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IWF-Warnung: In deutschen Großstädten drohen Preisblasen
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Sind Häuser und Wohnungen in Deutschland überbewertet? Der Internationale Währungsfonds sieht dafür in manchen Großstädten klare Anzeichen. Vor allem vier größere Städte sind betroffen.

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kalim.karemi 05.07.2018, 08:35
20. nicht um jeden Preis

Zitat von xberg99
Wer kann sollte ein Haus oder Wohnung kaufen, das ist die beste Versicherung gegen Altersarmut.
ansonsten führt genau das zur Altersarmut. Wenn Sie dann feststellen, dass die mickrige Rente zum Unterhalt der Hütte nicht ausreicht, bleibt der Verkauf und der Umzug in eine Einzimmerwohnung. Damit hat man dann ordentlich was erreicht. Wohnungen und Häuser sollten sich Leute zulegen, die es sich leisten können, diese auch mittelfristig ausfinanziert zu haben. Der entscheidende Einfluß ist hierbei der Preis den ich bereit bin zu zahlen und diese Preisvorstellungen sind aktuell einfach nur lächerlich übertrieben.

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Prinzen Paule 05.07.2018, 08:36
21. Dieser Bericht ist wie Google Werbung

Das ist wie die Google Werbung die ist auch immer falsch! Es zeigt sich gerade in München das Wohnraum sehr knapp ist. Und wo ist knapp ist steigen die Preise! Auf die Mietmarkt gibt es nichts vernünftiges mehr zu mieten und es werden weitere Wohnung gebraucht. So ist es auch für den Kauf Markt wer jetzt Wohnungen in München kauft muss keine Wohnung finanzieren und hat das Geld eben mal so. . Ein Band Arbeiter von BMW kann sich keine Wohnung mehr kaufen außer er hat nebenbei Geld. Mit einer normalen Finanzierung ist auch über 60 Jahren eine Wohnung nicht mit zu finanzieren. Daher ist es Quatsch eine Blase zu reden ist verziehen immer mehr Leute zu es kommen immer mehr Leute aus dem Ausland zu uns wir brauchen Wohnraum .

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hugolette 05.07.2018, 08:37
22. Die Leute haben doch das Geld

Die Leute haben doch das Geld, wenn eine Wohnung 600.000,- € kostet, ein Paar geerbt hat und eine Hypothek für 300.000,- € aufgenommen hat, dann sind das um 1.500,- € monatlich, bei einem guten Gehalt stellt das doch kein Problem dar.
Eine 100% Finanzierung bekommt man auch nicht mal so eben!
Und, wer sich auf 20 oder 30 Jahre gebunden hat, zahlt heute vieleicht etwas mehr an Zinsen, ist aber langfristig sehr entspannt.
Nur leider sind die Zeiten vorbei, wo man sich als "normaler" Angestellter auch so etwas leisten konnte, da hilft auch kein Baukindergeld.

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whitewisent 05.07.2018, 08:39
23.

Es braucht nicht viel lokaler Spezialkenntnisse, um die Analyse aus der Ferne aufgrund weniger unvollständiger Daten für Humbug und Vermutungen zu halten. So wird der Markt Münchens durch die Beschränkung an Bauland und die rigorose Beschränkung an Baulast je Grundstück beschränkt, Verhältnisse, wie sie sonst kaum eine andere Großstadt hat.

Auch ignoriert man die große Nachfrage für die Anlage von Bargeld. Egal ob es Spanien, Italien, Griechenland, Rußland, Skandinavien oder UK ist, überall gilt Deutschland als sichere Anlage, und die Preise sind heute noch weit unter den Vergleichswerten internationaler Großstädte, bzw. bei München und dem nicht genannten Berlin unter den Weltstädten.
Vor ein paar Jahren galt unter seriösen Makler und Bankern noch ein Limit von 10 bis 12 Jahresmieten, um realistische Preise zu ermitteln. Mittlerweile ist man bei 20 Jahren, und das trotz hoher Kaltmieten.

Seit 30 Jahren warnen irgendwelche Experten vor Überhitzung des Marktes und Blasen. Mit dem Erfolg, dass die deutsche Bevölkerung sehr investitionsscheu ist, und kaum etwas von Boom mitnahm. Stattdessen wurden eher Ferienappartments auf den Balearen und Kanaren gekauft. Das ist vieleicht die größte Tragik dieser Angstmacher, die den Markt nur als Kreditrisiko betrachten, obwohl er erst die Nachfrage schafft.

Wenn man von "Blase" spricht, sollte man sich eher um die Fläche Sorgen machen. Zum großen Teil zwar von Selbstnutzern bewohnt, die maximal ne Einliegerwohnung vermieten, aber deren Kreditlasten denen der Großstädter ähneln. Die sind es, welche zuerst Veränderungen der Weltwirtschaft und nationaler Gesetzgebung spüren. Einfach mal ein Blick in die alten Heilbäder werfen. Den Immobilienbesitzern schadete da keine Blase, sondern schlicht die Änderungen bei der Kostenübernahme durch die Versicherungen, auf staatliche Anweisungen. Denn wenn der Staat in den Markt eingreift, funktionieren all die schlauen Computererfahrung nicht, welche Deutschland für einen Markt wie Kanada oder Neuseeland halten.

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gibraldo 05.07.2018, 08:56
24. rechnung

also, wenn in einem jahr die. kaufpreise um 10% steigen, dann bedeutet das bei einer 100% finanzierung (die ja niemand macht) auch 10% mehrbedarf an krediten.

will ein imvestor das 1 zu 1 umlegen muss er die miete um 10 prozent erhoehen. falls sein mieter die regrl befolgt, maximal 1/3 seines einkommens fuer die miete aufzubringen, muesste er, um dieses verhaeltnis halten zu wollen im naechsten jahr 3,33% mehr gehalt bekommen um diesen gehaltszuwachs dann voll fuer diesen mietanstieg zu verwenden.

gehaelter steigen in muenchen und deutschland jedoch weitaus staerker als nur 3,33 prozent.

so dramatisch ist das alles also gar nicht.

nur wenn die wirtschaftliche entwicklung nicht mehr mit den preisen korreliert, so wie in spanien ende der nullerjahre gibt es blasen, die auch platzen koennen.

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derdings123 05.07.2018, 09:04
25. Erbschaftsteuer??

Das Problem mit der Erbschaftsteuer ist doch an den Haaren herbeigezogen. Nehmen wir an jemand erbt von einem Elternteil eine Wohnung im Wert von 1 Millionen EUR. Dann fallen 90.000 EUR Erbschaftsteuer an. Wie soll das jemals ein Problem werden? Selbst wenn man die 90.000 zu 5% voll finanziert sind das gerade mal 375 EUR im Monat.

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olliver_123 05.07.2018, 09:04
26. 500000 = Schloss

Zitat von peter09
Das ist ein großer Irrtum. Wenn man bedenkt, dass ca. 1,4% p.a. als Reparaturkosten zurückgelegt werden müssen, wären das bei einer 500.000 EUR-Immobilie schon 7000 EUR p.a. oder 580 EUR p.m., die zusätzlich zur Tilgung beiseite gelegt werden müssen. Geht man davon aus, dass diese Kosten p.a. auch noch steigen, definiert sich Altersarmut ganz anders, nämlich dass man im Alter wegen geringer Rente die Kosten nicht mehr tragen kann und somit die Immobilie verfällt. Natürlich kann man argumentieren, dass man die Immobilie im Alter verkaufen kann aber nüchtern betrachtet wirft eine Immobilie erheblich geringere Renditen ab als eine Investition in Wertpapieren und Wohnen zur Miete.
Also wenn man sich eine Immobilie für 500000 hinbauen lässt und da dann auch noch jedes Jahr Reparaturen im Wert von 7000eur anfallen, dann hat man falsch gemacht... Ich denke mal die durchschnittlichen Häuser sind dann eher bei vielleicht 200000-300000 anzusiedeln. Auch sollten die (größeren) Schäden im Normallfall erst anfallen, wenn das Haus schon abbezahlt ist. Man muss nicht gleich von Beginn an sparen.
Aber es stimmt natürlich trotzdem, dass Zinsen, Reparaturen und sonstige Nebenkosten am Ende nicht mehr so viel Rendite zulassen. Man muss dann schon noch die Lebensqualität mit einberechnen und eine Immobilie nicht nur aus Gründen der Alterabsicherung bauen/erwerben.

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peter09 05.07.2018, 09:11
27. Wunsch Vater des Gedanken

Zitat von whitewisent
Vor ein paar Jahren galt unter seriösen Makler und Bankern noch ein Limit von 10 bis 12 Jahresmieten, um realistische Preise zu ermitteln. Mittlerweile ist man bei 20 Jahren, und das trotz hoher Kaltmieten.
Da muss man ja schon ausgesprochenes Glück haben, solch eine Immobilie zu erhalten. Tatsächlich sind wir bereits bei 30-40 Jahresnettokaltmieten angelangt.

Gerade rausgesucht: in München ALL: Kauf einer Wohnung 6000 EUR/m². Miete 18 EUR/m²/m, p.a. also 216 EUR/m².

Macht 28 Jahre.

Für ein Haus, gleicher Ortsteil:
Hauspreis /m²: 6000 EUR
Miete p.a /m²: 192 EUR

Macht dann 31 Jahre.

In anderen Orten ist es noch schlimmer, z.B. hier in Regensburg:
Hauspreis: /m² 4400 EUR
Mietpreis p.a. /m² 120 EUR

Macht 37 Jahre.

Ganz schlimm ist es in der Innenstadt. Da sind die Preise bei
Wohnungen /m² 6000 EUR
Mietpreis p.a. /m² 144 EUR

Macht 42 Jahre.

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schuggerleo 05.07.2018, 09:16
28. Da brauche man keine Experten....

....das sagt einem der gesunde Menschenverstand auch schon, dass in vielen Regionen die Immobilien völlig überbewertet sind.
Solange die Wirtschaft brummt und weitere Arbeitskräfte in die Städte drängen, wird sich daran vermutlich auch nichts ändern, bei einem wirtschaftlichen Abschwund werden aber auch die Preise wieder deutlich zurückgehen.

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peter09 05.07.2018, 09:16
29. Unvollständige Rechnung

Zitat von olliver_123
Ich denke mal die durchschnittlichen Häuser sind dann eher bei vielleicht 200000-300000 anzusiedeln.
Sie haben Recht, die Rechnung war unvollständig. Sie bezog sich auf die komplette Immobilie inkl. Grundstück. Die Immobilie sollte mit 300k dastehen. Die 1,4% beziehen sich also auf die 300k, was im Jahr noch 4200 EUR ausmacht.

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