Forum: Wirtschaft
Italien gegen Europa: Das kann ja heiter werden
AFP

Neuverhandlung der EU-Verträge, Schuldenerlass, weniger sparen, mehr ausgeben - das sind Eckpfeiler der möglichen neuen Regierung in Rom. Experten sagen eine dramatische Wende im italienisch-europäischen Verhältnis voraus.

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Markus Dicks 17.05.2018, 20:27
100. Median Vermögen: D- 64.000, I 146.000

..also vor diesem Hintergrund kann man gut diskutieren. Die italienischen Haushalte haben fast 3x so viel Vermögen wie die Deutschen. Da ist doch sicherlich auch für uns noch was drin.

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giostamm11 17.05.2018, 20:28
101. schwäbische hausfrau - Ton

abgesehen davon dass Sie einen arroganten überheblichen Ton haben stimmt ihre Position schlicht nicht. Sie kennen die Reform Dini nicht. Sie haben keine Ahnung zum Stand der impliziten Verschuldung und widerlegen Sie gefälligst meine Zahlen. Italien hat eine positive Leistungsbilanz. Ist Exportnation Nr. 8 der Welt, hat Wachstum. Was gibt es zu meckern? Warum bitte soll ein Staat mit Schulden Bankrott sein wenn er Zinszahlungen leistet und umschulden kann? Nach ihrer Logik wäre Deutschland mit 2000 Mia Schulden Bankrott weil der Jahreshaushalt insgesamt knapp 700 Mia ist? Das ist plattestes Wirtschaftsverständnis. Dieses arrogante deutsche Fingerzeigen mag bei Griechenland funktionieren, nicht aber beim Nettozahler und G7 Staat Italien. Nachdenken hilft....und ich sag das aus Schweizer Position.......wissen Sie wie man Deutsche hier sieht? Als verarmendes Volk auf tiefem Niveau, das 400.000 Gastarbeiter zu uns sandte. Das machte auch Italien in den 60er Jahren aber die Italiener hatten nicht diesen arroganten Dünkel und waren realistisch....heute sehen sich Deutsche als Wirtschaftsmacht Nr. 4 mit BIP Platz 19.......Italien mit 22 mio weniger Einwohner ist auf Platz 8 mit BIP Platz 25, macht aber nicht halb so ein Theater darum dass es ein G7 Land ist. Das ist der Unterschied. Für mich mit beiden Nachbarn ist klar wo meine Wahl hinfällt

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fat_bob_ger 17.05.2018, 20:29
102. Leider muss ich Ihnen in vollem Umfang

Zitat von schwaebischehausfrau
Italien ist eines der reichsten Länder der Welt, mit einem Durchschnitts-Vermögen der Privathaushalte (Median-Wert, Zahlen 2013) von ca. 164.000 Euro, das damit mehr als dreimal so hoch ist wie das in Deutschland mit ca. 51.400 Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vermoegen-deutscher-haushalte-kleiner-als-in-euro-krisenlaendern-a-890247.html "Arm" ist in Italien nur der Staat - weil ihn seine Bürger, genauso wie in anderen südeuropäischen Staaten, einfach verarmen lassen. Durch eine viel höhere Schwarzarbeits-, Korruptions- und Steuerhinterziehungs-Rate als z.B. in Österreich, NL, DE oder Skandinavien. Dazu kommen Reformverweigerung, aufgeblähte und zu Selbstversorgungsläden verkommene Beamten-Apparate und opulente Renten-Systeme. Aber Steuern zahlen oder eine Vermögensabgabe wollen die italienischen Politiker (und zwar unabhängig davon ob linke, rechte oder "Komiker") den Italienern nicht zumuten. Im Gegenteil: Noch mehr Steuergeschenke. Bezahlen sollen das dann die Länder, deren Bürger unterm Strich deutlich ärmer sind als die Italiener, deutlich länger arbeiten müssen und deutlich weniger Rente bekommen. Das nennt man dann "Europäische Solidarität". Ermöglicht erst durch den Euro und sein Erpressungspotential.
zustimmen. Diese Politik wird auf dem Rücken der Sparer möglich gemacht, eine solide Geldentwertung ermöglicht immer neue Schuldenberge, wenn die Zinsen niedrig gehalten werden.

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winniebaruffol 17.05.2018, 20:31
103. Italien gegen Europa?

Was für eine unqualifizierte Aussage.
Wenn schon gegen etwas, dann gegen die EU!
Ich kann einfach nicht verstehen, wie man diese beiden Begriff so leichtsinnig und fast schon arrogant missbrauchen kann.
Und unten bereits die nächste fragwürdige Überschrift: Europa hat genug! NEIN, es ist höchsten die EU die genug hat......

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stefan.albrecht@virgilio. 17.05.2018, 20:32
104. Deutsche Ignoranz

Vielleicht werden sich die deutschen Zahlendreher mal endlich mit der Realität auseinandersetzen und verstehen müssen, dass Geld nur Mittel zum Zweck aber nie Zweck selbst sein darf. Dann werden sie sich vielleicht an die Deflationspolitik der Weimarer Politik und ihre katastrophalen Folgen erinnern. Und vielleicht werden sie dann verstehen, dass das Bruttoinlandsprodukt nichts anderes als ein goldenes Kalb ist.

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trex#1 17.05.2018, 20:39
105.

Zitat von missisross
Und es kommt wohl die überfällige Quittung für das nationalistische deutsche EXPORT Überschuss Gehabe. Wer jahrelange mit Dumping Löhnen im eigenen Land die inner EUR Staaten des Südens die Konkurrenzfähigkeit raubt und darauf auch noch stolz ist, darf sich nicht wundern, wenn diese irgendwann zurück schlagen. Da sie ihre eigene Währung nicht mehr haben und abwerten können, bleibt nur der EURO Ausstieg übrig, wenn Deutschland nicht endlich die Löhne soweit erhöht, dass der EXPORT Überschuss annulliert ist. So einfach ist das. Capito?
Italien ist nach Brexit drittgrößter Nettozahler in der EU und hat die drittgrößte Volkswirtschaft. Italien ist ein reiches Land, den Italienern geht es gut.

Es ist richtig, dass der Euro und das deutsche Lohndumping Italiens Konkurrenzfähigkeit verschlechtert.
Aber warum sollte Italien "zurückschlagen"? Der deutsche Exportüberschuss erhöht den Wohlstand der Italiener, sie müssen das, was sie verbrauchen, nicht alles selbst erarbeiten, sondern bekommen das aus Deutschland geliefert.
Dank Euro bezahlt die deutsche Bundesbank die Rechnungen für die Italiener, dafür haben sie Targetverbindlichkeiten, die sie ohnehin niemals begleichen werden. Wie hoch die sind, kann den Italienern also letztlich egal sein.
Daher wird es auch keinen Euro Ausstieg geben, da müssten sie ja völlig verrückt sein. Am Ende müssen sie die entfallenden Exportüberschüsse Deutschlands u.a. auch noch durch eigene Arbeit ersetzen. Wo ist der Vorteil?
Notfalls haben sie ihren Draghi, der kauft noch viele Schuldscheine auf. Natürlich für Europa.

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HardyPDM 17.05.2018, 20:41
106. Ja! zu Schuldenschnitt weltweit

Nicht nur Italien sollte komplett entschuldet werden. Alle Länder. Das Zins und Zinseszinssystem zerstört unser aller Lebensgrundlage. Verlieren würden nicht die Banken, sondern die wenigen, denen fast alles gehört (dazu mal die neuesten Statistiken zur rasant ansteigenden Zahl und dem Vermögen der Milliardäre nachlesen ... und zur Verarmung des Rests der Menschheitsfamilie)

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brux 17.05.2018, 20:41
107. Italien

Italien war in der EU (und den Vorläufer-Strukturen) immer nur ein Mitläufer. Es gab und gibt ein paar grosse italienische Europäer, aber Staat und Regierung sind ein ewiger Witz. Niemand in Brüssel nimmt die Italiener ernst. Was soll man auch mit Ideen machen, die unter EU-Recht illegal sind?
Und das zu erwartende Gezetere der Italiener wird man einfach durch Marktkräfte beantworten lassen. In ein paar Monaten gibt es dann sowieso eine neue Regierung.

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brux 17.05.2018, 20:45
108. Hinweis

Zitat von Darwins Affe
1) Dumpinglöhne: Deutschland hat die vierthöchsten Bruttolöhne nach den Kleinstaaten DK, Lux, IR und Schweden. 2) Exportüberschuss: Die Euro-Staaten bekommen die Waren aus Deutschland wegen Target2 quasi geschenkt. 3) Konkurrenzfähigkeit: Unterschiedliche Volkswirtschaften mit verschiedener Finanz- und Wirtschaftspolitik lassen sich halt nicht in eine Gemeinschaftswährung pressen. 4) Notabene: Man sollte vielleicht seine paar Kröten nicht unbedingt in Euro anlegen. Die nächste Krise könnte schneller kommen, als man denkt.
ad 3)

Der wirtschaftliche Unterschied zwischen Ostfriesland und Oberbayern ist grösser als der zwischen Oberbayern und der Toskana.

Man muss das eben nur entsprechend regeln, z.B. mit einem echten europäischen Finanzausgleich, der die Leistungsbereiten belohnt und die Parasiten bestraft. Von beiden Sorten gibt es viele in jedem EU-Land.

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Benjowi 17.05.2018, 20:48
109.

Zitat von Darwins Affe
1) Dumpinglöhne: Deutschland hat die vierthöchsten Bruttolöhne nach den Kleinstaaten DK, Lux, IR und Schweden. 2) Exportüberschuss: Die Euro-Staaten bekommen die Waren aus Deutschland wegen Target2 quasi geschenkt. 3) Konkurrenzfähigkeit: Unterschiedliche Volkswirtschaften mit verschiedener Finanz- und Wirtschaftspolitik lassen sich halt nicht in eine Gemeinschaftswährung pressen. 4) Notabene: Man sollte vielleicht seine paar Kröten nicht unbedingt in Euro anlegen. Die nächste Krise könnte schneller kommen, als man denkt.
Sie sagen es: "Bruttolöhne". Genau das ist aber der springende Punkt. Die Menschen sehen die Nettolöhne und da sehen die deutschen Arbeitnehmer beim fast höchsten Staatsabgabenstand der Welt uralt aus........Offensichtlich im Gegensatz zu den Italienern, die den Staat links liegen lassen.

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