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Jahresbilanz 2014: Bahn gewinnt Fahrgäste - trotz Streiks und Unwettern
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Die Deutsche Bahn hat ihr Gewinnziel für 2014 verfehlt. Immerhin: Bei Fahrgästen und Umsatz gab es dennoch leichte Zuwächse, trotz Unwettern, Streiks und der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse.

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alterkaufmann 19.03.2015, 13:19
1. Das ist ja schön...

der Kunde läßt sich alle die genannten Übel, die die Bahn ihnen bietet, gefallen.

Warum werden jetzt Fernbusse von diesem Verein eingesetzt. Warum werden die Preise für Sitzplatzreservierungen zurückgenommen.

Das wäre doch nicht nötig, wenn die Kunden diesen Verein nicht meiden würden.

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Amadís 19.03.2015, 13:37
2.

Faszinierend! Hätte ich ein Auto, ich würde niemals Bahn fahren. Von Verspätungen und dem ganzen Kram abgesehen, was die Bahn für Mondpreise selbst für kurze Strecken verlangt ist einfach ungeheuer.
Wenn dieses Unternehmen der Straße jemals wirklich Konkurrenz machen will, dann müssen die Preise auch mal konkurrenzfähig werden.

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joff 19.03.2015, 13:39
3.

Das scheint sie ja irgendwie persönlich zu ärgern.
Als Vielfacher finde ich die Bahn auf den meisten Strecken immer noch komfortabler als die anderen Verkehrsmittel. Und der Preis ist angemessen. Wenn man frühzeitif bucht, oft sogar günstig.

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!!!Fovea!!! 19.03.2015, 13:41
4. Heißt das nun,

dass Weselsky alles richtig gemacht hat?

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enni3 19.03.2015, 13:45
5.

Zitat von alterkaufmann
der Kunde läßt sich alle die genannten Übel, die die Bahn ihnen bietet, gefallen. Warum werden jetzt Fernbusse von diesem Verein eingesetzt. Warum werden die Preise für Sitzplatzreservierungen zurückgenommen. Das wäre doch nicht nötig, wenn die Kunden diesen Verein nicht meiden würden.
Die Fernbusse profitieren davon, dass Sie momentan alle auf Defizit fahren. Dafür bedienen Sie Strecken, die nicht direkt von der Bahn bedient werden.

Das Grundproblem der Bahn besteht darin, dass Sie möglichst nur Direktverbindungen an Knoten anbieten wollen, dann aber nur zu Fernverkehrspreisen.

Im Nahverkehr wird aber alles über die Länder abgewickelt. Es ist kein Wunder, dass man von Berlin direkt jeden mittleren Knotenpunkt in BRB, MV oder SA anfahren kann. NAch SS oder TH gibt es keine Direktverbindungen.

Genau da liegt das Problem. Wo die Bundesländer noch bezahlen um eine ÖPNV-Struktur aufrecht zu erhalten, funktioniert es, wo dann die Bundesländer gegeneinander arbeiten, wie z.B. am Beispiel Berlin und Brandenburg vs. Sachsen kommt nix mehr zu Stande.

Ein ganz großes Problem ist der Förderalismus. MEhrfach dezentralisierte NEtze bei Beförderung sind natürlich völlig kontraproduktiv. Deswegen blühen die Fernbusse, weil denen die Zugehörigkeit der Zielorte zu einem Bundesland ziemlich schnuppe ist. Da zählt nicht mher, ob man Pendler irgendwo hinbringt. Wohnort und Arbeitsort in verschiedenen Bundesländern ist von keinem der beiden Beteiligten Länder wirklich gewollt. Der eine würde lieber das Gewerbe in seinem Bundesland sehen, der andere lieber den Wohnort.

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OskarVernon 19.03.2015, 14:02
6.

Zitat von Amadís
Faszinierend! Hätte ich ein Auto, ich würde niemals Bahn fahren.
Brauchen Sie nicht: Die Züge sind allen Widrigkeiten zum Trotz proppenvoll, mit immer noch steigender Tendenz. Die Bahn hat es also gar nicht nötig, auf Ihre, meine oder sonst irgendjemandes Wünsche einzugehen; aus unternehmerischer Sicht kolossal beneidenswert...

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Flicker23 19.03.2015, 14:02
7.

Was bin ich froh, dass ich seit gut einem halben Jahr ein Auto mein Eigen nennen kann. Für die Strecke Oberhausen-Köln (von der Wohnungstür zum Eingang der Firma) brauche ich mit der Bahn, wenn es keine Verspätungen gibt, 3 Stunden. Mit dem Auto habe ich bisher auch bei dickem Berufsverkehr und Unfall auf der A3 nie länger als 90 Minuten gebraucht.
Und was den Preis angeht.
Bahntickets im Monatsabo, da 2 Verkehrsverbünde trotzdem teuer, ca 350€ mit meinem Auto bezahle ich inklusive Sprit, Steuer und Versicherung gerade mal 280€.
Ich spare also im Schnitt über 3 Stunden Pendelzeit jeden Tag und ca. 70€ jeden Monat. Warum sollte ich da jemals wieder au die Bahn umsteigen, zumal ich durch die Mitfahrzentrale auch noch ein bisschen meiner Benzinkosten kompensieren kann.

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dschmi87 19.03.2015, 14:40
8. Wieso immer nur gegen die bahn?

Die Bahn hat Fehler kein Zweifel! Aber im Vergleich zum fernbus ist noch human.
Ich glaub die meisten sind hier noch nie wirklich die Fernbusstrecke münchen - Stuttgart gefahren.
Ach das ist immer wieder ein Erlebnis, diese 225 km lange Strecke absolviert man teilweise mit dem Fernbus in 8 Stunden. Dank 127 km Baustelle ;-)
Selbst mit technischer Störung und selbstmörder ist man höchstens mit der Bahn 4 Stunden für dieselbe Strecke unterwegs, in der Regel aber 2 1/4 Stunden. Das beste am fernbus war dann noch man bekommt nicht mal trotz 6 stündiger Verspätung einen Rabatt auf den Fahrpreis... Klo ging auch nicht wlan auch nicht. Ist fernbusnicht toll

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metastabil 19.03.2015, 14:49
9.

Zitat von Flicker23
Was bin ich froh, dass ich seit gut einem halben Jahr ein Auto mein Eigen nennen kann. Für die Strecke Oberhausen-Köln (von der Wohnungstür zum Eingang der Firma) brauche ich mit der Bahn, wenn es keine Verspätungen gibt, 3 Stunden. Mit dem Auto habe ich bisher auch bei dickem Berufsverkehr und Unfall auf der A3 nie länger als 90 Minuten gebraucht. Und was den ......
Die Bahn braucht für die Strecke Oberhausen-Köln grade mal eine Stunde. Die lange Fahrt zu und von den Bahnhöfen können sie aber kaum der DB anlasten.
Wenn sie statt 1. Klasse 2. Klasse fahren (im Regionalverkehr ist der Komfortunterschied minimal), kostet sie ein Jahresticket bei Einmalzahlung auch nur etwa 240 Euro.

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