Forum: Wirtschaft
Japan : Abe kündigt milliardenschweres Konjunkturpaket an
AFP

Mit mehr als 240 Milliarden Euro will Shinzo Abe Japans schwächelnde Wirtschaft beleben. Dadurch setzt der Ministerpräsident auch die Notenbank seines Landes unter Druck.

Seite 1 von 3
de_populist 27.07.2016, 17:15
1. Demographisches Problem

Die chronische Deflation ist ein Ergebnis der Veralterung der Gesellschaft, da Japan wegen fehlender Geburten immer älter wird und die Alten weder arbeiten, investieren noch groß Nachfrage zeigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
homersimpson75 27.07.2016, 17:24
2. Das wievielte Konjunkturpaket ist das?

Die Kombination aus billigem Geld und staatlichen Konjunkturpaketen scheint ja prächtig zu funktionieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fudiröller 27.07.2016, 17:44
3. Noch mehr von falsch...

...wird auch nichts helfen so wie es die letzten 20 Jahre nicht geholfen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baltes.badessen 27.07.2016, 17:46
4. Japan als Beispiel

Herr Abe hat ja kürzlich die Politik seiner Regierung als Vorbild für die ganze Welt dargestellt.

Seit Ronald Reagan Anfang der achtziger Jahre ist das Gelddrucken so in Mode gekommen, dass jedes Land seine wirtschaftspolitischen Probleme auf diese Art lösen will. Vorletztes Beispiel war die Bank of England, die "Liquidität" zur Verfügung stellt, um die Folgen des Brexit aufzufangen. Das neueste Beispiel ist die Türkei, die mit Gelddrucken die Politik des Herrn Erdohan stützen will. Die legendäre Arbeit des Herrn Draghi sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben.

Dieses Gelddrucken ist aber nichts anderes als die Enteignung Derjenigen, die noch glaubten, ihr Geld mit wirtschaftlicher Tätigkeit verdienen zu sollen.

Wie lange wird dieser Irrsinn noch andauern, bis das gesamt Weltfinanzsystem krachend zusammenfällt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jayjo77 27.07.2016, 17:49
5.

Zitat von homersimpson75
Die Kombination aus billigem Geld und staatlichen Konjunkturpaketen scheint ja prächtig zu funktionieren.
Naja, immerhin ist in Japan während der Deflation das BIP nicht eingebrochen. Genauso wenig ist die Arbeitslosigkeit gestiegen, im Gegensatz zu den ganzen Südländern. Ausserdem sind es alles Inlandsschulden. Dieser ganze Sparwahn ist doch nichts anderes als politische Willkür!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 27.07.2016, 17:56
6.

Zitat von baltes.badessen
Herr Abe hat ja kürzlich die Politik seiner Regierung als Vorbild für die ganze Welt dargestellt. Seit Ronald Reagan Anfang der achtziger Jahre ist das Gelddrucken so in Mode gekommen, dass jedes Land seine wirtschaftspolitischen Probleme auf diese Art lösen will. Vorletztes Beispiel war die Bank of England, die "Liquidität" zur Verfügung stellt, um die Folgen des Brexit aufzufangen. Das neueste Beispiel ist die Türkei, die mit Gelddrucken die Politik des Herrn Erdohan stützen will. Die legendäre Arbeit des Herrn Draghi sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben. Dieses Gelddrucken ist aber nichts anderes als die Enteignung Derjenigen, die noch glaubten, ihr Geld mit wirtschaftlicher Tätigkeit verdienen zu sollen. Wie lange wird dieser Irrsinn noch andauern, bis das gesamt Weltfinanzsystem krachend zusammenfällt?
Das sind nur alles völlig andere Ansätze, die Sie hier miteinander vermengen.

Reagan hat natürlich keine Geldpolitik betrieben und Geld gedruckt, das machen Regierungen üblicherweise nicht. Reagan hat die Spitzensteuersätze massiv gesenkt und die Militärausgaben deutlich erhöht. Das war also grundsätzlich eine expansive Fiskalpolitik, wenn m.E. auch ineffizient. Die Geldpolitik war gleichzeitig dabei unterstützend - aufgrund der damals beginnden Lohnmoderation waren die Inflationsraten neidrig und die Zinsen konnten ausgehend von extrem hohen Niveaus deutlich gesenkt werden.

In England ist seit einigen Jahren die Geldpolitik deutlich expansiv, aber die Staatsausgaben liegen gleichzeiitg heute kaum höher als 2007. Die Fiskalpolitik war also eher restriktiv als expansiv.

In Japan wiederum ist die Geldpolitik seit langem expansiv, während die Fiskalpolitik mal sehr expansiv ist, dann wieder restriktiv. Wie erfolgreich das ist, lässt sich kaum objektiv beurteilen: Einerseits ist die Staatsschuldenquote hoch, andererseits ist die Arbeitslosigkeit sehr niedrig, das Wachstum je Erwerbstätigen (von denen es immer weniger gibt) durchaus ordentlich und Japan als Volkswirtschaft ist größter Netto-Gläubiger (vor China und Deutschland).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 27.07.2016, 17:58
7.

Zitat von homersimpson75
Die Kombination aus billigem Geld und staatlichen Konjunkturpaketen scheint ja prächtig zu funktionieren.
naja je nachdem, wie man es beurteilt: Die Arbeitslosigkeit ist extrem niedrig, das Wachstum je Erwerbstätigem ordentlich und Japan ist größte Netto-Gläubiger Volkswirtschaft.

Ich frage mich eher, wieso immer neue Konjunkturpakete angestossen werden, obwohl die Arbeitslosigkeit niedrig ist und das Wachstum angesichts der sinkenden Erwerbspersonenzahl kaum höher ausfallen kann, durchgeführt werden. Zu welchem Zweck?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tjhc 27.07.2016, 18:16
8. Fallende Preise und stagnierende Löhne

Das klingt de facto nach steigenden Löhnen. Bis auf die dafür in Kauf genommene riesige Staatsverschuldung sehe ich darin kein Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sorosch 27.07.2016, 18:19
9.

Muss man erst 3 Dr.-Titel und 4 Prof-Titel habe, um mitzukommen, dass das alles nichts bringt. Politiker: Es gibt 7 gute Jahre und 7 schlechte Jahre - wenn es vorher 20 gute Jahre waren, dann gibt es eben 20 schlechte Jahre. Und je höher die Übertreibungen vorher waren, desto tiefer der Absturz danach. Mit sinnlos noch mehr Schulden eine kaputte Wirtschaft versuchen am Leben zu erhalten.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3