Forum: Wirtschaft
Jamaika-Knackpunkt: Warum es beim Soli hakt
imago/ Christian Ohde

Herzensangelegenheit für die FDP, Spaltpilz für Jamaika: Beim Abbau des Solidaritätszuschlages liegen die potenziellen Koalitionspartner trotz wochenlanger Gespräche weit auseinander. Die Gründe.

Seite 1 von 12
rambazamba1968 17.11.2017, 08:31
1. Entlastung der Reichen

die Entlastung der Reichen und die Umwelt retten. Das sind die wichtigsten Themen in den nächsten vier Jahren. Ich brauche einen Schnaps. Prost.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kritischer-spiegelleser 17.11.2017, 08:33
2. Knackpunkte

Ein Staat sollte zu seinen Zusagen und Vereinbarungen stehen. Genauso wie er zu Recht und Ordnung stehen sollte. Das liegt nicht im Ermessen einzelner kleiner Parteien!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fraenki999 17.11.2017, 08:34
3. War ja klar...

Statt einer Steuerreform unter Berücksichtigung der gerade aktuellen Informationen über Steuervermeidung wieder einmal Stückwerk mit mehr Vorteilen für hohe Einkommen.
Etwas Anderes hätte ich von Der FDP auch nicht erwartet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michibln 17.11.2017, 08:39
4. Merkwürdig

Als der Soli eingeführt wurde hat auch niemand die Ungerechtigkeit beklagt, dass manche mehr zahlen und andere weniger. Bei der Abschaffung ist das Geschrei groß. "Gerechtigkeit" wird in Deutschland anscheinend immer mit "Gleichheit" gleichgesetzt. Am Ende sollen alle das selbe rausbekommen, ob Putzfrau oder Manager.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hausfeen 17.11.2017, 08:40
5. Leider wird nur ums Geld geredet. Nicht um Inhalte.

Der Soli ist sinnvoll. Allerdings wird schon lange gefordert, das Geld für strukturschwache Gebiete insgesamt und nicht für den Osten im Allgemeinen zu verwenden. Starke Ostregionen benötigen keine Förderung aus diesem Topf mehr. Schwache im Westen jedoch ja. Dem schließe ich mich an. Außerdem plädiere ich für den angesprochenen Freibetrag. Das kommt den kleineren Freiberuflern, Hauptklientel der FDP entgegen. Kann man auch so neugestalten, dass die Erlössumme gleich bleibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auweia 17.11.2017, 08:41
6. Sehe das Problem nicht.

Man kann doch den Soli abschaffen - das wird dann der FDP gutgeschrieben.
Gleichzeitig hebt man den regulären Spitzensteuersatz an - da haben die Grünen dann Punkte gesammelt.
Die Steueranhebung muß ja nicht unbedingt das Volumen des entfallenen Solis haben. Und: Verwaltungstechnisch scheint es sinnvoll, eine Steuerart komplett zu streichen und nicht den ganzen Apparat mit einem immer geringer werdenden Satz zu beschäftigen.
Schließlich: Man könnte sich den ganzen Zirkus um Soli und Einkommenssteuer sparen, wenn man denn große internationale Konzerne ihrem Umsatz in Deutschland entsprechend an der Steuerzalung beteiligt. 0,005 % Steuern auf den EU-Gewinn von Apple in Irland gezahlt sind ein schlechter Witz. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-in-irland-50-euro-steuern-fuer-eine-million-euro-gewinn-a-1110150.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oceang 17.11.2017, 08:43
7. Weiter so FDP!

Wenn sie das durchhalten und sich nicht auf faule Merkelkomprimisse einlasen ,bekommt die FDP meine Stimme. Es geht bei den Soli gar nicht mal darum weniger Steuer für die gebeutelte Mittelschicht durchzugekommen. Es geht um das ewige Abzicken hintenrum durch die Politik. Es gibt X andere Möglichkeitren Steuereinnahmen zu bekommen. Die Diskussion WO das geschehen soll hat die Merkelregierung X Jahre aus Bequemlichkeit verpennt. Fakt ist , das die Grundlage für den Soli fehlt. Ein Deal ist ein Deal. Btw: Wo es noch Möglichkeiten gibt, haben ja die Paradise Papers gezeigt. Nur das ist halt schwierig und mühsam.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marsman 17.11.2017, 08:46
8. Soli abschaffen

Alles andere als den Soli abzuschaffen ist nicht glaubhaft. Der Soli hatte einen Zweck und der ist erfüllt. Wenn man Reichtum vermehrt besteuern möchte, dann bitte rauf mit der Erbschaftssteuer - erben ist ungerecht und willkürlich, und das ererbte Geld wird oft nicht zum Nutzen, sondern zum Schaden der Gesellschaft eingesetzt, siehe z.B. Immobilienspekulationen die dem Normalverdiener keine Chance auf Eigentum lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gitane 17.11.2017, 08:46
9. Krake Staat

nein, ich bin kein Besserverdiener sondern nur Angestellter in einem glücklicherweise tarifgebundenen Betrieb. Aber mich kotzt es an, wenn unser gieriger Staat ein ums andere Mal Gründe für die Beibehaltung des Soli konstruiert. Und kommen sie mir jetzt nicht mit mehr Ausgaben für die Bildung oder Infrastruktur. So oft, wie hierfür Steuerm legitimiert wurden müssten wir goldene Wasserhähne in den Schulen und Internet im kleinsten Dorf haben. Statt dessen: Ein riesiger überversorgter Beamtenapparat, der seinen Aufgaben kaum nachkommt (Grossprojekte, Gesetzentwürfe von Externen Rechtsanwälten, Einwandererverwaltung etc)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12