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IW-Studie: So groß ist die Wohnungsnot in deutschen Metropolen
Oliver Berg/dpa

Köln, München oder Stuttgart: In deutschen Großstädten fehlt Wohnraum. Wie groß der Mangel ist, zeigt eine neue Untersuchung. Doch nicht überall herrscht Wohnungsnot.

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pepe_sargnagel_der_zweite 22.07.2019, 12:10
90.

Zitat von dirk.resuehr
"Auch sollten der Bund und das Land finanziell klamme Städte wie Köln stärker unterstützen, etwa für den Ausbau des Nahverkehrs. Wenn das Umland besser angeschlossen wäre, würde das Wohnen dort attraktiver und der innerstädtische Druck des Wohnungsmarktes würde sich etwas abschwächen. " So zum Beispiel, mit den Ministern scheint die greifbarste Lösung allerdings unwahrscheinlich!
Das bringt aber keine zusätzlichen Posten für altgediente Politiker. Die regionalen Banken und Infrastrukturbehörden sind ja schon alle durchsetzt. Nun muss man schon was "besseres erfinden", dass wieder ein paar gute Pöstchen geschaffen werden. Bezahlen muss man ja nicht, aber einstecken kann man ganz gut.

Daher schlage ich vor:
1) Schaffung eines Ökorates in jedem Dorf und jeder Stadt (Mindestgröße 3 Politiker ab 60 Jahren; Besoldung A15)
1) Schaffung eines Beratungsgremiums für den Ökorate in jedem Dorf und jeder Stadt (Mindestgröße 10 Politiker; Besoldung A13)

2a) Schaffung des Beratungsgremiums Infrastruktur in jedem Dorf und jeder Stadt (Mindestgröße 6 Politiker; Besoldung A14)
2b) Schaffung des Beratungsgremiums für die Beratungsgremien Infrastruktur in jedem Dorf und jeder Stadt (Mindestgröße 10 Politiker; Besoldung A13)
So könnte das laufen. Wichtig ist, dass nur Politiker dort tätig sein dürfen.

Ergänzend könnte man noch eine
3) Ständige Expertenkommission für die Weglobung von aktuellen Politikern in das EU-Parlament nachdenken (400-600 Politiker sollten da schon sitzen; Besoldung A15)

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salomohn 22.07.2019, 12:11
91. Versagen durch Kleinstaaterei

Was fehlt, sind eine übergeordnete Instanz und gesunder Menschenverstand. So sind Städte schon heute mit (geraden) S-Bahnlinien mit den Metropolen verbunden. Die gehören unter die Erde und Radwege oben drauf. Aber die Metropolen sagen: "für die Vorstädte sind wir nicht zuständig". Das bremst.

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Urzweck 22.07.2019, 12:13
92. Keinen Luxus bezuschussen!

"...Städte wie Köln stärker unterstützen, etwa für den Ausbau des Nahverkehrs."
Ich hoffe, dass der Bund genau das NICHT tut! Es ist jetzt schon billiger, in einer Großstadt zu wohnen. Deshalb sollen die Großstädter ihren Nahverkehr erst recht selbst bezahlen. Ich will deren Luxusleben nicht mit meinen Steuergeldern noch bezuschussen.

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dw_63 22.07.2019, 12:16
93. Immer wieder das Gleiche

Zitat von krautrockfreak
Wohnungen leerstehen lassen dürfen, nur um durch Spekulation Kohle zu machen und dann natürlich AirBnB untersagen, weil es immer lukrativer wird, seine Wohnung dort anzubieten statt auf dem normalen Wohnungsmarkt. Und Fakt ist auch, dass reines Bauen gar nichts bringt, denn es werden immer mehr Menschen nachziehen, sowie die Lage sich entspannt.
Ach, der Spekulationsleerstand, der z.B. in Frankfurt oder Berlin so gering wie seit Jahren ist?

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/258439/umfrage/leerstandsquote-von-wohnungen-in-berlin/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/262407/umfrage/leerstandsquote-von-wohnungen-in-frankfurt-am-main/

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alt-nassauer 22.07.2019, 12:21
94. Nicht Verstanden?

Zitat von Byrne
Was soll diese Antwort? Ich habe von Alleinstehenden geschrieben, die mittlerweile selbstverständlich 2 Zimmer verlangen, nicht von Familien!
Alleinstehende haben sich damit zufrieden zugeben, das ihnen ein Zimmer zur Verfügung gestellt werden. Also sie sind der Meinung All einstehend und der Anspruch auf zwei Zimmer ist zu hoch! So verstehe ich ihre Antwort - Anspruchsdenken ist zu hoch...,

Warum sollte ich da bei Familien aufhören - gibt es da eine Sperre?
Früher hatten Familien auch keinen Anspruch auf mehrere Kinderzimmer oder Räume. Wenn nun schon so wie sie Anfangen mit ein Zimmer sollte genügen. Werde ich wohl auch andere Gedanken hegen dürfen...

Hier auf dem Land sind "riesige" Wohnhäuser mit 6 Zimmer und mehr entstanden und diese werden nur von zwei "alten" Leute bewohnt... Die Kinderzimmer sind verwaist... Weil diese Kinder entweder wieder sechs oder mehr Zimmer neu erbauen oder eben in den Metropolen verschwinden.... So und nun sollen sich Singles einschränken... Paare uneingeschränkt im Handeln? Oder anders, Komfort nur für mehr Personen und Singles sollen lieber still sein!

Es war schon von ihrer Seite ein Vorwurf gegenüber Singles - ein Zimmer sollte schon "genügen". Bestimmt wer?

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kfp 22.07.2019, 12:23
95. Hipp???

Zitat von max-mustermann
Richtig, und wer in der coolen hippen Lokation in der City wohnen will darf halt nicht erwarten das dort die Mieten nicht höher als auf dem Dorf seien dürfen und nach Enteignungen schreien.
Wem geht es denn hier noch um die "hippe Lokation"? Schon mal was davon gehört, dass man an Arbeitsplatz und (weiterführende) Schule gebunden ist und eine Anfahrt von ca. 1h einfach für alle Familienmitglieder auf Dauer zu einer massiven Belastung wird... (Besonders, wenn dann noch die Kleinen um spätestens 16 Uhr aus der Kita abgeholt werden müssen, aber doppelte Einkommen zum Bezahlen der Mieten auch im 1h-Pendelumkreis nötig sind?)

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Haarfoen 22.07.2019, 12:24
96. Krasser Diskurs ...

Es ist schon krass, auf welchem Niveau die Diskussion hier geführt wird. Als wenn wir unbegrenzte Landfläche zur Verfügung hätten und auch noch den letzten Quadratmillimeter bebauen könnten. Egal, ob unsere Wohnungspolitik gescheitert ist, wir ballen jetzt einfach noch das letzte Feld zu. Bauen verursacht extrem viel CO2, vor allem der von den Deutschen geliebte Massivbau mit Keller. Wir müssen schon aus Klimagründen anders und gezielter bauen, vor allem mehr um-nutzen, bzw. anders nutzen. Die elenden Neubaugebiete auf dem Land mit all dem individualisierten Toskana- Dreck sind extreme Energiefresser, da sie meist nicht an die Infrastruktur angebunden sind - noch mehr Autos, hier ebenfalls die CO2- Falle. Die Diskussion ist geprägt von einem Maß der Verschwendung, das unser Überleben nicht sichern wird und dringend beendet werden muss.
Wir haben massive Probleme, zum Beispiel korrespondiert ca. 80% der Bausubstanz in Deutschland nicht mit dem Lebensstil, den wir mittlerweile eingenommen haben. Kein Wohnraum für Alters- WG's (Unterbelegung von rarem Wohnraum), teilweise leerstehende Gewerbeobjekte (mit prächtigen Abschreibungsmöglichkeiten, trotz Leerstand), mangelnde nachträgliche Verdichtung, keine Luxussteuer auf die extensive Verschwendung von Wohnraum (2 Personen mit Dachterrassenwohnung in München - 250 m² - hier könnten auch 6 Personen leben), hier in München: leerstehende Wohnungen als Kapitalanlage oder einmal im Jahr für das Oktoberfest bewohnt ... Hier müssen wir ansetzen - geschickte und intelligente Konzepte anstatt zu bauen, zu bauen und nochmals zu bauen. Das Gießkannenprinzip ist out, wenn das die alten Säcke hier endlich einmal kapieren könnten - CO2 rules!

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haarer.15 22.07.2019, 12:27
97. Realitäts-Verlust

Zitat von spon-facebook-10000239462
Wohnraum ist knapp? Wenn alle das Gleiche wollen, ist es schon klar. Wenn ein bestimmtes Kontingent (Wohnraum) verbraucht ist, gibt es halt nix mehr und die Preise steigen. Niemand hat das Recht auf eine Wohnung direkt am Stachus oder mitten in Berlin. Wenn es dort nix mehr gibt, muss man halt woanders sehen, ob man was bekommt. Der Hype um die Wohnungnot ist absoluter Blödsinn.
Typischer Fall von Elfenbeinturm-Blickwinkel. Natürlich hat keiner ein Recht auf zentralster Wohnlage. Aber selbst am Stadtrand ist die Wohnungsnot schon sehr präsent. Zumindest was bezahlbares Wohnen angeht, denn das ist das zentrale Problem. Wem nützt es was, aufs Land zu ziehen, wo der Arbeitsplatz weit weg ist und vieles fehlt, besonders auch keine vernünftige Verkehrsinfrastruktur da ist ?

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irobot 22.07.2019, 12:33
98.

Zitat von Urzweck
"...Städte wie Köln stärker unterstützen, etwa für den Ausbau des Nahverkehrs." Ich hoffe, dass der Bund genau das NICHT tut! Es ist jetzt schon billiger, in einer Großstadt zu wohnen. Deshalb sollen die Großstädter ihren Nahverkehr erst recht selbst bezahlen. Ich will deren Luxusleben nicht mit meinen Steuergeldern noch bezuschussen.
Großstadt billiger? Luxusleben? Eine Großstadt bietet viele Vorteile, aber die kosten. Und Luxus ist das auch nicht.

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k70-ingo 22.07.2019, 12:37
99.

Zitat von Freidenker10
Vergessen Sie Bitte nicht diejenigen die schon ihr ganzes Leben in der Stadt gelebt haben und absolut nichts für die Preissteigerungen können, sie aber mittragen müssen. Bei Rentnern wird es schon existenzbedrohend! Es geht einfach nicht nur um die coolen Hipster die in die Städte ziehen, die verschärfen das Problem leider nur! Bin mir nicht mal sicher ob die reine Landflucht in die Städte ausschlaggebend ist ( hierzu wären mal Zahlen interessant ) , oder es sich hierbei nicht nur um eine reine Spekulationsblase handelt...!
Es gibt auch nicht überall Landflucht. So herrscht hier im Ruhrgebiet weiterhin der gegenteilige Effekt vor, diejenigen, die es sich leisten können, flüchten vor Verprollung und unfähiger Kommunalverwaltung/-politik in den bessersituierten Speckgürtel.
In einigen Kommunen, nicht nur in deren Neubaugebieten stellen die Stadtflüchtlinge mittlerweile die Mehrheit. Wir sind viele.

Dort sind Bauland und Immobilien knapp und die Preise steigen in Richtung städtische Premiumlagen.

Erst seit kurzer Zeit verzeichnen einige Ruhrgebietsstädte, etwa Essen und Dortmund steigende Einwohnerzahlen sowie merklich steigende Preise. Aber diese Effekte sind auf die guten und besseren Wohnlagen und auf die sich gerade gentrifizierende Ecken beschränkt. In sozial abgestürzten Bezirken sind Immobilien einfachen Standards weiterhin reichlich vorhanden und sehr preiswert zu bekommen.

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