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IW-Studie: So groß ist die Wohnungsnot in deutschen Metropolen
Oliver Berg/dpa

Köln, München oder Stuttgart: In deutschen Großstädten fehlt Wohnraum. Wie groß der Mangel ist, zeigt eine neue Untersuchung. Doch nicht überall herrscht Wohnungsnot.

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Ein Stein! 22.07.2019, 15:25
160. Was für ein intellektueller Dünnpfiff

Zitat von Crom
Wer schon so lange in der Stadt wohnt, warum hat dieser Personenkreis nicht mal über Eigentum nachgedacht oder gehörte der zu den Kreise, welche früher darüber gelacht hat, wenn andere nicht zur Miete wohnen wollten. Bei Rentnern fragt man sich, warum diese denn unbedingt in den teuren Lagen wohnen müssen. Der Arbeitsort kann es ja nicht sein.
Warum dieser Personenkreis nicht mal über Eigentum nachgedacht hat, könnte an der Einkommenssituation gelegen haben.
Und die Rentner wohnen deshalb in teuren Lagen, weil diese sich erst verteuert haben, zum Zeitpunkt deren Einzugs war dies in der Regel nicht der Fall.
Und wohnen bleiben möchten sie, weil das ganze Umfeld inklusive sozialer Kontakte sich in mehr als 50 Jahren entwickelt hat.
Die sterben lieber als dass sie umziehen!
Abschließend, ganz krass derzeit in Berlin zu beobachten, ist nämlich auch der Wandel eines Wohngebiets.
Kreuzberg, Neukölln, Wedding waren in Berlin (West) Bezirke, da wollten Sie nicht tot über dem Zaun hängen. Die Bausubstanz marode (Ofenheizung und Kohlebadeofen) und das Umfeld verdreckt. Wer wollte schon, wenn man sich etwas anderes leisten konnte, "an der Mauer" Wohnen.
Nach der Wende wurde diese marode Bausubstnz entweder abgerissen oder saniert, die Kosten stiegen entsprechend.
Ab einem Punkt wurden diese Kietze hip, von da an begann die Verdrängung einfacher Bürger.
Diese zogen nun in bezahlbare Gegenden, die seitdem abfallen.
Spandau, Lichtenrade, Reinickendorf, Rudow (Ortsteil von Neukölln) übernehmen mehr und mehr die Rolle der oben genannten vormaligen Problembezirke.
Und so haben Sie nun Rentner, die in Ihren Augen teure Lagen "blockieren".
Mit dem analytischen Denken haben Sie es aber offensichtlich nicht so...

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cave68 22.07.2019, 15:26
161.

Zitat von Ein Stein!
Müssen sie natürlich nicht, diese Jobs gibt es auch in der Kleinstadt. Aber wer erledigt diese Tätigkeiten dann in der Großstadt? Oder soll die Müllabfuhr der Kleinstadt den Großstadtmüll entsorgen? Der Dorfpolizist die Ermittlingen durchführen? Der Pflegepatient per Helikopter zur Krankenschwester in die Kleinstadt geflogen werden? Selten einen weniger durchdachten Beitrag als den Ihren gelesen.
kann es sein,dass sie selbst nicht nachgedacht haben bevor sie posten....
was hat das speziell den Arbeitnehmer (und gleichzeitig Mieter) zu interessieren,wer diese Jobs dann erledigt....
und um die geht es doch hier....sie reden hier komplett am Thema vorbei.
Ganz nebenbei:Je mehr aus der Stadt aufs Land ziehen desto mehr dieser Berufe werden auf dem Land gebraucht und desto weniger in der Stadt...nennt sich Synergieeffekt....

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charlybird 22.07.2019, 15:32
162. Das ist doch immer der gleiche Dudelkram?

Warum fühlen Sie sich auf den Schlips getreten ?
Sind Sie eine ''Heuschrecke''. :-)
Weil Sie sich vielleicht als Lebenswerk eine Immobilie vom Munde abgespart haben, nur am Wochenende Eintopf mit Fleischeinlage, kein Malle, kein Thailand, nicht mal ne Laube, Verzicht überall und nun erbitten Sie Absolution ?
Sollen Sie haben, wenn es so ist.
Ich weiß nur zu gut, dass viele Immoeigentümer kaum noch ihren Lebensstandard halten können, da hilft nicht einmal eine 30prozentige Mieterhöhung.
Ich verstehe nur nicht, dass diese Leute sich durch die Kritik an der Wohnungspolitik dieses Landes angesprochen fühlen.
Sie hätten meinen Beitrag, der neben der üblichen Flüchtigkeit,unglücklicherweise zwei kleine Ausdrucksfehler enthält , die aber doch noch zu interpretieren sind, genauer durchlesen sollen.

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almeo 22.07.2019, 15:32
163.

Zitat von k70-ingo
[Wohnen ist ein Grundrecht und damit definitiv Aufgabe des Staates] Nein, ist es nicht. Und schon mal gar nicht in bevorzugten Wohnlagen zu günstigen Preisen.
Naja, so lange ich mir aber nicht aussuchen kann, wo mein Arbeitgeber seinen Hauptsitz hochgezogen hat, kann ich mir halt auch meinen Wohnort nicht aussuchen. Wenn ich meinen Wohnort nach Gehalt suchen muss, dann sollte der Staat mir wenigstens ermöglichen, meinen Job ebenso standortunabhängig auszuüben. Ansonsten ist da definitiv was falsch!

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charlybird 22.07.2019, 15:32
164. Das ist doch immer der gleiche Dudelkram?

Zitat von dw_63
Wenn Sie schon von Binsenweisheiten reden, dann sollten Sie nicht nur die der anderen Kommentatoren kritisieren, sondern die eigenen. Das fängt schon mal beim Begriff "bezahlbaren Wohnraum" an, klingt immer wieder so schön um impliziert einen "unbezahlbaren Wohnraum" zu verorten. Wenn Wohnraum "................. ...... es im Sinne der Gemeinschaft vielleicht doch besser wenn es gilt: ''Wenn's da nix gibt, wo man hin will, muss man halt woanders suchen'' Übrigens: "Wer von Haus aus Haus hat" Hatte ich nicht, jetzt schon, auch eine Alternative, ist halt mit vielen Risiken, Verzicht und Unannehmlichkeiten verbunden.
Warum fühlen Sie sich auf den Schlips getreten ?
Sind Sie eine ''Heuschrecke''. :-)
Weil Sie sich vielleicht als Lebenswerk eine Immobilie vom Munde abgespart haben, nur am Wochenende Eintopf mit Fleischeinlage, kein Malle, kein Thailand, nicht mal ne Laube, Verzicht überall und nun erbitten Sie Absolution ?
Sollen Sie haben, wenn es so ist.
Ich weiß nur zu gut, dass viele Immoeigentümer kaum noch ihren Lebensstandard halten können, da hilft nicht einmal eine 30prozentige Mieterhöhung.
Ich verstehe nur nicht, dass diese Leute sich durch die Kritik an der Wohnungspolitik dieses Landes angesprochen fühlen.
Sie hätten meinen Beitrag, der neben der üblichen Flüchtigkeit,unglücklicherweise zwei kleine Ausdrucksfehler enthält , die aber doch noch zu interpretieren sind, genauer durchlesen sollen.

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almeo 22.07.2019, 15:36
165.

Zitat von Hanz Gruber
Das Stellenangebote nur in den Großstädten zu finden sind, ist schlicht Einbildung derjenigen die ihren Wunsch, unbedingt in einer Großstadt leben zu müssen, unbedingt rechtfertigen wollen. [...]
Tja, tut mir Leid, ich arbeite z.B. im klassischen Verlagswesen in einer Position, die ich bisher noch nie "auf dem Land" gesehen habe. Selbst bei mittelgroßen Städten wird es da nichts, da Verlagshäuser inzwischen in Ballungszentren ihre Hauptsitze haben und sich kaum jemand noch regionale Standorte in der Wallachei leisten kann. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht der einzige bin, der "auf dem Land" keinen adäquaten Job finden würde und ganz massive Gehaltseinbußen bei einem auch nur ansatzweise vergleichbaren Job im ländlichen Raum hätte.

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euro-paradies 22.07.2019, 15:40
166. Die Enteignung von Wohnungsgesell-

schaften, vorgeschlagen durch einen Politfunktionär einer der Regierungsparteien, wird die Wohnungsbautätigkeit von privaten Vermietern nicht beflügelt haben. In politisch unsicheren Zeiten wie heute wird der Staat selbst für die Unterkünfte von Wohnungslosen sorgen müssen.

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almeo 22.07.2019, 15:42
167.

Zitat von dw_63
[....] Wenn also das Wohnen für Facharbeiter, Rentner, Studenten, Azubis, also die "ganz normalen" Menschen zu teuer ist, wer wohnt dann in den teuren Wohnungen? [...]
Na, entweder "ganz normale" Menschen, die dank Zwei- und Drittjob sich die Münchner 800+ kalt für 50qm in Gräfelfing gerade doch noch leisten können, oder diese Wohnungen sind Spekulationsobjekte in irgendwelchen Fonds, werden von saudischen Prinzen ungesehenals Paket mit entsprechender Rendite gekauft, als Airbnb vermietet oder eben ganz klassisch von Ärzten, Beamten, Firmenbesitzern oder all den anderen "Reichen" bewohnt, die man natürlich auch eher in der Stadt als auf dem platten Land findet.

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dw_63 22.07.2019, 15:44
168. Pendler

Zitat von MatthiasPetersbach
Nun, die meisten, die in die Stadt fahren, fahren nicht wegen der Vollversorgung hin. Welche wäre denn die denn? Die gibts auf dem Land auch - außer da, wo es praktisch garniemanden gibt. Dann kommen aber auch keine nennenswerten Zahlen und Belastungen zusammen. Die meisten fahren doch in die Stadt um zu ARBEITEN. In Firmen, die der Stadt Gewerbesteuer zahlen und somit das Rückgrat der Einnahmen bilden. Ohne die sähen die Städte ziemlich übel aus der Wäsche. Ich denke, niemand auf dem Land würde seinen Job in der Stadt nicht liebend gerne gegen einen im übernächsten Dorf eintauschen. Sich auf nen Haufen zu ballen und sich dann über schlechte (?) Luft zu beschweren, ist natürlich auch ein wenig pharisäerhaft. Die kommt nämlich durch ALLE Lebensäußerungen des Menschen - und nicht NUR vom Verkehr. Und das vom Verkehr ist auch Belastung durch innerstädtischen Verkehr - und vom Vekehr von Leuten, die morgens AUS der Stadt fahren.
" und vom Vekehr von Leuten, die morgens AUS der Stadt fahren."

Wird gerne vernachlässigt, wie auch das Totschlagargument des schlechten Nahverkehrs auf dem Land. Die Fakten sehen anders aus:

"Beim Zeitaufwand für das tägliche Pendeln fällt der deutliche Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Wohnregionen auf: Rund 28 % der in städtischen Regionen wohnhaften Erwerbstätigen brauchten 30 Minuten und mehr für eine Strecke. In den ländlichen Wohngebieten lag der entsprechende Anteil nur bei 24 %. Sehr kurze Pendelzeiten unter 10 Minuten sind überraschenderweise hingegen eher in ländlichen Räumen verbreitet. Dort benötigten knapp 27 % der Erwerbstätigen maximal 10 Minuten zum Arbeitsplatz. In den städtischen Regionen hatte dagegen nur ein Fünftel (20 %) solch kurze Pendelzeiten. In den kreisfreien Großstädten betrug der Anteil der Erwerbstätigen, die weniger als 10 Minuten zu ihrer Arbeitsstätte unterwegs waren, sogar nur 15 %. "

Genau so verhält es sich mit dem Argument des guten ÖPNV in den Städten, lustigerweise pendeln mind. 50% der Städter immer noch mit dem PKW oder Kraftrad:

"Bei der Verkehrsmittelwahl heben sich die kreisfreien Großstädte von den städtischen Kreisen und den ländlichen Wohnregionen deutlich ab. In den kreisfreien Großstädten nutzte nur rund jeder Zweite ein Auto oder Kraftrad auf dem Weg zur Arbeit. In den sonstigen Gebieten fuhren drei Viertel der Erwerbstätigen mit dem Pkw oder dem Kraftrad zur Arbeit, unabhängig davon, wie weit dieser Weg war. Erwerbstätige in den kreisfreien Großstädten nutzten mit 29 % dafür die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich häufiger als in den übrigen Regionen. In den städtischen Kreisen wurden zwar mit 10 % auch häufiger öffentliche Verkehrsmittel genutzt als in den ländlichen Regionen (6 %), sie spielten aber keine so herausragende Rolle. "

Aus:
http://www.bpb.de/nachschlagen/datenreport-2018/arbeitsmarkt-und-verdienste/278113/berufspendler

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mr-mucki 22.07.2019, 15:50
169. Kein Widerspruch

Zitat von cave68
einerseits sprechen sie vom Arbeitsplatzmangel in der Kleinstadt respektive in den ländlichen Regionen (was der Grund dafür ist,dass sie in die Stadt gezogen sind) und auf der anderen Seite erwähnen sie einen gewissen Arbeitskräftemangel auf dem Land welcher dafür verantwortlich ist,dass potentielle Arbeitgeber nicht aufs Land ziehen....merken sie den Widerspruch... Um mich nicht falsch zu verstehen:Ich glaube ihnen alles was sie schreiben (auch teils aus eigener Erfahrung) aber ist das Hauptproblem nach ihrer Schilderung nicht eher,dass die Flexibilität die sie persönlich an den Tag legen und der Arbeit hinterherziehen umgekehrt von der Stadt aufs Land kaum stattfindet.... Dann müssen sich die Menschen mal selbst Gedanken machen und nicht nur der Politik die Schuld geben....
sondern ein Domino- Effekt.
Es mangelt an Arbeitsplätzen auf dem Land. Der Bürgermeister schreibt ein neues Industriegebiet aus, mit Subventionen. Nun kommen Firmen und möchten dort eine neue Niederlassung aufmachen, finden aber keine geeigneten Fachkräfte, weil die Qualifikation der Arbeitnehmer nicht auf das Profil der Firma passt. Ergo entstehen keinen neuen Arbeitsplätze.

Einfaches Beispiel: Das Ruhrgebiet sollte nach Schließung der Zechen, neue Industrien anlocken. Diese kamen auch, aber sie fanden keine qualifizierten Arbeitnehmer. Darum verließen viele Firmen das Ruhrgebiet wieder, mit der Folge das viele Steuergelder investiert wurden, aber kein einziger Arbeitsplatz aufgebaut wurde.

Weiteres Beispiel: In einer Stadt nahe der polnischen Grenze sollte eine neue Lebensmittelfabrik entstehen. Der Bürgermeister war super glücklich endlich eine Fabrik mit ca. 550 Arbeitsplätzen in seiner 10.000 Einwohner Stadt präsentieren zu können. Nach 6 Monaten hat sich das Unternehmen zurückgezogen und ist nach Niedersachen gegangen, weil es in dieser Zeit nicht mal 100 geeignete Bewerber gefunden hatte.

Und genau diese Dinge können nicht von der Politik geregelt werden, weil man sonst Menschen zwingen müsste umzusiedeln.

In einer Großstadt gibt es dieses Problem nicht, da hier der Arbeitsmarkt dynamischer ist und auch leichter Bewerber angelockt werden können.

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