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IWF-Analyse: "Die griechischen Schulden sind unhaltbar geworden"
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Der Kompromiss zwischen Griechenland und den Europartnern stößt beim IWF auf Kritik. In einem Bericht warnt der Währungsfonds, das Land stehe vor einem unüberwindbaren Schuldenberg - und plädiert für eine Umschuldung.

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MeineMeinungist... 14.07.2015, 17:33
290. So geht das nicht!

Man sollte es mal mit einem Drogenkonsumenten vergleichen. Zuerst wird er angefüttert und später, wenn er süchtig ist, muss er Klauen, um seine Sucht zu befriedigen.

Meine Vermutung ist, dass die USA unbedingt Griechenland im Euroraum haben wollten, um durch die Verschmelzung mit der EU zu verhindern, falls die Türkei als NATO-Partner ausfällt, dass die NATO-Truppen näher an Russland sind. Die USA haben nie ihre strategischen und hegemonialen Interessen aus den Augen verloren.

Leider sollen nun die Griechen das ausbaden, was andere ihnen eingebrockt haben.

Klar ist aber auch, dass Griechenland Reformen benötigt, wie z. B. eine funktionierende Verwaltung, Steuergerechtigkeit u. a. m. Es ist keine Reform, die kargen Renten zu senken, sondern die Einkommen der Reichen zu besteuern.

Leider können es die sog. Demokraten nicht ertragen, dass eine linke Regierung in Griechenland die Regierung bildet und versuchen mit aller Kraft und Gewalt, diese demokratisch gewählte Regierung zu stürzen, um das Land ausplündern zu können. Angeblich soll Griechenland riesige Gasvorkommen vor ihrer Haustür haben.

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Inuk 14.07.2015, 17:35
291. Verantwortung

Mich wundert, dass die früheren griechischen Regierungschefs wie Karamanlis, Papandreou, Samaras und deren Minister, die Griechenland mit ins Verderben geführt haben, weiterhin frei herumlaufen.

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patras 14.07.2015, 17:35
292.

Zitat von klaus meucht
Mit dem Unterschied dass die Carepakte doch eher der Bevölkerung zu Gute kommt. Die Hilfsgelder wandern zurück zu den Geldgebern oder zu den Oligarchen. Es gibt für mich 4 Alternativen 1. Grexit + direkte Hilfen an die griechische Bevölkerung 2. Transferunion 3. Wir stellen vernünftige Regeln für eine Währungsunion auf. 4. Auflösen des Euros Bei allen 4 Alternativen benötigt es den Aufbau eines funktionierenden Staatsapparates in Griechenland. Ohne Reformen wird es in Griechenland nicht gehen, aber weitgehend ohne Sparmaßnahmen. Eine Transferunion ist politisch nicht dauerhaft durchsetzbar. Sie wird aber ohne Alternative 3 oder 4 zwingend. Alternative 1 löst ggf. die Probleme Griechenlands aber nicht die der falschen Eurokonstruktion. Die sinnvollste Lösung wäre Alternative 3 aber dazu müsste insbesondere Deutschland Polit- und Wirtschaftselite zugeben, dass sie in den letzten Jahrzehnten eine falsche Politik getrieben haben. Diese Größe traue ich denen nicht zu. Die Idee ist dass alle Eurostaaten etwa gleiche Lohnstückkosten anstreben. Das bedeutet aber dass Deutschland sich Lohnerhöhungen gönnt, das sich wahrscheinlich an das Niveau der Schweizer orientiert. Ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht wird wieder ein Ziel. Dann müssen in Griechenland, Portugal usw. nicht so stark die Löhne gesenkt werden um ähnliche Lohnstückkosten wie in Deutschland zu erhalten. Bei etwa gleichen Lohnstückkosten in allen Euroländern benötigen wir keine dauerhafte Transferunion. Die Probleme der mangelnden Staatsverwaltung in Griechenland können wir aber durch Lohnpolitik nicht lösen. Ich befürchte es wird zwangsläufig auf Alternative 4 herauslaufen. Dann machen wir den Euroaustritt aber besser geplant als zu warten bis der Markt uns dazu zwingt.
Da ich diesen Beitrag schon auf unzähligen Foren gelesen haben (copy-paste funktioniert) und Sie da ja sehr konstruktive Maßnahmen und Lösungsvorschläge zig mal wiederholen, schlage ich Ihnen vor, endlich in die Politik zu gehen und Ihre Meinung da zu verbreiten. Irgendein studierter Jurist, der Finanzminister spielt, wird Sie vielleicht anheuern.

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spaltenberger 14.07.2015, 17:35
293. Falsch, die Banken haben ihr Schäfchen im Trockenen

Zitat von Sonia
um die Rettung von europãischen Banken; vor allem Frankreich u. Deutschland träfe es hart. Zeitgewinn u. hoffen, dass der Patient zwar drastisch abmagert, aber nicht stirbt. Der õkonomische Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Legarde sagt das, was amerikanische u. auch deutsche Õkonomen fordern: Umschuldung. Uns Volk wird suggeriert wir füttern die faulen Griechen. Aber, wir füttern wieder Bankenaktionãre u. Hyänen, die auf der Lauer liegen, griechisches Staatsvermõgen zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Das Geld geht in Griechenland rein, als Kredutrate u Zinsen an die Geldgeber wieder raus.
Es geht um die Rettung von Mrd."Steuergeldern"

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daniel.gnaedinger 14.07.2015, 17:35
294. Grexit auf Zeit heisst

dass noch nicht alle EU-Banken über Griechenland entschuldet wurden und immer noch die Gefahr besteht, dass es zu einer erneuten Bankenkrise kommen kann.
Die Bankenrettung geht also weiter!

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AKrebs 14.07.2015, 17:35
295.

Zitat von hefe21
Es gibt auf die Schnelle nur einen Schnitt, der die Statik (=Tragfähigkeit) des griechischen Schuldenhauses "entlastet". Der bei seinen vermögenden Bürgern. Die oftmalige SPON-Suggestivfrage "Warum eigentlich?" wär da angebracht. Warum eigentlich holt sich der griechische Staat nicht wie jeder schwer schnaufende Quasipleitier bei seinen Gesellschaftern einen "Nachschuss". Bei ca. 70% der Betroffenen könnte man das dann auch unter "Steuernachzahlung" buchen. Und warum zwingen die Gläubiger den Schuldner nicht dazu? Man ahnt, warum sie es nicht machen.
Das bringt gar nichts, den die meisten die was hatten, werden mit Sicherheit keinen griechischen Pass mehr haben.

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robert.fenssel 14.07.2015, 17:35
296. IWF - Rechtsbruch?

Der Euro wurde bisher unter den Voraussetzungen fortgesetzter Rechtsbeugung/Rechtsverweigerung/Rechtnichtanwendung "gerettet", der Euro verreckt sowieso.
Unter den Voraussetzungen eines weiteren Rechtsbruchs kann der IWF ja auf seine Forderungen gegen GR verzichten. Hindert ihn niemand daran. Dann tun sich die Griechen wieder wesentlich leichter bis zur nächsten Rettungsmaßnahme. Laßt die Notärzte gleich dort, dann spart ihr schon mal das Fahrgeld.

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tpro 14.07.2015, 17:35
297.

Zitat von ingenör79
Sozialismus vor 25 Jahren im Ostblock wohl nicht mitbekommen. Das hat in China nicht funktioniert, und in Griechenland wird es schon gar nicht funktionieren. Die verhungern dann, wenn die EU nicht hilft. Wie war das in der Sowetunion in den 30er des letzten Jahrhunderts oder heute in Norkorea? Wenn der Süden keinen Reis nach Norden schickt verhungert dort die Hälfte der Bevölkerung. Der Süden hat ein 30mal größere Wirtschaftleistung als der Norden. Der Sozialismus gehört auf den Müllhaufen der Geschichte und Syriza wird auch bald Geschichte sein.
Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht. Aber in Griechenland ist es egal, wer regiert oder wer gerade in der Opposition ist. Keine Partei hat ein Interesse daran, etwas zu ändern. Weil jeder vom System "Vetternwirtschaft" profitiert. Man hat auch nicht gehört, daß Syriza als Oppositionspartei die Regierung fürs Schuldenmachen und Wohltatenausschütten kritisiert hätte. Im Gegenteil.



"....SYRIZA protestiere weiterhin gegen die geplanten Sparmaßnahmen...". Das war schon 2012, und nicht 2015.


https://de.wikipedia.org/wiki/Synaspismos_Rizospastikis_Aristeras

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calinda.b 14.07.2015, 17:35
298. Quatsch, unhaltbar.

Deutschland hat auch 90 jahre gebraucht um die 1. Weltkriegsschulden zu bezahlen.

Hier wird's eben noch ein bischen länger dauern.

Vielleicht sollten sie die eine oder andere Insel an die EU abtreten, z.B. Lesbos, als Flüchtlingslager.

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runesmith 14.07.2015, 17:36
299.

Wer glaubt, ein Land mit der Wirtschaftskraft Hessens könne 300 Mrd. Euro Schulden zurückzahlen ist einfach nur naiv. Nach dem Schuldenpaket 3 kommt in drei Jahren das Schuldenpaket 4. Nur ein Grexit mit Abwertung hilft.

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