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Jeremy Corbyn: Labour-Chef verspricht "kommunalen Sozialismus"
REUTERS

Die britische Labour-Partei will die Privatisierung öffentlicher Gebäude und Dienstleistungen stoppen und rückgängig machen. Parteichef Corbyn sieht ein altes Dogma am Ende.

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radius21 03.02.2018, 12:15
1. Bravo

Das geht in die richtige Richtung. Auch bei uns sind die vergangenen Privatisierungen nicht immer ein Segen. Sie sind oft schlecht und teuer und führen zudem zu prekären Arbeitssituationen der Beschäftigten.

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localpatriot 03.02.2018, 12:16
2. Zwischen Gewinn und besserer Produktivität

Die Verschiebung notwendiger kommunaler Investitionen ist bestenfalls ein Schattenbild der Finanzpolitik.
Tatsache ist, dass Privatinvestitionen Gewinne abwerfen müssen welche in Theorie durch bessere Produktivität, also besseres Management erarbeitet werden.

Die Quelle der Mittel ist dabei der Finanzpool welcher durch Staatsunternehmen oder Privatfirmen angezapft wird. Dabei muss man bedenken dass Staatsunternehmen General mit geringeren Kosten an den Kapitalmarkt kommen.

Am Ende wird die Politik in den Augen der Wähler entlastet, denn langfristig werden Gebühren und Nutzerkosten angepasst und gerade in dieser Hinsicht ist die private Hand in einer besseren Lage.

Soll jemand glauben dass eine Privatfirma sich einen Berliner Flughafen oder einen Stuttgarter Bahnhof an den Hals binden liesse? Kaum. Im GB ist es genau so.

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pom_muc 03.02.2018, 12:22
3.

Wie war das noch einmal mit den Beamtenpensionen die in die Zukunft verschoben werden? Mit den schuldenfinanzierten "Investitionen" deren Zinslasten nach ein paar Jahrzehnten zu Maßnahmen wie QE führen?

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Crom 03.02.2018, 12:22
4.

Egal ob es um Gas, Strom oder etwas anderes geht, wo ich die Wahl habe sind die kommunalen Anbieter immer teurer als ihre private Konkurrenz.

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aquarius99 03.02.2018, 12:23
5. PPP leider auch in Deutschland ein Problem

Auch hierzulande werden die Bürger mit PPP Modellen benachteiligt, indem Steuergelder häufig in überteuerte und oft schlecht ausgeführte Projekte gesteckt werden.
Dies wurde u.a. auch vom Bundesrechnungshof bzgl. des Autobahnbaus festgestellt. Trotzdem behaupten unsere Politiker weiter, das PPP ein Erfolgsmodell sei und unterschreiben in unserem Namen langfristige Verträge zulasten kommender Generationen.
Es wäre an der Zeit, auch in Deutschland dafür zu sorgen, das die Privatisierung endlich mal ein Ende findet und teilweise wieder zurückgenommen wird.

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HeisseLuft 03.02.2018, 12:27
6. Immer diese Dogmen

Alles, was den Kriterien eine natürlichen Monopols entspricht, sollte imho in staatlicher Hand sein. Also klassische Infrastruktur in engerem Sinne:
Straßen, Bahnlinien samt Brücken, Wasserstraßen samt Schleusen, Stromtrassen, Kanalisation samt Klärwerken, Deponien, Datenleitungen. Harte Infrastruktur, die es vor Ort in der Regel nur einmal gibt - wo also kein Markt möglich ist. Diese Strukturen sollten neutral vom Staat zur Verfügung gestellt werden.

Alles, was diese Infrastruktur nutzt, kann privat sein.

Ausnahmen gibt es bei Wasser, das ist anerkanntermaßen ebenfalls ein natürliches Monopol. Weil es sich nicht lohnt, dieses quer durch die Republik zu handeln, und es vor Ort keinen Markt, sondern stets nur einen Wasserversorger geben wird.

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zweiter 03.02.2018, 12:27
7. Mit Volldampf zurück!

Der Sozialismus scheint die Ersatzreligion für die geworden zu sein, deren Gedächtnis oder Bildung so unzureichend ist, dass man sich nur an das Gute in der alten Zeit erinnern kann, aber nicht mehr an das Schlechte und die deshalb der Illusion nachlaufen, je schneller und weiter man das Rad der Zeit zurückdrehen würde, um so glücklicher würden sie.
Aber abgesehen davon, dass die Innovation E-Lok einige Heizer überflüssig machte, erlöste sie Millionen Anwohner vom Ruß der Lokomotiven. Wie lange man in Staatsmonopol Zeiten auf Anschlüsse warten musste und was man dafür zahlte, ist auch nur noch einer Splittergruppe erinnerlich. Dass der staatliche NHS eine Geissel für die Britische Bevölkerung ist, scheint die Trübung bei der Verherrlichung eines sozialistischen Zentralstaats auch nicht zu durchdringen, von den Zuständen in der DDR und den anderen Ostblockstaaten ganz zu schweigen. Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich viele Menschen lieber von Politfunktionären zur Schlachtbank führen lassen und diese noch als Befreier feiern (siehe BREXIT Befürworter), statt auf sich selbst zu vertrauen und ihr Schicksal in die eignen Hände zu nehmen. Dabei zeigt die Geschichte, die leider keiner mehr kennt oder kennen will, dass die sozialistischen Heilslehren weder der Bevölkerung, noch der Umwelt genutzt haben, sondern immer nur eine einzige Klasse davon profitiert hat: die ihrer Politfunktionäre! Da lobe ich mir doch den Neoliberalismus mit seiner offenen Profitgier. Mit dessen Schwächen lässt sich besser leben, als unter der Unterdrückung durch verlogene Politfunktionäre im Sozialismus!

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shoper34 03.02.2018, 12:32
8. Brexit

Auch Labour ist übrigens für den BREXIT.
Nur zur Erinnerung.

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klausi_maiermüller 03.02.2018, 12:34
9. Das Heilswort aller Kapitalvermehrer "Public Private Partnership"

Mit Toni Blair und mit Gerhard Schröder hat es in GB und in D begonnen - die PPP's.
Jeder (auch Blair und Schröder) wussten dass diese Projekte zukünftig zu den Turbos der Kapital- und Vermögens-Verteilung von unten nach oben gehört!!!
Wir alle sollten Corbyn auf Knien danken, dass er beginnt diese asoziale Umverteilung zu stoppen. Bei uns haben den Vollpfosten als Privatisierungskönige diese Schröders, Eichels, Ramsauers, Dobrindts, Schäubles, Gabriels verdient! Aber statt es zurückzudrehen wie Corbyn, wird in den Koalitionsverhandlungen SPD-CDU/CSU der Rückverteilung von oben nach unten mit 25€ mehr Kindergeld Rechnung getragen! Wenn es nicht so traurig wäre dann ...

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