Forum: Wirtschaft
Jetzt auch in Leipzig: Ver.di weitet Osterstreik bei Amazon aus
DPA

Mitten im Ostergeschäft ruft Ver.di nun auch am Amazon-Standort Leipzig zum Streik auf. Über Bekenntnisse des Versandhändler zu Arbeits- und Gesundheitsschutz sagt der örtliche Streikleiter: "Es stinkt wie faule Eier."

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thoscha 16.04.2019, 12:02
1. Selbstbetrug....??

A-zon bezahlt also das was für die jeweilige Tätigkeit branchenüblich bezahlt wird, richtig?! Und die Vergütung bewegt sich also im oberen Bereich ergo bezahlen sie mehr als es der Durchschnitt fordert! Wer glaubt denn an solche Ammen-
märchen? Amazon soll also seine soziale Ader für die Beschäftigten entdeckt haben? Wer hat nur dieses Osterei gelegt?
Wahrscheinlich der Nikolaus (J.Bezos) persönlich! Eine echte Lachnummer, wäre das Thema nicht so traurig - schaurig!

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realistisch gesehen 16.04.2019, 12:05
2. Wieviel Prozent streiken?

400 Personen von wie vielen? Das sollte bitte nicht unterschlagen werden bei solchen Nachrichten, damit man sich ein realistisches Bild der Unzufriedenheit machen kann!

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grabenkaempfer 16.04.2019, 12:12
3. wird

der Verbraucher etwas davon merken?
Nein. Das meiste kommt inzwischen eh von den Amazonstandorten hinter der Grenze.

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erzengel1987 16.04.2019, 12:18
4. Problem Amazon

Es ist ein Versandhändler. Die Mitarbeiter packen lediglich Waren ein und versenden diese... Somit ist es wirklich eher ein Logistikunternehmen. Die Logik von Amazon ist also Nachvollziehbar...

Heißt nicht, dass ich die Situation gut finde... Wenn besser gezahlt werden kann sollte Verdi das auf jedenfall durchsetzen.

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krautrockfreak 16.04.2019, 12:23
5. Ich verstehe nicht, dass die Firmen, die Milliarden verdienen, ihre

Mitarbeiter sind extra super bezahlen, sondern immer noch jeden Euro rauspressen, damit der Aktionär noch reicher wird. Diese ganze Aktienkultur macht uns kaputt und zerstört die Moral der Gesellschaft. Die Folgen werden massiv sein und dafür bezahlen muss das arbeitende Volk und die Rentner, während die Aktionäre sich die Hände reiben. Gut gemacht, ihr sozialen und christlichen Regierungen der letzten 50 Jahre! Schämt euch!

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großwolke 16.04.2019, 13:30
6. Aber dann würden Sie nie wieder auf so einen Artikel klicken

Zitat von realistisch gesehen
400 Personen von wie vielen? Das sollte bitte nicht unterschlagen werden bei solchen Nachrichten, damit man sich ein realistisches Bild der Unzufriedenheit machen kann!
Allein die Tatsache, dass die Streiks keine negativen Kundenfeedbacks erzeugen (auf die sich die Presse höchst dankbar stürzen würde), sagt einem eigentlich alles, was man wissen muss. Aber abseits davon sind Meldungen wie die vorliegende ein schönes Beispiel für die Funktion der News-Industrie. Eine magere Agenturmeldung, einfach nur durchgereicht vom Newsportal. Information ist nur der Köder, mit dem Werbeeinnahmen generiert werden, seriöser Journalismus nicht das Ziel. Denn wenn jemand wie Sie, der offensichtlich mitdenkt, auch nur einmal demonstriert bekäme, dass die Verdi-Streikerei, die nun schon seit Jahren ergebnislos praktiziert wird, nur der sprichwörtliche Sturm im Wasserglas ist, dann würde dieser Jemand mindestens für die nächsten drei Jahre Schlagzeilen zum selben Thema ignorieren.

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beegee 16.04.2019, 13:40
7. In dem Moment...

..., in dem ich als Endverbraucher in ein Amazon-Zentrallger gehen kann, mir die Waren, die ich kaufen möchte aus dem Regalen nehmen, mich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort beraten lassen kann, die Waren direkt and er Kasse bezahlen und mitnehmen kann, in dem Moment bin ich dafür, dass die nach Einzelhandelstarif bezahlt werden. Was nicht heißt, dass ich die Tarife für fair halte. Aber das ist nicht Punkt der Diskussion.

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Dr. homo oeconomicus 16.04.2019, 13:52
8.

Zitat von krautrockfreak
Mitarbeiter sind extra super bezahlen, sondern immer noch jeden Euro rauspressen, damit der Aktionär noch reicher wird. Diese ganze Aktienkultur macht uns kaputt und zerstört die Moral der Gesellschaft. Die Folgen werden massiv sein und dafür bezahlen muss das arbeitende Volk und die Rentner, während die Aktionäre sich die Hände reiben. Gut gemacht, ihr sozialen und christlichen Regierungen der letzten 50 Jahre! Schämt euch!
Sie reden Schwachsinn!
Eine Aktiengesellschaft ist eine Form der Kapitalgesellschaft. Die Anteile an dieser Gesellschaft sind in Aktien auftgeteilt. Jeder Firmenbesitzer oder Anteilseigner hat Anspruch auf Vergütung genau wie jeder Angestellte. Je mehr Kapital ich der Gesellschaft zur Verfügung stelle, desto höher ist mein Anspruch auf Vergütung. Und das ist gerecht.
Und warum bezahlen dies die Rentner? Die haben keinen Bezug zu der Kapitalgesellschaft, also warum sollten die darunter leiden?
Außerdem warum halten sie selbst denn keine Aktien? Jeder hat die Möglichkeit einer zu werden und am Unternehmenserfolg zu partizipieren. Aber es ist schon einfacher zu nörgeln und sich seinem Neid hinzugeben.

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wealthofnations 16.04.2019, 14:15
9. Einordnung

Zitat von krautrockfreak
Mitarbeiter sind extra super bezahlen, sondern immer noch jeden Euro rauspressen, damit der Aktionär noch reicher wird. Diese ganze Aktienkultur macht uns kaputt und zerstört die Moral der Gesellschaft. Die Folgen werden massiv sein und dafür bezahlen muss das arbeitende Volk und die Rentner, während die Aktionäre sich die Hände reiben. Gut gemacht, ihr sozialen und christlichen Regierungen der letzten 50 Jahre! Schämt euch!
Amazon verdient einen Großteil seines Gewinns nicht mit dem Versenden von Büchern, sondern mit Cloud-Computing. Die Aktionäre reiben sich also nicht die Hände, weil die Mitarbeiter im Logisitik-Zentrum nicht wie im Einzelhandel bezahlt werden. Im übrigen, wenn ich in einer Buchhandlung ein Buch bestelle, werden die Mitarbeiter, die das Buch in die Buchhandlung transportieren, auch nicht nach dem Einzelhandelstarif bezahlt.
Lohnfindung ist bei uns Sache der Tarifparteien, Arbeitskämpfe inkl. Streikmaßnahmen sind dabei ein legitimes Mittel, die Politik sollte sich dabei allerdings raushalten. Was Amazon seinen Mitarbeitern bezahlen will und ob die Mitarbeiter dafür arbeiten wollen, geht Sie, mich und Frau Merkel einen feuchten Kehricht an.

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