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Jamaika-Streitthema Steuern: Warum ein Soli-Aus den Besserverdienern nützt
DPA

Der Solidaritätszuschlag ist zum Zankapfel in den Jamaika-Gesprächen geworden. Seine Abschaffung würde riesige Löcher in den Haushalt reißen. Profitieren würden davon vor allem die obersten 20 Prozent.

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neu-stuttgarter 26.10.2017, 23:02
1. Was für eine Binse

Da wird vor mehr als 20 Jahren eine angeblich vorübergehende Steuer eingeführt, die hauptsächlich die „Besserverdienenden“ trifft. Und nun lamentiert SpOn darüber, dass von der längst überfälligen Abschaffung die „Besserverdienenden“ profitieren würden.
Liebe Spiegel-Redaktion, es ist nun einmal so, dass von Steuersenkungen nur diejenigen etwas haben, die auch tatsächlich Steuern zahlen.

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gullliver 26.10.2017, 23:16
2. Falsche Sicht ...

Die oberen Einkommen wurden stärker belastet, jetzt wird die Belastung zurück genommen. Das ist nicht unfair gegenüber der kleineren Einkommen.
Davon ab: mit 50000/Jahr ist man kein Großverdiener ....

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g.hensel 26.10.2017, 23:16
3. überflüssig

Die Aufgabe des Soli ist seit Jahren erfüllt, die Einnahmen wurden für Zwecke verwendet wofür sie nicht vorgesehen waren. Wenn Löcher in den Bundeshaushalt gerissen werden muss man die Steuern erhöhen oder sparen aber nicht Ausgaben mit dem Soli finanzieren. Auch das führt zu Politikverdrossenheit.

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Paul G. 26.10.2017, 23:19
4. Falscher Film

Diejenigen die am meisten Zahlen sollen also nicht entlastet werden.
Wenn das tatsächlich so kommt, dass nur untere Einkommen bzw. bis 50.000
Euro entlastet werden, wäre dies ungerecht.
Als GGF zahle ich auch Soli. Dann fällt halt das Weihnachtsgeld für die Mitarbeiter etwas geringer aus.

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merenlähellä 26.10.2017, 23:20
5. Was ist das für eine Nullmeldung?

Wer im Erwachsenenalter als Politiker oder Medialer noch nicht begriffen hat, dass Menschen, die wenig (Einkommen)Steuern zahlen, auch nur geringfügig entlastet werden können, sollte sich vielleicht dringend nachbilden.

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jaydee222 26.10.2017, 23:25
6. wirklich unfair?

die Besserverdienenden tragen seit 1991 die Hauptlast des Soli. Warum sollen dann bitte nicht genau diejenigen entlastet werden?

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Carll 26.10.2017, 23:27
7. Ja logisch

Hätte man den Soli so eingeführt, dass niedrige Einkommen mehr Soli bezahlen als die höheren Einkommen, dann würden sie jetzt auch bei einem Wegfall des Soli stärker entlastet.

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schlaumischlumpf 26.10.2017, 23:30
8. Verteilungsgerecht? Referenzpunkt?

Die "obersten 20 Prozent" der Einkommen zahlen 78% des Soli. Ist es "ungerecht", wenn diese jetzt entsprechend wieder entlastet werden? War es gerecht, dass 25 Jahre nur ein fünftel der Bevölkerung 80% der Lasten aus dem Soli getragen hat? War es gerecht, dass die "unteren 50%" weniger als 2% der Einheitslasten getragen haben?
Das ist schon eine bizarre Diskussion: man belastet einen relativ kleinen Teil der Bevölkerung mit einer Steuer, das ist natürlich gerecht, weil wir ja das Leistungsfähigkeitsprinzip haben. Wenn dann aber die Steuer wieder abgeschafft werden soll, ist das ungerecht, weil die "unteren Einkommen" (die nie etwas gezahlt haben) ja jetzt nicht profitieren...

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peterle3 26.10.2017, 23:33
9. Das Glas ist halb voll und halb leer, es kommt auf die Brille an

Der Artikel weist eingangs darauf hin, dass der Zweck des Soli erreicht sei (ist). Da könnte man ja auch so argumentieren: Bei der Besteuerung gilt das Leistungsfähigkeitsprinzip. Also wurden die Besserverdienenden mit dem Soli höher belastet. Die Besserverdiener haben während der Laufzeit pro Kopf mehr bezahlt als Geringverdiener. Wenn der Soli entfällt, entfällt diese höhere Belastung, weil das Thema erledigt ist. Weshalb nun stellt der Artikel v.a. gegen Ende in den Vordergrund, dass Besserverdiener stärker entlastet werden, was nur logisch ist? Die haben doch mehr bezahlt?? Wenn das Leistungsfähigkeitsprinzip bei Besserverdienern eine höhere Belastung bewirkt, ist das toll, und wenn es diese wieder aufhebt, ist das verwerflich. Nicht sonderlich überzeugend, um höflich zu bleiben. Neidreflex? Sozialistische Romantik der 80er?? Ahnungslosigkeit?

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