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IWF-Analyse: "Die griechischen Schulden sind unhaltbar geworden"
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Der Kompromiss zwischen Griechenland und den Europartnern stößt beim IWF auf Kritik. In einem Bericht warnt der Währungsfonds, das Land stehe vor einem unüberwindbaren Schuldenberg - und plädiert für eine Umschuldung.

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worlorn 15.07.2015, 20:02
500.

Zitat von tallinn1960
Leider ist der Teil der Ökonomie, der in Europa die Politik maßgeblich zu bestimmen scheint, nicht dieser Ansicht. Der meint, der Staat müsse kein Geld in die Hand nehmen. Es genüge, die Bedingungen für Investitionen zu verbessern.
Das nennt man angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, ein Kernelement des Neoliberalismus. In D ist die Ökonomie so neoliberal domminiert, wie in keinem anderen vergleichbaren Land. Aber auch fast alle dzt. Regierungen in Europa sind konservativ-neoliberal.

Interessanterweise sind die USA, das Kernland des Kapitalismus, nicht einseitig neoliberal. Sie machen i.a. eine ausgewogene Wirtschaftspolitik, die auch mal pur keynsianisch sein kann. Aus der Krise in 2008 kamen sie am schnellsten heraus. Da haben sie Milliarden in die Wirtschaft hineingepumpt und z.B. GM vor dem Konkurs gerettet. Für Merkel, Schäuble & Co. wäre das Teufelszeugs gewesen. Man hätte Sparprogramme verordnet und die Wirtschaft wäre abgeschmiert.

Nur mit Sparen wird es in keinem Land besser. Die Volksökonomie funktioniert eben anders, wie der schwäbische Haushalt. Ob man das bei uns mal kapieren wird?

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worlorn 15.07.2015, 20:11
501.

Zitat von maruun
Raus aus dieser Transferunion...diesem pervertiertem europäischem Geist der jegliche Gedanken und Rationalität vergiftet hat.
Wieder ein Ahnungsloser, seufz ... Wir sind längst in der Transferunion. Jeder Exportüberschuss zu einem Land mit negativer Leistungsbilanz bedeutet automatisch einen Kapitaltransfer in dieses Land. D erwirtschaftet ständig Exportüberschüsse zu seinen Partnern, also ...

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rolli 18.07.2015, 17:10
502.

Zitat von tpro
Da können Sie noch so probieren Nebenkriegsschauplätze zu Eröffnen um von der griechischen Unfähigkeit abzulenken: - D steht finanzell gut da - in D existiert eine hohe wirtschaftliche Leistung - in D gibt es funktionierendes Sozialsystem - in D gibt es funktionierende Verwaltungen - in D gibt es ein funktionierendes Steuersystem - in D gibt es für jeden kostenlose medizinische Hilfe, wenn er es nicht zahlen kann - D steht auf dem Korruptionsindex auf Platz 12 - GR hat Schulden ohne Ende - GR hat keine nenneswerte Wirtschaft - GR hat eines der schlechtesten Sozialsysteme - GR hat eine korrupte, unfähige und aufgeblasene Verwaltung - GR hat ein korruptes, ineffizientes Steuersystem - In GR müssen Sie einem Arzt erst mal einen Geldumschlag zustecken, bevor er Sie überhaupt mal ansieht - GR steht auf Platz 94 bei der Korruption
Wenn man voraussetzt, dass all das stimmt, was Sie über Griechenland sagen ( über Deutschland sind Sie nicht fit ), dann frage ich mich, wie es dazu kommen konnte, dass die Griechen Geld von Geldgeber bekommen haben. Oder war es nicht vielleicht doch so, dass
-GR vor der Finanzkrise weniger Schulden hatten als D.
-GR erst seit dem Kaputtsparen keine nennenswerte Wirtschaft hatte
-GR ein Sozialsystem hatte, das die Troika ( unter deutscher Führung ) zerstört hat
-GR von Leuten regiert wurde, die das exakt so wollten
-Gr genau von diesen Leute über das Steuersystem ausgenommen wurde
-Gr der Fisch immer vom Kopf her stinkt, heisst, warum soll ich nicht korrupt sein, wenn es doch die Regierung und die Eliten sind
-Gr gerade wegen der Korruption deutsche Unternehmen investiert haben weil die Aufträge so gut wie sicher gekauft werden konnten
Und wenn Sie schon mit dem Betrug kommen, den Gr begangen haben soll um in den Euro zu kommen: Zum Betrug gehören immer 2, und glauben Sie wirklich, dass weder die EU noch Deutschland vom Zustand Griechenlands wussten?

rolli

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