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IWF-Analyse: "Die griechischen Schulden sind unhaltbar geworden"
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Der Kompromiss zwischen Griechenland und den Europartnern stößt beim IWF auf Kritik. In einem Bericht warnt der Währungsfonds, das Land stehe vor einem unüberwindbaren Schuldenberg - und plädiert für eine Umschuldung.

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sorata 14.07.2015, 15:43
30. Der Patient Griechenland ist seit mindesten 5 Jahren tot,

warum traut sich keiner Merkel das zu sagen?
Nachdem eine IWF Experten-Truppe 2010 in Athen auf die Matte trat, um sich einen Überblick
über die sich dort anbahnende Katastrophe zu verschaffen. Ihnen wurde, wie sie berichteten, schnell klar, dass die Zustände dort sicher nicht mit einer Industrienation, einem Schwellen- oder Entwicklungsland und nicht einmal mit denen in einer Bananenrepublik vergleichbar waren; denn: "Es war das reinste Chaos". Im Finanzministerium hatte man keine Ahnung über Einnahmen oder Ausgaben und es wurde noch nicht einmal Buch über diese geführt. Man verließ sich nur auf Schätzungen und die können natürlich um viele Millionen, inzwischen Milliarden, danebenliegen.
Einen hervorragenden Bericht und köstliche Analyse dazu schrieb Michael Lewis, "Beware of Greeks Bearing Bonds".
http://www.vanityfair.com/news/2010/10/greeks-bearing-bonds-201010

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ackergold 14.07.2015, 15:43
31. Merkel und Schäuble müssen zurücktreten.

Man braucht kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass es keinen Sinn mehr macht, auch nur einen Cent noch nach Griechenland zu geben - ausgenommen humanitäre Hilfen um die kommende schwere Not zu lindern.

Die Merkel hat den Einstieg in die ewige Schuldenspirale umgesetzt, um während ihrer Regierungszeit den Grexit möglichst zu verhindern, aber die Schulden werden weiter aufgehäuft und das auch noch ohne jeden Nutzen.

Der Grexit ist die einzige Lösung - sofort. Das mag schmerzhaft sein, aber es sorgt mittelfristig vermutlich für wirtschaftliche Erholung. Das 3., 4., 5. und 17. Rettungspaket dagegen werden überhaupt gar nichts bewegen.

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Charlie Hebdo 14.07.2015, 15:43
32. endlich spricht mal einer aus der Troika aus

was wir alle schon wissen.
ist viel zu gemäßigt.
Merkel will keinen Schuidenschnitt. 30 Jahre sind viel zu wenig.
Also macht doch 200 Jahre lang 2% vom BIP als Annuität zahlen.
Damit das am Anfang nicht ruinös ist, vielleicht am Anfang, 30 Jahre oder so, keine Annuität, danach 2,1 % oder so.

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GrinderFX 14.07.2015, 15:44
33.

Zitat von mielforte
Wer kämpft da gegen wen? Europa gegen den Währungsfonds, Griechenland gegen Europa, oder doch nur Rußland gegen die USA? Hier geht es darum eine Zivilisation zu retten, die sonst ins sichere Chaos andriftet. Alle Europartner haben geschworen, füreinander einzustehen. Warum hat der IWF etwas dagegen? Weil das Wort Solidarität in den USA dasselbe bedeutet wie Sozialismus? Schon möglich.
Sie kennen den Begriff Insolvenzverschleppung und Veruntreuung?

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niemandsland56 14.07.2015, 15:44
34. Einfach ausgedrückt:

Die Griechen leben seit Jahren über ihre Verhältnisse. Um das auszugleichen hat der Rest von Europa für Kredite gebürgt. Als sie die nicht mehr bedienen konnten gab es einen Schuldenschnitt ... und weitere Kredite, mit denen sie die reduzierten alten Kredite zurück zahlen sollten. Das hat aber auch nicht geklappt. Deshalb soll es einen erneuten Schuldenschnitt geben ... und neue Kredite, die sie natürlich auch nicht mehr zurückzahlen können. Zum Dank werden wir weiter belogen, betrogen und (besonders Deutschland) beschimpft. Ist ja auch unerträglich, ständig mit neuem Geld gedemütigt zu werden.

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leonardo da v 14.07.2015, 15:44
35. Auch für einen Schuldenschnitt

... könnten Bedingungen für Reformen gestellt werden.

Griechenland spielt russisches Roulette - und wir liefer(te)n wissentlich die Munition dazu.

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secret.007 14.07.2015, 15:45
36. Die Hilfe bzw. das ...

... Geld fließt jetzt. Und später werden Merkel und Schäuble kleinmütig einräumen, dass ein Schuldenschnitt unumgänglich ist.

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xaka 14.07.2015, 15:45
37. Da konnte wohl einer beim IWF die Füße nicht stillhalten?

Was für eine Erkenntnis .... Die "Info" (weiß man ja eh schon nur noch nicht offiziell) sollte doch erst nach den Zustimmungen der nationalen Parlamente zum dritten Hilfspaket an die Öffentlichkeit geraten...

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zaphod_beeblebroxiii 14.07.2015, 15:46
38. Es geht doch

Zitat von udo.sowade
ist ein großer Gläubiger Griechenlands, hat aber die Situation realistisch eingeschätzt. Wer sind denn nun die eigentlich großen Ökonomen, auf die Merkel und Schäuble für ihre Politik Rat holen könnten.
schon lange nicht mehr um die "realistische" Einschätzung. Die kann jeder Bäcker um die Ecke mittlerweile singen.

Der ist die Konsequenz? Wenn der Schuldenschnitt so unausweichlich ist, dann heisst das doch für GR: "Alles auf Null zurück", "Re-Boot".
Der Lerneffekt ist: "Lass den Schuldenberg nur hoch genug werden, dann kriegst Du das Geld irgendwann geschenkt".
Auf Reformen haben Gläubiger keinen Einfluss. Das ist eine innere Sache des Landes. Sonst ruft der stolze Grieche gleich wieder von wegen " Bevormundung". EU funktioniert nur mit einem beiderseitigen Mass an Rücksichtnahme und Verständnis.

Den Fehler bei der EU sehe ich persönlich nicht in der Re-Finanzierung der Banken, sondern darin, nicht früh genug hart und konsequent gewesen zu sein.

Ich lasse doch meinen Sohn auch nicht jahrelang denselben Blödsinn machen und verdresche ihn dafür beim 335. Mal. Das kapiert er, verständlicherweise, gar nicht.

Ist DAS jetzt wirklich die Lehre aus allem? Soll das jetzt immer so weitergehen? DANN ist Europa wirklich tot.

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womo88 14.07.2015, 15:46
39. Alles längst bekannt!

Als ob das nun etwas Neues wäre. Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass EU, EZB und IWF keinen müden Cent sehen. Aber nun wirft man den verlorenen 230 Mrd. nochmals 86 Mrd. hinterher, die dann auch weg sind. Und keiner weiß, wo sie hingekommen sind. Sie sind einfach weg ...

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