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IW-Studie: So groß ist die Wohnungsnot in deutschen Metropolen
Oliver Berg/dpa

Köln, München oder Stuttgart: In deutschen Großstädten fehlt Wohnraum. Wie groß der Mangel ist, zeigt eine neue Untersuchung. Doch nicht überall herrscht Wohnungsnot.

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gluonball 22.07.2019, 07:40
1. 83 Millionen

Ist ja auch klar. In der BRD leben so viel Menschen wie nie zuvor in der Geschichte.
Wen wundert da die Wohnungsnot?

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paradonym 22.07.2019, 07:40
2. Leerstand und AirBNB minimieren

In vielen Großstädten sehe ich Leerstand und airbnb als die Hauptverursacher an.
Einer sieht es als stilles Anlageprojekt (immerhin verliert eine vermietete Wohnung stetig an Wert) und der andere logisch richtig geschlussfolgert AirBNB als passender an.
Solange die Vermietung unattraktiver als die Anlage oder AirBNB ist wird sich daran auch nichts ändern...

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claus7447 22.07.2019, 07:46
3. Das Problem hat mehrere Väter...

... zum einen durch komplette Streichung der Eigenheimzulagen, was mit Paragraf 7b früher mal ein gutes Instrument war, dann schon in der Folge verwässert wurde um dan ganz unter den Tisch zu fallen. Damit wurde jetzt über 20 Jahre eine Lücke "bewusst" oder unbewusst aufgetan.

Darüber hinaus wurde durch die Umstellung der Lohnsteuer Zuteilung von Arbeitsplatz zu Wohnort der Anreiz der Umliegergemeinden gefördert Bauland freigegeben. Ich selbst habe lange in einer sogenannten Schlafstadt außerhalb von Stuttgart gewohnt. Hinzukommt, das dann der ÖNV nicht besteht oder unzureichend ist. Damit gleich neue Probleme geschaffen.

Ja, hier war die Politik definitiv sehr sehr "Weitsicht ".

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SPONgeBoy 22.07.2019, 07:48
4. Ein netter Tipp vom IW

Haben Sie einmal versucht alte Gebäude umzubauen oder gar umzunutzen, wie das IW an mehreren Stellen im Artikel zitiert wird? Vergessen Sie es!! Umbau = Neubau ist die Devise des Baugesetzes. Es werden Ihnen sämtliche Auflagen gemacht, wie bei einem Neubau: Wärmedämmung, Schallschutz, Brandschutz, usw. usw. Da können Sie besser neu bauen. Es lohnt sich nicht, denn die Auflagen in der Altbausanierung und Gebäudeumnutzung werden Sie ansonsten auffressen.

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echobravo 22.07.2019, 07:52
5. Stadt ist zu teuer!

Meine Frau und ich bauen jetzt ein Haus (5 Zimmer, 133 qm) auf dem Land. Inklusive Grundstück mit rund 875qm ist dies billiger als eine mittelmäßige 4 Zimmer (ca 120qm) Eigentumswohnung in der 10 km entfernten Kleinstadt (Hamburger Speckgürtel). Zumindest fürs Gewissen sind aber Wildblumenwiesen, Insektenhotels etc. für die ortsansässigen Tiere geplant... Warum in aller Welt sollte ich mein Geld für absolut überteueren, spekulativen Wohnraum rauswerfen!?

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krautrockfreak 22.07.2019, 07:59
6. Es gibt genügend Wohnraum! Nur halt nicht in den Städten, aber dann

muss man mal die Ursache des Problems angehen. Warum drängen die Leute vom Land in die Stadt? Weil dort die Dörfer "aussterben", weil die Infrastruktur immer schlechter wird. Aber die Lösung kann doch nicht sein, dass man baut, baut, baut, damit wertvollen Lebensraum zerstört und in den Dörfern steht gefühlt jedes zweite Haus leer. Oft auch, weil die typischen Dreifamilienhäuser nicht vermietet werden, da wohnt dann ein Rentner oder zwei drin, die brauchen kein Geld, wollen auch keine Mieter und dann stehen 250 qm leer. Kann man überall finden.
Und egal, wie viel man in den Städten baut - es wird nie (!) genug sein, denn sowie die Situation sich entspannt, ziehen sofort mehr Menschen nach. Das kann man schön an den Megacities in Asien oder sonst wo sehen. Also bauen ist keine Lösung, nur das verstehen die Politiker nicht oder wollen es nicht verstehen, denn das steckt auch ein tolles Geldverdienmodell dahinter...

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franxinatra 22.07.2019, 08:01
7. Was auch ausser acht gelassen wird

Ist der anwachsende Überschuss an Einfamilienhäusern, die durch die überalternde Generation kaum noch gehalten werden können.

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18112007 22.07.2019, 08:03
8. Warum nicht einfach mal ländlichere Gegenden attraktiv machen?

In Zeiten moderner Kommunikations- und Logistikmöglichkeiten müsste man eigentlich meinen, dass es gar nicht so wichtig ist, in einer Stadt zu wohnen, im Gegenteil, wenn nicht der ländlichere Raum noch viel mehr vernachlässigt würde, als der Wohnungsbau in den Städten. Wenn es auf der Fläche selbst in stadtnahen Gegenden nur schlechte Mobilfunknetze nebst Funklöchern und langsames Internet gibt, werden die Menschen und Unternehmen in die ohnehin schon überfüllten Städte getrieben.

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uhlenbusch 22.07.2019, 08:10
9. Kein Jahr ohne neue oder verschärfte Vorschrift

Jährlich beglückt die Politik unterschiedliche Klientel mit neuen Wohltaten. Neuerdings muss in Niedersachsen grundsätzlich barrierefrei gebaut werden, egal wie sinnvoll es ist, bei Neubauten bis unter das Dach barrierefreie Wohnungen zu bauen, statt nur im EG . Mehrkosten 5-10%. Für viele Unternehmen lohnt es sich nicht mehr zu bauen und wenn, dann nur im hochpreisigen Segment. So entsteht nicht eine bezahlbare, barrierefreie Wohnung. Schuld ist die Politik, die hier leider nicht also solche benannt wurde. "Strenge Vorschriften" fallen ja nicht vom Himmel.

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