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IWF-Analyse: "Die griechischen Schulden sind unhaltbar geworden"
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Der Kompromiss zwischen Griechenland und den Europartnern stößt beim IWF auf Kritik. In einem Bericht warnt der Währungsfonds, das Land stehe vor einem unüberwindbaren Schuldenberg - und plädiert für eine Umschuldung.

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stefan.martens.75 14.07.2015, 17:55
341. Wirtschaftliche Vernunft VS. Politik

Es muss einen Ausblick in die Zukunft geben der sich lohnt.
Wir (Deutschland) und die EU-Partner werden zum Notwendigen erst dann bereit sein wenn die griechische Wirtschaft komplett am Boden liegt und sie gar nichts mehr erwirtschaften um irgendwas zu bezahlen.

Und welch Wunder das wird dann noch teurer sein als ein Schuldenschnitt je gewesen wäre.

Der Wahnsinn der dort passiert spottet jeder Beschreibung!

Aber das ist zu einem Großen Teil auch Griechenlands eigene Schuld denn sie haben mit Ihrer Zockerei und dem jahrelangen Nichtstun auch wirklich jede Vernünftige Politik unmöglich gemacht.
Welcher Politiker mit Überlebensinstinkt würde heute noch vernünftige Politik für Griechenland fordern?

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GueMue 14.07.2015, 17:56
342. Merkel, junkers, Schulz

Da waer ich nie drauf gekommen? Es ist nun ein unfassbares Ereignis. Nicht mal der I W F hats gewusst. Da konnten ja unsere Fuehrung und die beiden Europa Clowns es nicht wissen. Ich wuerde ihnen fuer 3 Vaterunser vergeben.

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AKrebs 14.07.2015, 17:56
343.

Zitat von allenamenschonbelegt
keine Schulden hat werfe den ersten Stein. ..... ich vermute die Gewinner all dieser Euro Krisen sind die großen Banken. Verlierer die Bürger. .....
Es geht nicht um die Schulden, sondern
um die Verbindlichkeiten dafür zu zahlen.
Das ist sache eines jeden Landes.
Bail-Out ist keine Option.
Warum sollten wir griechischen Schuldne bedienen?

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53er 14.07.2015, 17:56
344. In der Einschätzung der Lage

liegt der IWF richtig und richtig ist auch, dass Europa den Griechen jetzt helfen muss, vorausgesetzt auch auf griechischer Seite gibt es endlich die Einsicht, dass Steuerhinterzieher und Steuertrickser mit aller Macht verfolgt und abkassiert werden müssen. Was den IWF anbetrifft ist es sehr auffallend, wie behutsam er im Fall Griechenland vorgeht. Solche Behutsamkeit war bei Argentinien nicht angesagt. Was steckt dahinter, die Distanz, neues Denken oder schlicht Berechnung? Ich denke es ist Berechnung, Menschlichkeit und Verständnis ist von dieser neoliberalen Gedankenmaschine jedenfalls nicht zu erwarten.

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spaltenberger 14.07.2015, 17:57
345. Ja es ist unser Geld

Zitat von jeze
Wann wird die schwäbische Hausfrau jemals verstehen, dass das Geldsystem nicht linear ist. Wenn sich Deutschland für x% Geld leiht und es dann für x+y% an die Griechen verleiht, ist das dann unser Geld das wir verleihen?
Wir ,die Steuerzahler haften für das geliehene Geld somit
ist es unser Geld.
Zudem ist Ihre Formel falsch.
Richtig ist :

x+o%=0

x=geliehenes Geld

0%=erhaltene Zinsen

0= zurückgezahltes Darlehn

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Marut 14.07.2015, 17:57
346. für mich realistisch

Zitat von zaphod_beeblebroxiii
sind Sie komplett übergeschnappt? Oder liegt es an mir, weil ich mir ein solches, kindliches Machtspielgehabe gar nicht mehr vorstellen kann? Ernsthaft: Sie glauben nicht wirklich an sowas. Oder? Könnte ich mir in Afrika oder sonstwo ja vorstellen, aber in Europa halte ich das für, sagen wir freundlich: Übertrieben
Ich halte mich weder für übergeschnappt und halte ich meine Meinung für übertrieben.

Wenn sie so etwas für Afrika schon so sehen, dann heißt das erstmal, dass sie sowas grundsätzlich doch für möglich halten.
Woher nehmen sie den Optimismus, dass Menschen, die politisch so denken, damit vor Europa halt machen.
Ich befürchte, dass sie sich das Verhalten der Europäer, oder besser, das der Deutschen in Europa, schön reden.

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timpia 14.07.2015, 17:58
347. Die Krise wird kritisch

Krisen sind gut, notwendig und letzlich produktiv.
Das alte Gleichgewicht ist nicht wieder herstellbar, ein neues Gleichgewicht ist die Lösung. Die Eurogruppe hält am Alten fest, nur das wird nicht funktionieren - denn die Bedürfnisse aller Beteiligten sind andere geworden. Keiner, weder der Grieche noch der Deutsche, noch der Spanier ist zufrieden. Wir sehnen uns nach maximaler Freiheit und sehen uns an eine riesige Steuerkugel gefesselt. Die Politik in der Spannbreite von links nach rechts versagt - Marktmechanismen und Staatsmacht implodieren!
Klar wird es Opfer geben, aber am Ende wird es besser, weil die Bedürfnisse sich durchsetzen werden. Wir stellen fest, das unsere Spielregeln nicht funktionieren, Kontrollsysteme versagen, die Mechanismen nicht zur Realität passen.
Jetzt ist die Chance zu lernen und das richtige zu tun. Allerdings sieht es nicht danach aus, weil die Analyse unzureichend gemacht ist, und keine kreativen Konsequenzen gezogen werden. Lieber noch mal Hilfspakete nach altem Muster. Affen wären lernfähiger!

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lizenz 14.07.2015, 17:58
348. Aber genau das ist doch der Plan, ...

... um sich das Land anzueignen. Fragen Sie doch mal diejenigen Interessengruppen, die hinter diesem Mummenschanz stecken. Allen voran Die FED und Goldman Sachs. Ach ja! Die steuern ja auch die Medien.
Sowas sowas ...

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AKrebs 14.07.2015, 17:59
349.

Zitat von klaus meucht
Mit dem Unterschied dass die Carepakte doch eher der Bevölkerung zu Gute kommt. Die Hilfsgelder wandern zurück zu den Geldgebern oder zu den Oligarchen. Es gibt für mich 4 Alternativen 1. Grexit + direkte Hilfen an die griechische Bevölkerung 2. Transferunion 3. Wir stellen vernünftige Regeln für eine Währungsunion auf. 4. Auflösen des Euros Bei allen 4 Alternativen benötigt es den Aufbau eines funktionierenden Staatsapparates in Griechenland. Ohne Reformen wird es in Griechenland nicht gehen, aber weitgehend ohne Sparmaßnahmen. Eine Transferunion ist politisch nicht dauerhaft durchsetzbar. Sie wird aber ohne Alternative 3 oder 4 zwingend. Alternative 1 löst ggf. die Probleme Griechenlands aber nicht die der falschen Eurokonstruktion. Die sinnvollste Lösung wäre Alternative 3 aber dazu müsste insbesondere Deutschland Polit- und Wirtschaftselite zugeben, dass sie in den letzten Jahrzehnten eine falsche Politik getrieben haben. Diese Größe traue ich denen nicht zu. Die Idee ist dass alle Eurostaaten etwa gleiche Lohnstückkosten anstreben. Das bedeutet aber dass Deutschland sich Lohnerhöhungen gönnt, das sich wahrscheinlich an das Niveau der Schweizer orientiert. Ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht wird wieder ein Ziel. Dann müssen in Griechenland, Portugal usw. nicht so stark die Löhne gesenkt werden um ähnliche Lohnstückkosten wie in Deutschland zu erhalten. Bei etwa gleichen Lohnstückkosten in allen Euroländern benötigen wir keine dauerhafte Transferunion. Die Probleme der mangelnden Staatsverwaltung in Griechenland können wir aber durch Lohnpolitik nicht lösen. Ich befürchte es wird zwangsläufig auf Alternative 4 herauslaufen. Dann machen wir den Euroaustritt aber besser geplant als zu warten bis der Markt uns dazu zwingt.
Alternative 4 ist die beste, bedingt aber nicht
Alternative 2.

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