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IWF-Warnung: In deutschen Großstädten drohen Preisblasen
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Sind Häuser und Wohnungen in Deutschland überbewertet? Der Internationale Währungsfonds sieht dafür in manchen Großstädten klare Anzeichen. Vor allem vier größere Städte sind betroffen.

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car-lover 05.07.2018, 10:37
60. was ein quatsch

typischerweise wird max zu 80% finanziert, oft sogar vorher noch Sicherheitsabschläge genommen. In Ausnahmen mal 100% Finanzierungen aber nicht zu 120% oder so wie in anderen Ländern.
Vielleicht kann in München nicht mehr jeder die Miete zahlen aber noch mehr als genug können das.
Und für viele sind 2% rendite besser als nichts.
Das sind eher Aufholtrends verglichen mit Städten wie Paris.
Berlin ist auch teuer geworden, aber solange ich in einer der coolsten Hauptstädte noch für 3-4k/m² kaufen kann sind wir weit von einer Blase entfernt...
Der IWF muss halt auch mal was schreiben und Spiegel muss natürlich sofort wieder etwas Panik machen

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Bondurant 05.07.2018, 10:40
61. Oder

Zitat von 3liter
Wem die Miete zu teuer ist und die Freiheit besitzt, woanders hinzuziehen (Rentner z. B.), sollte mal drüber nachdenken, ob er lieber Münchner Wuchermieten zahlt oder in die Lausitz, Eifel, Uckermark, ins Sauerland oder Erzgbirge zieht und da für balante 5€ oder weniger inmitten der schönen Natur und fernab von nervenden Mitmenschen ein schönes Leben führen möchte.
wer auf die Urbanität nicht verzichten will, möge ins Ruhrgebiet ziehen. Das ist ein echter Geheimtipp: hohe städtische Lebensqualität zu erschwinglichen Wohnungsmieten.

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**Kiki** 05.07.2018, 10:43
62. Die Blase ist längst Realität.

Da ich auch die letzte Immo-Blase Anfang der Neunziger miterlebt habe: Damals ist sie nicht mit einem lauten Knall geplatzt, sondern hat über mehr als zehn Jahre hinweg schleichend immer mehr Luft verloren. Am Ende konnte man seine Wohnungen nur noch mit gewaltigen Abschlägen wiederverkaufen und hat, wenn man aus irgendeinem Grund dazu genötigt war, 30 Prozent und mehr bei einem Verkauf verloren.

Vielleicht passiert etwas ähnliches jetzt wieder. Und vielleicht hat es, von kaum jemandem bemerkt, sogar schon eingesetzt.
Für Stuttgart kann ich jedenfalls festhalten, daß die Zahl der angebotenen Eigentumswohnungen bei Immoscout steigt, also die Verkäufe offenbar schleppender vorangehen. Daß über mehrere Wochen hinweg die Zahl 500 bei den Verkaufsangeboten nicht mehr unterschritten wird, wie das momentan der Fall ist, habe ich lange nicht mehr gesehen. Der Tiefpunkt lag bei knapp über 400 Angeboten, und mehr als ca 460 gab es in den letzten Jahren kaum einmal, und wenn, dann nur ganz kurzfristig.

Offenbar ist bei den Kaufpreisen der kritische Punkt überschritten, ab dem die Zahl der potentiellen Käufer sinkt, weil zu wenigen von ihnen Darlehen in ausreichender Höhe bewilligt werden. Interessenten gäbe es ja weiterhin genug, der Wohnraum ist sehr, sehr knapp.
Sollten die Hypothekenzinsen steigen, werden die Preise wohl schnell anfangen zu bröckeln, denn das wird die maximale Höhe der bewilligten Darlehen weiter verringern.

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dweik01 05.07.2018, 10:45
63. Wieder eine neue Sau durchs Dorf

Wahrscheinlich mit dem Ziel die Linke Leserschaft zu mobilisieren und endlich für Kapitalverkehrskontrollen und Enteignungen wegen des "Gefährdungspotentials" zu stimmen?

Alles Panikmache! Von Menschen, vor allem SPON, deren ökonomische Kompetenz höchst fragwürdig ist.
SPON wie auch der IWF machen den gravierenden Fehler, daß sie nicht benennen wie es zu der Preisentwicklung kommt. Es ist die Politik der EZB (und auch des IWF) Schwachländer mit Niedrigzinsen abseits jeglicher Preissteuerung durch die Zentralbanken zu stützen, die hier die Immobilienpreise treibt. Also selbst verschuldet. und jetzt jammern sie über das Ergebnis, daß sie selbst verursacht haben

Immobilien sind namensinhärent weniger volatil als Aktien. 1990 - 2000 als die Bewertung der deutschen Immobilien noch nicht mal die Inflation ausgleichte, haben Spiegel und IWF auch nicht über die "Unterbewertung" deutscher Immobilien gesprochen! Das sind lange Zyklen! Und diese Zyklen gehen nicht in einer Berg und Talfahrt, wie in den USA, wo auch flächendeckend Abriss- / Billighäuser aus Holz errichtet werden. Der Immobilienmarkt ist hier eine Treppenfunktion. Denn Immobilienbesitzer verkaufen wegen der Langfristigkeit ihre Immobilien nur unter dem Einstiegspreis, wenn sie wirklich in Not sind. Sonst warten sie einfach. Da wird es keine Blase geben die platzen kann! Die verkaufen dann einfach nicht.
Die Einzigen, die die aktuelle Preisentwicklung heimsuchen kann sind Spekulanten aus dem Ausland, die hier überteuert einkaufen, weil sie Sicherheit suchen und keine Strafzinsen bezahlen wollen. Wenn deren Intention nicht so langfristig ist und sie sich verzocken, dann wird es diese treffen. Aber um die (superreichen) Griechen ist es mir nicht leid.

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Sibylle1969 05.07.2018, 10:51
64. @27 peter09

Hier in Frankfurt habe ich schon Verkaufsannoncen vermieteter Wohnungen gesehen, wo der Kaufpreis das 45fache der Jahreskaltmiete betrug. 750 Euro monatliche Kaltmiete (ohne Steigerungspotenzial, weil in Höhe des Mietspiegels), dafür werden schon mal rund 400.000 Euro verlangt. Da sind zukünftige Wertsteigerungen offenbar schon eingepreist. Die meisten vermieteten Wohnungen kosten in Frankfurt das 35-40-fache der Jahreskaltmiete, wobei mir schleierhaft ist, wie sich das für den Käufer noch rechnen soll. Ich habe 2010 vor den großen Preissteigerungen eine ETW in Frankfurt gekauft für das 27fache der jährlichen Kaltmiete.

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Mesi0013 05.07.2018, 10:51
65. Aspekte

Wurde eigentlich der Sachverhalt gewürdigt, dass momentan viele dem Währungs- oder Finanzmarkt nicht mehr trauen und deshalb vorsichtshalber ihr Geld bei Sachwerten in Sicherheit bringen wollen (Immobilien, Oldtimer, Gold...)?

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NauMax 05.07.2018, 10:58
66.

Zitat von 3liter
Absolut korrekt. München, Köln und Hamburg sind nicht Deutschland. Wem die Miete zu teuer ist und die Freiheit besitzt, woanders hinzuziehen (Rentner z. B.), sollte mal drüber nachdenken, ob er lieber Münchner Wuchermieten zahlt oder in die Lausitz, Eifel, Uckermark, ins Sauerland oder Erzgbirge zieht und da für balante 5€ oder weniger inmitten der.....
Als Rentner kann man zwar in der Theorie in die strukturschwächsten Regionen des Landes ziehen und von niedrigen Lebenshaltungskosten profitieren, allerdings ist die medizinische Versorgung in einigen Gegenden für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur schwer zu gewährleisten. Und gerade in diesem Bereich haben ältere Mitbürger häufig ein gesteigertes Bedürfnis, welches sie vor Ort hält. Ich hätte als Mittzwanziger auch nichts gegen ein Leben in diesen Regionen einzuwenden (außer das Erzgebirge - aus politischen Gründen). Da ist allerdings die Frage nach dem Job ausschlaggebend.

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David K. 05.07.2018, 11:00
67. Schauen Sie nach Frankfurt Europaviertel

Wer nach Frankfurt reinfährt, wird ggf. durch das Europaviertel gelotst. Eine neues Stadtviertel in der Mainmetropole. Es wirkt wie in einem "Endzeitfilm" - Häuserschluchten, die aber alle leerstehen. Es wird gesagt, da dass Viertel neu sei, würden die Wohnungen alle noch vermietet.
Wer nach Anlagemöglichkeiten schaut, informiert sich dann über den Kaufpreis. Der Preis ist hoch, aber auf dem Papier für Frankfurt noch angemessen. Es wird argumentiert, dass hier finanzstarke Mieter (siehe Brexit) einzögen. Die Miete wird künstlich nach oben geschraubt über Concierge Service, Luxus-Garagen und Co. Nur: Die paar Mieter, welche schon drin sind, spiegeln diese Wunschvorstellungen nicht wider - um es sehr zurückhatend zu formulieren. Fazit: Es ist mehr als zweifelhaft, dass man hier die Miete durchsetzen kann, welche aber die exorbitanten Baukosten benötigen. Ähnliches Bild in Wiesbaden: Hier müsste man bereits für kleine Mietwohnungen von 60-80qm weit über 1000 Euro Miete verlangen, damit sich eine Anschaffung überhaupt irgendwann rentiert. Niemand fragt sich, ob dies Menschen jemals hinblättern werden, sondern es wird nur mit anonymen Zahlen argumentiert.

Noch werden Neubauten gekauft wie blöde und entsprechend überhall gebaut - geht ja weg wie "warme Semmeln". Irgendwann werden aber auch anonyme Investoren merken, dass die Kalkulation auf dem Papier nicht von der Realität gedeckt ist. Spätestens dann kommt es zu einer Korrektur am Immobilienmarkt, bei welche der Experte sagen wird: "Finanzmathematisch ist sowas vollkommen unmöglich."

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olli0816 05.07.2018, 11:05
68. In München leider nicht realistisch

Zitat von olliver_123
Also wenn man sich eine Immobilie für 500000 hinbauen lässt und da dann auch noch jedes Jahr Reparaturen im Wert von 7000eur anfallen, dann hat man falsch gemacht... Ich denke mal die durchschnittlichen Häuser sind dann eher bei vielleicht 200000-300000 anzusiedeln. Auch sollten die (größeren) Schäden im Normallfall erst anfallen, wenn das Haus schon abbezahlt .....
Für 2-300k EURO bekommen Sie in München eine ranzige, renovierungsbedürftige 2-Zimmerwohnung in einem 70er-Jahre Hochhaus, meist renovierungsbedürftig. Selbst für 500k EURO ist maximal ein kleines Reihenhaus drin, wo Sie noch viel Zeit investieren dürfen.
Trotzdem werden hier die Preise nicht so schnell fallen. Seid ich klein bin, gab es in München immer ein Problem mit Wohnungen. Das liegt an den Restriktionen und das einfach nicht hoch genug gebaut wird. Die wenig vorhandene Fläche werden mit viel zu niedrigen Häusern bebaut, obwohl es sich etwas zum besseren gebessert hat. Irgendwo habe ich gelesen, dass jährlich 25.000 Menschen nach München ziehen. Die Stadt hat sich in den letzten 20 Jahren extrem - leider nicht zum positiven - verändert. Alles ist überfüllt, selbst Wochenendzüge in die Berge erinnern inzwischen mehr an den chaotischen Bilder indischer Züge. Überall Stau, aber da es gute Unternehmen und dadurch gute Jobs gibt, ist München ein Magnet.

Die Situation wird sich auch nicht so schnell ändern. Ich schau mir bei der örtlichen Sparkasse (Vorort westllich von München mit etwas über 10.000 Einwohner) regelmäßig die lokalen Angebote an. Bis letztes jahr war es Realsatire und ich habe mich gefragt, wer so etwas zu den Preisen kauft und es sich trotz gut bezahltem Job überhaupt leisten kann? Dieses Jahr ist das Angebot so mager, dass sie noch nicht mal alle Felder für die Angebote ausfüllen können. Also gibt es schlicht nichts zu kaufen. Von daher zu viel Nachfrage auf zu wenig Angebot. Meiner Ansicht wird sich das auf absehbarer Zeit nicht ändern. Problematisch wirds für Leute, wenn die Zinsen wieder anziehen und sie die Kredite umschulden müssen. Aber kurzfristig sehe ich das auch nicht.

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ldom 05.07.2018, 11:08
69. @golygoly

„Das wäre allerdings ein aktuell gutes Angebot. In Hamburg werden für eine 140 qm Wohnung (renovierter Altbau - gerne mal als sanierter Altbau beworben) ab 750.000€ aufgerufen …“

Da kann ich in München noch was verrückteres bieten: 2 Zimmer, 74 qm im Schicki-Micki-Turm, unterdurchschnittliche Lage, 889000 €

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