Forum: Wirtschaft
Ist die Energiewende gescheitert?

Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?

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Koana 27.05.2012, 11:34
120. Verschlagenheit ungleich Intelligenz!

Zitat von sysop
Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
Intelligente Menschen begehen Selbstmord, oder sie schaffen es ihre ganz persönliche Immunisierungsstrategie zu entwickeln, mit deren Hilfe sie es bewerkstillgen, in der Forschung oder Lehre arbeiten zu können - als bewußt im fachlichen schwebende Idioten.

Die Welt wird von Menschen beherrscht die verschlagen, clever, extrem egozentrisch und in keinster Weise visionär sind und auch so agieren.

Wer wirklich geglaubt hatte, die Atomlobby (Rückbau = bestenfalls neutral - so sämtliche Kosten vom Steuerzahler getragen werden - normalerweise jedoch kommen endlich die Kosten auf die Konzerne zu, die sie normalerweise hätten längst zurückstellen müssen! Man gehe die Bilanzen durch und betrachte die Rückstellungen für AKW´s - lächerliche Millionenbeträge (in einem Fall verdient der Vorstand sogar alleine mehr p.a.!) würde sich einfach geschlagen geben, die Merkel hätte auch nur eine Silbe nicht als Lügenkonstruktbaustein gesprochen, der glaubt auch an die Mähr vom grenzenlosen Wachstum.

Die EE könnten längst etabliert sein, man hätte schon vor Dekaden damit beginnen können - nur - sie sind nicht so simpel zu handhaben wie AKW´s wenn man dort die Risiken ganz einfach ausblendet - oder soweit marginalisiert, dass sie eben keine signifikante Rolle im Entscheidungsprozess spielen.

EE Energien bedürfen aber globaler, grenzüberschreitender Planungen in weit höherem Maß, als unsere engstirnigen Rendigteapostel je darstellen könnten - sie sind in ihren engen Stuben gefangen, die persönliche Villa ist dem Konzernboss allemal wichtiger, als eine effiziente, nachhaltige Energiewandlung, das Golf-Wochenende mit den Kumpels wird akribischer geplant, als ein Nordafrikanisch-Paneuropäischer Netzaufbau - wohl tausendfach akribischer.

Wir die Masse der Menschen, sind doch einfach nur dämliche, willige Kreaturen, die sich letztlich alles - aber auch wirklich alles gefallen lassen, solange wir nur unsere kleinen persönlichen Welten halbwegs angenehm gestalten dürfen.

Statt Golf-WE -eben der Grillnachmittag, statt Villa die ETW - im Grunde sind wir eben auch nur verschlagen - nur eben noch blöder, als die Konzernbosse und deren Politmarionetten - insofern - es lebe die Atomkraft - sie ist sauber und ganz billig!!!

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mrotz 27.05.2012, 11:36
121. war ja auch klar

Zitat von energieinfo
Elektrotechniker/Physiker mit aktuellem Wissen wissen, dass man mit der Hochspannungsgleichstromübertragung auf immerhin 3% Leitungsverluste bei 1000 km Leitungslänge herunterkommt. Die Technik ist da, nur - noch - zu teuer. Ich stimme Ihnen aber zu, dass in Sachen Energiewende viel Bullshit erzählt wird, besonders dann, wenn Leute behaupten, man müsse einfach nur noch Windkraft und Photovoltaik ausbauen, dann klappt das schon. Die meisten haben nicht begriffen, dass der Schlüssel zum Erfolg ein technisch machbarer und dabei wirtschaftlich und umweltfreundlich einzusetzender Stromspeicher ist. Mich wundert es, dass weder Rot-Grün (die hatten ja 1998 den Mega-Bonus in Sachen politischer Freiheit, den sie nicht genutzt haben) noch Schwarz-Gelb (deutlich rationaler aber irgendwie oft mit Nebenschauplätzen beschäftigt) dies in politisches Handeln umgesetzt haben - denn unter Leuten, die sich mit der Energiefrage beschäftigen, ist es unumstritten, dass die Speicher der Schlüssel zu einer rein auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung sind.
Die Grünen sind eine Esoterikpartei und Technikverabscheuend. Daß bei denen keine klugen Köpfe sitzen ist doch a priori klar.

mfg

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schlob 27.05.2012, 11:37
122.

Zitat von thepunisher75
... Ein Beweis das das sogar mit der Solarenergie funktioniert zeigt die Menge der Solarenergie, die jetzt in der sonnigen Zeit gewonnen wurde- 20 (!!) mal soviel wie durch ein AKW !
so etwas kommt heraus,wenn man nicht klar zwischen politischen
entscheidungen und technologie-entscheidungen unterscheidet.-

die politische entscheidung lautet:
wir wollen bezahlbare,sichere,klimafreundliche energie-erzeugung.-

die krux ist,dass sich ein haufen auf diesem gebiet ignoranter laien anmasst,zu entscheiden,was sicher ist-und klimafreundlich usw
der bundestag ist wegen grassierender partieller ignoranz völlig überfordert.-

das grundgesetz spricht von "politischer willensbildung"-von technologischer beurteilung steht da gar nix-

kein mensch käme auf die idee,den bundetag entscheiden zu lassen,ob man motoren mit obenliegender nockenwelle baut-oder
besser seitlich-

die piraten waren die erste technologische elite-partei als antwort auf dieses desaster der demokratie-

es waren web-spezialisten,die über web-fragen entscheidungen
fällten-also dinge,von denen sie mehr verstehen als die etabl. parteien.-fast alles dipl-ing,informatiker,software-spezialisten-

das machte den charme aus- das war das neue- das ersehnte-
da waren welche,die liessen die alten parteien alt aussehen,weil die da nicht mitkamen-

hoffen wir,dass sie nicht als "freibier für alle partei" enden.-

wir brauchen mehr solcher elite-parteien

und die cdu sollte begreifen,warum das linke lager mehr stimmen bekommt- die haben sich aufgeteilt und spezialisiert-

es ist eine partei notwendig,die für akw eintritt,denn dies wollen
messbare teile der bevölkerung-
eine volkspartei kann da nur unglaubwürdig sein.

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ginfizz53 27.05.2012, 11:38
123. Schon wieder...

Zitat von thepunisher75
Ein Beweis das das sogar mit der Solarenergie funktioniert zeigt die Menge der Solarenergie, die jetzt in der sonnigen Zeit gewonnen wurde- 20 (!!) mal soviel wie durch ein AKW !

Lernen Sie mal den Unterschied zwischen physikalischer "Leistung" und "Energie"...

Zu einer bestimmten Zeit haben die eine Leistung bereitgestellt, keine Energie. Die bekommen Sie erst, wenn Sie über die Zeit integrieren...

Bei Superwetter vielleicht 8h/d mit schwankender Leistung...

Vereinfacht:

Leistung=Energie pro Zeit

Energie= Leistung mal Zeit

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weißer_rabe 27.05.2012, 11:38
124. Trügerische Strategie

Zitat von sysop
Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
ich gehe eher davon aus, dass Merkel’s Strategie sehr trügerisch ist. Falls ich mich nicht irre, die Schwarzen waren Befürworter der Kernenergie und wollten die Laufzeit von AKWs verlängern. Dagegen waren die Roten und Grünen. Das wäre so geblieben, wenn Fukushima nicht gewesen wäre. Mit dem Unfall hat sich alles schlagartig geändert. Merkel wusste es: davon würden die Grünen profitieren. Sie entschloss sich ihnen entgegen zu kommen. Die Wähler konnten es als ein Signal ablesen: Merkel sei bereit unsere Politik zu vertreten und mitzumachen. Doch das ist trügerisch - sie weiß Bescheid, dass die Energiewende nicht möglich ist. Sie ist bereit alles in Namen der Energiewende zu opfern, um später im Falle einer Niederlage zu sagen: “Meine Damen und Herren. Ich habe alles, was in meiner Macht war, versucht, um die Energiewende durchzusetzen. Doch sie ist gescheitert. Deshalb haben wir uns entschlossen die vorhandenen AKWs wieder ins Netz zu nehmen.”

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kulupp 27.05.2012, 11:38
125. Japan hat alle Atomkraftwerke vom Netz genommen!

Und das innerhalb eines Jahres, ohne daß ein Blackout erfolgt. Eon läßt Gaskraftwerke im Winter abschalten um die kalte Reserve aus Österreich zu bemühen. Das kostet die dann weniger. Blackout droht, die Netzagentur prüft!

Kein Geld für neue Trassen? Deutschland hat doch Rekordeinnahmen, kann sich Geld für 0 % Zinsen aufnehmen und haut noch Geld für Griechenland und EU raus bis zum geht nicht mehr.

Was stimmt denn nun?

Die konservativen Politiker wollen ihre Versorgungsposten bei den großen Energieunternehmen nicht verlieren oder die Wirtschaft macht nicht mit bei dem ganzen.

Die Umlage der EEG wird zu 80% von privaten finanziert und die Wirtschaft tut so als würde man sie mit hohen Energiepreisen erdrosseln.

Trassen werden so geplant daß möglichst viele Menschen dagegen angehen, anstatt mit den Menschen eine bestmögliche Trassenführung anzustreben, die dann zugegebenermaßen etwas teurer ist aber immerhin schneller fertig wird.

Von den Windmühlenbetreibern finanzierte, selbstprojektierte Trassen
sind meist sehr schnell fertig, weil die sich mit den Anwohnern einigen.

Das wollen die antirendem Politiker aber scheinbar garnicht.

Langsam zum Ausgangsounkt zurückkehren:

Wir brauchen mehr Öl-,Gas-. Kohlekraftwerke und die AKW müssen nochmal 50 Jahre laufen. Bis sich auch der letzte Manager die Taschen vollgestopft hat und dem letzten unfähigem Politikter ein Versorgungspöstchen bietet.

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fr.rottenmeier 27.05.2012, 11:41
126. Ganz ihrer Meinung

Zitat von CyberDyne
Das von Ihnen beschrieben Chaos wird absichtlich seitens der Regierung herbei geführt! Vertagen, verwässern, hinhalten, große Reden schwingen und Absichten erklären, jedoch das Gegenteil davon im Schilde führen, dies die Politik von Mutti. Im Netz herrscht Investitionsstau, weil die Konzerne und Ihre Komplizen in der FDP und CDU/ CSU, allen voran Herr Fuchs, Fipsi und Brüderle den Ausstieg gar nicht wollen! Lieber die schnelle Mark mit den AKWs kassieren und die Politik schmieren! Seit Jahrzehnten wurde seitens der Stromkonzerne nicht in das Stromnetz investiert, trotz genialer Absocke und Milliardengewinne. Und genau das betreibt man auch weiterhin!
einen Ausstieg wird/darf es aus kapitalistischer Sicht alleine schon deshalb nicht geben,weil die alten Anlagen noch nicht alle vollständig abgeschrieben bzw. noch technisch viele Jahre funktionsfähig sind. Die Atommeiler sind für die Energiekonzerne eine wunderbare Gelddruckmaschine. Und an den schwindelerregenden Kosten, die jetzt entstehen werden bei den Lagerplätzen Morsleben und dem Salzstock Asse, wird sich die Atomindustrie wohl kaum beteiligen. Das wird man mit Steuergeldern abwickeln. Von den dauerhaften Umweltschäden, die diese völlig überholte Technologie anrichtet, ganz zu schweigen.

So sehr eine Mehrheit immer noch darauf besteht, dass der Kapitalismus die Triebfeder des Fortschritts und der Innovationen ist, gibt es mittlerweile genügend Beispiele, die dies widerlegen. Eine Industrie, die sich dem Fortschritt und der Erhaltung dieses Planeten nicht verpflichtet fühlt, sondern sich ausschließlich um die Maximierung ihrer Gewinne sorgt, besitzt meiner Meinung nach keinerlei Existenzrecht.

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schlob 27.05.2012, 11:41
127.

Zitat von Cleanthinking
... Redlich wäre es, nun Neuwahlen anzukündigen und dabei einen "Quasi-Volksentscheid" einzuholen, ob eine sauber geplante Energiewende gewünscht wird, oder nicht. ...
und besonders redlich wäre es,dem volk klar zu sagen,was
der strom dann kosten wird-

und es nicht mit dem quatsch zu belügen,es kostet fast nix

dann werden sie sehen,wie lieb die leute die akw haben werden

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digitalesradiergummi 27.05.2012, 11:41
128. Wir haben einen Rechtsstaat

mit freiheitlich demokratischer Grundordnung.
Das kostet Geld, ziemlich viel.
Bringt aber auch viel.

d.h. sind 79.999.999 der Deutschen gegen AKWs
und nur einer dafür, so dass er eins bauen und betreiben will, so ist ihm das erstmal zu gestatten,
den es bringt Arbeitsplätze, Steuern und
natürlich Strom

Alle gewerbetehnischen Auflagen hat er zu erfüllen
und das auch für die Zukunft sicherzustellen.
Dann ist gut. Sind Zweifel daran vorhanden,
ist zu überlegen, ob es Alternativen gibt.
dann könnte man es ihm es erst Recht verweigern.
AKWs oder nicht ist keine demokratische Frage,
sondern eine freiheitliche.
Die zuständigen Gerichte (Verfassung und Verwaltung)
sehen sich ausserstande, letzendlich beurteilen zu können,
ob Restrisko und Müll nicht doch die Freiheit auch
nur eines einzelen bedrohen.
(umgekehrt gilt das natürlich auch)
So ist die AKW-Frage bewusst an die Parlamente
zurücküberwiesen worden.
Da entscheidet die Wählerstimme, nach Stimmungslage.

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Schwede2 27.05.2012, 11:42
129. Heuchelei über alles

Zitat von sysop
Die Umsetzung der Energiewende stockt. Der Ausbau des Stromnetzes kommt nur schleppend voran, die Realisierung der Gaspipeline Nabucco wird immer fraglicher und die Einspeisung des Stroms aus Offshore-Windparks gelingt nicht. Im Spannungsfeld mit dem Wirtschaftsministerium müssen nun schnell Entscheidungen getroffen werden. Oder was denken Sie - ist die Energiewende gescheitert?
Endlich ist Röttgen weg! Jetzt brechen die Dämme. Röttgen war immer der Fremdkörper in dieser Partei/ Koalition, die mit Nachhaltigkeit und Ökologie so grad gar nichts am Hut hat. Morgenluft zieht durch diese Sturmtruppe und es wird losgelegt, um alle Röttgen'schen Ideen in möglichst kurzer Zeit zu beerdigen. Die Befriedung im Land interessiert da keinen einzigen wirklich. Vergessen die aufmüpfigen Bürger, die der Politik mehr Last als Lust sind.

Neue Kohlekraftwerke, natürlich ohne CCS, was man den Bürgen nicht "verkaufen" kann. Längere Atomlaufzeiten, welche Heuchelei und Lügerei. Das wird sich schwer rächen!

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