums, vornehmlich aus Deutschland, absogen. ... Deutschland kam wegen hoher Kapitalabflüsse stattdessen in eine Flaute mit niedrigen Lohn- und Preissteigerungen sowie extrem niedrigen Investitions- und Wachstumsraten. ... Nichts könnte falscher sein als die Aussage von Bundeskanzlerin Merkel, dass Deutschland "wie kaum ein anderes Land" (so in ihrer jüngsten Regierungserklärung) vom Euro profitiert habe.
Hinzu kommen die jahrelangen Zinssubventionen zu Deutschlands Lasten, das "Verschenken" des Exportüberschusses über die konsolidierte Verrechnung bei der EZB, etc., etc., etc.

Kurz gesagt, Deutschland wird jetzt schon ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, aber statt diesen Umstand anzuprangern, meinen die Umverteilungsaposteln, dass Deutschland übermäßig profitieren würde und daher noch mehr abdrücken müsste, und sei es unter Beugung und Brechung aller vereinbarten Regeln.

Zitat von
Der Markt für Staatsanleihen, außer für GR, ist intakt! Auch dies bestreitet niemand, der bei klarem Verstand ist.
Ich gebe es auf.

Zitat von
Ob es für DE teuer wird, wird sich weisen. Momentan profitiert DE von diesem Marktgeschehen, z.B. durch extrem niedrige Zinsen.
Rechnen sie die offiziellen und verdeckten Transfers seit Euroeinführung zusammen, schlage sie dann noch die "Garantien" darauf und stellen sie dies den vermeintlichen Vorteilen gegenüber, vielleicht geht ihnen dann ein Licht auf. Erste Anhaltspunkt finden sie hier.

Zitat von
Bitte unterlassen Sie es, mir irgendwelchen Schwachsinn, den Sie sich gerade ausgedacht haben, in den Mund zu legen!
Keine Sorge, obwohl sie selbst Artikel posten, die den Missbrauch der Instrumente beklagen, weigern sie sich beharrlich den Missbrauch anzuerkennen. So schizophren muss man erst einmal sein.

Ginge es um Religion würde man sie als Fundamentalist bezeichnen.

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1frankenfurter 21.01.2012, 15:59
5114.

Zitat von Patrik74
Es würde schon reichen, dass sie die Kritiker dieser - wie soll man sagen? - "großzügigen" Regelauslegung nicht als "Blinde" bezeichnen; Jeder kann erkennen, dass die ursprünglichen Regelungen und Zwecke missbraucht werden, sei es Target, ELA, die Termineinlage, der EFSF/ESM, die Rettungsschirme - und im Ergebnis haftet immer der selbe; der, der vorgeblich am meisten "profitiert" hat.
Der selbsternannte Euro-Hausmeister im Forum räumt jetzt mit Lug und Trug auf. Dann haftet schon mal derjenige, der vorgeblich (aber nicht wirklich) von der Eurozone profititiert hat ganz alleine. Unerhört!

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Patrik74 21.01.2012, 16:24
5115. Lug und Trug

Zitat von 1frankenfurter
Der selbsternannte Euro-Hausmeister im Forum räumt jetzt mit Lug und Trug auf.
Wenn schon, dann wäre ich lieber der Abrissunternehmer dieses Euro-Hauses; der Hausmeister hat in diesem Haus sowieso keine Funktion mehr, und die Hausordnung ist nicht mehr Wert, als das Papier auf dem sie steht.

Der Lug und Trug wurde schon lange von der Presse aufgedeckt, und wie man an den zahlreichen links sieht, auch schon großflächig kommuniziert. Offensichtlich werden die Botschaften aber nicht wahrgenommen, oder von vielen nicht verstanden, und von denen, die sie verstehen sollten, anscheinend konsequent verleugnet. Traurig!

Zitat von
Dann haftet schon mal derjenige, der vorgeblich (aber nicht wirklich) von der Eurozone profititiert hat ganz alleine. Unerhört!
Haben sie den Eindruck, dass die deutsche Bevölkeung tatsächlich profitiert? Erstaunlich! Was beschweren sie sich also permanent? Dann ist doch alles in Butter. Weiter so!

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marant 21.01.2012, 16:42
5116. ttt

Zitat von rolli_
Die Iren haben das clever gemacht. Sie haben Ihren Banken einfach Geld gegeben das die Iren selber gedruckt haben. Und zwar an der EZB vorbei. Sie haben die Schulden der Banken für systemisch und akut bezeichnet und dafür den Banken ELA-kredite gegeben, an der EZB vorbei und ohne dass die was machen konnten. Zwar hat jetzt die irische Zentralbank die Schulden am Hals und weiss nicht wie die die Bilanz gegenüber der EZB wieder herstellen soll, aber das ganze Theater ist denen so erspart geblieben, obwohl die fast soviele Schulden ( im Verhältnis ) haben wie die Griechen. rolli
stimmt, auch die Bundesbank bediente sich dementsprechend, wenn auch nicht in diesem Ausmass ! wie es auch sei, es ist die Folge der Krise, darüber kann man trefflich streiten, was aber zur Krise des keltischen Tigers führte ? Was für Hinterlassenschaften Anglo Irish Bank, Allied Irish Banks und Bank of Ireland uns bescherten, wissen wir allzugut inzwischen... für das kleine Land kollosal. Diese kollosale Kollateralschäden der Finanzinstitute "durfte" der Steuerzahler übernehmen. Das neoliberale Musterländle fand sich über die Nacht am Rande des Abgrunds. Noch 2007 lag die Verschuldung bei 25 Prozent und jetzt ? Der private Sektor, völlig überschuldet, war schon damals retuschiert/ausgeblendet, bis das Wirtschaftswunder in sich zusammenbrach. Im Folge wurde die "Neuverschuldung" sauber auf die Steuerzahler umgeschichtet.

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marant 21.01.2012, 17:18
5117. ttt

Zitat von 1frankenfurter
Klingt plausibel. Aber schütten Sie nicht das Kind mit dem Bade aus. Schulden/Kredite etwa für ökologischen Landbau oder dessen Erforschung und Kredite für einen Tourismus, den kein Mensch mögen kann, sind doch nicht vergleichbar. Wer stopft den Vollpfosten in Politik und Wirtschaft oder angegliederten Instituten endlich deren Spruch: "sozial und gut ist, was Arbeit schafft" dahin, wo er hingehört?
war halt verkürzt dargestellt, auf Ihre Frage, was zur Immobilienblase führte ?
Die Banken heizten den Bauboom auf die Spitze, so dass sie sogar die USA in dieser traurigen Statistik des Platzes verwiesen. Nun gehören die Finanzinstitute "gerettet" zu werden - sage und schreibe 99 Milliarden wurden bereit gestellt.

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donald17 21.01.2012, 19:17
5118. Feedback

Zitat von Patrik74
Es würde schon reichen, dass sie die Kritiker dieser - wie soll man sagen? - "großzügigen" Regelauslegung nicht als "Blinde" bezeichnen; Jeder kann erkennen, dass die ursprünglichen Regelungen und Zwecke missbraucht werden, sei es Target, ELA, die Termineinlage, der EFSF/ESM, die Rettungsschirme - und im Ergebnis haftet immer der selbe; der, der vorgeblich am meisten "profitiert" hat. Vielen Dank auch für den Verweis auf den der SZ; Seite 1 fasst das Kernproblem sachlich richtig zusammen: Hinzu kommen die jahrelangen Zinssubventionen zu Deutschlands Lasten, das "Verschenken" des Exportüberschusses über die konsolidierte Verrechnung bei der EZB, etc., etc., etc. Kurz gesagt, Deutschland wird jetzt schon ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, aber statt diesen Umstand anzuprangern, meinen die Umverteilungsaposteln, dass Deutschland übermäßig profitieren würde und daher noch mehr abdrücken müsste, und sei es unter Beugung und Brechung aller vereinbarten Regeln. Ich gebe es auf. Rechnen sie die offiziellen und verdeckten Transfers seit Euroeinführung zusammen, schlage sie dann noch die "Garantien" darauf und stellen sie dies den vermeintlichen Vorteilen gegenüber, vielleicht geht ihnen dann ein Licht auf. Erste Anhaltspunkt finden sie . Keine Sorge, obwohl sie selbst Artikel posten, die den Missbrauch der Instrumente beklagen, weigern sie sich beharrlich den Missbrauch anzuerkennen. So schizophren muss man erst einmal sein. Ginge es um Religion würde man sie als Fundamentalist bezeichnen.
Es ist leider sehr unerfreulich mit Ihnen zu diskutieren. Darum würde es mich freuen, wenn Sie meine Posts nicht mehr kommentieren würden. Selbstverständlich werde ich auch die Ihrigen nicht mehr kommentieren.

Warum ich die Diskussion so unerfreulich finde?
M.E. vermischen Sie die Themen, wechseln diese wie es Ihnen beliebt, reißen Zitate aus aus dem Zusammenhang und verfremden damit die Aussage, häufig begründen Sie Ihre Meinung nicht mit Fakten sondern mit der Meinung eines anderen und tun so als wären dies Fakten.

Daher: Salut

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templindani 21.01.2012, 19:35
5119. Ein Omen und ein Blick in die Zukunft

Zitat von sysop
Mit ungewöhnlich scharfer Kritik meldete sich Bundespräsident Wulff in der Euro-Krise zu Wort: Vor einer Gruppe Nobelpreisträger rügte er die Strategie von Spitzenpolitikern und Währungshütern. Hat er Recht? Ist der Euro überhaupt noch zu retten?
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